Kinderfreuden #30: Bei dir piept’s wohl!?

„Ene, mene, Eierkuchen“ – Jörg Isermayer und Daniel Napp

Eigentlich hat sich Eichhorn alle Zutaten für Eierkuchen zurechtgelegt, doch als er mit dem Backen loslegen will, ist plötzlich alles verschwunden. Das Mehl ist weg, Milch und Eier nicht mehr auffindbar. „Eier, Eier, seid so lieb, macht doch einmal Piep!“ Dieses Spiel spielt Eichhorn so lange, bis er all die Zutaten wieder beisammen und den Teig fertig hat.

Bei derart eigenwilligen Zutaten wundert es natürlich keinen, dass der fertige Eierkuchen anschließend nicht auf dem Teller sondern geradewegs auf Eichhorns Kopf landet.

Eckdaten

Pappbilderbuch, ab 2 Jahren

18 Seiten
16,5 x 16,5 cm
ISBN: 978-3-7152-0763-6

Text: Jörg Isermayer
Illustration: Daniel Napp

Orell Füssli Verlag

9,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Die Geschichte dieses kleinen Pappbüchleins ist so simpel wie wirksam! Denn was aus dem Zusammenspiel von Daniel Napps farbenfrohen Illustrationen und Jörg Isermayers flotten Reimen entstanden ist, macht Klein und Groß wirklich ganz großen Spaß.

Es scheint wie verhext, aber als das Eichhörnchen sich ans Backen machen will, scheint alles Nötige verschwunden zu sein. Es beginnt nach den Zutaten zu rufen und tatsächlich melden diese sich mit „Piep!“ zurück. Na also, jetzt steht dem Unterfangen doch nichts mehr im Weg! Doch bis der Teig fertig ist und der erste Pfannkuchen wirklich in der Pfanne brutzelt, geht bei Eichhorns ersten Backversuchen erstmal noch jede Menge schief.

Durch die gleichbleibende Szene im Buch können die Kleinen nicht nur gut beobachten was an Zutaten alles hinzukommt, sondern auch wie Eichhorns Küche im zunehmenden Chaos versinkt. Denn was das tollpatschige Eichhörnchen da in seiner Küche verursacht, ist ein ganz schönes Chaos und als es das Rührgerät einsetzt, erscheint es den Lesern fast so, als dass die Teigspritzer der Geschichte entweichen und im hohen Bogen auf ihrem Gesicht landen. Es ist witzig mit anzusehen, wie sich die vermissten Zutaten und Gegenstände mit „Piep!“ zurückmelden und spätestens als der Pfannkuchen am Ende auf dem Kopf des Eichhörnchen landet, ist das Lachen groß.

Die Geschichte ist simpel, veranschaulicht aber auf wunderbare Weise, wie einfach es ist, mit wenigen Zutaten etwas Leckeres zu zaubern. Eichhorn animiert schon die Kleinsten dazu, selbst in der Küche aktiv zu werden. Isermayers witzige eingängige Reime passen dabei wunderbar zu Napps bunten und lebendigen Bildern. Sie animieren die Kleinen nicht nur zum Nachsprechen sondern bestärken sie auch in ihre ersten Backversuche.

„Ene, mene, Eierkuchen!“ ist ein wunderbares Pappbuch für eure 2-jährigen Nachwuchsköche, die ähnlich wie Luisa sicherlich schon viele Zutaten und Gegenstände aus dem Buch benennen können und daher besonders viel Freude am Entdecken haben werden. Dem anschließenden Pfannkuchenbacken mit Mama steht daher nichts im Weg! Aber wo sind denn eigentlich die Eier hin? „Piep!“

Blickwinkel aus kleinen Augen

Luisas Urteil:

©instagram.com/marymagmuc

Gefällt dir das Buch?

Ja

Lieblingsstelle im Buch:

jede Stelle, an der sich die Küchengegenstände mit „Piep“ melden (das tun die „echten“ mitunter nun auch, wenn das Buch nicht zur Hand ist ;-))

 

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Worum geht es im Buch?

Kochen macht Spaß und ist gar nicht so schwierig

Beste Lesezeit:

Vor oder nach dem Werkeln in der Kinderküche

Worauf macht das Buch Lust?

Selbst zu backen oder zu kochen, piep zu machen

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Wo steht das Buch?

Eigentlich im Bücherregal im Kinderzimmer, es verirrt sich aber mitunter immer wieder in die Kinderküche

Kinderfreuden #28: Kindliche Vorfreude

„Wann habe ich endlich Geburtstag?“

– Mark Sperring, Sébastien Braun

©instagram.com/marymagmuc

Klein-Pip kann es kaum erwarten bis er endlich Geburtstag hat und so wacht er jeden Morgen in dem Glauben auf, dass es heute soweit sein muss. Voller Vorfreude springt er aus dem Bett und direkt vor Papa Brumms Nase. Der liegt noch im Bett und ist schon noch ein wenig müde und verwirrt dazu. Er wird doch nicht Pips Geburtstag vergessen haben!? Doch der Blick auf den Kalender lehrt ihn eines Besseren: Es sind noch drei ganze Tage bis Klein-Pip ein Jahr älter wird.

Und so lässt sich Papa Brumm jeden Morgen etwas anderes einfallen, um Klein-Pip die Wartezeit bis zum großen Tag zu versüßen. Und siehe da, plötzlich ist der heißersehnte Tag auch schon da! Doch an seinem großen Tag entdeckt der kleine Bärenjunge keinen schlafenden Papa im Bett, sondern nur eine kleine Botschaft, der er neugierig folgt. Was ihn am Ende des von Luftballons gesäumten Weges erwartet, ist eine Geburtstagsfeier die kaum schöner sein könnte. Das „lange Warten“ hat sich also gelohnt!

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Eckdaten

©orellfüssli „Wann habe ich endlich Geburtstag?“

Hardcover, ab 3 Jahren

35 Seiten
25 x 27,50 cm
ISBN: 978-3-280-03487-3

Text: Mark Sperring
Illustration: Sébastien Braun

Orell Füssli Verlag

12,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Das Werk von Mark Sperring und Sébastien Braun kam zum perfekten Zeitpunkt bei der kleinen Luisa an, die ähnlich wie Klein-Pip beim Erhalt des Buches kurz vor ihrem zweiten Geburtstag stand. „Wann habe ich endlich Geburtstag?“ ist eine wunderbare Vater-Sohn-Geschichte, die für Kinder ab drei Jahren empfohlen wird, jedoch durchaus auch schon jüngere Kinder zu begeistern vermag. Dank der farbenfrohen und liebevollen Illustrationen von Sébastien Braun ist die Geschichte nämlich nicht nur ein wahrer Augenschmaus sondern auch für jüngere Leser leicht zugänglich.

