Kinderfreuden #26: Überall Leben

Eins Zwei Drei Viele – Nicola Davies

Leben ist einfach überall. Wenn wir genau hinsehen, entdecken wir sogar Leben, das so klitzeklein ist, dass es unser Auge nur durch eine Lupe wahrnimmt. Es ist in schwindelerregenden Höhen, in den Tiefen des Meeres und sogar in kochend heißen Vulkanseen zu finden. Wie viele Arten von Lebewesen es gibt, kann die rothaarige Entdeckerin dieses Buches schwer sagen. Eins? Zwei? Drei? Nein, es sind ganz VIELE! So viele, dass sie dem Ganzen unbedingt auf den Grund gehen muss.

Kommst du mit auf eine Entdeckungsreise?

Eckdaten

Hardcover, ab 5 Jahren

40 Seiten
25,50 x 29,60 cm
ISBN: 978-3-8489-0140-1

Text: Nicola Davies
Übersetzerin:  Susanne Schmidt-Wussow
Illustrationen: Emily Sutton

Aladin Verlag

16,95 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Blickwinkel aus großen Augen

Dass die Natur Nicola Davies‘ Steckenpferd ist, merkt man in „Eins Zwei Drei Viele“ auf Anhieb. Denn in dem kunterbunten Sachbilderbuch der diplomierten Biologin wimmelt’s nur so von liebevoll gezeichneten Pflanzen und Tieren der Illustratorin Emily Sutton. Und so begeben sich die die kleinen LeserInnen an der Seite eines kleinen rothaarigen Mädchens auf die Reise durch die faszinierende Vielfalt der Lebewesen.

Sie stoßen dabei nicht nur auf große Lebewesen, wie z.B. die Elefanten (von denen es afrikanische und asiatische gibt) und mehr als 600 Eichenarten, sondern auch auf die kleinen, wie z.B. Pilze oder Mikroben (die so klein sind, dass auf einem einzigen Teelöffel 5000 Arten Platz finden). Selbst die Tiere, an die wir nur schwer herankommen, finden hier Beachtung: Lebewesen, die in Wüsten, in den Wipfeln von Bäumen, in den Tiefen des Meeres oder in schwindelerregenden Höhen hausen.

Dass es schier unmöglich ist, alle Arten von Lebewesen zu zählen, veranschaulichen uns Davies und Sutton auf ganz wunderbar spielerische Art. Sie zeigen Mikroben aus nächster Nähe, lassen uns unter das bunte Federkleid eines Papageien spitzen oder winzig kleine Unterschiede bei zwei nebeneinander sitzenden Tieren der gleichen Rasse feststellen. Bild und Text stehen dabei stets in Einklang, laden zum Betrachten und Entdecken ein. Manche Details erblickt das Auge oft erst beim zweiten Blick, lässt selbst die Erwachsenen ungeheuer viel Spaß bei der gemeinsamen Entdeckungsreise haben. Kaum hat man mit der Reise durch das Buch begonnen, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Denn nicht nur die Bilder sind wunderbar bunt und facettenreich, sondern auch der begleitende Text begegnet uns in abwechslungsreicher Natur und kommt mal groß, klein oder kursiv daher.

Was mir an diesem Sachbilderbuch aber besonders gefällt, ist, dass den Kleinen deutlich gemacht wird, dass wir alle (der Mensch eingeschlossen) Teil eines einzigartigen großen Organismus sind und wir nur miteinander überleben können. Das lernen die Kleinen  z.B. sehr gut an der Stufenfolge einer Nahrungskette (Kolibris fressen Insekten und Insekten trinken Nektar von den Blumen, die von den Bienen bestäubt werden). Auch dass es die Menschen sind, die immer mehr Teile dieses wunderbaren Lebensraumes zerstören, bleibt nicht unerwähnt. Und so wird veranschaulicht, wie durch die Vergiftung der Luft/Flüsse/Ozeane, das Überfischen der Meere und das Zerstören der Wälder immer mehr Lebensraum weicht und viele Tierarten aussterben.

„Heute wissen wir, dass jedes Lebewesen Teil eines großen, wunderbaren und komplizierten Ganzen ist.“

„Eins Zwei Drei Viele“ ist ein wunderbares Bilderlexikon, das die Kleinen für die Artenvielfalt und ein achtvolles Miteinander sensibilisiert. Einzig und allein die Altersempfehlung von 5 Jahren scheint mir für dieses üppige Sachbilderbuch ein bisschen unglücklich gewählt zu sein. Die Inhalte des Buches sind in meinen Augen für ein Kind dieses Alters noch etwas zu komplex, weshalb es mein Patenkind zu ihrem 7. Geburtstag und ihrer bevorstehenden Einschulung geschenkt bekommen hat. Sicher werden die angesprochenen Themen in der Schule zur Sprache und das Buch somit zur häufigeren Anwendung kommen.

Blickwinkel aus kleinen Augen

Lenas Urteil:

Lena SteckbriefGefällt dir das Buch? Ja, sehr.

