Hörfreuden #3: Glücksgeblubber..

lesenslust über “Das Blubbern von Glück” von Barry Jonsberg

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“Kennst du den Ausdruck: Zerrüttete Familie? Willkommen in meiner Welt.”

“Lachen ist gut. Lachen ist wundervoll. Ich verstehe oft nicht, wo es herkommt, genieße jedoch die Wirkung, die es hervorbringt. In meiner Familie wird nicht genügend gelacht. Alles Lachen verflüchtigte sich, als meine Schwester starb.”

Candice Phee

Candice Phee ist 12 Jahre alt. Sie ist wunderbar ehrlich und ein bisschen anders. Ihr Körper ist übersät von Sommersprossen, ihr Haar schimmert in einem dreckigen Blond und ihre Augen strahlen leuchtend blau. Eigentlich wirkt sie wie ein normales Mädchen. Doch Candice Blick auf das Leben unterscheidet sich von dem ihrer Mitmenschen, weshalb viele sie nicht auf Anhieb verstehen.

Candice ist das egal, denn sie ist wild entschlossen, die Welt wieder glücklich zu stimmen. Allen voran ihre Familie, in der es früher vor Glück geblubbert hat und die seit dem plötzlichen Tod ihrer Schwester Sky wie gelähmt durchs Leben geht. Ihre Mutter, ihr Vater und Onkel Brian bilden einen zerrütteten Haufen aus Krankheit, Enttäuschung und Trauer.

Doch obwohl das Unglück in jeder Ecke lauert, verliert Candice ihren Traum nicht aus den Augen: Sie will das Glück für alle zurückerobern, um die Welt lebendiger blubbern zu lassen als jemals zuvor!

“Unser ganzes Haus verströmte Glück. Es blubberte vor Glück und ließ uns strahlen. Die Sonne schien heller damals, das Gras war grüner, die Wolken waren weißer.”

“Ich möchte nach Glück streben. Ich möchte es einfangen, am Wickel packen, mit nach Hause schleifen und zwingen sämtliche (…) Menschen zu umarmen.”

Am Anfang der Sommerferien bekommen Candice und ihre Mitschüler von ihrer Englischlehrerin Mrs. Bamford die Aufgabe, einen Aufsatz über ihr Leben zu schreiben. Jedem Buchstaben des Alphabets soll ein Absatz gewidmet werden.

Und mit dieser Aufgabe beginnt die Geschichte.

“Du bist auf einem Meer der Liebe in diese Welt gesegelt. Du bist durch ruhiges Gewässer gefahren und fast, ohne ein Wellenkräuseln, in unseren Herzen vor Anker gegangen. Und dort bist du immer noch, ein süßer kleiner Matrose, in Liebe angedockt.”

“Weißt du was das Beste an dir ist, Pumpkin?” fragte er. “Nein.” – “Du singst dein eigenes Lied und du tanzt nach deiner eigenen Melodie. Du siehst die Welt mit anderen Augen als wir. Und weißt du was? Manchmal wünschte ich, fast jeder sehe sie mit deinen Augen. Ich weiß das die Welt dann ein besserer Ort wäre.”

Onkel Brian

Tränen der Freude kullern über meine Wangen.

Selten begegnet man so traurigen und zugleich lebensbejahenden Zeilen wie die von Jonsberg. Mit “Das Blubbern von Glück” gelingt dem Autor ein wahres Wunderwerk. Es erzählt uns nicht nur eine ganz und gar andersartige Geschichte eines andersartigen Mädchens, sondern stimmt uns damit auch glücklich. Einfach so.

Es ist die Geschichte von Candice, einem zwölfjährigen Mädchen und Protagonistin der Geschichte. Jonsberg lässt sie zur Stimme seiner Geschichte werden und eröffnet uns damit die Sicht aus Kinderaugen. Die 26 Buchstaben des Alphabets werden zu unseren Wegbegleitern. Mit der Konzentration auf den Aufsatz über ihr Leben, ordnet Candice jedem einzelnen Buchstaben des Alphabets ein besonderes Merkmal zu. Merkmale, die von zentraler Bedeutung sind und ihr Leben zu dem machen, was es ist.

Da ist ihre verstorbene Schwester Sky; ein Goldfisch, dem sie den Namen Erdferkel Fisch schenkt, weil Erdferkel das erste wirkliche Wort in ihrem Lieblingsbuch (dem Wörterbuch) ist; ihr schräger und superkluger Freund Douglas Benson, der aus einer anderen Dimension zu kommen scheint; das Kullerauge ihrer Englischlehrerin Mrs. Bamford, das unkontrolliert durch die Gegend kullert; ihre amerikanische Brieffreundin, die ihr niemals antwortet, und so viel mehr.