Das Kinderbuch lebt von seinen großformatigen Bildern und würde durchaus auch ohne begleitenden Text auskommen, der uns hier in schlichter Form von Mark Sperring durch die Geschichte begleitet. Brauns kunterbunte Illustrationen vermitteln den Kleinen nicht nur die Botschaft der jeweiligen Seite, sondern laden sie darüber hinaus auch zum Staunen und Entdecken ein. Beim genaueren Hinsehen fallen einem jede Menge süße Details auf, die sich oftmals sehr geschickt im Bild versteckt haben, wie z.B. eine kleine Brücke, über die es der Igel auf die andere Seite des Bachs schafft; eine Tür im Baumstamm, die auf das Zuhause eines Tierbewohners schließen lässt oder wie der Igel jede Menge Partyhüte mit einem Schubkarren zu Pips Überraschungsparty herankarrt.

Man bemerke den Igel links unten im Bild ©orellfüssli „Wann habe ich endlich Geburtstag?“

Mit Papa Brumm und Klein-Pip sind Braun zwei wunderbare Charaktere gelungen, die sich durch ihre warmherzige Art schon auf den ersten Seiten in die Herzen der Kinder und Eltern zaubern. Es macht Spaß, die beiden Bären durch die Geschichte zu begleiten und mitzuverfolgen, wie es Papa Brumm schafft, die überschwängliche Vorfreude des kleinen Bären ein bisschen zu besänftigen und sie in geschickte Bahnen zu lenken.

„Wann habe ich endlich Geburtstag“ ist eine wunderbare Geschichte für ungeduldige Geburtstagsanwärter. Sie steigert nicht nur die Vorfreude auf den eigenen Geburtstag enorm, sondern zeigt den Kleinen auch, dass sie mit ihrer Ungeduld nicht alleine sind. Braun und Sperring erfinden mit ihrem Werk keineswegs das Rad neu, sondern bedienen sich einer ganz alltäglichen Situation, wie sie in jeder Familie zu finden ist. Es ist vielmehr das lustige Ende, das sie mit einem Augenzwinkern abschließt und selbst die vorlesenden Eltern zum Lachen bringt. Darüber hinaus verdeutlicht die Geschichte den Kleinen ganz gut, dass es neben den ganzen Geschenken und dem Kuchen vor allem die Freunde sind, die den Tag so besonders machen. Zusammen feiert es sich einfach am Besten!

„Und später – viel später, als der Kuchen gegessen und die Spiele gespielt waren, platzte Klein-Pip fast vor Lachen und Glück.“

©orellfüssli „Wann habe ich endlich Geburtstag?“

Blickwinkel aus kleinen Augen

Luisas Urteil:

©instagram.com/marymagmuc

 

Welche Stelle im Buch hat dir besonders gefallen?

Als die Einladungen verschickt werden

Worum geht die Geschichte?

Um das Warten auf den Geburtstag

Wo steht das Buch bei dir?

im Regal neben der Leseecke

 

 

©instagram.com/marymagmuc

Beste Lesezeit:

bei Tageslicht, weil die Farben da am kräftigsten leuchten

Bester Leseplatz:

in der Leseecke

Schlüpft in die Rolle von:

einer Geburtstagsanwärterin (und zwar 1:1)

©instagram.com/marymagmuc

[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Orell Füssli als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt]

Kinderfreuden #26: Überall Leben

Eins Zwei Drei Viele – Nicola Davies

Leben ist einfach überall. Wenn wir genau hinsehen, entdecken wir sogar Leben, das so klitzeklein ist, dass es unser Auge nur durch eine Lupe wahrnimmt. Es ist in schwindelerregenden Höhen, in den Tiefen des Meeres und sogar in kochend heißen Vulkanseen zu finden. Wie viele Arten von Lebewesen es gibt, kann die rothaarige Entdeckerin dieses Buches schwer sagen. Eins? Zwei? Drei? Nein, es sind ganz VIELE! So viele, dass sie dem Ganzen unbedingt auf den Grund gehen muss.

Kommst du mit auf eine Entdeckungsreise?

Eckdaten

Hardcover, ab 5 Jahren

40 Seiten
25,50 x 29,60 cm
ISBN: 978-3-8489-0140-1

Text: Nicola Davies
Übersetzerin:  Susanne Schmidt-Wussow
Illustrationen: Emily Sutton

Aladin Verlag

16,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Dass die Natur Nicola Davies‘ Steckenpferd ist, merkt man in „Eins Zwei Drei Viele“ auf Anhieb. Denn in dem kunterbunten Sachbilderbuch der diplomierten Biologin wimmelt’s nur so von liebevoll gezeichneten Pflanzen und Tieren der Illustratorin Emily Sutton. Und so begeben sich die die kleinen LeserInnen an der Seite eines kleinen rothaarigen Mädchens auf die Reise durch die faszinierende Vielfalt der Lebewesen.

Sie stoßen dabei nicht nur auf große Lebewesen, wie z.B. die Elefanten (von denen es afrikanische und asiatische gibt) und mehr als 600 Eichenarten, sondern auch auf die kleinen, wie z.B. Pilze oder Mikroben (die so klein sind, dass auf einem einzigen Teelöffel 5000 Arten Platz finden). Selbst die Tiere, an die wir nur schwer herankommen, finden hier Beachtung: Lebewesen, die in Wüsten, in den Wipfeln von Bäumen, in den Tiefen des Meeres oder in schwindelerregenden Höhen hausen.