Was hat dir besonders gefallen? Die vielen bunten Tiere

Worum geht die Geschichte? um das Leben

Wo steht das Buch im Regal? neben dem Lexikon von Mama

Lesezeit: bei Tageslicht

Bester Leseplatz: am Schreibtisch

Schlüpft in die Rolle von: einer Entdeckerin

Wenn das Leben mehr Welt braucht

Was man von hier aus sehen kann – Mariana Leky

„Wir waren zehn Jahre alt, wir fürchteten einen Tod, den es nicht gab, und nicht den tatsächlichen, der durch die Tür kam.“

Zitat, Seite 50

Immer, wenn sich die alte Westerwälderin Selma im Traum auf der Wiese bei der Ulheck neben einem Okapi wiederfindet, kündigt sich in den nächsten Stunden der Tod an. Selmas Begegnung mit dem eigenartigen Tier, dessen Erscheinungsbild vollkommen zusammenhanglos wirkt, hat etwas Unheilvolles. Und so meidet die sonst so unbekümmerte Dorfgemeinschaft in den Stunden nach Selmas Traum jede Bewegung; aus Angst, vorzeitig aus dem Leben zu scheiden. Starr wie Salzsäuren sitzen die Provinzler dann in ihren Häusern; grübeln, ob sie nun doch lieber reinen Tisch machen und all die verschwiegenen Wahrheiten in die Freiheit entlassen sollen, die sie über all die Jahre für sich behalten haben, ehe Gevatter Tod an ihre Tür klopft.

„Der Postbote war einfach für immer sitzen geblieben. Seine unbewegten Gelenke hatten sich entzündet, das Blut war verklumpt und schließlich auf halbem Weg durch seinen Körper stehen geblieben, gleichzeitig mit dem beargwöhnten Herz; der pensionierte Postbote hatte sein Leben verloren aus Angst, sein Leben zu verlieren.“

Zitat, Seite 23

Es ist ein namenloses Dorf im Schwarzwald, das Mariana Leky in ihrem Roman zur Kulisse macht. Es ist die Heimat einer verschrobenen Dorfgemeinschaft, die sich aus allerlei Individuen zusammensetzt. Diesen Provinzlern schenkt Leky ihre ganze Aufmerksamkeit, arbeitet liebevoll die Feinheiten heraus und präsentiert sie uns auf höchst amüsante Weise.

So stellen wir gleich zu Beginn fest, das Selma selbst von oben wie unten wie Rudi Carell aussieht und alleine schon wegen der für sie so entspannten Füllung der Mon Chèris, die sie täglich in sich hineinschlürft, eigentlich ständig einen im Tee haben müsste. Gemeinsam mit dem Optiker, der sich das ganze Leben mit den inneren Stimmen über seine heimliche Liebe zu der alten Westerwälderin herumschlägt, kümmert sie sich liebevoll um ihre 10-jährige Enkelin Luise, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird. Auch Martin; Luises bester Freund, der es aus dem Effeff beherrscht, die Reihenfolge der vorbeirauschenden Felder, Wiesen, Weiden und Wälder mit geschlossenen Augen zu benennen, die der Regionalzug auf dem Weg zur Schule passiert; sein Vater, der seit dem Tod der Mutter zum Alkohol zugeneigte Jäger Palm und die mürrische Marlies, die permanent in gräulich-verwaschener Unterhose und ausgeleiertem Norweger-Pulli herumläuft, gehören zu dem wundervoll eigentümlichen Potpourri dieses Romans, um nur einige wenige zu nennen.

„Der Geruch im Haus gehörte Marlies. Es roch nach Zigaretten, nach dem kläglichen Aufbegehren von billigem Deodorant gegen strengen Schweiß, nach vor Tagen stehen gelassenem Essen, nach vor Jahrzehnten abgelaufener Heiterkeit, nach erstickten Schwelbränden in Aschenbechern, nach Müll, nach Duftbäumchen und nach nasser Wäsche, die zu lang im Korb liegt.“

Zitat, Seite 56

„Der Kartoffelbrei hatte die unentschlossene Farbe von Marlies‘ Unterhose. Die Erbsen lagen in einer rotzfarbenen Wasserlache. Der Kochschinken glänzte und hatte fleckige Erhebungen, die aussahen wie schlecht verheilte Impfnarben.“

Zitat, Seite 57/58

Die Sprache, der sich Leky in ihrem Roman bedient, ist definitiv alles andere als langweilig. Sie ist so bunt und lebendig, dass man während dem Lesen den Eindruck hat, Menschen und Dinge erwachen zum Leben. Die Skurrilität der Figuren sorgt über die gesamte Geschichte hinweg für höchste Unterhaltung, auch wenn die Ausweglosigkeit und Melancholie, die sich oft neben den Figuren niederlässt, gut durchblitzt. Denn auch wenn der Roman aufgrund seiner Bizarrheit größtenteils von Heiterkeit erfüllt ist, mischen sich auch nachdenkliche und traurige Töne darunter, durch die einem klar wird, wie eng Freud und Leid im Leben doch beieinander liegen. Insgesamt entsteht dadurch eine wunderbar unaufdringliche aber eingehende Melodie, die selbst nach Beenden des Romans in unserem Kopf noch weiterspielt.

Doch was eindrücklich beginnt, ist mir zum Ende hin ein bisschen fad geworden, weshalb ich den letzten der drei Teile, aus denen der Roman besteht, als schwächsten ansehe. In jedem von ihnen stirbt ein Mensch, der Luise nahesteht. Und selbst wenn man damit die ganze Zeit rechnet, kommt man nicht umhin, dass einen die Wucht des Schicksals mit voller Härte trifft.

„Tod und Liebe“ (…) „Beides kann man nicht proben, beidem entkommt man nicht, beides ereilt einen.“

Zitat, Seite 51

Mariana Leky ist mit „Was man von hier aus sehen kann“ ein fein skizziertes Porträt eines Dorfes und seiner eigentümlichen Bewohner gelungen, das im letzten Jahr völlig zu Recht zum Liebling der BuchhändlerInnen geworden ist und sich seit seinem Erscheinungsdatum am 18.7.17 bereits mehr als 185.000 Mal verkauft hat. Für den Westerwald würde das bedeuten, dass nahezu jeder Einwohner im gesamten Kreis über ein Exemplar verfügt. Für Leky, die uns auf der LitBlog Convention anvertraut hat, dass sie sich sicher ist, dass der Erfolg des Romans zum großen Teil der Begeisterungswelle des Verlages zu verdanken ist, ist das sicher mehr, als sie jemals zu Träumen gewagt hat.

