#warumichlese: Wie ein Blogaufruf zum Buch wurde

Wie Alles ins Rollen kam

Im Mai 2016 berichtete Sandro Abbate auf novelero.de unter dem Titel Warum ich lese zu den Hintergründen seines Lesens. Während seine Liebe zur Literatur stark von seiner kurz zuvor verstorbenen Großmutter geprägt wurde, wurde er neugierig, wie sich das bei anderen Lesern verhielt und rief Literaturblogger spontan dazu auf, sich dieser Frage zu stellen.

Unter dem Hashtag #warumichlese sind zahlreiche persönliche Texte entstanden, die die Liebe zur Literatur auf unterschiedlichste Weise zum Ausdruck bringen. Auch ich habe mich damals Sandros Frage angenommen und mich zu den Hintergründen meiner Leidenschaft zur Literatur geäußert. Was damals keiner wusste, ist, dass ein Teil dieser persönlichen Liebeserklärungen ein Jahr später zu einem Buch heranwachsen würden.

Denn 40 dieser persönlichen Texte sind im Februar diesen Jahres als Anthologie unter dem Titel Warum ich lese. 40 Liebeserklärungen an die Literatur im homunculus verlag veröffentlicht worden. Auch meiner durfte neben 39 anderen Texten mit ins Buch und schenkte mir dieses Jahr einen ganz besonderen Bücherschatz im Regal.

Die Anthologie

„Wie kam es dazu, dass wir zu Lesern wurden? Wer führte uns zum ersten Mal ans Bücherregal und zeigte uns seine Schätze, welcher Roman bescherte uns durchwachte Nächte, welche Lektüre änderte unsere Sicht auf die Dinge so grundlegend, dass wir nach ihr nicht mehr dieselben waren? Warum ich lese ist das Gemeinschaftswerk 40 deutschsprachiger Buchblogger, die in persönlichen Geschichten erzählen, warum die Literatur zu ihnen und zum Menschsein überhaupt gehört wie die Luft zum Atmen.“

Warum ich lese. 40 Liebeserklärungen an die Literatur

Seiten 208
Erscheinungsdatum März 2017
Ausgabe Broschur
ISBN 978-3-946120-88-9

Preis: 12,90 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Wer meine persönlichen Zeilen zu Sandros Aufruf damals gelesen hat, weiß, dass ich zum größten Teil dank meiner überaus bescheidenen Patentante und Buchhändlerin Sigrid zu einer so begeisterten Leserin geworden bin. Denn es war sie, die neben meiner Mutter, Zeit ihres Lebens ihr Geld in Buchgeschenke an ihr Patenkind gesteckt hat und mein Bücherregal stetig mit Lesestoff fütterte. Aus diesem Grund freue ich mich besonders, dass auch sie dieses kleine Büchlein im heimischen Kitzingen erreicht hat.

Die Bookreleaseparty in Berlin

Am 18. März war es dann endlich soweit und Fräulein Schneefeld & Herr Hund luden zur offiziellen Buch-Freilassungs-Feier in ihre gleichnamige Chocolaterie & Buchhandlung in der Prenzlauer Allee in Berlin ein.

Bei Schokoküssen, Musik und Schokoladenbier lasen einige Blogger im gelben Sessel des Lesezimmers ihre Texte vor, genossen das persönliche Kennenlernen mit den anderen Bloggern und interessante Gespräche bei Musik und in entspannter Atmosphäre des entzückenden Ladens, der dir wie eine Wohlfühloase aus Büchern und Schokolade begegnet.

Der auf den gleichen Tag fallende Indiebookday lud außerdem zum persönlichen Stöbern und anschließenden Bücherkauf eines ausgewählten Indiebooks ein. Ich für meinen Teil habe mich in diesem Jahr für Das Buch der Wunder von Stefan Beuse aus dem mairisch Verlag entschieden, das im Anschluss mit nach München zurückreisen durfte.

Alle Impressionen des Abends:

Eine Kampagne mit Stiftung Lesen

Doch das ist noch nicht alles. Denn #warumichlese sorgte in der Literaturbranche für so viel Begeisterung, dass Ende März eine Kampagne zur Bedeutung des Lesens vom homunculus verlag in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen ins Leben gerufen wurde.

Neben einer Plakation, die zu meiner Begeisterung ein Zitat aus meinem Text trägt, werden zahlreiche Beiträge und Veranstaltungen on- und offline entstehen. Alle Informationen dazu findet ihr hier. Auf der Verlagsseite könnt ihr euch auch über alle Informationen rund um #warumichlese auf dem Laufenden halten. Denn für dieses Jahr ist noch einiges geplant.