Dass es schier unmöglich ist, alle Arten von Lebewesen zu zählen, veranschaulichen uns Davies und Sutton auf ganz wunderbar spielerische Art. Sie zeigen Mikroben aus nächster Nähe, lassen uns unter das bunte Federkleid eines Papageien spitzen oder winzig kleine Unterschiede bei zwei nebeneinander sitzenden Tieren der gleichen Rasse feststellen. Bild und Text stehen dabei stets in Einklang, laden zum Betrachten und Entdecken ein. Manche Details erblickt das Auge oft erst beim zweiten Blick, lässt selbst die Erwachsenen ungeheuer viel Spaß bei der gemeinsamen Entdeckungsreise haben. Kaum hat man mit der Reise durch das Buch begonnen, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Denn nicht nur die Bilder sind wunderbar bunt und facettenreich, sondern auch der begleitende Text begegnet uns in abwechslungsreicher Natur und kommt mal groß, klein oder kursiv daher.

Was mir an diesem Sachbilderbuch aber besonders gefällt, ist, dass den Kleinen deutlich gemacht wird, dass wir alle (der Mensch eingeschlossen) Teil eines einzigartigen großen Organismus sind und wir nur miteinander überleben können. Das lernen die Kleinen  z.B. sehr gut an der Stufenfolge einer Nahrungskette (Kolibris fressen Insekten und Insekten trinken Nektar von den Blumen, die von den Bienen bestäubt werden). Auch dass es die Menschen sind, die immer mehr Teile dieses wunderbaren Lebensraumes zerstören, bleibt nicht unerwähnt. Und so wird veranschaulicht, wie durch die Vergiftung der Luft/Flüsse/Ozeane, das Überfischen der Meere und das Zerstören der Wälder immer mehr Lebensraum weicht und viele Tierarten aussterben.

„Heute wissen wir, dass jedes Lebewesen Teil eines großen, wunderbaren und komplizierten Ganzen ist.“

„Eins Zwei Drei Viele“ ist ein wunderbares Bilderlexikon, das die Kleinen für die Artenvielfalt und ein achtvolles Miteinander sensibilisiert. Einzig und allein die Altersempfehlung von 5 Jahren scheint mir für dieses üppige Sachbilderbuch ein bisschen unglücklich gewählt zu sein. Die Inhalte des Buches sind in meinen Augen für ein Kind dieses Alters noch etwas zu komplex, weshalb es mein Patenkind zu ihrem 7. Geburtstag und ihrer bevorstehenden Einschulung geschenkt bekommen hat. Sicher werden die angesprochenen Themen in der Schule zur Sprache und das Buch somit zur häufigeren Anwendung kommen.

Blickwinkel aus kleinen Augen

Lenas Urteil:

Lena SteckbriefGefällt dir das Buch? Ja, sehr.

Was hat dir besonders gefallen? Die vielen bunten Tiere

Worum geht die Geschichte? um das Leben

Wo steht das Buch im Regal? neben dem Lexikon von Mama

Lesezeit: bei Tageslicht

Bester Leseplatz: am Schreibtisch

Schlüpft in die Rolle von: einer Entdeckerin

Kinderfreuden #25: Wenn kleine Hummeln schlafen gehen

Die Baby Hummel Bommel – Gute Nacht

Britta Sabbag, Maite Kelly & Joëlle Tourlonias

Eigentlich ist die kleine Baby Hummel Bommel hundemüde. Aber damit die Äuglein zukullern, braucht sie einfach noch ihr vertrautes Gute Nacht – Ritual: den Honigtee von Tante Marie, die Gutenachtgeschichte von Maxi Motte und das Schlaflied von Gisela Grille.

„Und wenn das alles nichts hilft, gibt’s eins, das immer muss: ein honigsüßer Einschlafkuss!“


Eckdaten

Pappbuch, ab 12 Monaten

16 Seiten
184 x 147 mm
ISBN: 978-3-8458-2533-5

Text: Britta Sabbag & Maite Kelly
Illustrationen: Joëlle Tourlonias

Verlag arsEdition

8,99 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Die kleine Hummel Bommel ist mir mittlerweile so vertraut wie eine enge Freundin. Seit sie vor drei Jahren in das Kinderzimmer des ältesten Patenkindes geflogen ist, summt es dort gewaltig. Lenas Hummel Bommel – Büchersammlung wächst seitdem stetig und wird behütet wie ein kostbarer Schatz. Es sind ihre Lieblingsbücher, das von Britta Sabbag und Maite Kelly signierte Erstlingswerk Die kleine Hummel Bommel wird nur unter strenger Beobachtung anderen Leuten gezeigt und nicht mehr aus der Hand gegeben. Für die Lieblingsbuchaktion im Kindergarten wurde es liebevoll abgezeichnet, um es den anderen Kindern vorzustellen, ohne das Buch selbst mitzunehmen (aus Angst, es könnte schmutzigen Händen zum Opfer fallen).

Diese heranwachsende Hummelliebe habe ich über all die Jahre mit Begeisterung und Stolz beobachtet. Ist es für mich doch das größte Geschenk, wenn die buchigen Geschenke in der heutigen Zeit noch so gut ankommen, wo es schon Unmengen an technischen Spielereien für die Kleinsten gibt. Als ich erfuhr, dass es nun eine Hummel Bommel – Serie für die Kleinsten gibt, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Denn während die großen Bücher erst für Kinder ab 3 Jahren sind, ist das vorliegende Pappbuch der Baby Hummel Bommel bereits ab 12 Monaten und somit auch etwas für die Räubertochter, die in knapp zwei Wochen zwar erst zehn Monate alt wird, in der Regel aber schon eine Reihe an Büchern annimmt, deren Altersempfehlung weit über ihrem Alter liegen.

Kaum angekommen, wanderte das Pappbuch direkt in den Koffer. Denn der 7. Geburtstag des Patenkindes stand bevor und welche Geschichte eignete sich für Emma besser als Gutenachtgeschichte im heimatlichen Bienenstock als das hummelige Einschlafbuch von der Baby Hummel Bommel!? Klar, dass es da nicht nur von Emma selbst, sondern auch vom Patenkind beäugt und sofort ins Herz geschlossen wurde!

Maxi Motte liest die Gutenachtgeschichte vor – Illustration aus dem Buch

Während die bisherigen Geschichten von der kleinen Hummel Bommel erzählen, wird im vorliegenden Pappbilderbuch die Geschichte des hummeligen Nachwuchses erzählt, der sich trotz durchs Fenster durchscheinenden Nachthimmel und immer müder werdenden Augen mit Begeisterung aus dem Bett stiehlt. Schließlich schläft es sich mit Honigtee von Tante Marie, der Gutenachtgeschichte von Maxi Motte und dem Einschlaflied von Gisela Grille gleich tausend Mal besser! Und siehe da, mit wohlig warmen Magen und dem Klang von vertrauten Versen in den Ohren wird die kleine Baby Hummel Bommel doch noch von der Müdigkeit übermannt.