Kinderfreuden #25: Wenn kleine Hummeln schlafen gehen

Die Baby Hummel Bommel – Gute Nacht

Britta Sabbag, Maite Kelly & Joëlle Tourlonias

Eigentlich ist die kleine Baby Hummel Bommel hundemüde. Aber damit die Äuglein zukullern, braucht sie einfach noch ihr vertrautes Gute Nacht – Ritual: den Honigtee von Tante Marie, die Gutenachtgeschichte von Maxi Motte und das Schlaflied von Gisela Grille.

„Und wenn das alles nichts hilft, gibt’s eins, das immer muss: ein honigsüßer Einschlafkuss!“


Eckdaten

Pappbuch, ab 12 Monaten

16 Seiten
184 x 147 mm
ISBN: 978-3-8458-2533-5

Text: Britta Sabbag & Maite Kelly
Illustrationen: Joëlle Tourlonias

Verlag arsEdition

8,99 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…


Blickwinkel aus großen Augen

Die kleine Hummel Bommel ist mir mittlerweile so vertraut wie eine enge Freundin. Seit sie vor drei Jahren in das Kinderzimmer des ältesten Patenkindes geflogen ist, summt es dort gewaltig. Lenas Hummel Bommel – Büchersammlung wächst seitdem stetig und wird behütet wie ein kostbarer Schatz. Es sind ihre Lieblingsbücher, das von Britta Sabbag und Maite Kelly signierte Erstlingswerk Die kleine Hummel Bommel wird nur unter strenger Beobachtung anderen Leuten gezeigt und nicht mehr aus der Hand gegeben. Für die Lieblingsbuchaktion im Kindergarten wurde es liebevoll abgezeichnet, um es den anderen Kindern vorzustellen, ohne das Buch selbst mitzunehmen (aus Angst, es könnte schmutzigen Händen zum Opfer fallen).

Diese heranwachsende Hummelliebe habe ich über all die Jahre mit Begeisterung und Stolz beobachtet. Ist es für mich doch das größte Geschenk, wenn die buchigen Geschenke in der heutigen Zeit noch so gut ankommen, wo es schon Unmengen an technischen Spielereien für die Kleinsten gibt. Als ich erfuhr, dass es nun eine Hummel Bommel – Serie für die Kleinsten gibt, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Denn während die großen Bücher erst für Kinder ab 3 Jahren sind, ist das vorliegende Pappbuch der Baby Hummel Bommel bereits ab 12 Monaten und somit auch etwas für die Räubertochter, die in knapp zwei Wochen zwar erst zehn Monate alt wird, in der Regel aber schon eine Reihe an Büchern annimmt, deren Altersempfehlung weit über ihrem Alter liegen.

Kaum angekommen, wanderte das Pappbuch direkt in den Koffer. Denn der 7. Geburtstag des Patenkindes stand bevor und welche Geschichte eignete sich für Emma besser als Gutenachtgeschichte im heimatlichen Bienenstock als das hummelige Einschlafbuch von der Baby Hummel Bommel!? Klar, dass es da nicht nur von Emma selbst, sondern auch vom Patenkind beäugt und sofort ins Herz geschlossen wurde!

Maxi Motte liest die Gutenachtgeschichte vor – Illustration aus dem Buch

Während die bisherigen Geschichten von der kleinen Hummel Bommel erzählen, wird im vorliegenden Pappbilderbuch die Geschichte des hummeligen Nachwuchses erzählt, der sich trotz durchs Fenster durchscheinenden Nachthimmel und immer müder werdenden Augen mit Begeisterung aus dem Bett stiehlt. Schließlich schläft es sich mit Honigtee von Tante Marie, der Gutenachtgeschichte von Maxi Motte und dem Einschlaflied von Gisela Grille gleich tausend Mal besser! Und siehe da, mit wohlig warmen Magen und dem Klang von vertrauten Versen in den Ohren wird die kleine Baby Hummel Bommel doch noch von der Müdigkeit übermannt.

„Gute Nacht, kleine Hummel, schlafe nun ein, morgen wird wieder ein hummelig schöner Tag sein!“

Auch in der Mini-Pappbuch-Version versteht es Illustratorin Joëlle Tourlonias wieder aufs Vortrefflichste uns mit ihren Bildern zu verzaubern. Ihre Illustrationen sind, genau wie in den vorangegangenen Hummel Bommel – Büchern, voller Liebe und Hingabe gezeichnet und benötigen in der Regel keinen begleitenden Text, um die Geschichte zu erzählen. Dennoch sind die Seiten, die von den großflächigen Bildern leben, jeweils auf der linken Seite um vier Textzeilen in Reimform ergänzt, die der Geschichte einen wohligen Klang schenken und damit für auditive Wiedererkennung sorgen. Die Zeilen enden dabei immer mit den gleichen Versen (siehe vorangestelltes Zitat) und sind deshalb sehr zugänglich.