Candice Perspektive schenkt uns einen besonders wertvollen Blick auf das Leben. Mit ihr sehen wir die Welt aus anderen Augen: Sie macht sie bunter, lebendiger und herzlicher. Doch sie schaut nicht nur optimistisch auf das Leben, sondern spricht ihre Gedanken auch erschreckend ehrlich und direkt aus. Sie hilft uns dabei, den traurigsten Momenten mit Hoffnung zu begegnen und dem Leben entgegenzulachen. Trotz tragischem Familienhintergrund scheint Candice ihren Lebensmut niemals zu verlieren. So begibt sie sich hoffnungsvoll auf die Suche nach dem verlorengegangenen Blubbern von Glück. Und wird fündig!

Sensibel, humorvoll und voller Leichtigkeit verleiht die Sprecherin Laura Maire der zwölfjährigen Candice und ihren Mitmenschen eine Stimme. Lebhaft und facettenreich erweckt sie ein kleines Mädchen zum Leben und zeigt mir wie abwechslungsreich die eigene Stimme sein kann.

Trotz völlig unterschiedlichen Alters von Sprecherin und Protagonistin begegnet mir die Sprache als sehr passend und harmonisch. Laura Maire versteht es, die Rolle der Candice ohne musikalischen Hintergrund oder Audiobeigaben authentisch umzusetzen. Jede Minute des Hörbuchs wird so zu einem besonderen Hörerlebnis.

Eine wunderbare Geschichte. Ein wunderbares Hörbuch. Herzliche Weiterempfehlung!

“Familien sind anfällig. Meine starb nicht, als Sky starb, aber sie musste einen schweren Schlag ertragen, und war danach völlig blauer Flecken.”

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Kinderfreuden #4: Päckcheneilexpress.

lesenslust über “Pino Pfote, Päckchenbote” von Tor Freeman

Pino Pfote

Beschreibung:

Pino Pfote ist Päckchenbote: täglich flitzt er mit seinem Roller und einem Anhänger voller Päckchen durch die Stadt. Seine heutige Tour beginnt im Tropenhaus. Doch Fred Fell, der Chefgärtner, ist im Gewusel kaum zu entdecken. Auch Quentin Quetsch, der Würstchenverkäufer, versteckt sich in seiner Bude am Marktplatz und Lisa Liane geht im Trubel des Dinosauriermuseums unter. Ringo Ringel inspiziert seine neuesten Errungenschaften im Schlaukopflabor und Wanda Wolle sitzt mit kaputtem Geigenbogen im Orchester.

Die Empfänger von Pinos Päckchen verstehen es ziemlich gut, sich zu verstecken. Wie gut, dass Pinos Argusaugen nichts entgeht! So düst Pino kreuz und quer durch die Stadt, bis nur noch ein einziges Päckchen in seinem Wagen liegt, und das ist für eine ganz besondere Dame bestimmt!

Eckdaten

Hardcover, ab 3 Jahren

mit UV-Lack
32 Seiten, 24,0 x 30,5 cm
ISBN 978-3-7348-2007-6

Magellan Verlag
13,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Magellan

Pino

Blickwinkel aus großen Augen

Der Kin­der­buch­il­lus­tra­torin Tor Freeman ist mit ihrem Buch “Pino Pfote, Päckchenbote” ein großartiges Entdeckerbuch für kleine Spürnasen gelungen. Der Aufbau des Buches ist ähnlich dem eines Wimmelbuchs, da die Seiten mit farbenfrohen Suchbildern bestückt sind, auf denen es jede Menge zu entdecken gilt.

Pino Pfote, der Protagonist, ist ein Vierbeiner und zudem ein bekannter Hund in der Stadt. Auf seinen täglichen Touren beglückt er die Stadtbewohner mit langersehnten Päckchen. So düsen die Kinder gemeinsam mit Pino zu den aufregensten Plätzen der Stadt: ins Tropenhaus, auf den Marktplatz, ins Dinosauriermuseum, zum Schlaukopflabor und zur Aufführung ins Orchester. In einer Suchleiste im unteren Seitenbereich gibt Freeman den Kindern sowohl den jeweiligen Empfänger des Päckchens als auch verschiedene Gegenstände vor, die es im Gewusel der einzelnen Schauplätze aufzuspüren gilt.

Das Suchschema ist einfach und wurde von meinem Neffen bereits nach der ersten Seite durchschaut. Die farbenfrohen und detailreichen Illustrationen machen das Betrachten jeder Seite zu individuellen Entdeckungsreisen, die auch den Erwachsenen jede Menge Spaß bereitet. Zu den aufgeführten Gegenständen in der Suchleiste gesellten sich ziemlich schnell weitere Entdeckungen hinzu, die beim Durchforsten der Suchbilder vom kleinen Sherlock ausfindig gemacht wurden. Einige der gesuchten Gegenstände konnten erst  beim zweiten oder dritten Anlauf erspäht werden. Eine winzig kleine Schnecke, eine Hand im Glas oder auch eine rote Krawatte haben es uns nicht einfach gemacht, weswegen das Buch auch für Kinder weit über das empfohlene Alter hinaus noch interessant ist.