„Gute Nacht, kleine Hummel, schlafe nun ein, morgen wird wieder ein hummelig schöner Tag sein!“

Auch in der Mini-Pappbuch-Version versteht es Illustratorin Joëlle Tourlonias wieder aufs Vortrefflichste uns mit ihren Bildern zu verzaubern. Ihre Illustrationen sind, genau wie in den vorangegangenen Hummel Bommel – Büchern, voller Liebe und Hingabe gezeichnet und benötigen in der Regel keinen begleitenden Text, um die Geschichte zu erzählen. Dennoch sind die Seiten, die von den großflächigen Bildern leben, jeweils auf der linken Seite um vier Textzeilen in Reimform ergänzt, die der Geschichte einen wohligen Klang schenken und damit für auditive Wiedererkennung sorgen. Die Zeilen enden dabei immer mit den gleichen Versen (siehe vorangestelltes Zitat) und sind deshalb sehr zugänglich.

Hummelige Ruhe für Mama & Papa Hummel – Illustration aus dem Buch

Die Geschichte trägt eine einfache und gut verständliche Botschaft in sich. Nämlich, dass Gutenachtrituale für Kinder von zentraler Bedeutung sind, um ihnen zu einem friedlichen Einschlafen zu verhelfen. Deshalb ist die Gutenachtgeschichte seit Anbeginn fester Bestandteil von Emmas Einschlafritual. Dass der weiße Schnuffelhase der Baby Hummel Bommel auch in Emmas Bett liegt, ist ein wunderbarer Zufall und wird sicher eines Tages für Begeisterung sorgen. Noch wird ihr die Ähnlichkeit des Kuschelhasen nicht bewusst sein, ich bin mit aber sicher, dass das nur eine Frage der Zeit ist. Für dieses wunderbar hummelige Einschlafbuch sind wir daher Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias sehr dankbar und hoffen, dass es noch jede Menge Hummelkinder erfreuen wird.

Blickwinkel aus kleinen Augen

Da Emma noch nicht sprechen und mir deshalb nicht sagen kann, was sie an der Geschichte besonders mag, wird es an dieser Stelle nur einen bezaubernden Schnappschuss geben, der zeigt, dass sich Emma scheinbar ein bisschen zu viel von der Baby Hummel Bommel abgekuckt hat. Das Davonstehlen und bestimmte Einfordern von bestimmten Dingen vor dem Zubettgehen meistert sie nämlich ebenfalls mit Bravour!

Wer hat sich denn da aus dem Bild gemogelt?

Werbung – da Verlinkung des Verlags. Für diesen Beitrag habe ich KEIN Geld erhalten. Mir wurde lediglich das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Kinderfreuden #24: Das Leben ist schön

Leben – Cynthia Rylant & Brendan Wenzel

“It’s the little things that make life big.“

Jedes Leben beginnt klein. Sogar bei den Elefanten. Dann beginnt es zu wachsen und  langsam aber sicher zu etwas Großem heranzureifen. Leben unterliegt der ständigen Veränderung, durchläuft gute wie schlechte Zeiten, Tag und Nacht, Licht und Schatten. Es hält  jede Menge Überraschungen für uns bereit: Abenteuer, die es zu bestreiten und Ängste, die es zu überwinden gilt. Doch trotz aller Widrigkeiten ist es wunderschön.

Die Tierwelt weiß das und genießt das Leben in vollen Zügen. Brendan Wenzel und Cynthia Rylant laden uns daher ein, die Welt aus der Sicht von Tieren zu betrachten und einen Weg zu gehen, der von den Emotionen und Erfahrungen der Tierwelt geprägt ist.

Begleitest du sie, auf ihrer Entdeckungsreise durch das Leben?

Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

48 Seiten
22,5 x 29 cm
ISBN: 978-3314104176
Übersetzt von Thomas Bodmer

NordSüd Verlag

16,00 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Es gibt Kinderbücher, da geht einem beim Ansehen das Herz auf. So auch bei „Leben“, das ganz und gar bezaubernde Illustrationen von Brendan Wenzel und begleitende Zeilen von Cynthia Rylant in sich trägt. Es handelt wie der Titel bereits verrät, vom Leben. Und obwohl es uns keine völlig neue oder spektakuläre Geschichte erzählt, gelingt ihm dennoch etwas ganz Besonderes: es schenkt uns Augen für das Wunderbare.

Es ist der Blickwinkel von Tieren, den Rylant und Wenzel die Kleinen einnehmen lässt. Eine Perspektive, die den Kindern fremd ist und ihnen ganz neue Facetten des Lebens aufzeigt. Dass das Leben trotz oder gerade wegen aller Widrigkeiten so lebenswert ist. So liebt der Habicht den Himmel, das Kamel den Sand und die Schlange das Gras. Und obwohl die Schildkröte dem Leben vielleicht nichts Besonderes abgewinnen kann, liebt sie es dennoch. Denn an ihrem Panzer hat sie im Lauf der Jahre viel Wasser abperlen lassen und der Melodie des Regens gelauscht – dem einzigartigen Lied der Natur.

Doch Rylant und Wenzel führen ihren Betrachtern nicht nur die schönen Seiten des Lebens vor Augen, sondern geleiten sie auch durch wilde und wüste Passagen. Mit einem Vogel fliegen sie durch einen von Dunkelheit und Unwetter erfassten Wald und kommen verängstigt, aber unbeschadet wieder heraus. Und so lernen schon die Kleinsten das Leben in seiner Gänze kennen, nicht aber, ohne ihnen dabei Mut und Kraft zu schenken, sich dem Leben zu stellen. Ihnen zu zeigen, dass es stets einen Ausweg gibt.