Hummelige Ruhe für Mama & Papa Hummel – Illustration aus dem Buch

Die Geschichte trägt eine einfache und gut verständliche Botschaft in sich. Nämlich, dass Gutenachtrituale für Kinder von zentraler Bedeutung sind, um ihnen zu einem friedlichen Einschlafen zu verhelfen. Deshalb ist die Gutenachtgeschichte seit Anbeginn fester Bestandteil von Emmas Einschlafritual. Dass der weiße Schnuffelhase der Baby Hummel Bommel auch in Emmas Bett liegt, ist ein wunderbarer Zufall und wird sicher eines Tages für Begeisterung sorgen. Noch wird ihr die Ähnlichkeit des Kuschelhasen nicht bewusst sein, ich bin mit aber sicher, dass das nur eine Frage der Zeit ist. Für dieses wunderbar hummelige Einschlafbuch sind wir daher Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias sehr dankbar und hoffen, dass es noch jede Menge Hummelkinder erfreuen wird.

Blickwinkel aus kleinen Augen

Da Emma noch nicht sprechen und mir deshalb nicht sagen kann, was sie an der Geschichte besonders mag, wird es an dieser Stelle nur einen bezaubernden Schnappschuss geben, der zeigt, dass sich Emma scheinbar ein bisschen zu viel von der Baby Hummel Bommel abgekuckt hat. Das Davonstehlen und bestimmte Einfordern von bestimmten Dingen vor dem Zubettgehen meistert sie nämlich ebenfalls mit Bravour!

Wer hat sich denn da aus dem Bild gemogelt?

Werbung – da Verlinkung des Verlags. Für diesen Beitrag habe ich KEIN Geld erhalten. Mir wurde lediglich das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Wenn Bücher dein Leben verändern

„Das Mädchen, das in der Metro las“ – Christine Féret-Fleury

„Bei Büchern war man vor Überraschungen niemals sicher.“

Zitat, Seite 163

Juliette liebt Bücher. Jeden Morgen fährt sie mit der Metro in die Arbeit, im Gepäck stets ein Buch. Doch anstatt in ihr eigenes Buch einzutauchen, nehmen ihre lesenden Mitfahrer immer häufiger ihren Blick gefangen: der Herr mit dem grünen Hut und seiner Vorliebe für Insekten, die alte Frau mit dem abgegriffenen italienischen Kochbuch und die junge Verliebte mit den dicken Wälzern, der stets auf Seite 247 ein paar Tränchen über die Wangen kullern. Wie gerne würde sie die Geschichten hinter den Menschen und ihren Büchern erfahren. Ihre eigene hingegen findet sie ziemlich ernüchternd. Ein öder Job in einem noch viel öderen Maklerbüro. Ihrer anfänglichen Euphorie ist längst Langeweile gewichen. Das scheußliche Gelb ihrer Pappordner haftet an ihr wie zähflüssiger Kleber.

Eines Tages steigt sie zwei Stationen früher aus als sonst. Der Weg zum Büro ist nur unwesentlich länger, ein Fußmarsch von zehn Minuten sollte für ausreichend frischen Wind sorgen, den sie bitter nötig hat. Und so läuft sie emsigen Schrittes die Straße hinunter und schwebt gedanklich davon, bis ein jäher Möwenschrei sie in die Realität zurückholt. Ein junges Mädchen wirbelt an ihr vorbei und will sich durch ein verrostetes Metalltor zwängen, das ihr plötzlich zu Füßen liegt. Es ist mit einem Buch verankert. Auf Augenhöhe ein Messingschild mit der Inschrift Bücher ohne Grenzen.

Hier trifft Juliette nicht nur auf den schrulligen Soliman und seine Tochter Zaïde, sondern auch auf ein chaotisches Bücherzimmer. Soliman verlässt es nur selten und widmet sich voller Hingabe den Büchern, die überall herumstehen und das ganze Zimmer einnehmen. Er glaubt, dass jedes einzelne von ihnen die Macht hat, ein Leben zu verändern. Vorausgesetzt, es kommt zur richtigen Person. Es sind auserwählte Boten, die er aussendet, um Menschen und deren Verhalten zu studieren, um sie anschließend mit dem richtigen Buch zu versorgen. Auch Juliette möchte eine Botin werden und hängt kurzerhand ihren öden Job an den Nagel. Ob die neue Aufgabe ihrem Leben Schwung verleiht?

„Juliette (…) hatte die Bücher wie einen Fächer um sich herum ausgebreitet. Siebzehn waren es. Sie hatte sie gezählt, jedes einzelne in die Hand genommen, sein Gewicht abgeschätzt und es durchgeblättert. Sie hatte ihre Nase zwischen die Seiten gesteckt und den Duft eingeatmet, hier und dort Wendungen aufgeschnappt, unvollständige Absätze, Worte, die verlockten wie Süßes oder verletzten wie Klingen.“

Zitat, Seite 51/51

Ich bin vernarrt in Bücher. Sie bereichern mein Leben, machen mich glücklich und verändern manchmal sogar mein Leben. Nicht auf dramatische Weise, aber insofern, dass sie meinen Blick auf das Leben oder meine Denkweise in eine andere Richtung lenken, mich einen neuen Weg einschlagen und mich etwas völlig Neues wagen lassen. „Das Mädchen, das in der Metro las“ schien daher genau die richtige Lektüre für mich zu sein.

In Féret-Fleury’s Geschichte spielt das Bookcrossing, sprich das Ablegen eines Buches an einer beliebigen Stelle, damit eine andere Person es findet und sich ihm annimmt, eine entscheidende Rolle. Es wurde 2001 von einem Amerikaner gegründet, der sich die Welt als Bibliothek vorstellte. Auch Soliman’s Agentur Bücher ohne Grenzen lebt die Philosophie des „Bücher in die Welt hinaus – Tragens“. Doch Soliman will sie nicht nur an x-beliebige Personen weitergeben, er will sicher sein, dass seine Bücher auch an den richtigen Mann bzw. an die richtige Frau kommen. Deshalb engagiert er ausgewählte Bücherboten, die die potentiellen Bücherempfänger im Vorfeld beschatten. Die Vorgehensweise klingt ein bisschen wie Stalking, dient letzten Endes aber einem guten Zweck. Auch Juliette ist gut im Beobachten, weshalb es naheliegend scheint, dass auch sie eines Tages zur Botin wird.

