Kinderfreuden #20: Eine fliegende Maus

„Lindbergh – Torben Kuhlmann“

Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus

Hamburg im Jahre 1912.

Hier lebt eine kleine neugierige Maus, die sich in die düsteren Bibliotheken der Menschen verkriecht, um deren Bücher zu lesen. Doch eines Tages stellt sie fest, dass es ganz still um sie herum geworden ist. Ihre Mäuse-Freunde scheinen verschwunden zu sein. Finstere Zeiten brechen an. Überall liegen umheimliche Apparaturen herum. Selbst im Hafen ist sie nicht mehr sicher. Denn an jeder Ecke lungern hungrige Katzen herum.

Doch wohin sind ihre Freunde geflüchtet? Haben sie es gar nach Amerika geschafft?

Auf der Flucht vor einer fauchenden Katze stößt sie in der Kanalisation auf einen Schwarm Fledermäuse, jenen flatterhaft geisterhaften Kreaturen der Nacht. Es sind ihre faszinierenden Flugkünste, die sie nicht nur vollends in ihren Bann ziehen, sondern auch einen tollkühnen Plan in ihrem Kopf formen: sie muss das Fliegen lernen!

Doch der Weg über den Atlantik ist lange. Wird es ihr gelingen, ein mäusetaugliches Fluggefährt zu entwickeln, das sie durch die Lüfte bis nach Amerika trägt?

Eckdaten

Hardcover, ab 5 Jahren

96 Seiten
221mm x 282mm
ISBN: 978-3-314-10210-3

Geschichte & Illustration: Torben Kuhlmann
Text in Zusammenarbeit mit Suzanne Levesque

NordSüd Verlag
18,00 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus großen Augen

Ja, ihr habt richtig gelesen. Es ist eine Maus, die über ihren kleinen Mäusetellerrand hinausblickt, um scheinbar Unmögliches zu schaffen. Die Fachbücher wälzt, den Plunder der Menschen sammelt und so lange tüftelt & werkelt, bis sie ihrem Traum vom Fliegen und ihren Mäuse-Freunden in den USA ein Stückchen näher kommt.

Torben Kuhlmann entscheidet sich in seinem Kinderbuch „Lindbergh“ für eine schlichte und nahezu unscheinbare Hauptfigur: eine Maus. Doch genau sie ist es, die für den großen Wow-Effekt dieser Geschichte sorgt. Denn manchmal sind es die Kleinsten, die die vermeintlich größten Abenteuer erleben. Und so gelingt es Kuhlmann mit seinem atemberaubenden Abenteuer nicht nur kleine, sondern auch große Leser ins Staunen zu versetzen. Er verbindet dabei das Genre Kinder- und Sachbuch auf kreativste Weise.

Was Kuhlmann mit wenigen Pinselstrichen aufs Papier zaubert, sind kleine Meisterwerke. Ob Bleistiftskizze oder großformatig bunte Illustration, jedes Bild ist ein Hingucker für sich. Und so führt er uns mithilfe seiner Illustrationen und begleitendem Text durch ein magische Entdeckungsreise rund um die Luftfahrt, die uns vom Boden hoch in die Lüfte schickt und uns den Himmel erobern lässt.

Auch der Schauplatz der Geschichte hat Kuhlmann perfekt gewählt. Denn Hamburg ist prädestiniert für dieses Abenteuer. Jedes Detail scheint zu stimmen: die dampfenden Züge am Hauptbahnhof, der Kirchturm des Michels als Flugschanze, der schweifende Blick über die Landungsbrücken oder die entfernte Silhouette des Hamburger Hafens. Es wirkt fast so, als verhelfe die facettenreiche Szenerie der Weltstadt der Geschichte zu einer zusätzlichen Dimension. Die Maus ganz klein, die Stadt so groß.

Es ist kaum zu glauben, dass diese Geschichte Kuhlmanns Abschlussarbeit während seines Studiums zur Buchillustration war. Hier findet man auch die Parallele zwischen dem Schauplatz und des in Hamburg gelernten Illustrators. Ob er bei seinem Studium in Hamburg von der entzückenden Szenerie der Hansestadt inspiriert wurde?