Genau wie alle anderen Beteiligten bin ich wahnsinnig stolz auf dieses wunderschöne Gemeinschaftsprojekt, das wir allen voran Sandro und natürlich dem homunculus verlag zu verdanken haben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle mich nochmal herzlich dafür bedanken, Teil dieser besonderen Aktion sein zu dürfen.

Und jetzt ab in den Lesesessel!

Herzlichst, eure Steffi.

Warum ich lese

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Was sich Sandro Abbate, Betreiber des Literaturblogs Novelero im Mai fragte, bewegte zahlreiche Leser. Seine persönliche Antwort Warum ich lese hat auch mich zum Nachdenken gebracht. Heute finde ich meine eigene Antwort.

Die Anfänge

Ich inhalierte schon damals Geschichten wie die Luft zum Atmen.

Dass auch die kleinsten Dinge Großes bewirken können, habe ich beim Lesen entdeckt. Es muss eines meiner ersten selbst gelesenen Bücher gewesen sein, in dem mir die kleinen Geschöpfe, besser bekannt als Buchstaben, so ungeheuer mächtig erschienen, dass es um mich geschehen war. Die Faszination um ihr magisches Miteinander, das nicht nur bedeutende Wörter und Sätze, sondern auch großartige Geschichten zu formen vermag, wuchs seitdem stetig.

Ich bin das Kind einer Astrid Lindgren – Geschichten liebenden Mutter und das Patenkind einer leidenschaftlichen Buchhändlerin. Lange bevor man das von beiden kontinuierlich gefütterte und mittlerweile bis zum Bersten gefüllte Bücherregal in meinem Zimmer vorfand, stillte ich meine Lust nach Geschichten in der heimatlichen Stadtbücherei. Ich stürzte mich mit Ronja Räubertochter ins Unterholz, rannte mit Momo um die Zeit und heckte mit Dolly neue Streiche aus. Mein Gebührenkonto stieg stetig. Nie erschien mir die geliehene Zeit mit den Büchern lange genug. Der Abschied von ihnen fiel mir so schwer, dass ich ihn ständig nach hinten verschob.

Das Heute

„Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.“ ~ Cicero

Auch heute sorgt der Anblick von bis zur Decke reichenden Bücherregalen oder einer neuen Eroberung in meinen Händen noch für heftiges Herzklopfen. Es bereitet mir Freude, über ein gedrucktes Buch zu streichen, den modrigen Duft eines Antiquariates einzuatmen und mich vom magischen Strudel einer Geschichte mitreißen zu lassen.

Bücher begleiten mich durch mein Leben, sind die wohl treuesten Wegbegleiter meines bisherigen Lebens. Ich kann und will nicht ohne sie sein. Ob unterwegs oder zuhause: ständig rangeln sie sich um den Platz in meinen Händen; winseln um Aufmerksamkeit, wenn die Frage nach dem nächsten Leseprojekt im Raum steht wie eine Aufforderung zum Tanz.

Warum ich lese

Lesen ist wie Reisen mit unbekanntem Ziel.

Bücher entführen mich nicht nur in die entlegensten Winkel dieser Erde und auf spannende Abenteuerreisen, sondern vermitteln mir auch wertvolles Wissen. Sie sind facettenreich und randvoll von Schätzen: mit neuen Denkansätzen, unbekannten Blickwinkeln und lehrreichen Erfahrungen.  Sie schenken einem oft viel mehr, als man es anfangs vermutet. Es liegt in deinen Händen, wohin dich eure gemeinsame Reise führt.

Doch Lesen bedeutet auch die Seele baumeln lassen. Beim Lesen versinke ich in einer Geschichte, blende alles um mich herum aus, bis nur noch das Buch und ich existieren. Das Lesen hat auf mich eine sehr beruhigende Wirkung, wirkt nahezu schmerzlindernd, wenn der hektische Alltag mal wieder tief in den Knochen steckt.

Und darum lese ich.

Und wie steht’s mit dir?

„True love stories never have endings.“ ~ Richard Bach

Von Büchern und Begegnungen..

lesenslust über „Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich“ von Shelly King

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„Bücher verändern das Leben eines Menschen nicht – zumindest nicht, wie man im Allgemeinen glaubt. Auf Messers Schneide zu lesen, während man Erster Klasse zum Meditieren in ein Luxushotel fliegt, oder Himmel über der Wüste, während man frisch geschieden den Spuren des Schnees am Kilimandscharo folgt, bringt auch nicht mehr Erleuchtung, als sich in Disneylands rotierenden Teetassen ein Schleudertrauma zu holen.