„Das Leben ist nicht immer leicht. Zuweilen gibt es wilde, wüste Strecken. Doch auf die eine oder andere Art kommt man da auch wieder raus.“

Durch ein wunderbar hamonisches Zusammenspiel ist dem Illustrator und der Autorin ein ganz wunderbares Kinderbuch gelungen, das uns einmal mehr vor Augen hält, wie schön das Leben sein kann. Die Geschichte, die von Wenzels atemberaubenden Illustrationen und Rylants poetischen Zeilen lebt, unterliegt, genau wie das Leben selbst, der stetigen Veränderung. Es sensibilisiert uns, in den kleinsten Dingen das Wunderbare zu sehen und verzaubert kleine wie große Betrachter mit seinen stimmungsvollen Bildern. Und auf einmal wird uns ganz klar, warum es sich lohnt, jeden Morgen aufzuwachen und zu schauen, was passiert. „Denn das Leben fängt klein an. Und es wächst.“

<3 <3 <3 <3 <3

Blickwinkel aus kleinen Augen

Lenas Urteil:

Lena SteckbriefGefällt dir das Buch? Ja, sehr.

Was hat dir besonders gefallen? Die Tiere

Worum geht die Geschichte? um das Leben

Wo steht das Buch im Regal? neben „Die Flucht“

Lesezeit: bei Tageslicht

Bester Leseplatz: im Bett

Schlüpft in die Rolle von: einer Entdeckerin

Ice Ice Baby – Drei Kinderbücher für den Winter

Hallo ihr Lieben,

seit die kleine Räubertochter das Licht der Welt erblickt hat, muss ich mir meine spärlich gesäte Freizeit gut einteilen. Mit dem Lesen klappt es besser denn je, schließlich hat man beim Stillen immer eine Hand frei und kann die Zeit, wo der Nachwuchs wohlig vor sich hin schmatzt, besonders gut nutzen, um sich ein Buch zu schnappen und in die Geschichte einzutauchen.

Was allerdings gerade etwas zu kurz kommt, sind die Rezensionen. Es tümmeln sich nämlich bereits zahlreiche Entwürfe im Ordner, die auf den letzten Feinschliff warten. Doch kaum sitze ich am PC um die Mission endlich zu erfüllen, dringen bereits Geräusche vom Nebenzimmer zu mir. Klagenslaute, die nach mehr Aufmerksamkeit rufen. Denn das kleine Wesen kann es nun so gar nicht verstehen, wie man ihm Bücher vorziehen kann!

Da in den letzten Monaten allerdings ein paar wunderbare Kinderbücher erschienen sind, die perfekt in die Winterzeit passen, möchte ich euch heute bereits einen kleinen Einblick in drei Kinderbücher geben, ehe die detaillierten Rezensionen erscheinen. Holt sie euch und euren Liebsten, entdeckt sie gemeinsam und taucht dabei ein, in die glitzernd bunte Winterwelt. Denn der Schnee lässt nun ja nicht mehr lange auf sich warten.

Der Eisbär – Jenni Desmond

Text & Illustration: Jenni Desmond | Aladin Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 48 | Hardcover 16.95 € | ISBN: 978-3-8489-0109-8
Zum Buch beim Aladin Verlag

Jenni Desmond ist bereits mit „Der Blauwal“ ein beeindruckendes Sachbilderbuch gelungen. Nun begeistert sie uns erneut mit Text und Bildern zu einem der größten und gefährlichsten Raubtieren der Welt: dem Eisbären.

Kinder können es kaum glauben, wenn sie den kleinen Eisbären lieben, aber Eisbären sind nun mal nicht immer nur süß, sondern auch gefährlich. Denn nicht nur ihre Größe, sondern auch ihr blutverschmiertes Maul kann schon mal beängstigend sein. Nicht aber, wenn Desmond sie zeichnet. Denn ihr einzigartiger Stil, mit dem sie das Raubtier zum Leben erweckt, sorgt eher für Begeisterung als Entsetzen. Schnell wird den Kleinen klar, dass auch der Eisbär selbst gejagt wird.

Desmond nimmt auf ihren Bildern ganz besondere Blickwinkel ein, die ihre kleinen Entdecker ins Staunen versetzt. Denn die eisigen Lebensbedingungen werden ebenso spürbar wie die immensen Größenunterschiede zwischen Tier und Mensch.  Ein Sachbilderbuch, das auf den Winter und Entdeckungsreisen im wohligen Kinderzimmer einstimmt.

Erpel liebt Ente – René Gouichoux & Marc Boutavant

Text & Illustration: René Gouichoux, Marc Boutavant | Magellan Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 32 | Hardcover 9.95 € | ISBN: 978-3-7348-2041-0
Zum Buch beim Magellan Verlag

Eigentlich ist Erpels Schwärmerei für die Ente ein Geheimnis, aber irgendwie kann er es nicht für sich behalten und steckt es Gans. Und genau wie Erpel, tratscht es auch Gans weiter und Pute … und Hahn. Bis das Geheimnis kein Geheimnis mehr ist und auch die Ente von Erpels Zuneigung erfährt. Wie sie wohl die Botschaft aufnimmt?

In dem kleinen Bilderbuch steckt eine entzückende kleine Geschichte über eine geheime Schwärmerei, die einen selbst in der kalten Winterlandschaft ganz wohlig ums Herz werden lässt.

Das große Buch vom kleinen Eisbären – Hans de Beer

Text & Illustration: Hans De Beer | NordSüd Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 192 | Hardcover 25.00 € | ISBN: 978-3-314-10414-5
Zum Buch beim NordSüd Verlag

Der kleine Eisbär ist legendär. Auch ich kenne ihn noch aus meiner Kindheit und bin  noch heute in ihn verliebt. Lars, der als kleiner tollpatschiger Steppke angefangen hat, hat sich über die Jahre von lieb und nett, zu mutig und abenteuerlustig gemausert. Seine Abenteuer wurden immer wagemutiger und daher haben auch die  Illustrationen von Hans de Beer eine bestimmte Entwicklung durchlaufen, die man in diesem Sammelband verfolgen kann.  Es beherbergt alle zehn Bände  mit ungekürzten Geschichten und einer Auswahl an begleitenden Illustrationen. Für Eisbärliebhaber und alle die es noch werden wollen. <3

Glitzernde Lesestunden wünscht euch Steffi

Kinderfreuden #23: Ein Schüpplein Glück

„Der Regenbogenfisch“ – Marcus Pfister

Er ist der schönste Fisch im Ozean, da ist sich der Regenbogenfisch sicher. Mit seinem schillernden Schuppenkleid leuchtet er mit der farbenreichen Unterwasserwelt um die Wette und liegt mit seinen Glitzerschuppen ganz weit vorne. Doch je mehr er die anderen Meeresbewohner überstrahlt, desto einsamer wird er auch.