Während meine Neffe und ich mit der zweiten Mäusegeschichte „Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“ gestartet und es bereits auf den Mond geschafft haben, schien es mir fast so, als hätten wir schon alles gesehen. Doch weitgefehlt! Es ist absolut verständlich, dass Kuhlmanns erstes Werk zu einem der schönsten deutschen Bücher des Jahres 2014 ausgezeichnet wurde und es zahlreiche anderen Preise eingeheimst hat.

Torben Kuhlmanns „Lindbergh“ ist ein wahres Kinderbuchjuwel, an dessen wunderschönen Bildern man sich niemals sattsieht. Es weckt gleichwohl den Pioniergeist in Kindern und Erwachsenen und zeigt, dass nichts unmöglich ist, wenn man nur genug an sich selbst glaubt und seine Ziele konsequent verfolgt!

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? die Maus

Was hat dir gar nicht gefallen? die Eulen

Worum geht die Geschichte? ums Fliegen

Wo steht das Buch im Regal? neben „Armstrong“

Lesezeit: jederzeit

Bester Leseplatz: im kuscheligen Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Abenteurer, einem Piloten

Kinderfreuden #19: Wiedersehen mit dem Sturmwal

„Nick und das Meer“ – Benji Davies

Jeden Tag fährt Nicks Papa mit seinem Fischerboot aufs Meer hinaus und kommt bei Sonnenuntergang wieder nach Hause. Doch eines Wintertags wartet Nick vergebens auf seine Rückkehr. Denn es bleibt still. Kein Fischerboot weit und breit.

Nick beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. In der dunklen und gefährlichen Nacht macht er sich auf die Suche nach seinem Papa, dessen Fischerboot von der Kälte des Winters übermannt wurde.

Zum Glück eilt ihm ein alter Freund zur Hilfe, auf dessen tatkräftige Hilfe Nick angewiesen ist: es ist der Sturmwal höchstpersönlich!

Eckdaten

Hardcover, ab 3 Jahren

32 Seiten
284mm x 251mm
ISBN: 978-3-8489-0125-8
Übersetzt von Johanna Hohnhold

Aladin Verlag
14,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus großen Augen

Dass Benji Davies magische Hände hat, bewies der Illustrator bereits mit seinen drei Vorgängerwerken „Nick und der Wal“, „Beste Freunde“ und „Opas Insel“, die alle auf ihre ganz eigene Art und Weise verzaubern. Im März erschien nun endlich die langersehnte Fortsetzung des Kinderbuchlieblings „Nick und der Wal“ auf Deutsch, das ich zwischenzeitig schon im Original in den Händen hatte.

„Nick und das Meer“ ist eine Wintergeschichte, die, wenn ich so an das morgendliche münchnerische Schneegestöber denke, auch noch ganz wunderbar in den eigenwilligen April passt.

Nick, der mit seinem Papa am Meer wohnt, kann die Wal-Begegnung aus dem letzten Sommer nicht vergessen. Er vermisst den Sturmwal, dem er damals das Leben gerettet und in seiner Badewanne aufgepäppelt hat, ehe er ihn wieder in die Freiheit entließ. Ständig meint er ihn in herangespültem Strandgut zu erkennen, das sich dann doch nur als bemooster Anker offenbart. Der Winter kommt und ergreift Besitz vom Meer, das sich langsam aber sicher mit Eisschollen füllt und Nicks Papa zu einer letzten Fahrt mit dem Fischerboot hinausschickt. Doch als die Dämmerung einsetzt und der Papa immer noch nicht zurück ist, wagt sich Nick in die dunkle Nacht hinaus, um nach ihm zu suchen. Das inzwischen zugefrorene Meer ist nur noch als eisige Decke zu erkennen und ermöglicht Nick ein waghalsiges Manöver über das starre und knirschende Meer bis hin zum Fischerboot seines Papas, das vom Eis eingeschlossen ist. Völlig erschöpft schläft er in der Jacke seines Vaters ein, die das Einzige ist, was er an Bord von seinem Papa findet.

Es ist ein mächtiger Rumms, der Nick aus dem Schlaf reißt und ihn die Rückkehr seines Walfreunds ankündigt. Endlich kann der Sturmwal sich für das Rettungsmanöver aus dem letzten Sommer revanchieren und Nick mitsamt dem Fischerboot wohlbehalten wieder an Land bringen, an dem ihn sein Papa voller Verwunderung in die Arme schließt.