Doch die Leute kommen immer noch in die Buchhandlung und fragen mich nach einem Elixier aus Papier und Wörtern, das ihre Enttäuschungen lindern und ihre erloschenen Leidenschaften zu neuem Leben erwecken könnte. Sie kommen, weil sie glauben, ein Buch habe mein Leben verändert. Keiner von ihnen begreift, dass es nicht das Buch war, das dies bewirkt hat.“

Zitat, Seite 9

Maggie steht vor dem Nichts, als sie ihren gutbezahlten Job bei einem kalifornischen Internet-Start-up verliert. Doch anstatt sich nach einem neuen Job umzusehen, verbringt sie ihre neu gewonnene Freizeit lieber im verstaubten Antiquariat Dragonfly um die Ecke, um sich dort ihren heißgeliebten Schmonzetten zu widmen. Dem alten chaotischen Buchladen ihres schrulligen Nachbarn Henry fühlt sie sich auf Anhieb verbunden.

Doch das Dragonfly beherbergt nicht nur eine Reihe alter Ausgaben von Klassikern verschiedener Genres sondern auch einen bunten Haufen chaotischer Bücherfreaks, die sich in den Räumlichkeiten des alten Antiquariats, das im Gegensatz zu seinem Mitbewerber Apollo Books vis-à-vis abseits von digitalen Trends bewegt, ihrer Leidenschaft fürs Lesen nachgehen.

„Die Bücher im Dragonfly sind durch viele Hände gegangen und werden durch weitere gehen. Sie riechen nach menschlicher Berührung und nach all den Möglichkeiten, die eine solche mit sich bringt.“

Zitat, Seite 332

Hier stöbert Henry für Maggie eine zerfledderte Ausgabe von Lady Chatterley auf, mit dem sie laut Aussage ihres besten Freunds im Lesezirkel einer der wichtigsten Geschäftsfrauen von Silicon Valley punkten und so ihren alten Job zurückergattern soll. Doch als Maggie die uralte Ausgabe des Dragonfly näher in Augenschein nimmt, stößt sie auf die handschriftlichen Notizen von zwei unbekannten Liebenden, die sie unvermittelt in ihren Bann ziehen und nicht mehr loslassen.

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Noch ahnt sie nicht, dass die rührenden Zeilen der Unbekannten ihr ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben öffnen werden und dass die Begegnung mit dem indischen Fahrradfreak Rajhit für ein leidenschaftliches Unterfangen sorgen wird.

„Für das Meer ist es nicht wichtig, wen es schluckt. Ob Engel oder Sünder, den Fluten ist das gleichgültig.“

Zitat, Seite 44

Shelly King hat mir mit ihrem liebevollen Debüt ein neues Herzensbuch geschenkt und für mein erstes großes Lesehighlight in diesem Jahr gesorgt. Ihre Geschichte präsentiert sich dem Leser wie ein lebendiges Theaterstück, das sich um ein altes verstaubtes Antiquariat dreht. Die alte Buchhandlung beherbergt dabei nicht nur eine Menge alter Bücher sondern auch eine Fülle an Begegnungen. Begegnungen, hinter den sich farbenfrohe Persönlichkeiten verbergen. In diesen bunten Haufen von Bücherfreaks fügt sich Maggie, die Protagonistin, innerhalb kürzester Zeit wie von selbst ein.

„Für mich war Geld etwas, das man an der Kasse von Leuten bekam oder ihnen als Wechselgeld herausgab. Es ging – wie eine Schrittlaube, die man aus alten Teilen zusammengebaut hat – von einer Hand zur nächsten und klimperte, wenn man es in eine Sparbüchse warf. Die Zahlen, von denen hier die Rede war, wren zu flink, um ein Geräusch zu machen. Sie waren Lichtjahre, die man in einem Raumschiff durchquert.“

Seite 320

Mit der Lage des Dragonfly, in direkter Nachbarschaft von Apollo Books, dem modernen Pendant der alten Buchhandlung, greift die Autorin King geschickt die „Amazon vs. Buchhandel – Thematik“ auf und veranschaulicht so sehr deutlich, welche Druck der Marktgigant Amazon auf den kleinen privaten Buchhandel ausübt.

