#Kinderfreuden: Bücher für kleine Entdecker (0-2 Jahre)

Hallo ihr Lieben,

Vorlesen macht Kinder nicht nur glücklich, sondern auch schlau. Studien von Stiftung Lesen belegen, dass Vorlesen sowohl kognitive Fähigkeiten stärkt als auch emotionale und soziale Kompetenzen fördert. Lesen erweitert den Wortschatz und das Vorstellungsvermögen der Kinder, steigert ihre Konzentrationsfähigkeit und fördert ihre Kreativität. Während das klassische Vorlesealter zwischen 2 und 8 Jahren liegt, kann man die Kinder mithilfe von einfachen Bilderbüchern aber auch schon viel früher für Bücher begeistern. Je früher man damit beginnt, desto besser.

Die Vorlesestudie 2017 (von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung) zeigte leider, dass die Mehrheit der Eltern viel zu spät mit dem Vorlesen beginnt. 55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern nämlich in den ersten zwölf Monaten gar nicht vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. Eine erschreckende Tatsache, die mich sehr traurig stimmt. Denn ich selbst bin mit Büchern groß geworden und hatte bereits von klein an Bücher um mich.

Auch meiner Räubertochter sollte es in ihren ersten Lebensmonaten nicht an Büchern mangeln. Deshalb habe ich relativ viel Zeit dafür investiert, ansprechende Bücher für sie ausfindig zu machen. Leider musste ich bei meiner Recherche feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Denn die Auswahl an Büchern für die ganz Kleinen ist in den Buchhandlungen oft begrenzt, vielerorts stößt man auf Einheitsbrei bzw. eine gängige Auswahl von 08/15 – Stoff-, Knister- oder Knabberbücher, die sich nur durch Verlag, Preis oder Bilder unterscheiden, im Großen und Ganzen aber oft gar nicht ansprechend sind. Wenn man überhaupt Bücher für Kinder unter 2 Jahren findet! Sicherlich müssen die Inhalte von Büchern auf das Alter und die Aufnahmefähigkeit der Kinder abgestimmt sein, schön und individuell geht aber manchmal trotzdem anders! Wer eine Buchhandlung mit einem gut sortierten Kinderbuch-Sortiment in der Nähe hat, kann sich glücklich schätzen.

Nachstehend habe ich euch ein paar Lieblinge aus Emmas Bibliothek zusammengetragen. Es sind ein paar mehr Bücher geworden als geplant, aber die Liebe zum Buch ist hier so allgegenwärtig, dass ich die Auswahl nur schwer reduzieren konnte. Die folgenden Bücher möchte ich an dieser Stelle sowohl all den frischgebackenen bzw. zukünftigen Eltern, Patentanten bzw. -onkeln und Großeltern als auch den Buchhändler*innen für ihr eigenes Kinderbuch-Sortiment ans Herz legen. Denn wenn ich eines gelernt habe, dann, dass die Auswahl an Kinderbüchern der Auswahl an Erwachsenenliteratur in nichts nachsteht. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Emma konnte von Anfang an durch ein kunterbuntes Sammelsurium an Büchern reisen, das sich aus unterschiedlichen Sprachen (da halb flämisches, halb deutsches Räuberkind), Größen und Farben als auch mit unterschiedlichen Altersempfehlungen zusammensetzt. Da Emma sich recht schnell entwickelt(e), habe ich ihr nach und nach auch Bücher präsentiert, die schon weit über ihrem Alter lagen, ich sie aber dennoch für geeignet hielt. Auch diese Bücher werde ich euch nachstehend verraten. Bitte entscheidet selbst, ob sie auch etwas für eure Kleinen sind. Denn jedes Kind entwickelt sich anders, weshalb ich von Emma nicht auf andere Kinder schließen kann.

[Werbung, da Verlinkung, folgende Empfehlungen erfolgen aus reiner Liebe zum Buch]

Ein Potpourri von Lieblingsbüchern

Baby Pixi – Carlsen Verlag

Pixi-Bücher gibt’s bereits seit 1954. Sie zählen mittlerweile zu den beliebtesten deutschsprachigen Vorlesebüchern. In der Regel  haben sie ein Format von 10 cm x 10 cm. Die quadratischen Büchlein gibt’s mittlerweile aber auch als Baby-Pixis für die ganz Kleinen in einem etwas größeren Format von 14 cm x 14 cm, die darüber hinaus auch eine Reihe an baby- und kleinkindgerechten Merkmalen aufweisen, die auch mich überzeugen konnten.

Der Praxistest hat bewiesen, dass die Bücher tatsächlich unkaputtbar sind. Das Material der Bücher ist nicht nur reißfest, sondern auch wasser- (und spuck)abweisend und frei von Schadstoffen.

Emma hat ihre Pixis unzählige Male geknickt, zerdrückt und mit Spucke übersät. Außer einem leicht welligen und verknitterten Eindruck halten sie jeglichen Angriff stand. Sie passen in jede Handtasche und begleiten uns noch heute zum Arzt, Einkaufen oder beim Wochenendtrip in die Berge. Ein klarer Vorteil gegenüber Pappbüchern: sie wiegen nichts und machen sich kaum im Handgepäck bemerkbar. Die Baby-Pixis werden für Babys und Kleinkinder von 9-36 Monaten empfohlen. Unsere waren schon weitaus früher im Einsatz.

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Mini Steps – Ravensburger Verlag

Die Bücher aus der ministeps-Reihe von Ravensburger sind auf die Bedürfnisse der Kleinsten abgestimmt. Sie regen auf unterschiedlichste Weise die verschiedenen Sinne der Kinder an, fördern das Erkennen von Farben, Formen und Bildern und laden zum Greifen und Spielen ein. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Büchern, in der jeder fündig werden sollte. Ich möchte euch nur eins von den Büchern zeigen, mit dem Emma in ihren ersten Monaten unheimlich viel Spaß hatte, und zwar das Pappbuch „Kullernasen-Kinder“ mit integrierter Kullernase. Empfohlen wird es ab 6 Monaten, aber bei uns ist die Kullernase schon gerollt als Emma knapp 3 Monate war.

Alle Kinder in diesem Buch schauen unterschiedlich aus und haben doch eine Gemeinsamkeit: Sie tragen eine rosarote Kullernase, die sich dreht und dabei rasselt. Neben den Bildern findet man kurze Reime und kleinere Bilder, die die Kleinen zum Drehen der Nase animieren und damit auf spielerische Weise ihre Feinmotorik fördern. Leider hält dieses Buch nur bedingt Sabberattacken stand. Die Pappe an den Buchecken und an der Kullernase schwemmt durch Spuckfäden schnell auf und wird unansehnlich. Wenn man nicht schnell genug ist, kleben die Seiten aneinander und dann geht schnell ein Teil des Bildes verloren. Das Pappbuch sollte man daher am besten gemeinsam ansehen!

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Mein erstes Fühlregister-Buch: Wer ist denn da? – Coppenrath Verlag

Das Fühlregister-Buch aus dem Coppenrath Verlag gehörte zu Emmas ersten Lieblingsbüchern. Es ist die kleine Biene Hermine, die die Kinder durch das Buch führt und ihnen die unterschiedlichsten Tiere zeigt. Das Fühlregister am Buch rechts oben lädt mit unterschiedlichen Elementen zum Greifen, Nuckeln und Umblättern ein. So können die kleinen Entdecker mit allen Sinnen die Welt begreifen. Das Greifen der Elemente schult Denkmuster, die später beim Verstehen abstrakter Ideen und Zusammenhänge helfen soll.

Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Fühlelemente auch Bestandteil der begleitenden Wortreime sind, wie z.B. das Schweineschwänzchen, das sich einrollt, die Zunge, die der Frosch rausstreckt oder der Schmetterlingsflügel, der freudig flattert. Außerdem gehen die Reime gut in den Kopf und sorgen für hohen Wiederkennungswert!

Das Fühlregister-Buch ist für Kinder ab 12 Monaten empfohlen, aber wir hatten es schon ab einem halben Jahr im Einsatz. Wir hatten noch ein anderes Fühlregister-Buch hier, das im Vergleich zu diesem hier in meinen Augen deutlich schlechter abgeschnitten hat.

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Der Regenbogenfisch – ein Stoffbuch mit interaktiven Elementen – NordSüd

Wer wie ich mit der Geschichte um den Regenbogenfisch nicht bis zum Kleinkindalter abwarten möchte, sollte sich dieses Stoffbuch holen. Es ist herzallerliebst, besticht mit tollen Farben, hat Zieh-, Tast- und Knistereffekte und fördert damit das Erkennen, die Motorik und Koordination des Kindes. Es wird für Kinder ab 6 Monaten empfohlen, aber auch hier gilt, sich der individuellen Entwicklung eures Kindes anzupassen. Die Geschichte ist leicht abgewandelt und nicht 1:1 das Original. In vielen Onlineshops ist es bereits ausverkauft und nicht mehr zu bestellen, allerdings habe ich euch den Titel mit einem Onlineshop verlinkt, wo es noch lieferbar ist. Es gibt auch ein Regenbogenfisch-Pappbuch, aber das Stoffbuch ist in meinen Augen für sabbernde Kinder etwas besser geeignet (weil es waschbar ist) und aufgrund der interaktiven Elemente länger interessant bleibt.

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Der kleine Siebenschläfer, Das ist doch nicht gemütlich! – Thienemann Esslinger

Emma liebt die Geschichte um den kleinen Siebenschläfer. Das Pappbilderbuch wird für Kinder ab 2 Jahren empfohlen, wir hatten es aber schon weitaus früher im Einsatz. Das Buch wurde Abend um Abend aus dem Regal gezogen und ist irgendwann zur Lieblings – Gute-Nacht-Geschichte avanciert, weil es darin ja auch ums Einschlafen geht. Wir haben sogar Emmas Kreativ-Tonie mit der Geschichte um den kleinen Siebenschläfer besprochen, damit die Räubertochter sich die Geschichte immer von Papa und Mama gemeinsam vorlesen lassen kann, selbst wenn einer mal nicht da ist.