Mit „Nick und das Meer“ erzählt Davies nicht nur eine einfühlsame Vater-Sohn-Geschichte, sondern auch die Geschichte einer besonderen Freundschaft zu den sanften Riesen des Meeres.

Mithilfe von großflächigen Illustrationen werden große und kleine Entdecker durch die Geschichte geleitet, die sich durch die lebendigen und in facettenreichen Blau- und Grautönen gehaltenen Bildern entfaltet. Der begleitende Text präsentiert sich dabei zurückhaltend und schlicht, dient lediglich als Hilfswerk.

Davies schenkt seinem Nick und den Kleinen ein Wiedersehen mit dem Sturmwal inmitten einer faszinierenden Winter-Szenerie. Die Magie ihrer Freundschaft ist selbst durch das stürmische Schneegestöber und die Tristesse des ewigen Eises zu erkennen, die dem Kinderbuch als Schauplatz dient.

Ein gelungenes Wiedersehen mit dem Sturmwal.

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? die Wale

Worum geht die Geschichte? um die Rückkehr des Sturmwals

Wo steht das Buch im Regal? neben „Nick und der Wal“

Lesezeit: wenn es draußen dämmert

Bester Leseplatz: im kuscheligen Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Freund

Kinderfreuden #18: Grrrrr!

„Grrrrr!“ – Rob Biddulph

Grrrrr! tönt es durch den Wald.

Im Wettkampf um den Titel „Bester Bär des Waldes“ ist Fred Bär ungeschlagen. Seine Medaillen belegen die Glanzleistungen im Fische fangen, Reifenkreisen und Menschen erschrecken, die er in den letzten Jahren erbracht hat. Auch Freds Brüllen ist legendär. Doch kurz vor dem Wettkampf taucht ein neuer Bär im Wald auf und sorgt für helle Aufregung.

Als am großen Tag auch noch Freds Brüllen verschwunden ist, ist die Sorge um den begehrten Titel groß. Zum Glück eilen ihm seine Freunde zu Hilfe.

Doch geht es im Leben immer nur darum, der Beste zu sein?

Eckdaten

Text & Illustration: Rob Biddulph | Übersetzung: Steffen Jacobs | Seiten: 32 | Hardcover Pappband 16.00 € | ISBN: 978-3-257-01185-2 | Erscheinungstermin: 28.09.2016

Zum Buch beim Diogenes Verlag

Blickwinkel aus großen Augen

Nachdem uns Illustrator Rob Biddulph mit seinem ersten Kinderbuch „Weggepustet“ vor zwei Jahren bereits begeistern konnte, war die Vorfreude auf sein zweites Werk groß. Während es in „Weggepustet“ um einen kleinen Pinguin namens Blau ging, der von seinem knallroten Drachen von der Antarktis bis nach Madagaskar geweht wird, widmet Biddulph seine Aufmerksamkeit nun dem Bär Fred, der gemeinsamen mit den anderen Tieren im Wald wohnt.

Fred ist groß und stark. Sein Ruf als „Bester Bär des Waldes“ eilt im Voraus. Er genießt das Ansehen im Wald und trägt seinen Titel voller Stolz. Während viele Tiere mit ihm befreundet sein möchten, zählt für Fred nur eins: der Titel. Doch der große blaue Bär, der kurz vor dem Wettkampf im Wald auftaucht, scheint genauso aufs Siegen aus zu sein wie Fred. Was nun?

Das plötzliche Verschwinden von Freds legendärem Brüllen setzt dem Ganzen die Krone auf. Fred wird angst und bange. Wie soll er nur ohne sein Brüllen siegen? Doch er hat nicht mit den Waldbewohnern gerechnet, die ihm mit Rat und Tat zu Seite stehen. Als sein Brüllen weiterhin unauffindbar bleibt, sehen sie nur einen Weg, um ihrem Vorbild zu helfen. Es ist ihr Zusammenhalt, der Fred zeigt, wie wertvoll Freundschaft ist.

Biddulph gelingt erneut eine zauberhafte Geschichte um Freundschaft, Ehrgeiz und Fairness. Mit seinen bunten wachsmalfarbenen Zeichnungen bringt er Kinderaugen zum Strahlen und erweckt das alte Retrochick wieder zum Leben. Es bedarf nur wenig begleitender Reime, die die Kinder nebst den bunten und großflächigen Zeichnungen durch die Geschichte von Fred Bär und seinen Freunden geleitet.