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„Es ist kein Buchladen, sondern ein Mysterium. Man weiß nie, was man darin findet. Apollo ist vorhersehbar wie ein genau parzelliertes Grundstück. Dagegen ist das Dragonfly eine mittelalterliche Festung, zu der es keinen Stadtplan gibt. An jeder Ecke wartet das Unbekannte.“

Seite 67

Doch Kings Geschichte erzählt nicht nur von der Entwicklung eines alten Antiquariats und seinen abgewohnten Büchern, sondern auch vom Reifeprozess einer jungen Frau, die ihren Weg im Leben noch nicht gefunden hat. An der Seite von Henry verhilft sie dem Dragonfly zu neuer Blüte und findet dabei auch zu sich selbst. Die Besucher des Dragonfly werden dabei zu Maggies festen Wegbegleitern.

Mit der Liebesgeschichte zwischen Maggie und dem indischen Fahrradfreak Rajhit verleiht King ihrem Roman die Prise Andersartigkeit, das ihn vom vertrauten Weg abkommen lässt und ihn um eine wunderbare und ungewöhnliche Geschmacksnuance ergänzt.

„Liebe. Das Wort schien sich in mir zu entfalten wie ein Brief, den man aufklappt. Liebe. Ich könnte es sagen. Genau in diesem Moment. Es müsste ja nicht für ewig sein. Menschen verlieben und entlieben sich. Das war nicht anders. Es würde ein unausgesprochenes ‚für den Moment‘ geben. Das würde er verstehen. Ich kostete die Worte in meinem Mund, und sie schmeckten nach Salz und nach Meer, weil sie eine so weite Strecke durch das Leben anderer Menschen hinter sich gebracht hatten, um endlich bei mir anzukommen.“

Zitat, Seite 228

Mit „Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich“ ist King ein leiser und gefühlvoller Roman gelungen, der ohne Spektakulärem auskommt. Er begegnet dem Leser wie eine Hommage an das gute alte Buch, der Liebe und das Leben selbst. Die Autorin bedient sich dabei einer sehr poetischen und zugleich direkten Sprache, die ihrem Buch zu Authentizität verhilft. Ein ganz und gar bezauberndes Buch liebe Mrs. King!

„Das Problem bei gebrauchten Büchern ist, dass sie ihre Vergangenheit mit sich herumtragen. Sie werden nicht druckfrisch in Kisten verpackt und in einen Laden geschickt, sondern Leute überlassen sie uns, die sie nicht mehr haben wollen. Wie Waisenkinder aus einem Dickens-Roman. Sie werden ausrangiert, wenn ihre Besitzer ihr Leben verändern. (…) Wir müssen sie von ihrem früheren Leben befreien, damit sie zu denen weitergehen können, die sie wirklich wollen.“

Zitat, Seite 172/173

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Blogger schenken Lesefreude..

Ja ja, schon gut. Mittlerweile hat schon jeder davon gehört & gelesen. Aber da ich es irgendwie versäumt habe, euch darüber zu informieren, dass auch ich an dieser Aktion teilnehme und der Welttag des Buches schon in 9 Tagen ist, möchte ich das noch rechtzeitig nachholen.

Im letzten Jahr wurde zum Welttag des Buches eine tolle Aktion, nämlich „Lesefreunde teilen Lesefreude“ ins Leben gerufen, bei der die Stiftung Lesen und einige Verlage an die 1.000.000 Bücher unters Volk geworfen haben. Auch ich hatte Glück und war eine der Beschenkten.

In diesem Jahr kann die Aktion aus organisatorischen Gründen leider nicht stattfinden, weshalb sich zwei Bloggerinnen, nämlich Christina von Pudelmützes Bücherwelten und Dagmar Geschichtenagentin, eine tolle Alternative ausgedacht haben: die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“.

Und darum geht´s:

Wer kann mitmachen?

Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen!

Wie lautet der Plan?

Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel? Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.

Wo kann ich mich anmelden?

Mit diesem Formular: https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dGhOdlhaWDBEc3o5WGxQeEdQUzRnSEE6MQ

Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des Blogs, deine E-Mail-Adresse, deine Facebook-Fanpage (falls vorhanden) und den Titel des Buches, das Du verschenken möchtest. Falls Du den Titel noch nicht festlegen möchtest, kannst Du ihn auch bis zum 20. April nachmelden.

Was macht ihr mit diesen Angaben?