Der kleine Siebenschläfer kann einfach nicht einschlafen. Sein Nest ist einfach noch nicht gemütlich genug und so zerrt er jede Menge Sachen herbei, um das Nest weicher und komfortabler zu machen. Aber an das Einschlafen im Kreis der Familie kommt einfach nichts ran und so kuschelt es sich am besten im Siebenschläfer-Haufen.

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Schiebebücher in Groß und Klein

Auch Schiebebücher erfreu(t)en sich bei Emma großer Beliebtheit. Den Einstieg haben wir mit einem klitzekleinen Schiebebuch aus dem Coppenrath Verlag gemacht. „Kuckuck! Wer ist da?“ ist nur eines von vielen Schiebebüchern von Coppenrath, das im Miniformat daherkommt und durch das Versetzen von Schiebeelementen versteckte Tiere zum Vorschein bringt. Emma hat dieses Buch ab einem halb- bzw. dreiviertel Jahr heiß und innig geliebt, mittlerweile findet es nur noch den Weg in ihre Hände, wenn ich es ihr bewusst gebe, auch wenn es für Kinder ab 18 Monaten empfohlen wird.

Die Schiebebücher „Tiere im Meer“ und „Tiere im Schnee“ aus dem Carlsen Verlag hingegen finden auch noch heute regelmäßig den Weg in Emmas Hände. Sie sind weitaus anspruchsvoller als die Mini-Ausgabe von Coppenrath und wird ebenfalls für Kinder ab 18 Monaten empfohlen. Emma hat sich recht schnell an den Schiebern ausgetobt, weshalb sie teilweise etwas verknickt daherkommen. Aber es war so schön mitanzusehen, wie sie sich jedes Mal wie ein Keks gefreut hat, als sie einen Schieber ohne Hilfe versetzen konnte.

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Löwe, Hase, Schwein – ein Tier passt nicht rein! – Magellan Verlag

Dieses wimmelartige Suchbilderbuch wird eigentlich erst für Kinder ab 2 Jahren empfohlen, weil es auf jeder Doppelseite ein Tier zu finden gilt, dass sich dazu geschummelt hat. Wie ihr an den Bilder seht, hat es meine Tochter aber bereits mit 3 Monaten angesehen. Das großformatige Pappbuch eignet sich wunderbar zum Betrachten und ersten Kennenlernen von Tieren, sobald die Kleinen im Liegen ihr Köpfchen halten können. Die Bilder haben in dieser Position die ideale Größe und wirken nicht überladen. Sie laden zum Entdecken und Staunen ein.

Mit dem Buch hat Emma die Tierwelt kennengelernt, bevor sie groß genug war, ihnen in freier Wildbahn zu begegnen.  Wir haben es ihr immer in Begleitung der Tierlaute vorgelesen und sind auf das falsche Tier auf der jeweiligen Doppeseite anfangs gar nicht eingegangen. Heute kann sie fast alle Tiere im Buch namentlich benennen und ihre Tierlaute imitieren.  Wer noch mehr zum Buch erfahren möchte, sollte mal zur ausführlichen Rezension rüberschauen.

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Die kleine Raupe Nimmersatt für die ganz Kleinen – Gerstenberg Verlag

Ist es zu glauben, die kleine Raupe Nimmersatt feiert in diesem Jahr schon ihren 50. Geburtstag?! Die Geschichte ist ein Klassiker, auf den ich nicht lange warten wollte. Wir hatten daher schon früh ein Stoffbuch im Einsatz, was Emma bereits im Babyalter entdeckt hat. Später haben wir es um ein Pappbuch ergänzt. Da unsere Räubertochter eine halbe Belgierin ist, hatte sie allerdings ein niederländisches Exemplar hier, dass es im Deutschen so leider nicht gibt. Allerdings gibt es ein ganz ähnliches Stoffbuch auf Deutsch.

In unserem niederländischen Stoffbuch mit dem Titel „Rupsje Nooitgenoeg – Tel je mee?“ futtert sich die kleine Raupe Nimmersatt durch ein bis fünf Stücke Obst. Es hat eine gummierte Ecke zum Beißen, ist spuckresistent (da abwaschbar) und durch einen Ring am Kinderwagen bzw. Buggy zu befestigen oder von einer kleinen Babyhand wunderbar zu greifen. Die Seiten knistern und an einer Stelle ist ein Quietschelement integriert.

Das Pappbuch „Die kleine Raupe Nimmersatt“ hingegen beinhaltet 1:1 die Original Geschichte und ist an die etwas größeren Kinder gerichtet. Empfohlen wird es ab 2 Jahren, wir hatten es ungefähr ab 1,5 Jahren hier. Wir haben ein wunderbares Geschenkset aus Pappbuch und Holzraupe zur Verfügung gestellt bekommen, von dem ich euch noch genauer berichten werde. Der Beitrag ist schon eine ganze Weile geplant, leider hat mich der Raupenbefall unseres Buchsbaumes etwas ausgebremst und mir vorübergehend die Freude daran genommen. Doch wer die Geschichte aus seiner Kindheit kennt, weiß, dass die kleine Raupe sich nur dem Lauf der Natur hingibt, um sich anschließend in einen wunderschönen Schmetterling zu verwandeln. Bei uns hat sich die Raupe des Buchsbaumzünslers eingenistet, die sich anschließend in einen hässlichen Falter verwandelt!

Die Geschichte hilft wunderbar beim ersten Zählen und animiert die Kleinen sich gemeinsam mit der gefräßigen Raupe durch die Seiten und durch die Speisen zu wühlen.  Dazu passend können die Kinder die Holzraupe hinter sich herziehen, die sich bei Bewegung wie eine echte Raupe windet.

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Pappbücher von Chris Haughton – Walker Books (engl.) bzw. Sauerländer Verlag (dt.)

Ich bin damals durch Zufall über die Pappbücher von Chris Haughton gestolpert und habe sie Emma bewusst auf englisch gekauft (weil mich u.a. der Klang der Originalsprache mehr überzeugt hat). Die Bücher von Chris Haughton kommen alle in einem bestimmten Farbschema daher. Wir haben drei von ihnen: „Shh! We have a plan“ in blau, „A bit lost“ in grün und „Oh no, George!“ in orange. Die Pappbücher kommen recht natürlich daher (Naturkarton ohne Beschichtung), weshalb unsere Ausgaben bereits etwas abgelebt aussehen und zigfach geklebt sind, das tut dem Charme der Geschichten aber keinen Abbruch und zeigt nur, wie heiß und innig Emma diese Bücher liebt.

Mein persönlicher Favorit ist „Shh, we have a plan!“ (dt. „Pssst, wir haben einen Vogel!“), das die Geschichte von vier Räubern erzählt, die versuchen einen Vogel zu fangen. Der kleinste im Bunde weiß es eigentlich besser als die Großen, darf aber nichts sagen und so beobachtet er das erfolglose Unterfangen mit Schadenfreude. Er  kann die Vögel auf Anhieb zu sich locken, aber nicht um sie zu fangen, sondern um sie zu füttern. Emma weiß bereits eine Seite vorher, was als nächstes kommt. Ein Lieblingsbuch!

In „A bit lost“ (dt. „Kleine Eule ganz allein“) geht es um eine kleine Eule, die aus ihrem Nest fällt. Und während die Eulenmama ihr Kind verzweifelt sucht, hilft ein Eichhörnchen und später auch ein Frosch der kleinen Eule dabei, die Mama ausfindig zu machen. Sie stehen erst vor drei völlig anderen Tieren ehe die Eulenmama vor ihnen steht.  Zur Freude aller Beteiligten lädt Mama Eule anschließend zu Tee und Keksen ins Nest ein, wo die kleine Eule einschläft und dem Abgrund schon wieder gefährlich nahe kommt.

In „Oh no, George!“ (dt. „Oh nein, Paul“) geht es um einen Hund namens George, der trotz des Versprechens brav zu sein, jede Menge Unsinn anstellt. Er kann einfach nicht dem Drang widerstehen, den Kuchen in der Küche zu verschlingen, der Katze hinterherzujagen oder das Blumenbeet aufzuwühlen. Als das Herrchen enttäuscht auf das Geschehen blickt, gelobt er Besserung und schafft es tatsächlich doch noch, den Versuchungen zu widerstehen und ein braver Hund zu sein.

Der Illustrationsstil von Chris Haughton ist etwas speziell. Er geht mehr in die abstrakte Richtung, ist damit aber auch sehr einprägsam. Die knalligen Farben kommen bei den Kleinen richtig gut an. Und der einprägsame Text sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Emma fährt voll auf die Bücher ab. Darüber hinaus ist jeder Geschichte ein Zitat nachgestellt, das die Botschaft der Geschichte perfekt widerspiegelt. Bei unseren drei Büchern geht es um Frieden, Gegensätze und Freiheit.

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Pappbücher aus dem Usborne Verlag

Während die meisten Pappbücher recht anfällig im Einsatz während der ersten Lebensmonate sind und dadurch schnell Gebrauchsspuren aufweisen, war ich sehr glücklich, als ich die Bücher des Usborne Verlags für uns entdeckt habe. Die Bücher sind unglaublich stabil, haben einen festeren Buchdeckel und abgerundete Ecken. Die Seiten sind meist aus einer dünneren aber stabilen Pappe und daher ideal für die kleinen Kinderhände. Bei uns schaut fast jedes Buch noch genauso aus, wie am Anfang.

Lediglich das allererste Fühlbuch „Mein allererstes Fühlbuch Tiere“ ist einer Sabberattacke erlegen und trägt daher einen leicht aufgeschwemmten Eisbär in sich. Während dieses erste Fühlbuch noch mit etwas dickeren Pappseiten daherkommt, stößt man bei den restlichen Büchern von Usborne meist auf etwas dünnere Pappseiten mit abgerundeten Ecken, durch die die Ecken wunderbar erhalten bleiben und auch durch reges Blättern nicht ausfranzen. Das Fühlbuch ist wirklich für die ganz Kleinen und war eins von Emmas allerersten Büchern. Auf jeder Seite ist ein Tier abgebildet, das die Kleinen durch die integrierten Fühlelemente ertasten können. Und ja, Fühlbücher gibt es ja wie Sand am Meer, aber im Gegensatz zu anderen Fühlbüchern erschien mir dies deutlich moderner!