Pinos Tour endet auf dem Kindergeburtstag seiner kleinen Tochter im Garten. Doch die Tour meines kleinen Neffen scheint niemals zu enden, denn er wird auch nach zahlreichen Betrachtungen und Suchanläufen nicht müde, die Gegenstände aus der Suchleiste erneut aufzuspüren. Pino ist fortan immer dabei!

Pino on tour

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Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Lieblingsfigur der Geschichte: T-Rex, die Schnecke

Anzahl der Blicke/Lesungen: zahlreich

Bester Leseplatz: Überall, sogar im Auto

Schlüpft in die Rolle von: einer Spürnase

Hungrige Spürnase

Kinderfreuden #3: Wenn der Mond am Himmel steht

lesenslust über “Das Mondscheinfest” von Luise Holthausen

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Beschreibung:

Schlafenszeit!

Doch das Fuchskind will viel lieber ein Mondscheinfest feiern anstatt zu schlafen. Als Mama und Papa Fuchs fest eingeschlafen sind, stiehlt es sich heimlich davon und trifft sich auf der großen Lichtung mit den anderen Tierkindern.

Es ist stockdunkel und weit und breit ist kein Mond in Sicht.

Doch was ist so ein Mondscheinfest schon ohne Mond? Also macht sich das Fuchskind mit seinen Freunde auf die Suche nach dem Ehrengast des Festes.

Eckdaten

Hardcover, ab 3 Jahren

mit UV-Lack und Stoffmond zum Buch
32 Seiten, 29,5 x 22,5 cm
ISBN 978-3-7348-2002-1

Magellan Verlag
19,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Magellan

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Blickwinkel aus großen Augen

Das Buch ist ein leuchtender Stern am Kinderbuchhimmel. Christine Kuglers Illustrationen sind sehr lebendig und farbenfroh gestaltet und machen das Buch zu einem wahren Schatz. Die vielen liebevollen Details, die man oft erst beim zweiten Blick entdeckt, machen das Betrachten des Buches zu einer kleinen Abenteuerreise.

Das Entdecken der Geschichte bereitet einem unheimlich viel Freude. Durch den beigelegten Kuschel-Stoffmond gibt der Verlag den Kindern einen Begleiter an die Hand, der sie und das Fuchskind bei ihrer Suche nach seinem Pendant aktiv begleitet. Die greifbare Mond-Komponente dient den kleinen Entdeckern perfekt zur Orientierung und haucht der Geschichte Leben ein.

Die Geschichte kommt mit wenigen Worten aus, was den Vorlesern und Zuhörern viel Freiraum für Fantasie und Improvisation schenkt. Doch auch die wenigen Worte sind mit Leben bespickt. Animieren den Vorleser und Zuhörer zum aktiven Suchen in den entlegensten Ecken: Man sucht oben und unten, links und rechts, in Büschen und Wäldern nach dem Mond. Ruft nach ihm. Gibt nicht auf, bis der Himmel aufreißt und er am nächtlichen Himmel erstrahlt.

Bald feiern alle Tierkinder ein gemeinsames Fest. Es wird mit Leibeskräften gesungen und ausgelassen getanzt. Die Tierkinder führen kleine Kunststücke vor, selbst das Ferkel jongliert mit Tannenzapfen. Doch nicht nur die Tierkinder in der Geschichte feiern ausgelassen. Auch Joschua feiert mit, er ruft nach dem Mond, singt und tanzt und lacht aus vollem Herzen.

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Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Lieblingsfigur der Geschichte: die Eule, der Mond

Anzahl der Blicke/Lesungen: allabendlich

Bester Leseplatz: eingekuschelt in der Bettdecke

Schlüpft in die Rolle von: einem Mondscheintänzer

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#lbm15 oder “How you inspire a book lover”..

Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis der Leipziger Buchmesse – Die Nominierten

Impressionen eines Messebesuchs

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Die Glashalle der Leipziger Messe

Eine Woche mussten sie ruhen: Die Eindrücke, Begegnungen und  Lieblingsmomente, die ich während eines dreitägigen Messebesuchs in Leipzig genießen durfte. Nur zaghaft wage ich mich an die Zeilen, in denen all das festgehalten werden soll, was den Besuch in Leipzig für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat. Meine zweite Leipziger Buchmesse sollte etwas ganz Besonderes werden. Von Anfang an standen die Zeichen dafür gut: Zum ersten Mal bekam ich eine Akkreditierung als Buchblogger und war somit im Besitz eines Presseausweises, der mir nicht nur zu freiem Eintritt an allen Messetagen verhalf, sondern u.a. auch eine kostenlose Gepäck- und Garderobenabgabe im Pressezentrum und die freie Hin- und Rückfahrt zur Messe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichte. Darüber hinaus gab es in diesem Jahr ein besonderes Areal für Blogger: die Bloggerlounge. Unter dem Motto blogger:buchmesse wurde Buchbloggern ein eigener Bereich geschenkt, der zum Austausch untereinander dienen sollte, und regen Anklang fand. Es wurde vielfach diskutiert, interviewt und ausgelassen gequatscht. Sich herzlich umarmt, miteinander gelacht und sich gegenseitig gelauscht.

Achtung freilaufendes Buch

In der Glashalle entdeckt: angekettete Bücher

Die Bloggerlounge wurde zu einem Ort der Begegnungen. Auch wenn die Lounge an sich sehr minimalistisch gestaltet wurde und man anfangs mit dem neu erworbenen Privileg noch nicht richtig umzugehen wusste, waren es die vielen Büchermenschen, die ihn zu einem Herzensort gemacht haben. Und neben den vielen Begegnungen bot er uns vergünstigte Snacks, kostenfreien Kaffee bzw. Tee und freies W-Lan.

Simone von Papiergeflüster packte die Gelegenheit am Schopf und initiierte spontan ein inoffizielles Buchblogger-Treffen über Twitter, das für mich zu einem besonderen Moment wurde. Denn auch wenn ich meinen Blog bereits seit vier Jahren betreibe, war ich den meisten der Bloggerkollegen bis dato noch nie persönlich begegnet. Über das persönliche Kennenlernen der ganzen bibliophilen Netzkollegen habe ich mich daher sehr gefreut. Unzählige Visitenkarten, Fotos und Blogadressen tummeln sich nun in meinem Münchner Zuhause und nach mehreren Anläufen habe ich mich letztendlich dafür entschieden, keinen von euch großartigen Menschen im Besonderen zu erwähnen, weil es mir bei jedem Einzelnen von euch eine Freude war! Die Atmosphäre in der Bloggerlounge war herzlich und unkompliziert. Das Treffen wurde zu einem vollen Erfolg. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, von einem großen Familientreffen heimgekehrt zu sein. <3

Blogger

Herzensmenschen in der Bloggerlounge

Die Aufmerksamkeit, die Buchbloggern in diesem Jahr geschenkt wurde, war enorm. Erstmalig hat man den nominierten Büchern zum Preis der Leipziger Buchmesse fünfzehn Paten an die Hand gegeben, die sich im Vorfeld um das Amt des Bloggerpaten bewerben konnten. Aufgabe war es, die nominierten Titel aus den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung im Vorfeld zu lesen und zu besprechen. Die Paten erhielten dafür das zugeteilte Buch in zweifacher Ausführung, eine Einladung zur Eröffnung im Gewandhaus mit anschließendem Empfang und eine Pressekarte für die Preisverleihung selbst. Was für eine besondere Idee!

Nominierte 2 Nominierte

Zu meiner Überraschung schien es auch den Verlagen in diesem Jahr ein besonderes Anliegen, die Blogger persönlich kennenzulernen. Bereits im Vorfeld wurden zahlreiche Blogger- und Lesertreffen, persönliche Gespräche und Bookup-Treffen organisiert. Irgendwie schwebte man als Buchblogger durch die Hallen und erfreute sich an der Aufmerksamkeit aus allen Himmelsrichtungen. Eine tolle Anerkennung, die mir neben den vielen Gesprächen mit Bloggerkollegen auch zu Gesprächen mit dem ein oder anderen Verlagsmitarbeiter verhalf, mit dem ich schon seit einiger Zeit zusammenarbeite. Das Herbstprogramm wurde vorgestellt, besondere Schätze empfohlen und darüber hinaus über Gott und die Welt geplaudert. An dieser Stelle möchte ich besonders den netten Büchermenschen vom Diogenes Verlag, Dumont Verlag, Magellan Verlag und Kiepenheuer und Witsch Verlag danken. Noch nie hat mir meine Herzensbeschäftigung, Bücher zu lesen und zu besprechen, zu so viel Aufmerksamkeit verholfen. Dafür danke ich euch sehr! <3

Wunschbus

Am Wunschbus entdeckt: Ein Herzenswunsch

Während meiner drei Messetage hat es mir Halle 2 mit all den bezaubernden Kinder- und Jugendbuchverlagsständen besonders angetan. Die Messestände waren zuckersüß. Ich konnte mich an den vielen liebevollen Details kaum sattsehen. Vor allem die Stände des Coppenrath Verlags, von arsEdition, dem Loewe Verlag und Carlsen Verlag bzw. des Imprints Königskinder Verlag haben mich zutiefst beeindruckt. Darüber hinaus entdeckte ich entzückend kreative Bastelideen aus Pappe von Bibabox, einen Wunschbus, an dem man die Wünsche hunderter Buchmenschen entdecken konnte und ein kunterbuntes Unterhaltungsprogramm für Kinder.