Ständig geht es in unserer Gesellschaft darum, leistungsstark und erfolgreich zu sein. Bereits im Kindergarten werden die Kinder damit konfrontiert, was passiert, wenn sie dem rasanten Tempo unserer Zeit nicht gewachsen sind. Das daraus resultierende Scheitern führt zu Unzufriedenheit und das falsche Setzen von Prioritäten.

Biddulph gibt den Kindern mit „Grrrrr!“ genau die Werte an die Hand, die im Leben wirklich zählen. Auf kindgerechte und anschauliche Weise vermittelt er ihnen, dass es im Leben gar nicht immer darum geht, der Beste zu sein. Fred Bär und seine Freunde haben unsere Herzen brüllend erobert!

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Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? Die Farben

Worum geht die Geschichte? um Bären und ein verschwundenes Brüllen

Wo steht das Buch im Regal? neben „Weggepustet“

Lesezeit: bei Tageslicht, da leuchten die Farben besonders schön

Bester Leseort: die Couch

Schlüpft in die Rolle von: einem Waldbewohner

Kinderfreuden #17: Mäuseluftfahrt

„Armstrong“ – Torben Kuhlmann

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Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond

Eines Tages entdeckt eine kleine graue Maus auf dem Dachboden ein angestaubtes Teleskop. Als sie durch das lange Rohr hindurch späht, staunt sie nicht schlecht. Denn was sich ihr offenbart, ist nicht nur ein unglaublicher Blick in den Nachthimmel, sondern auch auf den Mond; jenem magisch leuchtenden Objekt, das sich mal als dünne Sichel oder auch als prall gefüllter Laib Käse präsentiert und sie seit jeher fasziniert.

Während die anderen Mäuse sich sicher sind, dass es sich schlichtweg um das größte Stück Käse der Welt handelt, will der kleine Astronom es genauer wissen. Voller Wissbegier und Tatendrang begibt sich die Maus auf wissenschaftliche Recherche und ergründet Stück für Stück das Geheimnis des Mondes. Doch um die anderen Mäuse von seiner wahren Bedeutung zu überzeugen, braucht es stichfeste Beweise. Und so fasst die Maus eine tollkühne Entscheidung: Sie muss die erste Maus auf dem Mond werden!

Eckdaten

Text & Illustration: Torben Kuhlmann | NordSüd Verlag | ET: 25.07.2016
Ab 5 Jahren | Seiten: 128 | Hardcover 19.99 € | ISBN: 978-3-314-10348-3
Zum Buch beim NordSüd Verlag

Blickwinkel aus großen Augen

Spätestens seit „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ ist Torben Kuhlmann jedermann ein Begriff. Denn was der in Hamburg gelernte Illustrator mit wenigen Pinselstrichen aufs Papier zaubert, sind kleine Meisterwerke. Bilder, die oft mehr sagen, als tausend Worte und die gänzlich für sich alleine sprechen. Dies bewies Kuhlmann bereits mit seiner Bilderbuchgeschichte „Maulwurfstadt“, die sich den Kindern auch mit wenig Text so lebendig präsentierte, dass man meinte, die erdige Luft riechen und die dunkle Beklommenheit des Erdreichs spüren zu können.

Während Kuhlmanns Maus bereits in „Lindbergh“ über ihren kleinen Mäusetellerrand hinausblickte und sich mit einem selbstgebastelten Flugzeug über den Atlantik wagte, treibt es Kuhlmann nun auf die Spitze. Denn der Atlantik reicht ihm nicht mehr. Es muss der Mond sein! Und so tüftelt und testet seine Maus was das Zeug hält. Doch bis sie schließlich als erste Maus auf dem Mond landet, erfordert es Kreativität, technisches Geschick und jede Menge Geduld. Denn die anfängliche Konstellation entpuppt sich als Montagsmaschine und zu allem Übel kommen ihr auch noch die Menschen auf die Schliche. Jetzt aber ran an den Käse, ähmm Mond.

Torben Kuhlmann beweist einmal mehr sein unglaubliches Geschick für das Zeichnen. Seine Bilder sprühen vor Kreativität und Lebendigkeit. Kuhlman richtet seinen Fokus dabei nicht nur auf die Akkuratesse seiner Figuren, sondern auch auf die richtige Auswahl der Farben. So entstehen warme und lebendige Bilder, die das schier unmögliche Unterfangen einer zum Mond fliegenden Maus den großen und kleinen Betrachtern plötzlich authentischer wirken lässt, als es eigentlich darf. Joschua wird von der Leuchtkraft des Mondes magisch angezogen. Schnell teilt er die Faszination der Maus und begibt sich immer wieder gerne auf ein mäusestarkes Abenteuer ins Weltall.