Auch die Gucklochbücher „Bist du das, kleiner Elefant?“ und „Bist du das, kleines Häschen?“ fand ich fürs Babyalter unglaublich toll. Als Emma stabil sitzen konnte, haben sie die Bücher zu spannenden Entdeckungsreisen eingeladen, weil sie neben zahlreichen Gucklöchern auch Fingerspuren in sich tragen, denen sie mit ihren Händen folgen und dadurch einzelne Tiere auf ihrem Weg begleiten können. Leider habe ich zu spät entdeckt, dass es auch ein „Bist du das, kleiner Fuchs?“ gibt, denn hier herrscht eine große Fuchsliebe. Die kleinformatigen Bücher entpuppen sich als ideale Reisebegleiter!

Ebenfalls sehr für die Anfangszeit zu empfehlen sind „Babys allererstes Fühlbuch Tiere“ und „Babys erstes Bildwörterbuch Tiere“. Beide Pappbücher kommen in einem etwas größeren Format daher, tragen zahlreiche Fingerspuren und Gucklöcher in sich. Während man in dem Bildwörterbuch auf die Tiere in ihrem jeweiligen Lebensraum stößt und mithilfe der Bezeichnung ihre jeweligen Namen kennenlernen kann, hat man in dem Fühlbuch noch die Gelegenheit die Tiere mithilfe der Fühlelemente zu ertasten. Beide Bücher sind wirklich gelungen, farbenfroh und facettenreich. Emma schaut sie sich auch heute noch gerne an und folgt mit Vorliebe den Fingerspuren oder kratzt über das stachelige Fell des Igels, der sich über die Zeit als Lieblingsfühlelement entpuppt hat.

Und ja, wir haben hier noch viel mehr Bücher aus dem Usborne Verlag bei uns liegen, aber ich kann euch nicht alle zeigen. Außerdem werdet ihr in dem riesengroßen Programm des Verlags sicher eure ganzen eigenen Lieblinge ausfindig machen. Unter anderem sind dort auch Sound-, Klappen- und Wimmelbücher zu finden.

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Pappbücher von Benji Davies – Aladin Verlag

Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß um meine Liebe zu den Illustrationen von Benji Davies. Er hat nicht nur den Sturmwal zum Leben erweckt, sondern uns auch jede Menge weitere Geschichten geschenkt (ein besonderer Liebling von mir ist „Opas Insel“). Mein Neffe Joschua und ich sind schnell große Fans von den Büchern geworden, allerdings sind die Kinderbücher aufgrund ihrer dünnen Seiten erst für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

Irgendwann wurden zwei von Benji Davies‘ Geschichten auch in Pappe herausgebracht, nämlich „Nick und der Wal“ und „Beste Freunde“. Klar, dass ich für Emma nicht erst bis zum Kinderbuchalter abwarten wollte, sondern sie ihr bereits in Pappe organisiert habe. Dass die Altersempfehlung beider Bücher bei 3 Jahren liegt, hat mich nicht weiter abgeschreckt. Denn ich wusste bereits um die großformatigen Bilder, die nur von wenig Text begleitet werden und daher durchaus schon für Kinder ab ca. 1,5 Jahren geeignet sind.

Während es in „Nick und der Wal“ um einen gestrandeten Wal geht, den der Junge Nick nach einem Sturm am Strand entdeckt und ihn der Badewanne wieder aufpeppt, erzählt „Beste Freunde“ von Ben und Eddy, einem scheinbar unzertrennbaren Zweiergespann, das durch einen neuen Jungen namens Sam auf eine harte Probe gestellt wird und sich letztendlich aber zum Dreiergespann ergänzt.

In Originalsprache gibt es die Geschichte um „The Storm Whale“ in einem niedlichen Set mit einem kleinen Stoff-Sturmwal (den ihr auch auf den Fotos seht) oder auch in Begleitung eines Holzpuzzles. Diese Bücher solltet ihr euch und euren kleinen Entdeckern in keinem Fall entgehen lassen!

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Schlaf recht schön! – Moritz Verlag

Auf dieses Pappbuch wäre ich sicher nicht von alleine gestoßen, denn die Bücher des Moritz Verlag sind nur in gut sortierten Buchhandlungen zu finden. Wir hatten das Glück, dass meine Patentante (alias beste Buchhändlerin der Welt) es Emma zum ersten Geburtstag geschenkt hat. Es wird für Kinder ab 2 Jahren empfohlen, ist aber aufgrund seiner Schlichtheit schon um einiges früher einsetzbar.

Das japanische Original ist 2016 in Tokio erschienen und seit 2018 ist es nun auch auf Deutsch erhältlich. Vom Illustrator Tomoko Ohmura ist auch noch das Buch „Bitte anstellen!“ bekannt, das schon auf aktuellem Emmas Wunschzettel steht.

Die Gestaltung des Buches ist schlicht, aber ganz wunderbar anzusehen. Die Bilder beschränken sich aufs Wesentliche und schicken der Reihe nach die Marienkäfer, Frösche, Eichhörnchen, Igel und Bären in den Winterschlaf. Doch bevor sich die Tiere einen ganzen Winter lang verkriechen, heißt es Vorräte sammeln und kuschelige Schlafstätten einrichten. Und so herrscht reger Betrieb bei den Tieren, ehe es bis zum Frühling ganz still um sie wird.

Die Geschichte erzählt eine klassische Gute-Nacht-Geschichte, lädt aber auch am Tag zum Entdecken ein. Vor allem Natur- und Tierfreunde werden sich an ihr erfreuen!

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„Hund, Katze, Maus… Haus“ – Carlsen Verlag

Das Pappbuch von Dunja Schnabel begleitet uns schon seit Emmas Anfängen. Es wird für Kinder ab 2 Jahren empfohlen, ist aber durchaus schon früher einsetzbar. Es kommt im Gegensatz zu anderen Pappbüchern recht umfangreich daher (es umfasst sage und schreibe 98 Seiten), weshalb die Kinder schon selbständig sitzen können (um es vor sich liegend zu entdecken) oder genügend Kraft in ihren Händen haben sollten, um das Buch schon alleine zu halten. Allerdings ermöglicht ihnen die Dicke des Buches auch ein längeres Lesevergnügen.

Wir hangeln uns seit jeher mit großer Begeisterung durch die Reime, die sich mithilfe der Bilder vollenden lassen. Die ersten drei Komponenten des Reims kommen dabei immer in Text und Bild daher, während die letzte Komponente nur bildhaft dargestellt wird und erraten werden muss. Emma hatte den Dreh recht schnell raus und kann mittlerweile die meisten Komponenten namentlich benennen. Ich denke, das frühe Vorlesen hat sie bereits mit dem Klang der Wörter vertraut gemacht, weshalb ihr die Wörter nun leichter fallen.

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Pippi Langstrumpf für die ganz Kleinen – Oetinger Verlag

Ich bin mit den Büchern von Astrid Lindgren groß geworden, daher konnte es mir gar nicht schnell genug gehen, Emma mit Pippi & Co. bekannt zu machen. Denn die Figuren wurden für mich zu Kindheitshelden, begegnen mir noch heute wie gute alte Freunde. Leider gibt es nur sehr wenige von Lindgrens Kinderbuchfiguren in Pappe und einige Pappbücher kommen im sehr modernen und mir viel zu abstrakten Design daher.

„Guck mal, Pippi Langstrumpf“ und „Hurra, Pippi Langstrumpf“  tragen allerdings noch die schönen Illustrationen von Katrin Engelking in sich, weshalb ich sie recht schnell für Emma gekauft habe. Und während „Guck mal Pippi Langstrumpf“ sich an die Kleinen im Bunde (ab 1 Jahr) richtet, wird „Hurra, Pippi Langstrumpf“ für Kinder ab 2 Jahren empfohlen. Ersteres trägt daher nur vertraute Figuren in sich und kommt ohne jeglichen Text aus, während das zweite schon eine kleine Geschichte erzählt.  Aber Achtung, es ist keine Geschichte, die wir aus den Jugendbüchern kennen, sondern nur eine abgespeckte Geschichte mit vertrauten Komponenten.

Emma hat die Pippi-Bücher natürlich trotzdem recht schnell ins Herz geschlossen. Sie mag den frechen Rotschopf, der mit übergroßen Schuhen verkehrt herum im Bett schläft, ein Pferd auf der Veranda stehen hat und Pfannkuchen durch die Küche wirft! Und von meinen damaligen Schweden Urlauben mit der Familie ist mir noch ein kleiner Plüsch – Herr Nilsson erhalten geblieben, der direkt in Emmas Kuscheltierfamilie einziehen durfte.

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Pappbücher von Joëlle Tourlonias

Mit Joëlle Tourlonias verhält es sich ähnlich wie mit Benji Davies – ich kann an keinem ihrer Bücher vorbeigehen! Ich liebe ihre Illustrationen, mit denen ich erstmals in „Die kleine Hummel Bommel“ Bekanntschaft gemacht habe. Es war mein Patenkind Lena, das damals eine regelrechte Hummel Bommel – Liebe entwickelt, die Bücher der Reihe zu ihren Lieblingsbüchern auserkoren und sie sogar ihren Klassenkameraden vorgestellt hat. Als die beliebte Reihe um die Baby Hummel Bommel für die Kleinen erweitert wurde, lag es quasi schon auf der Hand, dass ich sie für Emma haben möchte.

„Die Baby Hummel Bommel – Gute Nacht“ hat sich hier recht schnell zu den Lieblings-Gute-Nacht-Geschichten gesellt. Sie ist noch heute eine von Emmas Lieblingen. Wer mehr zum Buch erfahren möchte, darf gerne meine Rezension lesen. In Kürze erscheint ein weiteres Pappbuch aus der Reihe, „Die Baby Hummel Bommel – Alles wird gut“ (ET 23.08.), und obwohl die Bücher für Kinder ab 1 Jahr empfohlen werden, werde ich sie hier ebenfalls einziehen lassen. Denn die Bücher haben ein ideales Format und sind daher ideale Reisebegleiter.