Pappkunst bei Bibabox

Pappkunst bei Bibabox

Orimoto am Loewe Stand

Orimoto am Loewe Stand

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Abhängen bei Arena

Leipzig verwandelt sich während der Buchmesse in ein Mekka für Buchliebhaber. Das Angebot an Lesungen und Signierstunden scheint unerschöpflich. Die Begegnungen mit Autoren und Autorinnen persönlicher Herzensbücher machen die Messe zu etwas ganz Besonderem. So sammelte auch ich fleißig Lieblingsmomente und genoss u.a. die herzerwärmende Signierstunde von Britta Sabbag und Maite Kelly am Stand von ars Edition, bei der ich meinem Patenkind eine signierte Ausgabe von “Die kleine Hummel Bommel” fürs Osternest sicherte; die Lesung von “Lieber Mr. Salinger” durch Joanna Rakoff und “Literaturpäpstin” Karla von Buchkolumne und Bettina Belitz fesselnde Zeilen aus ihrem Buch “Mit uns der Wind” während dem Lovelybooks Leser- und Bloggertreffen, das zu einem ganz und gar entzückenden und hüftgoldreichem Vergnügen wurde.

Hummel Bommel Coppenrath

Fest steht, mein Besuch in Leipzig wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis, das auch im nächsten Jahr zu einem festen Bestandteil in meinem Terminplaner wird! Ich kann die Leipziger Buchmesse 2016 kaum erwarten, würde am liebsten sofort die Koffer packen und gen Osten losdüsen! Und für all die an Messeblues erkrankten Menschen und Daheimgebliebenen gibt’s nun all meine Schnappschüsse in einer Galerie.

Viel Spaß!

Schreibmaschine

Überall präsent: Die Liebe zum geschriebenen Wort

Intimes Kopfkino

lesenslust über “6 Uhr 41″ von Jean-Philippe Blondel

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Nach einem anstrengenden Wochenende bei ihren Eltern sitzt Cécile Duffaut am Montag Morgen um 6 Uhr 41 im Pendelzug nach Paris. Der Platz neben ihr ist frei und bleibt es sonderbarer Weise auch für eine Weile, obwohl der Zug längst bis zum Bersten voll ist. Doch ehe Cécile ihre Verwunderung darüber zu groß werden lassen kann, setzt sich ein Mann neben sie, den sie auf Anhieb erkennt:  Philippe Leduc – der Mann, mit dem sie vor 27 Jahren zusammen war.

Doch was sie aus dem Augenwinkel sieht, erinnert nicht mehr an den attraktiven Philippe von damals, sondern zeigt ihr vielmehr einen gealterten Mann mit Bauchansatz,  hängenden Schultern und matten Gesichtszügen. Sie ist entsetzt, schier beklemmt und hat keine Ahnung, wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll. Soll sie ihn ansprechen oder vielmehr darauf warten, dass er es tut? Was hat man sich nach 27 Jahren schon noch zu sagen?

“Glatte Oberfläche, keine Unebenheiten. Kaum Kratzer. Es gibt solche Menschen, die förmlich durch das Leben schweben, und erst nach den ersten persönlichen oder beruflichen Enttäuschungen, dem Tod eines Elternteils oder eines Freundes, bekommt der Lack die ersten Risse. Und er scheint eine ganze Menge abbekommen zu haben.”

Zitat, Seite 51

Auch Philippe erkennt Cécile auf Anhieb. Das unscheinbare Mädchen von früher ist gereift, hat sich zum Positiven verändert und ist einer erfolgreichen Geschäftsfrau mit Stil gewichen. Sie ist hübsch, die Wangen rosig. Er spürt, dass er ihr längst nicht mehr das Wasser reichen kann. Ihre Anwesenheit schüchtert ihn ein. Soll er sie nun anzusprechen? Will sie überhaupt angesprochen werden? Oder hat sie ihn längst erkannt?

Ein intimes Gedankenspiel beginnt.

“Wie um alles in der Welt verhält man sich in so einer Situation? Stellt man sich mit einem Standardsatz vor, in der Art: “Kennen wir uns nicht von irgendwoher?” Oder stellt man sich dumm und fällt aus allen Wolken, wenn der andere den ersten Schritt macht?