Erst als er seine Eitelkeit überwindet und Schuppe für Schuppe von sich gibt, entfaltet sich seine wahre Schönheit. Denn gemeinsam glitzert’s sichs immer noch am Schönsten.

Blickwinkel aus großen Augen

Es gibt Bücher, die begleiten mich schon mein ganzes Leben. Die habe ich bereits als Kind heiß und innig geliebt und tue es als Erwachsener immer noch. Ein ebensolches Buch an meinen Neffen weiterzugeben, war mir eine Herzensangelegenheit.

„Der Regenbogenfisch“ zählte in jungen Jahren nicht nur zu meinen Lieblingsbüchern, sondern begeisterte auch zahlreiche meiner Kindergartenfreunde. Die Faszination um den Glitzerfisch steckte an, schwappte von Jahrgang zu Jahrgang und von Kind zu Kind. Stetig und unaufhaltsam schwamm sich der Regenbogenfisch in die Herzen der Kinder.

In diesem Jahr feiert Marcus Pfisters Kinderbuch bereits sein 25-jähriges Bestehen. Seine Geschichte verzaubert die Kinder immer noch und ist über die Jahre längst zum Kinderbuchklassiker avanciert. Es ergänzt mittlerweile nahezu jedes heimische Kinderbuchregal und die Regale sämtlicher Kindergärten. Sein Glitzer ist allgegenwärtig.

Und so war es nicht sonderlich verwunderlich, dass Joschua, als ich ihm das Buch geschenkt habe, es bereits aus dem Kindergarten kannte. Nun, kannte ist wohl untertrieben. Er verwandelte sich in einen Meister des Erzählens, schilderte mir die Geschichte in allen Farben und ließ dabei kein noch so winziges Detail aus. Das vorangegangene Kennenlernen mit dem Regenbogenfisch tat der Freude keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, Joschua sah es vielmehr als Privileg an, die Geschichte fortan auch zuhause und ganz ungestört weiterentdecken zu können. Wie die Tante, so der Neffe.

Die Geschichte um den anfänglich sehr eitlen Glitzerfisch, der erkennen muss, dass keine Glitzerschuppe der Welt den Wert wahrer Freunde aufwiegen kann, ist einfach wunderbar. Pfisters bunte und liebevolle Illustrationen bringen nicht nur Kinder-, sondern auch Erwachsenenaugen zum Strahlen. Seite um Seite tauchen wir durch eine faszinierende Unterwasserwelt und entdecken eine Geschichte um Einsicht, Zusammenhalt und Freundschaft. Mit der simplen Geste des Teilens gelingt es Pfister den Kindern wichtige Werte zum friedlichen Miteinander zu vermitteln und ihnen zu zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Und je mehr der Regenbogenfisch von seinem schillernden Schuppenkleid an die anderen Meeresbewohner abgibt, desto strahlender beginnt er zu leuchten. Wahre Größe kommt eben immer noch von innen.

Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

32 Seiten
21.5 x 28.7 cm
ISBN: 978-3-314-00581-7
Illustration & Text: Marcus Pfister

NordSüd Verlag
16,00 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

„Es glitzert sich viel schöner zusammen.“

Steckbrief Joschi Blog 2Gefällt dir das Buch? Ja. Es gehört zu meinen Liebsten

Was hat dir besonders gefallen? Die Glitzerschuppen

Worum geht die Geschichte? um Freunde

Wo steht das Buch im Regal? neben „Armstrong“

Lesezeit: bei Tageslicht (wegen den Farben)

Bester Leseplatz: im Kindergarten, zuhause

Schlüpft in die Rolle von: einem Glitzerfisch

<3 <3 <3 <3 <3

Extras

©NordSüd Verlag: Regenbogenfisch-Magazin

Anlässlich des 25-jährigen Bestehen gibt es beim NordSüd Verlag ein funkelndes Regenbogenfisch-Magazin inklusive Wettbewerb, einem Interview mit Marcus Pfister und tollem Poster (DIN A2) auf der Rückseite.

Das Magazin kann kostenlos über regenbogenfisch@nordsued.com bestellt werden. Schulklassen, Hort- oder Kindergartengruppen können auch größere Mengen bestellen. Nur solange der Vorrat reicht.

Nähere Informationen dazu findest du hier.

Kinderfreuden #22: Eiszeitriesen

„Wondu und die Eiszeitriesen“ von Joe Lillington

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Vor rund 20 000 Jahren beherrschte die Eiszeit unsere Erde. Riesige Tiere zogen übers Land: Eiszeitriesen von beeindruckender Größe und Resistenz gegen die Kälte. Auch Wondu, ein junger Steppenbison, war darunter. Er lebte in der Tundra, einer weiten und kalten Grasebene.

Doch Wondu langweilt sich in seiner Herde. Er lechzt nach Abenteuer und will die Welt außerhalb der Tundra erkunden. Wagemutig stürzt er sich ins Unterholz und entdeckt dabei eine Reihe beeindruckender Urzeitbewohner: wollige Nashörner, riesige Faultiere und furchterregende Säbelzahntiger.

Voller Eindrücke kehrt er zu seiner Familie zurück und ist dabei neugieriger denn je, was die Welt außerhalb seiner Steppe alles zu bieten hat.

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Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

32 Seiten
270mm x 235mm
ISBN: 978-3-7152-0698-1
Übersetzt von Caesar Claude

Atlantis-thema-Buch
14,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

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Blickwinkel aus großen Augen

Joe Lillingtons erstes Bilderbuch „Wondu und die Eiszeitriesen“ gehört zu den Themenbüchern aus dem Hause Atlantis. Es ist eine Mischung aus Abenteuergeschichte und kindgerechtem Sachbuch, weshalb es nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern die Kleinen auch mit Wissen zu einem gewissen Sachgebiet versorgt.

So richtet Lillington seinen Fokus auf die Urzeitbewohner und reist mit den Kleinen rund 20 000 Jahre in die Eiszeit zurück. Er gibt uns Wondu, einen kleinen Steppenbison, an die Hand, an dessen Seite wir die weite und kalte Grasebene der Tundra verlassen, um uns auf eine spannende Entdeckungsreise zu begeben.