Doch neben der Hummel Bommel gibt es noch zahlreiche andere Figuren, die Joëlle Tourlonias mit ihren Hand zum Leben erweckt hat. Bei arsEdition sind noch einige andere Bücher erschienen, u.a. haben wir „Ella geht raus“, „Ben liebt Bär … und Bär liebt Ben“ und „Alle kommen mit ins Bett“ hier. Doch die Illustratorin ist ziemlich produktiv und hat daher auch bei diversen anderen Verlagen wunderbare Pappbücher herausgebracht, die wir alle ins Herz geschlossen haben. Und so kann ich euch noch „Wir zwei gehören zusammen“ aus dem Baumhaus Verlag, „Schlaf ein, träum fein“ von Haba und „Mittagsschlaf“ aus dem Adrian Verlag ans Herz legen. Zu letzerem wurde sogar ein Mittagsschlaf-Lied komponiert, das ihr hier anhören könnt. Alle erwähnten Bücher sind in der Diashow zu sehen.

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Der kleine Fuchs hört einen Mucks – Oetinger Verlag

Und zu guter Letzt, möchte ich euch ein Buch ans Herz legen, das wir besonders in Herz geschlossen haben. Denn „Der kleine Fuchs hört einen Mucks“ zog hier gleich in Begleitung eines niedlichen Kuschelfuchses ein. Emma war zu dem Zeitpunkt knapp über ein Jahr alt und hat die Geschichte von Anfang an ohne Probleme angenommen. Sie lag damit wieder weit unter der Altersempfehlung von 2 Jahren, aber wenn man immer von den Altersempfehlungen auf den Büchern ausgehen würde, wären 50 % der oben genannten Bücher für Kinder unter 2 Jahren noch nicht geeignet.

Seit seinem Einzug zu Weihnachten ist der Fuchs Emmas treuester Begleiter und die Geschichte um den kleinen Fuchs, der sich auf die Suche nach dem Mucks begibt, den er eben noch gehört hat. Und ehe er am Ende auf seine Mama und den vertrauten Mucks trifft, begegnet er noch jede Menge Tieren. Das Buch gibt es als normale Pappe und auch als Soundbuch. Wir haben das Soundbuch hier und können es wirklich empfehlen, auch wenn die Tiergeräusche eher niedlich als authentisch daherkommen, aber das tut dem Lesevergüngen keinen Abbruch. Denn der Mucks hat es Emma besonders angetan und die Illustrationen im Buch sind einfach zuckersüß.

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Ich hoffe, ihr habt unter den oben genannten Büchern auch ein paar Lieblinge für euch und eure Lieben entdeckt. Lasst mich gerne wissen, welches davon euch besonders überzeugt hat. Welches Bücher haben sich bei euch in den ersten zwei Jahren zu Lieblingsbüchern entpuppt?

Viel Spaß beim Lesen wünschen Steffi und Emma

 

Kinderfreuden #31: Frühling, Frühling, wird es nun bald!

„Hopp! Hopp! Aufgewacht, die Sonne lacht!“ – Linda Ashman, Chuck Groenink

„Hopp! Hopp“, ruft Till. „Schnell aufgewacht, der Frühling kommt, die Sonne lacht.“

Nach einem langen Winterschlaf scheucht Till die gesamte Rasselbande aus dem Bett. Nur mühsam lassen sich seine tierischen Bettgenossen davon überzeugen, aus dem warmen Bett zu klettern um ihm bei den Vorbereitungen eines ganz besonderen Festes zu unterstützen. Denn es hat sich ein gefiederter Frühlingsbote angekündigt, der gebührend empfangen werden will. Gemeinsam gehen die Vorbereitungen einfacher von der Hand und so helfen alle Freunde mit, nur der kleine Waschbär kommt einfach nicht aus den Federn. Ob der Duft von frischgebackenem Kuchen ihn aus dem Bett locken kann?

Eckdaten

Pappbuch, ab 3 Jahren

35 Seiten
25 x 27,50 cm
ISBN: 978-3-8458-3042-1

Text: Linda Ashman
Illustration: Chuck Groenink

Verlag arsEdition

12,99 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus großen Augen

Nachdem der kleine Junge Till im vorangegangenen Werk „Klopf! Klopf! Komm herein, keiner bleibt heut Nacht allein!“ ein Tier nach dem anderen in seinem Bett empfangen hat, um sie vor der kalten Winternacht zu retten, scheucht er nun in „Hopp! Hopp! Aufgewacht, die Sonne lacht!“ einen nach dem anderen aus dem Bett, um den Frühling zu begrüßen, der sich in Form eines gefiederten Gastes angekündigt hat.

Vorgänger „Klopf! Klopf“ Komm herein, keiner bleibt heut Nacht allein!“

Ich finde bei den Werken von Linda Ashman und Chuck Groenink nicht nur die Wortspiele im Titel wirklich gelungen, sondern auch dass sich beide Werke im wechselnden und für eine Geschichte einheitlichen Farbschema präsentieren. Während der Vorgänger im dunklen Blau daherkam und symbolisch für die kalte Winternacht stand, begegnet uns das neue Werk nun in sanftem Frühlingsgelb. Schön wäre es sicher, wenn das Wetter sich gerade so strahlend präsentieren würde, wie im vorliegenden Buch. Nachdem hier für ein paar Tage bestes Wetter geherrscht hat, das sich schon mehr nach Sommer als nach Frühling anfühlte, ist ist es nun wieder kalt und verregnet draußen. Das Pappbuch hat uns daher genau zum richtigen Zeitpunkt erreicht, denn es ist der ideale Stimmungsaufheller!

Die Geschichte, die in perfektem Einklang von Groeninks liebevollen und großformatigen Illustrationen und Ashmans Text in melodischer Reimform steht, ist nicht nur herzerwärmend sondern auch lehrreich. Denn während der Junge die Tiere in der kalten Winternacht bei sich in der warmen Stube aufgenommen hat, bekommen sie nun die Gelegenheit sich bei Till zu revanchieren. Der gefiederte Gast soll schließlich gebührend empfangen werden. Und so scheucht Till ein Tier nach dem anderen aus dem kuscheligen Bett, damit sie ihn bei den Vorbereitungen des Frühlingsfestes unterstützen. Gut, der Waschbär kommt irgendwie nicht aus den Puschen, aber irgendeiner trödelt ja immer!

Und so wird hier nicht nur eine Geschichte von Freundschaft und Zusammenhalt erzählt, sondern auch von Nachsicht. Denn dass der Waschbär sich bis zum Schluss vor der Mithilfe drückt, sorgt bei den restlichen Tieren natürlich nicht für Begeisterung. Erst sein Einsatz für die Vogelnester im Wald, kann sie friedlich stimmen. Schließlich sollte jeder seinen Teil am Frühlingsfest beitragen, bevor er sich ein Stück vom Kuchen gönnt.

In der Position des Waschbären werden sich sicher einige Kinder auf Anhieb wiederfinden. Denn getrödelt wird bei den Kleinen ja schon mal ganz gerne. Hier erfahren die kleinen Entdecker nicht nur, welche Konsequenzen das haben kann, sondern auch was Freundschaft und Zusammenhalt ausmacht. Zusammen gehen die Dinge eben viel leichter von der Hand und einem Freund kann man doch schließlich nicht im Stich lassen!

Besonders schön anzuschauen finde ich das letzte Bild im Buch (s.u.), auf dem man den Waschbären tatsächlich dabei beobachten kann, wie er im Baumwipfel ein Vogelnest platziert, während es sich die anderen Tiere bereits mit Till auf der Picknickdecke gemütlich gemacht haben. Hier kommt mir sofort „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ in den Sinn. Kann sein, dass ich den Satz als Kind häufiger gehört habe, als mir lieb war.

„Hopp“ Hopp“ Aufgewacht, die Sonne lacht!“ ist ein wunderbares Pappbuch für kleine Tierfreunde. Dank der großen Bilder (die sehr stimmig und nicht überladen wirken) und den Reimen, die schnell ins Ohr gehen und im Kopf bleiben, lädt es bereits weitaus jüngere Kinder zur Entdeckungsreise ein. Emma hat die Geschichte bereits liebgewonnen, auch wenn sie sich oft nicht zwischen all ihren Büchern entscheiden kann. Die dünnen Pappseiten sind von kleinen Kinderhänden nicht nur leicht umzublättern, sondern haben aufgrund ihrer abgerundeten Ecken auch eine längere Lebensdauer (weil sie weniger ausfranzen). Die Bedeutung der vermittelten Werte, ist aber sicherlich erst für Kinder im Kindergartenalter vollends zu begreifen.

„Hallo, Freunde! Hallo Sonne! Hallo, Frühling, welche Wonne!“

Man bemerke den Waschbären links oben im Bild

Blickwinkel aus kleinen Augen

Emmas Urteil:

Gefällt dir das Buch?

Ja

Wo steht das Buch bei dir?

Mal bei den Gute-Nacht-Geschichten, mal beim Rest im Wohnzimmer

Lieblingsstelle im Buch?

Als der Kuchen fertig auf dem Tisch steht (ich zitiere „Mhhmmm!“), als der gefiederte Frühlingsbote ankommt

 

Worum geht es im Buch?

Um ein ganz besonderes Fest, dass zusammen alles viel einfacher geht

Worauf macht das Buch Lust?

Auf kitzelnde Frühlingssonnenstrahlen auf der Nase

Schlüpft in die Rolle von:

Einer fleißigen Helferin

[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von arsEdition als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt]

Kinderfreuden #30: Bei dir piept’s wohl!?