“Cécile Duffaut? Ich glaub’s nicht! Entschuldigung, ich war ganz in Gedanken, da habe ich gar nicht … na ja, Sie verstehen, ich meine … du verstehst …”, und fuchtelt mit den Händen und Armen, setzt auf die Auslassungspunkte, die der andere mit Floskeln wie “natürlich”, “tatsächlich?” oder “verstehe!” ausfüllen soll – Wörtern eben, die nichts besagen – ich habe sie so satt, diese Wörter, die nichts bedeuten.

Zitat, Seite 37

Im Klappentext heißt es “dieses Kammerspiel in einem Zugabteil”. Ja, das ist es tatsächlich: ein kleines intimes Theater während einer 95-minütigen Bahnfahrt. Intim im Hinblick auf die Gedanken der Protagonisten, die seit dem gegenseitigen Erblicken im Kopf Achterbahn fahren. Auch wenn tatsächlich darüber hinaus kaum etwas passiert, passiert so viel.

Es ist sind die Momentaufnahmen vor dem geistigen Auge, mit denen sich Cécile und Philipp während der Fahrt auseinander setzen. Das und die Frage “Was wäre gewesen, wenn?” Vier gemeinsame Monate, aus denen sich vor knapp 30 Jahren nichts Festes entwickelt hat, stehen nun im Raum, lassen sich nicht mehr abschütteln, beschäftigen sie.

Beide sind geschockt über das Wiedersehen. Es bleibt still. Nur das Kopfkino läuft. So gewinnt der Leser abwechselnd Einblick in die intimen Gedankengänge der beiden Protagonisten. Es sind Reisen in die Vergangenheit, die von Gleichgültigkeit, plötzlichen Gewissensbissen, Scham und Wut begleitet werden. Und die zum Nachdenken anregen. Klarheit schaffen, was die beiden einst verband und weshalb ihre Wege sich wieder trennten. Und umso näher der Zug Paris Gare de l´Est kommt, umso mehr brennt der Leser auf die Antwort zu der Frage: Wie wird diese Fahrt wohl enden?

Blondels Geschichte kommt schlicht daher. Schnörkellos erzählt der Autor von einer 95-minütigen Zugfahrt zweier Menschen, die sich einst nahestanden und seit nunmehr 30 Jahren getrennte Wege gehen. Menschen, die mitten im Leben stehen, ihre eigenen Erfahrungen gesammelt haben und längst nicht mehr die sind, die sie einmal waren. Deren Gedanken sich um Ehe, Job und Kinder drehen und dennoch wieder für eine Weile zueinander finden. Unentdeckt.

Das Spannende an diesem Roman war für mich tatsächlich das Schweigen. Die gedankliche Achterbahnfahrt war aufschlussreich, teilweise sarkastisch und von vielen Emotionen getränkt. Cécile und Philippe erinnern sich an Momentaufnahmen und kleben Erinnerungsfetzen vergangener Zeiten aneinander, obwohl sie längst nicht mehr von Belang füreinander scheinen. Oder doch? Hat ihre Begegnung sie erst zu dem gemacht, was sie heute sind?

Blondel ist es gelungen, uns mit wenigen Worten pure Menschlichkeit zu vermitteln. Seine Figuren sind alltäglich und für jedermann greifbar. Menschlich eben. Genau deshalb erscheint mir der Roman so authentisch. Die Unsicherheit seiner beiden Protagonisten wird zum festen Begleiter ihrer Gedanken. So sei “6 Uhr 41″  jenen Lesern ans Herz gelegt, die eine ernüchternde Begegnung ehemals Liebender verkraften können. Wer hier auf eine nostalgische Zugfahrt hofft, sollte sich wohl besser anderweitig orientieren.

“Die meisten Menschen haben eine Löschtaste im Kopf, die sie manchmal drücken, wenn ihr Gehirn in Aufruhr ist, nach Missverständnissen, Treuebrüchen oder Verletzungen – und prompt verschwinden ganze Dateien ihrer Existenz; Gesichter, Namen, Adressen, Farben, alles verschwindet in einer Fallgrube und versickert  in den Kloaken des Unterbewusstseins.”

Zitat, Seite 38

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Vom Suchen und Finden..

lesenslust über “Das kleine große Glück” von Lucy Dillon

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“Die letzten Jahre hatten keinerlei Bedeutung mehr. Sie waren futsch. Kein Fotoalbum der Welt könnte sie mehr wirklich erscheinen lassen.”

Zitat, Seite 26

Gina Bellamy hat ein paar schwierige Jahre hinter sich. Mit 33 Jahren blickt sie auf ein von Schicksalsschlägen zerklüftetes Leben zurück: auf das dramatische Ende ihrer großen Liebe, das Scheitern ihrer Ehe und eine Krebserkrankung mit Chemotherapie, die immer noch an ihr zehrt. Als es ihr nur schwerlich gelingt, wieder neuen Lebensmut zu fassen, bemerkt sie, dass es die ganzen Erinnerungsstücke aus ihrem früheren Leben sind, die wie Ballast an ihr haften.