Manche Bücher waren wie stürmische, undressierte Pferde, die mit einem davongaloppierten, während man sich klopfenden Herzens an ihre Mähne klammerte.“

Zitat, Seite 100

Der Gedanke, dass Bücher tatsächlich unser Leben verändern können, gefällt mir. Wie eine derartige Veränderung vonstatten gehen kann, zeigt Féret-Fleury an ihrer Protagonistin Juliette, die ihren öden Job an den Nagel hängt und sich durch die Lektüre von Soliman’s Büchern Stück für Stück von ihrem alten Leben verabschiedet und am Ende beschließt, in einem alten Bücherbus über die Dörfer zu tingeln. Doch Féret-Fleury’s Spiel bleibt oberflächlich, verliert sich für meinen Geschmack in zu vielen Handlungsfäden, die die Autorin über die Geschichte hinweg aufnimmt und wenig später wieder verliert. Denn sowohl Soliman als auch Zaïde bleiben leider als Figuren blass. Selbst Juliettes lesenden Mitfahrern schenkt Féret-Fleury mehr Beachtung.

Was blieb war eine nette, wenn auch etwas seichte Geschichte über das Lesen und die Macht der Bücher. Zahlreiche Textstellen sorgen bei Bibliophilen für Entzückung, machen deutlich, wie lebendig gedruckte Zeilen doch sind. Eine Reihe an Klassikern, die in der Geschichte Erwähnung finden als auch die im Anschluss angehängte Bücherliste von Juliette’s Bücherbus lassen den Wunschzettel gehörig an Höhe gewinnen.

„Juliette schlüpfte in jede Geschichte wie in eine wunderbare neue Haut, mit Salz bestreut, mit Parfum benetzt oder mit Natron bedeckt, wie die Gliedmaßen von Tahoser, der Heldin aus Gautiers Roman de la Momie, damit sie geschmeidig blieben; ihre Haut empfing die Zärtlichkeiten eines Unbekannten, dem sie an Bord eines Schiffes begegnet war, sie wurde von Pollen bestäubt, welche von Bäumen am anderen Ende der Welt stammten, mitunter vom Blut einer offenen Wunde befleckt. Ihre Ohren waren erfüllt von lärmenden Gongs, dem Zirpen antiker Flöten, von Händen, die klatschend einen Rhythmus begleiteten oder einer Rede applaudierten, vom leisen Rauschen der Wellen, die in ihrem trüben Innenleben runde Kiesel ansollten. Ihre Augen brannten vom Wind, von Tränen, von dick aufgetragener Kurtisanenschminke. Ihre Lippen waren von unzähligen Küssen wundgeküsst. Ihre Finger von unsichtbarem Goldpuder bedeckt.“

Zitat, Seite 117

3/5*

Und da ich die Strategie fahre, dass Bücher, die mich nicht vollends überzeugen konnten, nicht ins heimische Bücherregal einziehen müssen, möchte ich es an einen von euch weitergeben, ganz im Sinne des Bookcrossing sozusagen. Nur, dass ich es nicht dem Zufall überlasse, wem. Habt ihr Lust auf die Geschichte? Lasst es mich im Kommentarfeld wissen und ich lose im Anschluss aus.

Sag den Wölfen, ich bin zuhause

„Sag den Wölfen, ich bin zuhause – Carol Rifka Brunt

„Finn und ich sahen uns quer durch den Raum an, wortlos. Und hörten einander doch. Diese Art von Liebe stellte ich mir mit Finn vor. (…) Diese Art von Liebe, an der nichts Ekliges ist, weil sie in einer anderen Zeit existiert und ich nicht wirklich ich bin.“

Zitat, Seite 83

June ist anders als die anderen Mädchen ihres Alters. Sie liebt den Wald, das Mittelalter und ihren Onkel Finn. Ihm muss sie ihre Welt nicht erklären. Sie verstehen sich blind, lauschen gemeinsam Mozarts Requiem, schauen Filme oder schlürfen Tee aus Finns alter Teekanne. Als ihr Onkel an Aids stirbt, weiß June nicht mehr weiter. Als verquere Einzelgängerin flüchtet sie in den Wald, versucht dort, der Zeit und Welt zu entkommen.

Doch schon kurz nach Finns Tod stellt sie fest, dass sie mit ihrer Trauer um ihren Onkel nicht alleine ist. An seiner Beerdigung entdeckt June einen scheuen jungen Mann, der sich im Hintergrund des Geschehens hält, und den alle für Finns Tod verantwortlich machen. Als June kurze Zeit später ein Päckchen mit Finns Teekanne und einer Nachricht von Toby, dem mysteriösen Fremden, erhält, muss sie sich entscheiden, wie weit sie gehen will.

Voller Neugier und Misstrauen lässt sie sich auf Toby ein und erkennt, dass hinter der verstörenden Wahrheit um Finns Tod eine einzigartige Persönlichkeit steckt, die ihrem geliebten Onkel viel ähnlicher ist, als es auf den ersten Blick den Anschein macht.