„Ene, mene, Eierkuchen“ – Jörg Isermayer und Daniel Napp

Eigentlich hat sich Eichhorn alle Zutaten für Eierkuchen zurechtgelegt, doch als er mit dem Backen loslegen will, ist plötzlich alles verschwunden. Das Mehl ist weg, Milch und Eier nicht mehr auffindbar. „Eier, Eier, seid so lieb, macht doch einmal Piep!“ Dieses Spiel spielt Eichhorn so lange, bis er all die Zutaten wieder beisammen und den Teig fertig hat.

Bei derart eigenwilligen Zutaten wundert es natürlich keinen, dass der fertige Eierkuchen anschließend nicht auf dem Teller sondern geradewegs auf Eichhorns Kopf landet.

Eckdaten

Pappbilderbuch, ab 2 Jahren

18 Seiten
16,5 x 16,5 cm
ISBN: 978-3-7152-0763-6

Text: Jörg Isermayer
Illustration: Daniel Napp

Orell Füssli Verlag

9,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Die Geschichte dieses kleinen Pappbüchleins ist so simpel wie wirksam! Denn was aus dem Zusammenspiel von Daniel Napps farbenfrohen Illustrationen und Jörg Isermayers flotten Reimen entstanden ist, macht Klein und Groß wirklich ganz großen Spaß.

Es scheint wie verhext, aber als das Eichhörnchen sich ans Backen machen will, scheint alles Nötige verschwunden zu sein. Es beginnt nach den Zutaten zu rufen und tatsächlich melden diese sich mit „Piep!“ zurück. Na also, jetzt steht dem Unterfangen doch nichts mehr im Weg! Doch bis der Teig fertig ist und der erste Pfannkuchen wirklich in der Pfanne brutzelt, geht bei Eichhorns ersten Backversuchen erstmal noch jede Menge schief.

Durch die gleichbleibende Szene im Buch können die Kleinen nicht nur gut beobachten was an Zutaten alles hinzukommt, sondern auch wie Eichhorns Küche im zunehmenden Chaos versinkt. Denn was das tollpatschige Eichhörnchen da in seiner Küche verursacht, ist ein ganz schönes Chaos und als es das Rührgerät einsetzt, erscheint es den Lesern fast so, als dass die Teigspritzer der Geschichte entweichen und im hohen Bogen auf ihrem Gesicht landen. Es ist witzig mit anzusehen, wie sich die vermissten Zutaten und Gegenstände mit „Piep!“ zurückmelden und spätestens als der Pfannkuchen am Ende auf dem Kopf des Eichhörnchen landet, ist das Lachen groß.

Die Geschichte ist simpel, veranschaulicht aber auf wunderbare Weise, wie einfach es ist, mit wenigen Zutaten etwas Leckeres zu zaubern. Eichhorn animiert schon die Kleinsten dazu, selbst in der Küche aktiv zu werden. Isermayers witzige eingängige Reime passen dabei wunderbar zu Napps bunten und lebendigen Bildern. Sie animieren die Kleinen nicht nur zum Nachsprechen sondern bestärken sie auch in ihre ersten Backversuche.

„Ene, mene, Eierkuchen!“ ist ein wunderbares Pappbuch für eure 2-jährigen Nachwuchsköche, die ähnlich wie Luisa sicherlich schon viele Zutaten und Gegenstände aus dem Buch benennen können und daher besonders viel Freude am Entdecken haben werden. Dem anschließenden Pfannkuchenbacken mit Mama steht daher nichts im Weg! Aber wo sind denn eigentlich die Eier hin? „Piep!“

Blickwinkel aus kleinen Augen

Luisas Urteil:

©instagram.com/marymagmuc

Gefällt dir das Buch?

Ja

Lieblingsstelle im Buch:

jede Stelle, an der sich die Küchengegenstände mit „Piep“ melden (das tun die „echten“ mitunter nun auch, wenn das Buch nicht zur Hand ist ;-))

 

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Worum geht es im Buch?

Kochen macht Spaß und ist gar nicht so schwierig

Beste Lesezeit:

Vor oder nach dem Werkeln in der Kinderküche

Worauf macht das Buch Lust?

Selbst zu backen oder zu kochen, piep zu machen

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Wo steht das Buch?

Eigentlich im Bücherregal im Kinderzimmer, es verirrt sich aber mitunter immer wieder in die Kinderküche
[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Orell Füssli / Atlantis als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt]

Kinderfreuden #28: Kindliche Vorfreude

„Wann habe ich endlich Geburtstag?“

– Mark Sperring, Sébastien Braun

©instagram.com/marymagmuc

Klein-Pip kann es kaum erwarten bis er endlich Geburtstag hat und so wacht er jeden Morgen in dem Glauben auf, dass es heute soweit sein muss. Voller Vorfreude springt er aus dem Bett und direkt vor Papa Brumms Nase. Der liegt noch im Bett und ist schon noch ein wenig müde und verwirrt dazu. Er wird doch nicht Pips Geburtstag vergessen haben!? Doch der Blick auf den Kalender lehrt ihn eines Besseren: Es sind noch drei ganze Tage bis Klein-Pip ein Jahr älter wird.

Und so lässt sich Papa Brumm jeden Morgen etwas anderes einfallen, um Klein-Pip die Wartezeit bis zum großen Tag zu versüßen. Und siehe da, plötzlich ist der heißersehnte Tag auch schon da! Doch an seinem großen Tag entdeckt der kleine Bärenjunge keinen schlafenden Papa im Bett, sondern nur eine kleine Botschaft, der er neugierig folgt. Was ihn am Ende des von Luftballons gesäumten Weges erwartet, ist eine Geburtstagsfeier die kaum schöner sein könnte. Das „lange Warten“ hat sich also gelohnt!

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Eckdaten

©orellfüssli „Wann habe ich endlich Geburtstag?“

Hardcover, ab 3 Jahren

35 Seiten
25 x 27,50 cm
ISBN: 978-3-280-03487-3

Text: Mark Sperring
Illustration: Sébastien Braun

Orell Füssli Verlag

12,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Das Werk von Mark Sperring und Sébastien Braun kam zum perfekten Zeitpunkt bei der kleinen Luisa an, die ähnlich wie Klein-Pip beim Erhalt des Buches kurz vor ihrem zweiten Geburtstag stand. „Wann habe ich endlich Geburtstag?“ ist eine wunderbare Vater-Sohn-Geschichte, die für Kinder ab drei Jahren empfohlen wird, jedoch durchaus auch schon jüngere Kinder zu begeistern vermag. Dank der farbenfrohen und liebevollen Illustrationen von Sébastien Braun ist die Geschichte nämlich nicht nur ein wahrer Augenschmaus sondern auch für jüngere Leser leicht zugänglich.

Das Kinderbuch lebt von seinen großformatigen Bildern und würde durchaus auch ohne begleitenden Text auskommen, der uns hier in schlichter Form von Mark Sperring durch die Geschichte begleitet. Brauns kunterbunte Illustrationen vermitteln den Kleinen nicht nur die Botschaft der jeweiligen Seite, sondern laden sie darüber hinaus auch zum Staunen und Entdecken ein. Beim genaueren Hinsehen fallen einem jede Menge süße Details auf, die sich oftmals sehr geschickt im Bild versteckt haben, wie z.B. eine kleine Brücke, über die es der Igel auf die andere Seite des Bachs schafft; eine Tür im Baumstamm, die auf das Zuhause eines Tierbewohners schließen lässt oder wie der Igel jede Menge Partyhüte mit einem Schubkarren zu Pips Überraschungsparty herankarrt.

Man bemerke den Igel links unten im Bild ©orellfüssli „Wann habe ich endlich Geburtstag?“

Mit Papa Brumm und Klein-Pip sind Braun zwei wunderbare Charaktere gelungen, die sich durch ihre warmherzige Art schon auf den ersten Seiten in die Herzen der Kinder und Eltern zaubern. Es macht Spaß, die beiden Bären durch die Geschichte zu begleiten und mitzuverfolgen, wie es Papa Brumm schafft, die überschwängliche Vorfreude des kleinen Bären ein bisschen zu besänftigen und sie in geschickte Bahnen zu lenken.

„Wann habe ich endlich Geburtstag“ ist eine wunderbare Geschichte für ungeduldige Geburtstagsanwärter. Sie steigert nicht nur die Vorfreude auf den eigenen Geburtstag enorm, sondern zeigt den Kleinen auch, dass sie mit ihrer Ungeduld nicht alleine sind. Braun und Sperring erfinden mit ihrem Werk keineswegs das Rad neu, sondern bedienen sich einer ganz alltäglichen Situation, wie sie in jeder Familie zu finden ist. Es ist vielmehr das lustige Ende, das sie mit einem Augenzwinkern abschließt und selbst die vorlesenden Eltern zum Lachen bringt. Darüber hinaus verdeutlicht die Geschichte den Kleinen ganz gut, dass es neben den ganzen Geschenken und dem Kuchen vor allem die Freunde sind, die den Tag so besonders machen. Zusammen feiert es sich einfach am Besten!

„Und später – viel später, als der Kuchen gegessen und die Spiele gespielt waren, platzte Klein-Pip fast vor Lachen und Glück.“

©orellfüssli „Wann habe ich endlich Geburtstag?“

Blickwinkel aus kleinen Augen

Luisas Urteil:

©instagram.com/marymagmuc

 

Welche Stelle im Buch hat dir besonders gefallen?

Als die Einladungen verschickt werden

Worum geht die Geschichte?

Um das Warten auf den Geburtstag

Wo steht das Buch bei dir?

im Regal neben der Leseecke

 

 

©instagram.com/marymagmuc

Beste Lesezeit:

bei Tageslicht, weil die Farben da am kräftigsten leuchten

Bester Leseplatz:

in der Leseecke

Schlüpft in die Rolle von:

einer Geburtstagsanwärterin (und zwar 1:1)

©instagram.com/marymagmuc

[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Orell Füssli als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt]

Kinderfreuden #26: Überall Leben

Eins Zwei Drei Viele – Nicola Davies

Leben ist einfach überall. Wenn wir genau hinsehen, entdecken wir sogar Leben, das so klitzeklein ist, dass es unser Auge nur durch eine Lupe wahrnimmt. Es ist in schwindelerregenden Höhen, in den Tiefen des Meeres und sogar in kochend heißen Vulkanseen zu finden. Wie viele Arten von Lebewesen es gibt, kann die rothaarige Entdeckerin dieses Buches schwer sagen. Eins? Zwei? Drei? Nein, es sind ganz VIELE! So viele, dass sie dem Ganzen unbedingt auf den Grund gehen muss.