Wondus Geschichte lebt dabei zum einen von den großflächigen Illustrationen Lillingtons, die mitunter an die ersten Höhlenmalereien unserer Urahnen erinnern, da sie sich mit leichten dynamischen Strichen und überwiegend in erdigen Brauntönen präsentieren. Zum anderen lebt sie von schlichten Sprechblasen, durch deren Inhalt man die scheinbaren Dialoge zwischen Wondu und den jeweiligen Eiszeitriesen entnehmen kann.

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Am äußeren Seitenrand einer jeden Doppelseite sind tabellarisch angeordnete Fakten zu finden, die kurz und prägnant Auskunft über die Größe, das Gewicht, die bevorzugte Nahrung, den Lebensraum und die Lebenszeit des jeweiligen Urzeitbewohners geben. Darunter stoßen wir auf interessante Fakten, die uns verraten, dass z.B. ein Säbelzahntiger sein Maul viel weiter öffnen konnte als ein Löwe oder die Flügelspannweite eines Riesenkondors unsagbare fünf Meter betrug.

Durch die teilweise zweiseitige Abbildung der Tiere, gelingt es Lillington seine riesigen Urzeitbewohner auf beeindruckende Weise zum Leben zu erwecken ohne die Kleinen zu beängstigen. Zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse bettet er im hinteren Teil des Buches noch eine Größentabelle ein, die den Kleinen sehr gut verdeutlicht, in welcher Relation die jeweiligen Eiszeittiere zu ihnen stehen würden, weil er sie zwei kleinen Kindern gegenüberstellt. So wird einem schnell deutlich, dass selbst die Steppenbisons noch zu den Kleinsten unter den Eiszeittieren zählten.

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Aus: „Wondu und die Eiszeitriesen“ von Joe Lillington, © 2016 Atlantis Verlag

Tabelle_Wondu und die Eiszeitriesenimg_7994-01.jpegAuch die eizeitliche Weltkarte im vorderen Teil des Buches ist Lillington sehr gut gelungen. Dank ihr können die Kleinen nicht nur Wondus Entdeckungsreise ganz leicht nachverfolgen, sondern bekommen auch eine Vorstellung davon, wo das jeweilige Urzeittier gelebt hat.

„Wondu und die Eiszeitriesen“ ist ein gelungenes Bilderbuch für Groß und Klein, das sich dank seiner raffinierten Kombination aus erzählender Geschichte und Nachschlagewerk auch noch für Grundschulkinder sehr gut eignet. An Lillingtons natürlichen und überaus beeindruckenden Illustrationen kann man sich kaum sattsehen, sodass sein Bilderbuchschatz auch über längere Zeit nicht an Reiz verliert.

<3 <3 <3 <3 <3

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? Wondu, der kleine Steppenbison

Worum geht die Geschichte? um riesige Urzeitbewohner

Wo steht das Buch im Regal? neben meinem Kinderlexikon

Lesezeit: vor dem Zubettgehen

Bester Leseplatz: im kuscheligen Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Entdecker

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Kinderfreuden #21: Drachenstark

„Ritter und Drachen haben gut lachen“ – Benji Davies & Elli Woollard

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Für die Drachen vom Teufelsberg scheint eines ganz klar: Ritter gehören auf die Speisekarte. Was sonst soll man mit diesen lächerlichen Zweibeinern anstellen, die mit ihren blechernen Rüstungen über das Land stapfen? Es gilt ihnen das Fürchten lehren und sie anschließend zu verspeisen. Auch für den jungen Drachen Theo ist es nun an der Zeit, das zu begreifen und sich eine erste Mahlzeit selbst zu organisieren.

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Doch als sich Theo widerwillig aus der Drachenhöhle raus ins Gewitter stürzt, spielt ihm die Natur einen Streich und sorgt für eine heftige Bruchlandung. Wie gut, dass der kleine Ritter Konrad zur Stelle ist und ihm aus dem Schlamassel hilft! Er ist es, der Theos Arm schient, ihn aufpäppelt und abends ins Bett bringt.

Wer kann schon ahnen, dass die Freundschaft, die sich zwischen den beiden Sprösslingen entwickelt, eine Freundschaft zwischen Erzrivalen ist!? Schließlich schaut weder die merkwürdige Ente wie ein Drache noch der normal gekleidete Junge wie ein Ritter aus. Doch als sich die beiden wenig später bei einem Turnier als Rivalen gegenüberstehen, liegt es an ihnen, mit alten Traditionen zu brechen…

Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

32 Seiten
286mm x 230mm
ISBN: 978-3-8458-1799-6
Übersetzt von Maria Höck

Verlag ArsEdition
12,99 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus großen Augen

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Seit jeher sorgen Geschichten über Ritter und Drachen bei Jungs für Faszination. Der stetige Kampf zwischen den beiden Konkurrenten übt einen gewissen Reiz auf sie aus, lässt sie Kampfszenarien nachahmen und zu mutigen Rittern im Kampf mit gefährlichen Drachen werden. Auch Joschua schläft jede Nacht in einem Ritterburg – Stockbett. Er brannte darauf, in seiner imaginären Ritterüstung in die Geschichte zu schlüpfen und sich den gefährlichen Drachen des Teufelbergs zu stellen.

Dass es sich beim neuesten Werk von Benji Davies und Elli Woollard aber um eine ganz andere Geschichte handelt, als erwartet, musste auch Joschua erstmal schlucken. Denn anstatt sich der allseits bekannten Rivalität zu bedienen, drehen Davies und Woollard den Spieß einfach rum und erschaffen in harmonischem Einklang eine Geschichte der ganz besonderen Art. Eine, die zeigt, dass Freundschaft nicht nur Berge versetzen, sondern auch Vorurteile überwinden kann.

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In diesem überaus reizenden Kinderbuch steckt nicht nur eine gelungene Botschaft, sondern auch eine geballte Ladung an kunterbunten und großflächigen Illustrationen Davies‘, der sich bereits mit seinen Geschichten um „Nick und der Wal“, „Nick und das Meer“, „Beste Freunde“ und „Opas Insel“ (allesamt erschienen im Aladin Verlag) einen Namen gemacht hat. Seine prägnanten Pinselstriche und daraus entstandenen Kunstwerke werden dabei von humorvollen und eingängigen Zeilen Woollard’s in Reimform begleitet, die der Geschichte ein schelmisches Augenzwinkern anhaftet.