„Eine heiße Träne lief mir über die Wange. Und dann erhob sich auf einmal, in die Stille hinein und über alles andere hinweg, ein langes, trauriges Heulen. Einen Augenblick lang fühlte es sich an, als wäre dieses Geräusch aus meinem Inneren gekommen. Als hätte die Welt alles, was ich fühlte, zusammengefasst und in einen Ton verwandelt.“

Zitat, Seite 41

Es gibt sie, diese wahren Wohlfühlbücher, die dir beim Lesen einen wohligen Schauer über die Arme jagen und dich mit ihren einfühlsamen und poetischen Zeilen trotz aller Tragik und Emotionalität einhüllen wie eine wohlige Decke. Carol Rifka Brunts Debüt ist so eins. „Sag den Wölfen, ich bin zuhause“ ist sanftmütig, berührend und tröstlich. Eines jener Bücher, bei dem du dir wünscht, dass es nie zu Ende geht.

Wir reisen zurück in die späten Achtziger. Hier wachsen die 14-jährige June und ihre zwei Jahre ältere Schwester Greta nahezu eigenständig auf, während die Eltern sich in ihrer Arbeit als Buchhalter verlieren. Obwohl die Geschwister früher beste Freundinnen waren, entwickeln sich sich mit den Jahren in zwei völlig unterschiedliche Richtungen, hegen nahezu ein Hassliebe füreinander. Während Greta sich überall engagiert, zieht sich June immer mehr zurück. Nur bei Finn fühlt sie sich verstanden. Die Sonntage, an denen sie alleine ihren Onkel besuchen kann, sind ihr die Liebsten.

„Und bevor ich mich versah hatte sie den Mistelzweig hervorgeholt und hielt ihn mit einer Hand hoch. Sie zog damit einen Bogen über unsere Köpfe, als schneide sie die Luft, als halte sie mehr in der Hand als ein Stückchen Ast aus Weihnachtsgrün und Beeren. Finn und ich blickten beide nach oben, und mein Herz zog sich zusammen. Für einen kurzen Augenblick, der vielleicht so lang währt wie ein Sandkorn im Stundenglas oder ein Tropfen in einem undichten Wasserhahn, trafen sich unsere Blicke, und Finn, mein Onkel Finn, durchschaute mich – zack – einfach so. In diesem winzigen Sekundenbruchteil erkannte er, dass ich Angst hatte, er senkte meinen Kopf leicht nach unten und küsste mich mit einer so sanften Berührung auf den Scheitel, dass es sich eher anfühlte wie ein landender Schmetterling.“

Zitat, Seite 15

Als June erfährt, dass Finn an HIV erkrankt ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Schon bald werden die gemeinsamen Sonntage seltener und man findet sich nur noch einmal im Monat zusammen. Die Krankheit schreitet unaufhaltsam voran. Finn, der sich Zeit seines Lebens als Künstler einen Namen gemacht hat, möchte noch ein letztes Bild malen: ein Porträt der beiden Schwestern mit der Mutter. Es wird eines Tages den Titel „Sag den Wölfen, ich bin zuhause“ tragen.

Obwohl June bewusst ist, dass Finns Tage gezählt sind, trifft sein Tod sie mit aller Wucht. Sie weiß nicht wohin mit ihrem Schmerz, verschanzt sich noch mehr im Wald. Am Tag der Beerdigung erfährt sie von Toby, der über all die Jahre an der Seite ihres Onkels gelebt hat. Ein Leidensgenosse. Einer, der Finn genauso vermisst wie sie. Von Misstrauen und Neugier begleitet, nähert sich June dem Fremden und bringt damit nicht nur Toby’s Erinnerungen an Finn sondern auch noch eine ganze Reihe anderer Geheimnisse zutage, die Junes Gefühlswelt in Aufruhr versetzen und sie ihre ganze Welt in Frage stellen lässt.

„In diesem Moment schien etwas Gefährliches in mir zu erwachen. Etwas Hartes, Dunkles, Schlafendes tief in meinem Bauch hatte ein Auge geöffnet. Und dann war es wieder weg. Einfach so. Es fühlte sich an wie ein in meiner Brust zerplatzter Ballon.
Zitat, Seite 311

Carol Rifka Brunt ist hier ein erstaunlich einfühlsames Debüt gelungen, das sich nahezu leichtfüßig den Themen Homosexualität, Aids, Verlust und Trauer nähert. Es erzählt vom Heranwachsen, vom Anderssein und der Hassliebe zwischen Geschwistern, von Eifersucht innerhalb der Familie, von Schuldzuweisung aber auch von familiärem Zusammenhalt, von Freundschaft und Liebe. Dieser Roman ist so komplex und dennoch leicht zugänglich, dass man innerhalb weniger Zeilen sein Herz an ihn verliert. Ich kann ohne Zweifel sagen, dass er mein bisheriges Jahreshighlight ist.

„Sag den Wölfen, ich bin zu Hause. Vielleicht hatte Finn das alles längst verstanden, so wie immer. Man kann ihnen ruhig sagen, wo man wohnt, denn sie finden einen sowieso. Das tun sie immer.“

Zitat, Seite 408/409

 

75 Jahre Der kleine Prinz + 3×3 Giveaways

A prince is born

Am 6. April 1943 erblickte ein kleiner Prinz das Licht der Welt. Er ist die Hauptfigur eines modernen Märchens, das wir alle kennen. Einer Erzählung, die sich Seite für Seite zu einem Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit entfaltet und über die Jahre zum Klassiker avanciert ist: Antoine de Saint-Exupéry’s Der kleine Prinz (im Original Le Petit Prince).

In gut zwei Wochen jährt sich die Veröffentlichung von Saint-Exupéry’s Werk bereits zum 75. Mal. Die Geschichte des französischen Autors geht nicht nur mitten ins Herz, sondern auch in den Kopf. Zahlreiche Textstellen setzen sich beim Lesen in unserem Bewusststein fest und stimmen uns nachdenklich. Was ist es, das im Leben wirklich zählt?