Kommst du mit auf eine Entdeckungsreise?

Eckdaten

Hardcover, ab 5 Jahren

40 Seiten
25,50 x 29,60 cm
ISBN: 978-3-8489-0140-1

Text: Nicola Davies
Übersetzerin:  Susanne Schmidt-Wussow
Illustrationen: Emily Sutton

Aladin Verlag

16,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Dass die Natur Nicola Davies‘ Steckenpferd ist, merkt man in „Eins Zwei Drei Viele“ auf Anhieb. Denn in dem kunterbunten Sachbilderbuch der diplomierten Biologin wimmelt’s nur so von liebevoll gezeichneten Pflanzen und Tieren der Illustratorin Emily Sutton. Und so begeben sich die die kleinen LeserInnen an der Seite eines kleinen rothaarigen Mädchens auf die Reise durch die faszinierende Vielfalt der Lebewesen.

Sie stoßen dabei nicht nur auf große Lebewesen, wie z.B. die Elefanten (von denen es afrikanische und asiatische gibt) und mehr als 600 Eichenarten, sondern auch auf die kleinen, wie z.B. Pilze oder Mikroben (die so klein sind, dass auf einem einzigen Teelöffel 5000 Arten Platz finden). Selbst die Tiere, an die wir nur schwer herankommen, finden hier Beachtung: Lebewesen, die in Wüsten, in den Wipfeln von Bäumen, in den Tiefen des Meeres oder in schwindelerregenden Höhen hausen.

Dass es schier unmöglich ist, alle Arten von Lebewesen zu zählen, veranschaulichen uns Davies und Sutton auf ganz wunderbar spielerische Art. Sie zeigen Mikroben aus nächster Nähe, lassen uns unter das bunte Federkleid eines Papageien spitzen oder winzig kleine Unterschiede bei zwei nebeneinander sitzenden Tieren der gleichen Rasse feststellen. Bild und Text stehen dabei stets in Einklang, laden zum Betrachten und Entdecken ein. Manche Details erblickt das Auge oft erst beim zweiten Blick, lässt selbst die Erwachsenen ungeheuer viel Spaß bei der gemeinsamen Entdeckungsreise haben. Kaum hat man mit der Reise durch das Buch begonnen, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Denn nicht nur die Bilder sind wunderbar bunt und facettenreich, sondern auch der begleitende Text begegnet uns in abwechslungsreicher Natur und kommt mal groß, klein oder kursiv daher.

Was mir an diesem Sachbilderbuch aber besonders gefällt, ist, dass den Kleinen deutlich gemacht wird, dass wir alle (der Mensch eingeschlossen) Teil eines einzigartigen großen Organismus sind und wir nur miteinander überleben können. Das lernen die Kleinen  z.B. sehr gut an der Stufenfolge einer Nahrungskette (Kolibris fressen Insekten und Insekten trinken Nektar von den Blumen, die von den Bienen bestäubt werden). Auch dass es die Menschen sind, die immer mehr Teile dieses wunderbaren Lebensraumes zerstören, bleibt nicht unerwähnt. Und so wird veranschaulicht, wie durch die Vergiftung der Luft/Flüsse/Ozeane, das Überfischen der Meere und das Zerstören der Wälder immer mehr Lebensraum weicht und viele Tierarten aussterben.

„Heute wissen wir, dass jedes Lebewesen Teil eines großen, wunderbaren und komplizierten Ganzen ist.“

„Eins Zwei Drei Viele“ ist ein wunderbares Bilderlexikon, das die Kleinen für die Artenvielfalt und ein achtvolles Miteinander sensibilisiert. Einzig und allein die Altersempfehlung von 5 Jahren scheint mir für dieses üppige Sachbilderbuch ein bisschen unglücklich gewählt zu sein. Die Inhalte des Buches sind in meinen Augen für ein Kind dieses Alters noch etwas zu komplex, weshalb es mein Patenkind zu ihrem 7. Geburtstag und ihrer bevorstehenden Einschulung geschenkt bekommen hat. Sicher werden die angesprochenen Themen in der Schule zur Sprache und das Buch somit zur häufigeren Anwendung kommen.

Blickwinkel aus kleinen Augen

Lenas Urteil:

Lena SteckbriefGefällt dir das Buch? Ja, sehr.

Was hat dir besonders gefallen? Die vielen bunten Tiere

Worum geht die Geschichte? um das Leben

Wo steht das Buch im Regal? neben dem Lexikon von Mama

Lesezeit: bei Tageslicht

Bester Leseplatz: am Schreibtisch

Schlüpft in die Rolle von: einer Entdeckerin

Kinderfreuden #25: Wenn kleine Hummeln schlafen gehen

Die Baby Hummel Bommel – Gute Nacht

Britta Sabbag, Maite Kelly & Joëlle Tourlonias

Eigentlich ist die kleine Baby Hummel Bommel hundemüde. Aber damit die Äuglein zukullern, braucht sie einfach noch ihr vertrautes Gute Nacht – Ritual: den Honigtee von Tante Marie, die Gutenachtgeschichte von Maxi Motte und das Schlaflied von Gisela Grille.

„Und wenn das alles nichts hilft, gibt’s eins, das immer muss: ein honigsüßer Einschlafkuss!“


Eckdaten

Pappbuch, ab 12 Monaten

16 Seiten
184 x 147 mm
ISBN: 978-3-8458-2533-5

Text: Britta Sabbag & Maite Kelly
Illustrationen: Joëlle Tourlonias

Verlag arsEdition

8,99 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Die kleine Hummel Bommel ist mir mittlerweile so vertraut wie eine enge Freundin. Seit sie vor drei Jahren in das Kinderzimmer des ältesten Patenkindes geflogen ist, summt es dort gewaltig. Lenas Hummel Bommel – Büchersammlung wächst seitdem stetig und wird behütet wie ein kostbarer Schatz. Es sind ihre Lieblingsbücher, das von Britta Sabbag und Maite Kelly signierte Erstlingswerk Die kleine Hummel Bommel wird nur unter strenger Beobachtung anderen Leuten gezeigt und nicht mehr aus der Hand gegeben. Für die Lieblingsbuchaktion im Kindergarten wurde es liebevoll abgezeichnet, um es den anderen Kindern vorzustellen, ohne das Buch selbst mitzunehmen (aus Angst, es könnte schmutzigen Händen zum Opfer fallen).

Diese heranwachsende Hummelliebe habe ich über all die Jahre mit Begeisterung und Stolz beobachtet. Ist es für mich doch das größte Geschenk, wenn die buchigen Geschenke in der heutigen Zeit noch so gut ankommen, wo es schon Unmengen an technischen Spielereien für die Kleinsten gibt. Als ich erfuhr, dass es nun eine Hummel Bommel – Serie für die Kleinsten gibt, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Denn während die großen Bücher erst für Kinder ab 3 Jahren sind, ist das vorliegende Pappbuch der Baby Hummel Bommel bereits ab 12 Monaten und somit auch etwas für die Räubertochter, die in knapp zwei Wochen zwar erst zehn Monate alt wird, in der Regel aber schon eine Reihe an Büchern annimmt, deren Altersempfehlung weit über ihrem Alter liegen.

Kaum angekommen, wanderte das Pappbuch direkt in den Koffer. Denn der 7. Geburtstag des Patenkindes stand bevor und welche Geschichte eignete sich für Emma besser als Gutenachtgeschichte im heimatlichen Bienenstock als das hummelige Einschlafbuch von der Baby Hummel Bommel!? Klar, dass es da nicht nur von Emma selbst, sondern auch vom Patenkind beäugt und sofort ins Herz geschlossen wurde!

Maxi Motte liest die Gutenachtgeschichte vor – Illustration aus dem Buch

Während die bisherigen Geschichten von der kleinen Hummel Bommel erzählen, wird im vorliegenden Pappbilderbuch die Geschichte des hummeligen Nachwuchses erzählt, der sich trotz durchs Fenster durchscheinenden Nachthimmel und immer müder werdenden Augen mit Begeisterung aus dem Bett stiehlt. Schließlich schläft es sich mit Honigtee von Tante Marie, der Gutenachtgeschichte von Maxi Motte und dem Einschlaflied von Gisela Grille gleich tausend Mal besser! Und siehe da, mit wohlig warmen Magen und dem Klang von vertrauten Versen in den Ohren wird die kleine Baby Hummel Bommel doch noch von der Müdigkeit übermannt.

„Gute Nacht, kleine Hummel, schlafe nun ein, morgen wird wieder ein hummelig schöner Tag sein!“

Auch in der Mini-Pappbuch-Version versteht es Illustratorin Joëlle Tourlonias wieder aufs Vortrefflichste uns mit ihren Bildern zu verzaubern. Ihre Illustrationen sind, genau wie in den vorangegangenen Hummel Bommel – Büchern, voller Liebe und Hingabe gezeichnet und benötigen in der Regel keinen begleitenden Text, um die Geschichte zu erzählen. Dennoch sind die Seiten, die von den großflächigen Bildern leben, jeweils auf der linken Seite um vier Textzeilen in Reimform ergänzt, die der Geschichte einen wohligen Klang schenken und damit für auditive Wiedererkennung sorgen. Die Zeilen enden dabei immer mit den gleichen Versen (siehe vorangestelltes Zitat) und sind deshalb sehr zugänglich.