Obwohl „Armstrong“ die Fortsetzungsgeschichte von „Lindbergh“ ist, lässt sich die Geschichte wunderbar eigenständig entdecken. Im Anschluss an die Geschichte reiht sich noch eine kurzes Exposé der Raumfahrt und Torben Kuhlmanns Biografie an. Auch hier wird zu meiner Begeisterung nicht auf begleitendes Bildmaterial verzichtet.

Mäusestarke Leseempfehlung!

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© NordSüd Verlag

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

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Gefällt dir das Buch? Ja
Was hat dir besonders gefallen? der Mond
Worum geht die Geschichte? um eine Maus, die zum Mond düst
Wo steht das Buch im Regal? neben „Lindbergh“
Lesezeit: immer, wenn der Mond besonders stark leuchtet
Bester Leseort: die Couch
Schlüpft in die Rolle von: einem Abenteurer

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Kinderfreuden #16: Von der Fremde im eigenen Land

lesenslust über “Fabers Schatz” von Cornelia Funke

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 Beschreibung:

Als sein Opa nach Amerika zieht, erbt Faber einen alten Teppich aus Damaskus. Ein scheußliches Teil, mit dem Faber absolut nichts anfangen kann. Er hat sich etwas Cooles erhofft und kann nicht verstehen, warum sein Opa ihm ausgerechnet das olle Ding schenkt.

„Das ist mein größter Schatz. Ein Geschenk von einem Freund in Damaskus.“

Opa behauptet, der Teppich könne fliegen. Nur wie das gehen soll, das erzählt er Faber nicht. Auf der Suche nach seiner magischen Wirkung verliert er fast den Glauben an seinen Opa, dem das Alter nicht zu bekommen scheint. „Wer bitte, zieht als Opa noch nach Amerika?

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Auf seinem Streifzug durch den Hafen trifft Faber jede Menge Kinder aus fernen Ländern. Doch keines von ihnen weiß ihm zu helfen. Die Inschrift des Teppichs bleibt unbekannt und der Teppich einfach nur ein Teppich. Doch als ein Mädchen mit pechschwarzem Haar das Wort ergreift, beginnt der Teppich zu zittern. Der Klang ihrer Stimme entlockt ihm seine geheimnisvolle Wirkung und bringt ihn zum Schweben.

Von da an fliegen Faber und Shaima gemeinsam um die Welt. Und während sie so fliegen, lernt Faber nicht nur die Sprache des Teppichs und fremde Kulturen kennen, sondern dass die  Fremde im eigenen Land eigentlich gar nicht so fremd ist.

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Eckdaten

Ab 3 Jahren

32 Seiten 216mm x 276mm

ISBN: 978-3-848-90122-7

Aladin Verlag 12,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus groSSen Augen

Mit „Fabers Schatz“ ist Bestsellerautorin Cornelia Funke wirklich ein zauberhaftes Kinderbuch gelungen.  Denn das Buch, das sich wie eine Hommage an Hamburg präsentiert, lässt durch Susanne Göhnlichs farbenfrohe und lebendige Zeichnungen nicht nur die Herzen von Hamburgliebhabern (wie mir) höherschlagen, sondert gibt uns auch eine ganz entscheidende Botschaft mit auf den Weg: Habt keine Angst vor dem Fremden!

Während Funke vor Allem durch ihre fantastischen Jugendbücher „Drachenreiter“, „Tintenherz“ und „Reckless“ bekannt ist, setzt sie mit „Fabers Schatz“ ein liebevolles Zeichen bei den Kleinen. Ihr Kinderbuch präsentiert sich wie ein Plädoyer für einen offenen und respektvollen Umgang. Eine Völkerverständigung frei von Berührungsängsten oder gar feindlichen Gefühlen.