Wir sammeln alle teilnehmenden Blogs und veröffentlichen auf Facebook und Twitter, welcher Blog welches Buch verschenkt. Ich habe noch Fragen! Für weitergehende Fragen haben wir ein Forum eingerichtet und eine Facebook-Seite:

http://www.carookee.net/forum/BlogdenWelttagdesBuches/ http://www.facebook.com/BloggerschenkenLesefreude

Wie bleibe ich auf dem Laufenden?

Alle Neuigkeiten über die Aktion posten wir auf Facebook und auf Twitter :

http://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude

https://twitter.com/BlogdenWelttag #lesefreude

Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern – Wir Blogger, Wir Leser, Wir Buch-Fans! 

Welches Buch ich am 23.04.2013 auf meinem Blog verlose soll vorerst eine Überraschung bleiben. Ich werde es am 20.03.2013 in einem Post bekannt geben.

Na, schon neugierig?

Herzliche Grüße,

eure Steffi

Wo Fische zwitschern..

lesenslust über „Zwitschernde Fische“ von Andreas Séché

Der Ort, wo die Fische zwitschern können, ist ein Ort, an dem Alles möglich ist. Hier lässt du deinen Gedanken freien Lauf; entdeckst Türen, die dir unbekannte Wege eröffnen und entdeckst eine Liaison von Vergangenheit und Gegenwart.

Es ist der Ort, wo deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt werden und Wirklichkeit und Fiktion ineinander verschmelzen. Es ist ein Treffpunkt von Büchern. Ein Aufeinanderprallen von Welten, Menschen und Ereignissen. Es ist der Ort, wo scheinbar Unmögliches möglich und scheinbar Offensichtliches unwirkliche Züge annehmen wird.

Und so beginnen Yannis fantastischste und eindrucksvollste Erlebnisse an einem scheinbar unspektakulärem Ort.
„Ausgerechnet im Buchladen fing er Feuer.“

Zitat, Seite 9
„Mit einem leisen Knarren öffnete sich die alte Holztür. Und vielleicht auch ein neues Leben, denn wenn man durch eine Tür tritt, weiß man nie, welche Veränderungen einen dahinter erwarten.

Es sind schon Kinder durch Türen gegangen und als Erwachsene zurückgekehrt. Hinter Türen können Narren zu Weisen werden, Ziellose zu Menschen mit einer Bestimmung und Ungläubige zu Gläubigen. Aber auch Gesunde zu gebrochenen Seelen, Unschuldige zu Schuldigen und Vernünftige zu Wahnsinnigen.

Hinter jeder Tür wartet eine Möglichkeit. Leider weiß man vorher nicht immer, welche.“

Zitat, Seite 17
Yannis ist ein leidenschaftlicher Buchliebhaber. Bei einem Spaziergang durch die Athener Altstadt stößt er auf einen unscheinbaren Buchladen in einer ruhigen Seitenstraße. Durch das Betreten des Buchladens und dem Zusammentreffen mit Lio, der geheimnisvollen Buchhändlerin mit den großen dunklen Augen, ist Yannis Alltag plötzlich von Poesie und Fantasie erfüllt.

Er hält es für Liebe. Doch das, was Yannis entdecken wird, ist viel mehr als das. Es überschreitet das Greifbare und gewährt ihm einen Blick hinter die Fassade. Yannis entdeckt neue Blickwinkel des Lebens und wird von einer ungeahnten Passion erfüllt. Es gilt Rätsel zu lösen und Dinge zu hinterfragen, sich von Gefühlen leiten zu lassen und eine Mission zu bestreiten. Wie wird Yannis sie meistern?

Andreas Séché hat bereits Anfang 2011 zahlreiche Leser mit seinem Erstlingswerk „Namiko und das Flüstern“ begeistert. Während mir sein erster Roman bisher noch unerschlossen geblieben ist, durfte ich mich von der Besonderheit seines zweiten Werkes in einer vom Autor begleiteten Lesrunde persönlich überzeugen.

Das Buch ist ein wahrer Schatz. Es ist eine Einladung zu einer ganz besonderen Reise. Eine fantastische Reise, bei der wir Yannis, den Protagonisten der Geschichte begleiten dürfen. Eine Reise, die dir neue Denkanstöße schenken und dich um neue Blickwinkel bereichern kann – wenn du es tatsächlich zulässt.

„Bücher waren wie Termitenhaufen, warm, summend, pulsierend.