In ihrer Wohnung tümmeln sich Habseligkeiten aus einem alten Leben, das längst nicht mehr zu der Gina von heute passt. Schmerzhaft und voller Melancholie muss sie einsehen, dass sie sich von  einigen Dingen trennen muss. Sie entschließt sich daher zu einem radikalen Schritt: 100 Dinge dürfen bleiben. Der Rest wird verschenkt oder verkauft.

Während ihrer Entrümpelung reist sie zurück in ihr altes Leben und muss sich einigen Gespenstern aus ihrer Vergangenheit stellen. Doch auch die Gegenwart birgt für sie eine Menge Überraschungen, die sie das Leben aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachten lässt. Denn das Glück liegt plötzlich in ganz unscheinbaren Nebensächlichkeiten, denen sie bisher kaum Beachtung geschenkt hat.

“Dies ist der schönste Abend meines Lebens, denkt Gina und fühlt sich fast schwindelig, aber gleichzeitig auch eigentümlich glücklich, als würde sie mit einem Luftballon über die Menge hinwegschweben. Nichts wird je schöner sein als dieser Moment.”

Zitat, Seite 56

Lucy Dillon verzaubert ihre Leser mit einer sehr lebendigen Sprache, die den Roman zu einer kunterbunten Zeitreise macht. Ihre ausschmückenden Beschreibungen schenken dem geistigen Auge des Lesers satte Landschaften, verwinkelte Gebäude und Persönlichkeiten in den intensivsten Farben. Doch während uns Dillon mit ihrer Detailverliebtheit zu begeistern weiß, zieht sie damit das Buch auch stellenweise unnötig in die Länge.

Der Leser findet sich in wechselnden Episoden aus Ginas Leben wieder, lernt Vergangenes und Gegenwärtiges kennen und bekommt damit einen sehr aufschlussreichen Einblick in die Gedankenwelt einer vom Leben gezeichneten Frau. Auch wenn man mit der Zeit ein Gespür für die vielen Zeitenwechsel bekommt, macht Dillon es ihren Lesern nicht immer einfach, zu erkennen, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Sie verwendet größtenteils Überschriften mit hilfreichen Jahresangaben, springt irritierender Weise aber auch innerhalb der Kapitel feuchtfröhlich umher und entzieht dem Roman dabei an Struktur.

Ginas Entschluss, 100 Dinge aus ihrem alten Leben zu behalten, präsentiert sich zum einen durch eine Liste, die Tag für Tag wächst, und zum anderen durch besondere Gegenstände, die Dillon den jeweiligen Kapiteln zuordnet. So steht ein roter Kaschmirschal für den Tag der Krebsdiagnose und eine kobaldblaue Tropfenvase für Ginas blumige Begleiter während ihrem Studium. Doch Dillons liebevoller Grundgedanke verliert mit der Zeit an Charme. Denn viele der zugeordneten Gegenstände finde ich im Verlauf der Kapitel nicht wieder, während manch andere Gegenstände sich mir viel bedeutender präsentieren und dennoch unerwähnt bleiben.

Der Roman setzt sich mit einer Bandbreite an Themen auseinander. So gewährt er nicht nur ein Einblick in das Krankheitsbild einer an Krebs erkrankten Frau, sondern auch in dramatische Familienverhältnisse, eine aufrichtige Freundschaft, eine große Liebe, eine unglückliche Ehe und in das Leben selbst.  “Das große kleine Glück” ist ein charmanter Ausflug in das Leben einer jungen Frau. Der Sprung durch die Zeiten macht den Roman abwechslungsreich und verlangt gleichzeitig um ungeteilte Aufmerksamkeit. Er verbindet Momentaufnahmen aus der Vergangenheit und Gegenwart und verwebt die Figuren zu einem großen Beziehungsgeflecht.

“Barfuß tanzen sie auf dem verlassenen Rasen, an ihren roten Nägeln glitzert der Tau. In der Blase, die Kit um sie herum geschaffen hat, fühlt sie sich untastbar. Es ist eine Welt, in der sie beide noch jung und leichtsinnig sind und vollkommen ahnungslos, was alles schiefgehen kann.”

Zitat, Seite 211

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Liebe auf Zeit..

lesenslust über “Noch ein Tag und eine Nacht” von Fabio Volo

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“Das Leben ist die mächtigste Droge der Welt.”

Zitat, Seite 170

Italien – la dolce vita.