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Die Autorin, die sich neben ihren Büchern auch zahlreichen Wohltätigkeitsprojekten widmet, nimmt sich in „Fabers Schatz“ dem aktuellen Zeitgeschehen an. Nahezu spielerisch wagt sie sich an das Thema Immigration. Zeigt, wie leicht und offen man der Fremde im eigenen Land begegnen kann und dass die unterschiedlichen Hautfarben, Sprachen oder Religionen der Menschen sich gar nicht im Weg stehen müssen, sondern sich auch bereichern können.

„Opa hatte Recht gehabt. Die Welt war so bunt. Wie ein Teppich aus Tausenden von Fäden!“

Funkes Hauptfigur scheint dabei nicht der Hansejunge Faber, sondern vielmehr der Teppich selbst zu sein. Fabers Schatz. Seite für Seite entwickelt er sich vom langweiligen staubigen Teil zu einem magischen Tor. Einem Tor in die Fremde. Er ermöglicht nicht nur Faber und Shaima, sondern auch den Lesern eine Reise in ferne Länder und fremde Kulturen, bei dem wir nicht nur  Shaimas Zuhause „Watani“ kennenlernen.

Schon bei seiner Suche durch den Hafen, lässt Funke ihren im Ringelpullover gekleideten Faber auf zahlreiche Kinder aus anderen Ländern treffen und weist uns damit den Weg durch eine farbenfrohe Hansestadt. Eine Weltstadt mit Flair, die vom Geräusch greischender Möwen, tutender Schiffe und schwappendem Wasser eingebettet wird und sich dabei auf wundervoll bunte und weltoffene Art präsentiert.

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„Guck dir die Leute an, Faber“ (…)

„Alle Farben, von Milch bis Bitterschokolade.

So bunt ist die Welt!“

„Fabers Schatz“ ist ein Kinderbuch, das Heimat und Fremde auf liebevollste Weise miteinander vereint, das Neugier entfacht und für Freundschaften zwischen verschiedenen Nationalitäten steht. Es ist ein Schmuckstück von Kinderbuch. Eins, das zauberhaft anzusehen ist und dem ein pädagogischer Wert anhaftet. Ein Buch, das von so vielen kleinen wie großen Augen bestaunt werden sollte. Ein wahrer Schatz!

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? der Teppich

Worum geht die Geschichte? um Freundschaft

Lesezeit: ganz oft, am Tag

Bester Leseplatz: im Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Abenteurer

Kinderfreuden #15: The lion insight

lesenslust über “Der Löwe in dir” von Rachel Bright & Jim Field

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 Beschreibung:

In der rauen Wildnis, inmitten einer Herde von großen Steppenbewohnern, kann man als Maus schon einmal untergehen. Davon kann die Maus, die so winzig klein ist, dass sie keiner bemerkt, ein Lied singen. Ständig wird sie übersehen, getreten und gequetscht. Was für ein unglaublich trauriges Mäuseleben sie doch hat.

Doch eines Tages hat die Maus es satt, übersehen zu werden. Sie will lernen, so laut und stark zu sein wie der Löwe, der stolz und erhaben auf seinem Fels thront. Voller Mut und Entschlossenheit begibt sie sich auf den Weg zum brüllenden Oberhaupt und macht schon bald eine interessante Entdeckung: wahre Größe kommt von innen.

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Eckdaten

Hardcover

Ab 3 Jahren

32 Seiten 245mm x 305mm

ISBN: 978-3-7348-2021-2

Magellan Verlag 13,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

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Blickwinkel aus groSSen Augen

Seit der Magellan Verlag 2014 in See gestochen ist, sind die Kinderbuchregale meiner Patenkinder um zahlreiche Kinderbuchschätze gewachsen. Das „magellansche“ Verlagsteam, das im fränkischen Bamberg ansässig ist, beweist seit jeher eine besonders gelungene Zusammenstellung von Kinder- und Jugendbüchern. So auch beim Frühlingsprogramm diesen Jahres, in dem das gemeinsame Werk von Rachel Bright und Jim Field „Der Löwe in dir“ erschienen ist.

Jim Field, der schon zahlreiche Kinderbücher illustriert hat, bewies bereits in Werken wie „Cats Ahoy!“, „There’s a Lion in My Cornflakes“ oder „Oi Frog“ sein künstlerisches Geschick, weswegen es nicht verwundert, dass ihm auch die Illustrationen in „Der Löwe in dir“ (OT: The Lion Inside) bestens gelungen sind. Seine entzückenden Zeichnungen von Löwe, Maus und zahlreichen Steppenbewohnern präsentieren sich fantasievoller und lebendiger Natur. Durch die unterschiedlichsten Gelb- und Brauntöne offenbart sich den Kindern die sonst so driste Steppenlandschaft in all ihren Farben.