Hinter der Fassade, da, wo mancher niemals etwas vermuten würde, wüteten im Verborgenen ganze Universen. Nur wer sehr aufmerksam war, konnte sehen, dass Bücher manchmal vibrierten, dass ein Buchdeckel sich kaum merklich anhob, dass oft Gemurmel und Gewisper aus papiernen Seiten drang und zuweilen auch einer kurzer Schrei, der meist im Getöse der Realität verloren ging.

Bücher glühten, bebten, hypnotisierten, lockten, lagen auf der Lauer, waren sprungbereit, und oft wirkten sie wie gespannte Mausefallen, die man nur mit größtem Respekt in die Hand nahm, weil sie jeden Moment zuschnappen konnten.“

Zitat, Seite 39
„Lesen öffnet Horizonte. (…) Lesen verdeutlicht die Dinge und natürlich auch die eigenen Emotionen. Wenn man Buchseiten aufblättert, blättert man auch Facetten des Lebens auf, die man sonst vielleicht übersehen würde. Denn Lesen ist wie eine Lupe, die einem hilft, genauer hinzusehen.“

Zitat, Seite 47
Das Buch ist zudem eine wahre Fundgrube bemerkenswerter Persönlichkeiten und deren Werke aus vergangenen Literaturepochen. Séché nennt vertraute wie unbekannte Werke und macht „Zwitschernde Fische“ zu einem prallgefüllten Notizbuch persönlicher Buchempfehlungen. Eine wahre Bereicherung für jeden Buchliebhaber!

Und damit die Geschichte von jedem Einzelnen auf seine Weise entdeckt und erobert werden kann möchte ich nicht mehr und auch nicht weniger über „Zwitschernde Fische“ erzählen. Seid euch sicher, dass jedes einzelne der 5 von 5 möglichen Kaninchen, die ich Séché für seinen bezaubernden Roman umherhoppeln lasse, die Geschichte wert ist. Eins meiner Lesehighlights 2012!

Lesefreunde teilen Lesefreude..

Hallo ihr Lieben,

ich habe eine Aktion entdeckt, die sicherlich viele unter euch  genauso begeistern wird wie mich. Sie wurde anlässlich des 23.04.2012, dem Welttag des Buches, ins Leben gerufen und soll so viele Lesebegeisterte wie möglich erreichen. Aus diesem Grund, solltet ihr unbedingt einen Blick auf die Seite wagen..

Jetzt Buch-Schenker werden!

Die Freude und die Lust am Lesen millionenfach teilen – das ist das Ziel der „Lesefreunde“, einer Aktion, die jetzt erstmalig gemeinsam von der Stiftung Lesen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deutschen Buchverlagen initiiert wurde. Die Idee: 33.333 Lese-Fans registrieren sich hier online bei der Aktion „Lesefreunde“ und wählen aus einer Liste von 25 Büchern einen Titel, den sie verschenken möchten. Jeder Schenker erhält dann ein Paket mit 30 Exemplaren des von ihm gewählten Titels. Die Auswahl umfasst Lese-Spaß mit seinen vielfältigen Seiten. Die Buchtitel werden kostenlos von den beteiligten Verlagen zur Verfügung gestellt.

Die Buch-Schenker können im Zeitraum von Anfang bis Mitte März wählen, in welcher nahegelegenen Buchhandlung oder Bibliothek sie ihr Paket abholen. Und dann geht es los: Geben Sie als Buch-Schenker ihre Leidenschaft fürs Lesen an Menschen weiter – gerade an die, die wenig, selten oder gar nicht lesen.

„Lesefreunde“ will Menschen bewegen, ihr Lesevergnügen zu teilen und weiter zu verbreiten. Zugleich soll mit dem Buchgeschenk eine Einladung ausgesprochen werden, das Erlebnis Lesen für sich neu oder wieder zu entdecken. „Lesen ist ein einzigartiges, inspirierendes Erlebnis. Wir wollen Menschen die Lust am Lesen vermitteln. Der Welttag des Buches ist eine ideale Gelegenheit, um den Spaß am Lesen mit anderen zu teilen. Die Aktion ‚Lesefreunde‘ ist damit Teil einer internationalen Lesebewegung, die 2012 auch in den USA und Großbritannien gefeiert wird“, erklärt Dr. Joerg Pfuhl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lesen.

Auf dieser Seite erfahren Sie alles rund um die Aktion „Lesefreunde“. Schauen Sie sich um, registrieren Sie sich als Schenker und teilen Sie Ihre Lust am Lesen mit anderen.

Viel Glück wünsch ich euch, eure Steffi.

PS: Na, für welches Buch wollt ihr euch bewerben?