„Ritter und Drachen haben gut lachen“ ist ein rundum gelungenes Kinderbuch, das sich höchst fantasievoller und charmanter Natur präsentiert. Die liebevolle Aufmachung mitsamt fein ausgearbeiteter Schauplatzskizze in Form einer Karte des Königreichs auf der Innenseite des Buchdeckels versetzt kleine wie große Augen ins Staunen.

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

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Filippo, der Burgbettdrache (mehr dazu auf fausba.de)

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Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? Ritter Konrad, Drache Theo

Worum geht die Geschichte? um Freundschaft

Wo steht das Buch im Regal? neben „Beste Freunde“

Lesezeit: jederzeit

Bester Leseplatz: auf der fränkischen Ritterburg

Schlüpft in die Rolle von: einem Freund

<3 <3 <3 <3 <3

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Kinderfreuden #20: Eine fliegende Maus

„Lindbergh – Torben Kuhlmann“

Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus

Hamburg im Jahre 1912.

Hier lebt eine kleine neugierige Maus, die sich in die düsteren Bibliotheken der Menschen verkriecht, um deren Bücher zu lesen. Doch eines Tages stellt sie fest, dass es ganz still um sie herum geworden ist. Ihre Mäuse-Freunde scheinen verschwunden zu sein. Finstere Zeiten brechen an. Überall liegen umheimliche Apparaturen herum. Selbst im Hafen ist sie nicht mehr sicher. Denn an jeder Ecke lungern hungrige Katzen herum.

Doch wohin sind ihre Freunde geflüchtet? Haben sie es gar nach Amerika geschafft?

Auf der Flucht vor einer fauchenden Katze stößt sie in der Kanalisation auf einen Schwarm Fledermäuse, jenen flatterhaft geisterhaften Kreaturen der Nacht. Es sind ihre faszinierenden Flugkünste, die sie nicht nur vollends in ihren Bann ziehen, sondern auch einen tollkühnen Plan in ihrem Kopf formen: sie muss das Fliegen lernen!

Doch der Weg über den Atlantik ist lange. Wird es ihr gelingen, ein mäusetaugliches Fluggefährt zu entwickeln, das sie durch die Lüfte bis nach Amerika trägt?

Eckdaten

Hardcover, ab 5 Jahren

96 Seiten
221mm x 282mm
ISBN: 978-3-314-10210-3

Geschichte & Illustration: Torben Kuhlmann
Text in Zusammenarbeit mit Suzanne Levesque

NordSüd Verlag
18,00 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus großen Augen

Ja, ihr habt richtig gelesen. Es ist eine Maus, die über ihren kleinen Mäusetellerrand hinausblickt, um scheinbar Unmögliches zu schaffen. Die Fachbücher wälzt, den Plunder der Menschen sammelt und so lange tüftelt & werkelt, bis sie ihrem Traum vom Fliegen und ihren Mäuse-Freunden in den USA ein Stückchen näher kommt.

Torben Kuhlmann entscheidet sich in seinem Kinderbuch „Lindbergh“ für eine schlichte und nahezu unscheinbare Hauptfigur: eine Maus. Doch genau sie ist es, die für den großen Wow-Effekt dieser Geschichte sorgt. Denn manchmal sind es die Kleinsten, die die vermeintlich größten Abenteuer erleben. Und so gelingt es Kuhlmann mit seinem atemberaubenden Abenteuer nicht nur kleine, sondern auch große Leser ins Staunen zu versetzen. Er verbindet dabei das Genre Kinder- und Sachbuch auf kreativste Weise.

Was Kuhlmann mit wenigen Pinselstrichen aufs Papier zaubert, sind kleine Meisterwerke. Ob Bleistiftskizze oder großformatig bunte Illustration, jedes Bild ist ein Hingucker für sich. Und so führt er uns mithilfe seiner Illustrationen und begleitendem Text durch ein magische Entdeckungsreise rund um die Luftfahrt, die uns vom Boden hoch in die Lüfte schickt und uns den Himmel erobern lässt.

Auch der Schauplatz der Geschichte hat Kuhlmann perfekt gewählt. Denn Hamburg ist prädestiniert für dieses Abenteuer. Jedes Detail scheint zu stimmen: die dampfenden Züge am Hauptbahnhof, der Kirchturm des Michels als Flugschanze, der schweifende Blick über die Landungsbrücken oder die entfernte Silhouette des Hamburger Hafens. Es wirkt fast so, als verhelfe die facettenreiche Szenerie der Weltstadt der Geschichte zu einer zusätzlichen Dimension. Die Maus ganz klein, die Stadt so groß.

Es ist kaum zu glauben, dass diese Geschichte Kuhlmanns Abschlussarbeit während seines Studiums zur Buchillustration war. Hier findet man auch die Parallele zwischen dem Schauplatz und des in Hamburg gelernten Illustrators. Ob er bei seinem Studium in Hamburg von der entzückenden Szenerie der Hansestadt inspiriert wurde?

Während meine Neffe und ich mit der zweiten Mäusegeschichte „Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“ gestartet und es bereits auf den Mond geschafft haben, schien es mir fast so, als hätten wir schon alles gesehen. Doch weitgefehlt! Es ist absolut verständlich, dass Kuhlmanns erstes Werk zu einem der schönsten deutschen Bücher des Jahres 2014 ausgezeichnet wurde und es zahlreiche anderen Preise eingeheimst hat.

Torben Kuhlmanns „Lindbergh“ ist ein wahres Kinderbuchjuwel, an dessen wunderschönen Bildern man sich niemals sattsieht. Es weckt gleichwohl den Pioniergeist in Kindern und Erwachsenen und zeigt, dass nichts unmöglich ist, wenn man nur genug an sich selbst glaubt und seine Ziele konsequent verfolgt!

<3 <3 <3 <3 <3

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? die Maus

Was hat dir gar nicht gefallen? die Eulen

Worum geht die Geschichte? ums Fliegen

Wo steht das Buch im Regal? neben „Armstrong“

Lesezeit: jederzeit

Bester Leseplatz: im kuscheligen Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Abenteurer, einem Piloten