Rachel Bright begleitet die Geschichte mit ein paar wenigen Zeilen. Ihr Text schmiegt sich sehr harmonisch an Fields Illustrationen, die uns im Wechsel großformatig oder als kleine Ausschnitte begegnen. Durch groß abgedruckte Tierlaute macht sie Löwe und Maus lebendig. Hauptsächlich lebt die Geschichte aber von Fields  wunderbaren Illustrationen, die die Fantasie der Kinder schnell beflügelt.

picsart_06-17-03.32.28.jpgDie Moral der Geschichte liegt klar auf der Hand: weder Körpergröße noch Stimmpegel entscheiden über wahre Größe. Was im Leben zählt, sind vielmehr Persönlichkeit und Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Dank dieser Eigenschaften wächst die kleine Maus über sich hinaus. Ihre anfängliche Unsicherheit und Angst dem Löwen gegenüber weicht einem gesunden Selbstbewusstsein und einer Stärke, die sie trotz ihrer kleinen Größe dem Löwen auf Augenhöhe begegnen lässt.

Schon bald ist die Wüste nicht mehr vom schrecklichen Gebrüll des Löwen, sondern vielmehr vom gemeinsamen Gelächter der Beiden erfüllt. Denn auch Klein & Groß kann sich wunderbar ergänzen.

„So fanden sie Beiden schließlich heraus: Jeder von uns ist mal Löwe, mal Maus.“

Fields Illustrationen haben mich tatsächlich ein bisschen an die Tiere des Animationsfilmes „Madagaskar“ erinnert. Vielleicht hat sich Field vom Film inspirieren lassen, vielleicht auch nicht. Die Ähnlichkeit tut dem Kinderbuch allerdings keinen Abbruch. Durch die kreative Anordnung von Text und Bild, präsentiert sich das Werk wunderbar rund und melodisch. Sowohl das Brüllen des Löwen, als auch das Quieken der Maus hallen der Geschichte noch lange nach.

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

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Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? Der Löwe

Worum geht die Geschichte? Um eine mutige Maus

Wo steht das Buch im Regal?

Neben „Das Zebra, das zu schnell rannte“

Lesezeit: an sonnigen Tagen

Bester Leseplatz: im Grünen

Schlüpft in die Rolle von: einer Maus & einem Löwen

 

Kinderfreuden #14: Der Bär am Klavier

lesenslust über “Der Bär am Klavier” von David Litchfield

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 Beschreibung:

Eines Tages stößt ein junger Bär imageauf ein seltsames Ding im Wald. Als er es mit seinen patschigen Pfoten berührt, entfährt ihm ein fürchterliches Geräusch. Doch seine Neugier ist entflammt und so findet er immer wieder zu dem seltsamen Holzkasten zurück. Es vergehen Tage, Monate und Jahre bis es dem Bären gelingt, dem hölzernen Ding eine Melodie zu entlocken, deren Klang weit durch den Wald reicht und die anderen Bären zu ihm lockt.

 Schon bald lieben die Bärenfreunde es, seinen Melodien zu lauschen. Die Klänge des Holzkastens entführt sie hinaus in die Welt und der Bär träumt sich an den Rand des Waldes. Eines Tages findet ein junges Mädchen zu ihm, das ihm verrät, dass man das Ding Klavier und die Melodie Musik nennt. Sie sagt ihm eine große Karriere in der Stadt voraus, wo der „Bär am Klavier“ schon bald in aller Munde sein wird.

Also begibt sich der Bär auf die Reise in die Stadt. Wie vermutet erobern seine Melodien die Herzen im Sturm. Er spielt sich durch ausverkaufte Konzertsäle, sorgt für gerührte Gesichter, tosenden Applaus und zahlreiche Auszeichnungen. Doch je erfolgreicher der Bär wird, umso einsamer fühlt er sich. Nachts sehnt er sich nach seinen alten Freunden und der Ruhe des Waldes. Und obwohl der Bär alles erreicht hat, wovon er je geträumt hat, erkennt er, dass auch die kleinen Dinge im Leben für eine Bärengänsehaut sorgen können.