Lebemann Giacomo lebt und liebt hier: Ausdauernd, leidenschaftlich und am liebsten mit so vielen Frauen wie möglich. Sich auf eine festzulegen ist nicht sein Ding. So hangelt er sich von Frau zu Frau und von Bett zu Bett, fängt sich den Ärger wütender Ehemänner und die enttäuschten Blicke der Frauen ein. Ist halt so. Giacomo lässt es kalt.

Eines Tages entdeckt er die hübsche Michaela in der Straßenbahn. Er beobachtet und studiert sie, unterlässt es allerdings für Monate, sie anzusprechen. Ihre morgendliche Straßenbahn-Begegnung wird für ihn zum heimlichen Rendezvous. Irgendwann ist es sie, die auf ihn zugeht. Sie verabreden sich auf einen Kaffee, lachen miteinander und scheinen auf einer Wellenlänge zu sein. Beide lassen es nicht unerwähnt, an etwas Ernstem nicht interessiert zu sein. Bindungen seien viel zu kompliziert. Giacomo ist Feuer und Flamme.

Doch ehe sich Giacomo versieht, ist Michaela weg. Längst hat sie ihrem Leben in Italien den Rücken gekehrt um in New York ein neues zu beginnen. Glück und Pech liegen plötzlich nah beieinander. Giacomo fasst es nicht, etwas verloren zu haben, das er noch gar nicht wirklich hatte. Als es ihm selbst nach Wochen nicht gelingt, sie zu vergessen, beschließt er ihr hinterher zu reisen. Mit einem Rucksack voller Entschlossenheit macht er sich auf den Weg nach New York, seiner vermeintlichen Traumfrau auf der Spur.

Mit “Noch ein Tag und eine Nacht” schenkt uns Fabio Volo eine authentische Liebesgeschichte. Anstatt seine Leser in seichtes oder vorhersehbares Fahrwasser zu schicken, verstrickt er sie in ein kompliziertes Beziehungsgeflecht, das von anfänglicher Unsicherheit und Enttäuschung geprägt ist und sich mit den Seiten entwickelt. Mit überzeugender Leichtigkeit  präsentiert er uns ein verzwicktes Lebensszenario, das mit vertrauten Szenen aus dem wahren Leben gespickt ist.

“Alle Politiker schwafeln von einer besseren Zukunft. Warscheinlich meinen sie das Paradies.”

Zitat, Seite 15

Seine Figuren, Giacomo und Michaela, von der Liebe enttäuscht und mittlerweile emotional abgestumpft, treffen in der Straßenbahn aufeinander. Bei ihren täglichen Begegnungen beläuft es sich auf Blickkontakt. Sie beobachten die Gesten des anderen und fahren längst Achterbahn im mentalen Kopfkino, ehe etwas wirklich Erwähnenswertes passiert. Doch als sie im Café nebeneinander sitzen, scheint klar, dass das gegenseitige Interesse und eine starke körperliche Anziehung vorhanden sind.

Die Tatsache, Michaela durch einen bevorstehenden Umzug nach New York zu verlieren, trifft den Lebemann Giacomo unerwartet heftig. Herzrasen und Schweißausbrüche befallen ihn in Michaelas Anwesenheit. Eine so tolle Frau soll ihm durch die Lappen gehen? Als sie weg ist,  zieht eine unbekannte Leere in Giacomos Leben ein. Irgendwie scheint ihm diese fremde und doch so vertraute Frau nicht mehr aus dem Kopf zu gehen. Als sich das selbst nach Wochen nicht legt, beschließt er, ihr hinterher zu reisen.

Doch Giacomos anfänglicher Tatendrang und die Euphorie über den geplanten Überraschungsbesuch flachen ab und Giacomo verfällt schnell in vertraute Verhaltensmuster. Auch in New York wird er zum heimlichen Beobachter, mutiert nahezu zum Stalker. Von Selbstbewusstsein keine Spur.

Er wähnt sich in Sicherheit, als er sich ein Herz fasst und sich Michaela präsentiert, deren Wiedersehensfreude groß ist. Doch da hat er seine Rechnung ohne Michaela gemacht , die ihm das Angebot unterbreitet, sich innerhalb eines Tages und einer Nacht der Illusion einer Beziehung hinzugeben, um sich dann wieder voneinander zu trennen. Liebe auf Zeit quasi, bei der sie den Anfang und das Ende im Vorfeld festlegt.

Doch das Schicksal spielt Roulette und selbst die Unverbindlichkeit kann heranwachsenden Gefühlen keinen Einhalt gewähren. So wachsen wir mit Fabio Volo und seinen Figuren und lernen, welch unerschütterliche Kraft wahre Gefühle besitzen.

“Ich war noch einmal in der Minetta Street. Da lagen ein paar von unseren Küssen auf dem Boden, die habe ich aufgehoben und eingesteckt. Erinnere mich heute Abend daran, dass ich sie dir gebe.”

Zitat, Seite 231

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