Das wohl bekannteste Zitat aus der Geschichte (s.o.) begegnet uns wie eine Botschaft. Ein Geheimnis, das Saint-Exupéry durch den gezähmten Fuchs nicht nur dem kleinen Prinzen, sondern auch seinen Lesern anvertraut. Es ist der Geist, der den Dingen eine Seele einhaucht. Durch unsere Zuwendung reifen sie zu etwas Einzigartigem und Unverwechselbarem heran. Und so wird der Fuchs durch die Zuwendung des kleinen Prinzen zahm und die Rose durch die Pflege und Hingabe zu einer ganz besonderen Rose.

This is what makes me happy

In den Momenten, in denen ich die Geschichte des kleinen Prinzen aus dem Regal hervorziehe oder mir eines der vielen Zitate aus der Geschichte begegnet, frage ich mich oft, wer/was die Menschen/Dinge sind, die in meinem Leben die Rolle des Fuchses oder der Rose einnehmen.

Mein persönliches Lebensglück habe ich tatsächlich fernab von beruflichem Erfolg gefunden. Lange Zeit dachte ich, dass ich eine bestimmte Sprosse auf der Karriereleiter erreichen müsse, um wirklich glücklich und zufrieden zu sein. Ich sehnte mich nach Anerkennung. Hatte das Gefühl, ohne eine bestimmte Stellung in der Gesellschaft nichts wert zu sein. Nach sehr arbeitsintensiven und lehrreichen Jahren mit jeder Menge Arbeits- und weniger Lebenszeit habe ich jedoch eines gelernt: Es ist das Leben, das einen wirklich glücklich macht. Vorausgesetzt, man tut es auch. Leben.

„Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Albert Schweitzer

Und so gewinnen die gemeinsamen Momente mit den liebsten Menschen immer mehr an Bedeutung für mich. Momente, die von unbeschwertem Lachen, schräger Albernheit und tiefer Zuneigung erfüllt sind. Das können ganz alltägliche Momente, in denen man gemeinsam den Haushalt schmeißt, still nebeneinander sitzend ein Buch liest oder die Natur mit allen Sinnen erfasst; aber auch außergewöhnliche Momente, in denen man neue Abenteuer erlebt und ganz und gar neue Erfahrungen macht, sein. Die Hauptsache ist, man erlebt sie zusammen.

Und wenn ich so darüber nachdenke, könnte die Rolle der Rose durchaus meine Tochter einnehmen. Denn aus dem Baby wächst nicht nur langsam aber sicher ein eigenständiger Mensch heran, sondern die Räubertochter entwickelt sich auch zu einer individuellen Persönlichkeit, die von meiner Liebe und Zuneigung geprägt ist. Das macht sie zu etwas Einzigartigem.

Fünf wunderbare Geschenkbücher

Zum 75. Jubiläum des kleinen Prinzen erscheint bei arsEdition ein wunderbares Jubiläumspotpourri. Das sind zum einen vier wunderbare Geschenkbücher, die sich den besonderen Textstellen von Antoine de Saint-Exupéry’s „Der kleine Prinz“ und anderen Werken widmen und sich auf die Themen Liebe, Freundschaft, Glück und Lebensweisheiten konzentrieren, und zum anderen ein zauberhaft gestaltetes Ausmalbuch mit Szenen aus der Welt des kleinen Prinzen.

Die Geschenkbücher sind schon allein durch ihren besonderen Wickelverschluss ein absoluter Hingucker. Beim Blick hinter den Verschluss trifft man auf zauberhafte Bilder und Zitate, die das Entdecken zu etwas ganz Besonderem machen. Die sind nahezu dafür gemacht, um jemandem in eurem Leben eine Freude zu machen.

3×3 Giveaways für Kleine Prinzen-Fans

Du liebst die Geschichte des kleinen Prinzen genauso sehr wie ich und hast schon jemanden im Kopf, dem du mit einem dieser Geschenkbücher eine Freude machen könntest? Dann nutze deine Chance auf eins von drei Geschenkbücher-Bundles, die ich Dank der freundlichen Unterstützung von arsEdition unter meinen Lesern verlosen darf.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, möchte ich eines von dir wissen: wer nimmt in deinem Leben die Rolle des Fuchses und/oder der Rose aus „Der kleine Prinz“ für dich ein? Verrate mir bis Donnerstag, den 5. April 2018 um 23:59 Uhr deine persönliche Definition in Form eines Kommentars und springe damit in den Lostopf für eins der Bundles.

Viel Glück, ihr Lieben!

7 Jahre „Nur Lesen ist schöner“

Hooray – „Nur Lesen ist schöner“ wird 7!

Happy Birthday, my dear! In einer von Geistesblitzen durchjagden Nacht vor sieben Jahren hast du das Licht der Welt erblickt. Schau an, was aus dir geworden ist!

Damit gehören meine kleine Blogperle und ich in der literarischen Blogosphäre quasi schon zum alten Eisen. Über all die Jahre haben wir uns kennen und lieben gelernt. Wir sind aneinander gewachsen: haben klein begonnen und sind zu etwas Großem herangereift. Etwas, das nicht von Klickzahlen und Followern, sondern vielmehr von einer unbändigen Leidenschaft gelenkt wird: der Liebe zur Literatur.

Und so bin ich die letzten sieben Jahre nicht nur an Geschichten und Erfahrungen, sondern auch an Begegnungen reicher geworden. Einen Blog ins Leben zu rufen, hat sich für mich in jeder Hinsicht ausgezahlt. Wir können quasi nicht mehr ohne einander! Das was ihr heute seht, ist nur durch eure Unterstützung zu dem geworden, was es heute ist. Jedes Feedback, ob Like, Kommentar oder Email, war mir ein kleines Fest.