Hummelige Ruhe für Mama & Papa Hummel – Illustration aus dem Buch

Die Geschichte trägt eine einfache und gut verständliche Botschaft in sich. Nämlich, dass Gutenachtrituale für Kinder von zentraler Bedeutung sind, um ihnen zu einem friedlichen Einschlafen zu verhelfen. Deshalb ist die Gutenachtgeschichte seit Anbeginn fester Bestandteil von Emmas Einschlafritual. Dass der weiße Schnuffelhase der Baby Hummel Bommel auch in Emmas Bett liegt, ist ein wunderbarer Zufall und wird sicher eines Tages für Begeisterung sorgen. Noch wird ihr die Ähnlichkeit des Kuschelhasen nicht bewusst sein, ich bin mit aber sicher, dass das nur eine Frage der Zeit ist. Für dieses wunderbar hummelige Einschlafbuch sind wir daher Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias sehr dankbar und hoffen, dass es noch jede Menge Hummelkinder erfreuen wird.

Blickwinkel aus kleinen Augen

Da Emma noch nicht sprechen und mir deshalb nicht sagen kann, was sie an der Geschichte besonders mag, wird es an dieser Stelle nur einen bezaubernden Schnappschuss geben, der zeigt, dass sich Emma scheinbar ein bisschen zu viel von der Baby Hummel Bommel abgekuckt hat. Das Davonstehlen und bestimmte Einfordern von bestimmten Dingen vor dem Zubettgehen meistert sie nämlich ebenfalls mit Bravour!

Wer hat sich denn da aus dem Bild gemogelt?

Werbung – da Verlinkung des Verlags. Für diesen Beitrag habe ich KEIN Geld erhalten. Mir wurde lediglich das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Kinderfreuden #24: Das Leben ist schön

Leben – Cynthia Rylant & Brendan Wenzel

“It’s the little things that make life big.“

Jedes Leben beginnt klein. Sogar bei den Elefanten. Dann beginnt es zu wachsen und  langsam aber sicher zu etwas Großem heranzureifen. Leben unterliegt der ständigen Veränderung, durchläuft gute wie schlechte Zeiten, Tag und Nacht, Licht und Schatten. Es hält  jede Menge Überraschungen für uns bereit: Abenteuer, die es zu bestreiten und Ängste, die es zu überwinden gilt. Doch trotz aller Widrigkeiten ist es wunderschön.

Die Tierwelt weiß das und genießt das Leben in vollen Zügen. Brendan Wenzel und Cynthia Rylant laden uns daher ein, die Welt aus der Sicht von Tieren zu betrachten und einen Weg zu gehen, der von den Emotionen und Erfahrungen der Tierwelt geprägt ist.

Begleitest du sie, auf ihrer Entdeckungsreise durch das Leben?

Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

48 Seiten
22,5 x 29 cm
ISBN: 978-3314104176
Übersetzt von Thomas Bodmer

NordSüd Verlag

16,00 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Es gibt Kinderbücher, da geht einem beim Ansehen das Herz auf. So auch bei „Leben“, das ganz und gar bezaubernde Illustrationen von Brendan Wenzel und begleitende Zeilen von Cynthia Rylant in sich trägt. Es handelt wie der Titel bereits verrät, vom Leben. Und obwohl es uns keine völlig neue oder spektakuläre Geschichte erzählt, gelingt ihm dennoch etwas ganz Besonderes: es schenkt uns Augen für das Wunderbare.

Es ist der Blickwinkel von Tieren, den Rylant und Wenzel die Kleinen einnehmen lässt. Eine Perspektive, die den Kindern fremd ist und ihnen ganz neue Facetten des Lebens aufzeigt. Dass das Leben trotz oder gerade wegen aller Widrigkeiten so lebenswert ist. So liebt der Habicht den Himmel, das Kamel den Sand und die Schlange das Gras. Und obwohl die Schildkröte dem Leben vielleicht nichts Besonderes abgewinnen kann, liebt sie es dennoch. Denn an ihrem Panzer hat sie im Lauf der Jahre viel Wasser abperlen lassen und der Melodie des Regens gelauscht – dem einzigartigen Lied der Natur.

Doch Rylant und Wenzel führen ihren Betrachtern nicht nur die schönen Seiten des Lebens vor Augen, sondern geleiten sie auch durch wilde und wüste Passagen. Mit einem Vogel fliegen sie durch einen von Dunkelheit und Unwetter erfassten Wald und kommen verängstigt, aber unbeschadet wieder heraus. Und so lernen schon die Kleinsten das Leben in seiner Gänze kennen, nicht aber, ohne ihnen dabei Mut und Kraft zu schenken, sich dem Leben zu stellen. Ihnen zu zeigen, dass es stets einen Ausweg gibt.

„Das Leben ist nicht immer leicht. Zuweilen gibt es wilde, wüste Strecken. Doch auf die eine oder andere Art kommt man da auch wieder raus.“

Durch ein wunderbar hamonisches Zusammenspiel ist dem Illustrator und der Autorin ein ganz wunderbares Kinderbuch gelungen, das uns einmal mehr vor Augen hält, wie schön das Leben sein kann. Die Geschichte, die von Wenzels atemberaubenden Illustrationen und Rylants poetischen Zeilen lebt, unterliegt, genau wie das Leben selbst, der stetigen Veränderung. Es sensibilisiert uns, in den kleinsten Dingen das Wunderbare zu sehen und verzaubert kleine wie große Betrachter mit seinen stimmungsvollen Bildern. Und auf einmal wird uns ganz klar, warum es sich lohnt, jeden Morgen aufzuwachen und zu schauen, was passiert. „Denn das Leben fängt klein an. Und es wächst.“

<3 <3 <3 <3 <3

Blickwinkel aus kleinen Augen

Lenas Urteil:

Lena SteckbriefGefällt dir das Buch? Ja, sehr.

Was hat dir besonders gefallen? Die Tiere

Worum geht die Geschichte? um das Leben

Wo steht das Buch im Regal? neben „Die Flucht“

Lesezeit: bei Tageslicht

Bester Leseplatz: im Bett

Schlüpft in die Rolle von: einer Entdeckerin

Ice Ice Baby – Drei Kinderbücher für den Winter

Hallo ihr Lieben,

seit die kleine Räubertochter das Licht der Welt erblickt hat, muss ich mir meine spärlich gesäte Freizeit gut einteilen. Mit dem Lesen klappt es besser denn je, schließlich hat man beim Stillen immer eine Hand frei und kann die Zeit, wo der Nachwuchs wohlig vor sich hin schmatzt, besonders gut nutzen, um sich ein Buch zu schnappen und in die Geschichte einzutauchen.

Was allerdings gerade etwas zu kurz kommt, sind die Rezensionen. Es tümmeln sich nämlich bereits zahlreiche Entwürfe im Ordner, die auf den letzten Feinschliff warten. Doch kaum sitze ich am PC um die Mission endlich zu erfüllen, dringen bereits Geräusche vom Nebenzimmer zu mir. Klagenslaute, die nach mehr Aufmerksamkeit rufen. Denn das kleine Wesen kann es nun so gar nicht verstehen, wie man ihm Bücher vorziehen kann!

Da in den letzten Monaten allerdings ein paar wunderbare Kinderbücher erschienen sind, die perfekt in die Winterzeit passen, möchte ich euch heute bereits einen kleinen Einblick in drei Kinderbücher geben, ehe die detaillierten Rezensionen erscheinen. Holt sie euch und euren Liebsten, entdeckt sie gemeinsam und taucht dabei ein, in die glitzernd bunte Winterwelt. Denn der Schnee lässt nun ja nicht mehr lange auf sich warten.

Der Eisbär – Jenni Desmond

Text & Illustration: Jenni Desmond | Aladin Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 48 | Hardcover 16.95 € | ISBN: 978-3-8489-0109-8
Zum Buch beim Aladin Verlag

Jenni Desmond ist bereits mit „Der Blauwal“ ein beeindruckendes Sachbilderbuch gelungen. Nun begeistert sie uns erneut mit Text und Bildern zu einem der größten und gefährlichsten Raubtieren der Welt: dem Eisbären.

Kinder können es kaum glauben, wenn sie den kleinen Eisbären lieben, aber Eisbären sind nun mal nicht immer nur süß, sondern auch gefährlich. Denn nicht nur ihre Größe, sondern auch ihr blutverschmiertes Maul kann schon mal beängstigend sein. Nicht aber, wenn Desmond sie zeichnet. Denn ihr einzigartiger Stil, mit dem sie das Raubtier zum Leben erweckt, sorgt eher für Begeisterung als Entsetzen. Schnell wird den Kleinen klar, dass auch der Eisbär selbst gejagt wird.

Desmond nimmt auf ihren Bildern ganz besondere Blickwinkel ein, die ihre kleinen Entdecker ins Staunen versetzt. Denn die eisigen Lebensbedingungen werden ebenso spürbar wie die immensen Größenunterschiede zwischen Tier und Mensch.  Ein Sachbilderbuch, das auf den Winter und Entdeckungsreisen im wohligen Kinderzimmer einstimmt.

Erpel liebt Ente – René Gouichoux & Marc Boutavant

Text & Illustration: René Gouichoux, Marc Boutavant | Magellan Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 32 | Hardcover 9.95 € | ISBN: 978-3-7348-2041-0
Zum Buch beim Magellan Verlag

Eigentlich ist Erpels Schwärmerei für die Ente ein Geheimnis, aber irgendwie kann er es nicht für sich behalten und steckt es Gans. Und genau wie Erpel, tratscht es auch Gans weiter und Pute … und Hahn. Bis das Geheimnis kein Geheimnis mehr ist und auch die Ente von Erpels Zuneigung erfährt. Wie sie wohl die Botschaft aufnimmt?

In dem kleinen Bilderbuch steckt eine entzückende kleine Geschichte über eine geheime Schwärmerei, die einen selbst in der kalten Winterlandschaft ganz wohlig ums Herz werden lässt.