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Eckdaten

Hardcover mit ausgestanztem Schutzumschlag

Ab 3 Jahren

40 Seiten
220mm x 300mm
ISBN: 978-3-95939-025-5

Aus dem Englischen

Bohem Press
14,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

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Blickwinkel aus groSSen Augen

Bühne frei für den Bären am Klavier!

Dieses Bilderbuch ist die perfekte Symbiose von atmosphärischen Zeichnungen und einer berührenden Geschichte. Ein Bilderbuch, das sich in die Herzen der Kinder tanzt.

Die Story ist so simpel wie großartig. Litchfield erzählt die Geschichte eines jungen Bären, der seine Liebe zur Musik entdeckt und den heimischen Wald hinter sich lässt, um sich in der großen Stadt zu verwirklichen. Sein Talent, als Bär das Klavier zu beherrschen, sorgt nicht nur bei seinen Freunden im Wald, sondern auch in der Stadt für Begeisterungsstürme. Innerhalb kürzester Zeit füllt er riesige Konzertsäle und rührt mit seinem Klavierspiel zahlreiche Zuhörer zu Tränen.

Die Stadt feiert ihren neuen Star und überhäuft ihn mit Aufmerksamkeit und Auszeichnungen. Glanz und Ruhm bestimmt fortan sein Leben. Doch jeder Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Und so zieht sich der Bär nachts in die Ruhe und Abgeschiedenheit über den Dächern der Stadt zurück und muss feststellen, dass er sich trotz allem Erfolg sehr einsam fühlt. Die Welle der Sehnsucht nach dem Wald und seinen Freunden erfasst ihn so stark, dass er beschließt, in seine Heimat zurückzukehren.

Die Botschaft, die Litchfields Geschichte trägt, ist ähnlich die der Zeilen aus Goethes Gedicht Erinnerung: „Willst du immer weiter schweifen, sieh das Gute liegt so nah“. Es ist die Erkenntnis, dass wahres Glück oftmals viel näher liegt, als man es vermutet. Es vermittelt den kleinen Entdeckern die Wertschätzung von kleinen Dingen und öffnet ihren Blick auf das Unscheinbare. Auf die Dinge, die im Leben wirklich zählen.

Litchfield gelingt mit seinem ersten Bilderbuch nicht nur eine lehrreiche sondern auch bezaubernde Geschichte. Der Illustrator fing schon sehr früh an zu zeichnen. Dass es seine besondere Liebe zur Musik war, die ihn zu diesem Bilderbuch inspiriert hat, ist durchweg spürbar. Denn die Geschichte ist von ihr geprägt. Fast meint man, dass den Seiten ein melodischer Klang innewohnt, der den Leser während dem Betrachten begleitet. Dieser Wesenszug verleiht dem Buch eine besondere und nahezu magische Atmosphäre.

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Die Zeichnungen des Bilderbuches präsentieren sich nicht nur sehr filigran, sondern auch in den lebendigsten Farbtönen, die sich an die jeweilige Stimmung des Bären und dem jeweiligen Schauplatz der Geschichte anpassen. Im Wald begegnet man eher Braun- und Grüntönen, wohingegen man in der Stadt von glitzernd bunten Farben empfangen wird.

„Der Bär am Klavier“ ist eine Ode an die Musik, den Wald und an die Freundschaft. Es veranschaulicht den Kleinen auf sehr liebevolle Weise die Bedeutung von Heimat, Sicherheit und Zugehörigkeit. Es ist die Geschichte eines Erfolges und vom Zurückfinden zu den Wurzeln. Ein Buch, das kleine wie große Augen zu begeistern versteht.

Immer häufiger trifft man auf Kinderbücher, die sich mit einem Umschlag schmücken. Auch Litchfields Werk ist sehr stimmungsvoll in eine Art roten Samtvorhang als Schutzumschlag gehüllt. Der Blick darunter gewährt dem Betrachter einen weiteren sehr interessanten Blick in den Wald. Dennoch kann ich mich nicht erwehren, dass ein derartiger Umschlag bei Bilderbüchern für eine so junge Leserschaft nur wenig Sinn macht.

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Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? der Bär am Klavier

Worum geht die Geschichte? um Musik

Wo steht das Buch im Regal? neben „Der Löwe in dir“

Lesezeit: am Abend, um sich von den Melodien des Bären in den Schlaf wiegen zu lassen

Bester Leseplatz: im Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Pianisten

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