Das große Buch vom kleinen Eisbären – Hans de Beer

Text & Illustration: Hans De Beer | NordSüd Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 192 | Hardcover 25.00 € | ISBN: 978-3-314-10414-5
Zum Buch beim NordSüd Verlag

Der kleine Eisbär ist legendär. Auch ich kenne ihn noch aus meiner Kindheit und bin  noch heute in ihn verliebt. Lars, der als kleiner tollpatschiger Steppke angefangen hat, hat sich über die Jahre von lieb und nett, zu mutig und abenteuerlustig gemausert. Seine Abenteuer wurden immer wagemutiger und daher haben auch die  Illustrationen von Hans de Beer eine bestimmte Entwicklung durchlaufen, die man in diesem Sammelband verfolgen kann.  Es beherbergt alle zehn Bände  mit ungekürzten Geschichten und einer Auswahl an begleitenden Illustrationen. Für Eisbärliebhaber und alle die es noch werden wollen. <3

Glitzernde Lesestunden wünscht euch Steffi

Kinderfreuden #23: Ein Schüpplein Glück

„Der Regenbogenfisch“ – Marcus Pfister

Er ist der schönste Fisch im Ozean, da ist sich der Regenbogenfisch sicher. Mit seinem schillernden Schuppenkleid leuchtet er mit der farbenreichen Unterwasserwelt um die Wette und liegt mit seinen Glitzerschuppen ganz weit vorne. Doch je mehr er die anderen Meeresbewohner überstrahlt, desto einsamer wird er auch.

Erst als er seine Eitelkeit überwindet und Schuppe für Schuppe von sich gibt, entfaltet sich seine wahre Schönheit. Denn gemeinsam glitzert’s sichs immer noch am Schönsten.

Blickwinkel aus großen Augen

Es gibt Bücher, die begleiten mich schon mein ganzes Leben. Die habe ich bereits als Kind heiß und innig geliebt und tue es als Erwachsener immer noch. Ein ebensolches Buch an meinen Neffen weiterzugeben, war mir eine Herzensangelegenheit.

„Der Regenbogenfisch“ zählte in jungen Jahren nicht nur zu meinen Lieblingsbüchern, sondern begeisterte auch zahlreiche meiner Kindergartenfreunde. Die Faszination um den Glitzerfisch steckte an, schwappte von Jahrgang zu Jahrgang und von Kind zu Kind. Stetig und unaufhaltsam schwamm sich der Regenbogenfisch in die Herzen der Kinder.

In diesem Jahr feiert Marcus Pfisters Kinderbuch bereits sein 25-jähriges Bestehen. Seine Geschichte verzaubert die Kinder immer noch und ist über die Jahre längst zum Kinderbuchklassiker avanciert. Es ergänzt mittlerweile nahezu jedes heimische Kinderbuchregal und die Regale sämtlicher Kindergärten. Sein Glitzer ist allgegenwärtig.

Und so war es nicht sonderlich verwunderlich, dass Joschua, als ich ihm das Buch geschenkt habe, es bereits aus dem Kindergarten kannte. Nun, kannte ist wohl untertrieben. Er verwandelte sich in einen Meister des Erzählens, schilderte mir die Geschichte in allen Farben und ließ dabei kein noch so winziges Detail aus. Das vorangegangene Kennenlernen mit dem Regenbogenfisch tat der Freude keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, Joschua sah es vielmehr als Privileg an, die Geschichte fortan auch zuhause und ganz ungestört weiterentdecken zu können. Wie die Tante, so der Neffe.

Die Geschichte um den anfänglich sehr eitlen Glitzerfisch, der erkennen muss, dass keine Glitzerschuppe der Welt den Wert wahrer Freunde aufwiegen kann, ist einfach wunderbar. Pfisters bunte und liebevolle Illustrationen bringen nicht nur Kinder-, sondern auch Erwachsenenaugen zum Strahlen. Seite um Seite tauchen wir durch eine faszinierende Unterwasserwelt und entdecken eine Geschichte um Einsicht, Zusammenhalt und Freundschaft. Mit der simplen Geste des Teilens gelingt es Pfister den Kindern wichtige Werte zum friedlichen Miteinander zu vermitteln und ihnen zu zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Und je mehr der Regenbogenfisch von seinem schillernden Schuppenkleid an die anderen Meeresbewohner abgibt, desto strahlender beginnt er zu leuchten. Wahre Größe kommt eben immer noch von innen.

Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

32 Seiten
21.5 x 28.7 cm
ISBN: 978-3-314-00581-7
Illustration & Text: Marcus Pfister

NordSüd Verlag
16,00 €

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Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

„Es glitzert sich viel schöner zusammen.“

Steckbrief Joschi Blog 2Gefällt dir das Buch? Ja. Es gehört zu meinen Liebsten

Was hat dir besonders gefallen? Die Glitzerschuppen

Worum geht die Geschichte? um Freunde

Wo steht das Buch im Regal? neben „Armstrong“

Lesezeit: bei Tageslicht (wegen den Farben)

Bester Leseplatz: im Kindergarten, zuhause

Schlüpft in die Rolle von: einem Glitzerfisch

<3 <3 <3 <3 <3

Extras

©NordSüd Verlag: Regenbogenfisch-Magazin

Anlässlich des 25-jährigen Bestehen gibt es beim NordSüd Verlag ein funkelndes Regenbogenfisch-Magazin inklusive Wettbewerb, einem Interview mit Marcus Pfister und tollem Poster (DIN A2) auf der Rückseite.

Das Magazin kann kostenlos über regenbogenfisch@nordsued.com bestellt werden. Schulklassen, Hort- oder Kindergartengruppen können auch größere Mengen bestellen. Nur solange der Vorrat reicht.

Nähere Informationen dazu findest du hier.

Kinderfreuden #22: Eiszeitriesen

„Wondu und die Eiszeitriesen“ von Joe Lillington

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Vor rund 20 000 Jahren beherrschte die Eiszeit unsere Erde. Riesige Tiere zogen übers Land: Eiszeitriesen von beeindruckender Größe und Resistenz gegen die Kälte. Auch Wondu, ein junger Steppenbison, war darunter. Er lebte in der Tundra, einer weiten und kalten Grasebene.

Doch Wondu langweilt sich in seiner Herde. Er lechzt nach Abenteuer und will die Welt außerhalb der Tundra erkunden. Wagemutig stürzt er sich ins Unterholz und entdeckt dabei eine Reihe beeindruckender Urzeitbewohner: wollige Nashörner, riesige Faultiere und furchterregende Säbelzahntiger.

Voller Eindrücke kehrt er zu seiner Familie zurück und ist dabei neugieriger denn je, was die Welt außerhalb seiner Steppe alles zu bieten hat.

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Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

32 Seiten
270mm x 235mm
ISBN: 978-3-7152-0698-1
Übersetzt von Caesar Claude

Atlantis-thema-Buch
14,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Joe Lillingtons erstes Bilderbuch „Wondu und die Eiszeitriesen“ gehört zu den Themenbüchern aus dem Hause Atlantis. Es ist eine Mischung aus Abenteuergeschichte und kindgerechtem Sachbuch, weshalb es nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern die Kleinen auch mit Wissen zu einem gewissen Sachgebiet versorgt.

So richtet Lillington seinen Fokus auf die Urzeitbewohner und reist mit den Kleinen rund 20 000 Jahre in die Eiszeit zurück. Er gibt uns Wondu, einen kleinen Steppenbison, an die Hand, an dessen Seite wir die weite und kalte Grasebene der Tundra verlassen, um uns auf eine spannende Entdeckungsreise zu begeben.

Wondus Geschichte lebt dabei zum einen von den großflächigen Illustrationen Lillingtons, die mitunter an die ersten Höhlenmalereien unserer Urahnen erinnern, da sie sich mit leichten dynamischen Strichen und überwiegend in erdigen Brauntönen präsentieren. Zum anderen lebt sie von schlichten Sprechblasen, durch deren Inhalt man die scheinbaren Dialoge zwischen Wondu und den jeweiligen Eiszeitriesen entnehmen kann.

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Am äußeren Seitenrand einer jeden Doppelseite sind tabellarisch angeordnete Fakten zu finden, die kurz und prägnant Auskunft über die Größe, das Gewicht, die bevorzugte Nahrung, den Lebensraum und die Lebenszeit des jeweiligen Urzeitbewohners geben. Darunter stoßen wir auf interessante Fakten, die uns verraten, dass z.B. ein Säbelzahntiger sein Maul viel weiter öffnen konnte als ein Löwe oder die Flügelspannweite eines Riesenkondors unsagbare fünf Meter betrug.

Durch die teilweise zweiseitige Abbildung der Tiere, gelingt es Lillington seine riesigen Urzeitbewohner auf beeindruckende Weise zum Leben zu erwecken ohne die Kleinen zu beängstigen. Zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse bettet er im hinteren Teil des Buches noch eine Größentabelle ein, die den Kleinen sehr gut verdeutlicht, in welcher Relation die jeweiligen Eiszeittiere zu ihnen stehen würden, weil er sie zwei kleinen Kindern gegenüberstellt. So wird einem schnell deutlich, dass selbst die Steppenbisons noch zu den Kleinsten unter den Eiszeittieren zählten.

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Aus: „Wondu und die Eiszeitriesen“ von Joe Lillington, © 2016 Atlantis Verlag

Tabelle_Wondu und die Eiszeitriesenimg_7994-01.jpegAuch die eizeitliche Weltkarte im vorderen Teil des Buches ist Lillington sehr gut gelungen. Dank ihr können die Kleinen nicht nur Wondus Entdeckungsreise ganz leicht nachverfolgen, sondern bekommen auch eine Vorstellung davon, wo das jeweilige Urzeittier gelebt hat.

„Wondu und die Eiszeitriesen“ ist ein gelungenes Bilderbuch für Groß und Klein, das sich dank seiner raffinierten Kombination aus erzählender Geschichte und Nachschlagewerk auch noch für Grundschulkinder sehr gut eignet. An Lillingtons natürlichen und überaus beeindruckenden Illustrationen kann man sich kaum sattsehen, sodass sein Bilderbuchschatz auch über längere Zeit nicht an Reiz verliert.

<3 <3 <3 <3 <3

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? Wondu, der kleine Steppenbison

Worum geht die Geschichte? um riesige Urzeitbewohner

Wo steht das Buch im Regal? neben meinem Kinderlexikon

Lesezeit: vor dem Zubettgehen

Bester Leseplatz: im kuscheligen Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Entdecker

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