Auch 2018 soll es hier weiterhin buchige Inhalte geben. Neben den Besprechungen von Erwachsenenliteratur sind auch wieder jede Menge Kinder- und Jugendbuchbesprechungen, literarische Travelguides, Eventberichte und neue Herzensprojekte geplant. Allerdings werden die Beiträge, anders als in den Vorjahren, nicht mehr ausschließlich von mir, sondern hauptsächlich von der kleinen Räubertochter abhängig sein.

Make a wish

Bücher gibt es wie Sand am Meer. Welches aber schon seit langem deine Wunschliste anführt, musst du mir verraten. Die Idee ist, einem unter euch einen buchigen Herzenswunsch zu erfüllen (das Buch sollte dabei 20 € nicht übersteigen) und gleichzeitig etwas Leseinspiration einzufangen.

Klick, klick, Glück

– Hinterlasse einen Kommentar mit deinem Wunschlisten-Spitzenreiter bis 20 € und einer Begründung, warum das Buch unbedingt in dein Bücherregal einziehen muss.
– Eine zusätzliche Teilnahme über Instagram (@lesenslust) ist möglich, hierfür solltest du aber ebenfalls die entsprechenden Teilnahmebedingungen beachten.

Teilnahmebedingungen

– Das Gewinnspiel läuft bis 04. Februar 2018, 23:59 Uhr und wird unter allen Teilnehmern (Blog & Instagram) ausgelost.
– Der/Die Gewinner/in wird unter diesem Beitrag bzw. bei Instagram erwähnt und per Mail benachrichtigt.
– Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Auslosung – Update 05.02.2018

Das Gewinnspiel ist nun offiziell beendet.

Der Zufallsgenerator hat entscheiden. Die Wahl fiel auf Rebecca alias Miss Goldblatt.

Sie gewinnt ihren Wunschlisten-Spitzenreiter „Scythe – Der Zorn der Gerechten“ (Band 2) von Neal Shusterman. Herzlichen Glückwunsch!

Die Kraft der Worte

„Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ – Stephanie Butland

„Oben wurde es still. Ich erinnere mich an das Gefühl, es war schmerzlich, unnatürlich, als verdaue mein Magen sich selbst. Meine Welt veränderte sich, sie war nicht mehr die, die ich kannte.“

Zitat, Seite 68

Loveday verlebt eine glückliche Kindheit bis ein tragisches Ereignis ihr alles nimmt. Die Familie zerbricht von einem Tag auf den anderen und verwandelt das junge aufgeschlossene Mädchen in einen Schatten ihrer selbst. Sie igelt sich ein, meidet fortan den Kontakt mit Menschen und flüchtet sich in Bücher. Sie beginnt einen Job im Antiquariat und versinkt in den Seiten zahlreicher Werke. In ihnen findet sie die Zuflucht, die die Menschen ihr scheinbar nicht geben können. Schon bald ist ihr Körper bedeckt von Textstellen; Lieblingszeilen, die sich in ihren Körper und in ihre Seele gebrannt haben.

Nur Archie, der alte Antiquar, wird für die junge Frau zum Freund. Er bedrängt sie nicht, schenkt ihr den nötigen Freiraum zum Entfalten, Zuwendung und Respekt. Und so beginnen Loveday’s Wunden der Vergangenheit langsam aber sicher zu heilen. Doch als eines Tages eine Kiste voller Bücher ihrer Mutter im Laden eintrifft, wird sie schlagartig von der Vergangenheit eingeholt. Was, wenn jemand ihr dunkelstes Geheimnis kennt?

Beim Poetry-Slam mit dem Illusionisten Nathan eröffnet sich ihr eine neue Welt: Denn durch die Gedichte bahnen sich die Gedanken aus ihrem tiefstem Inneren einen Weg in die Freiheit.

„Wenn die Familie auseinanderbricht, tun eine Weile lang die großen Dinge weh, wie direkt nach einem Schlag, doch diese Art Schmerz schwindet ziemlich schnell, weil man gezwungen ist, sich daran zu gewöhnen. (…) Kleine Dinge, wie das hier, kriegen dich hingegen immer wieder dran, und zwar für immer, soweit ich das sagen kann. (…) Wahrscheinlich liegt es daran, dass diese kleinen Erinnerungen von winzigen Dingen ausgelöst werden, die nicht vorhersehbar sind und vor denen man sich demnach nicht schützen kann. Sie erwischen einen wie eine Papierschnittwunde am Herzen.“

Zitat, Seite 81/82

In „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ erzählt Stephanie Butland eine jener leisen und gefühlvollen Geschichten, die ich so unglaublich gerne mag. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die bereits mit neun Jahren aus ihrem behüteten Umfeld gerissen und in das staatliche Fürsorgesystem gesteckt wird, weil ein tragischer Unfall ihr beide Eltern nimmt.

Von da an zieht sich Loveday aus dem Leben zurück, wird zu einer schwer zugänglichen Person und findet selbst zu der fürsorglichen Langzeitpflegemutter Annabel keinen wirklichen Zugang. Nur beim Lesen fühlt sie sich geborgen. Sie vergräbt sich in Bücher, findet in Textstellen Kraft und schmückt ihren Körper schon bald mit Tattoos ihrer liebsten Zitate. Wie ein Schutzschild legen sie sich um ihren Körper, wirken nahezu besänftigend auf ihr inneres Seelenleid.

Als Loveday in Archie’s Antiquariat Brodie’s Books strandet, fühlt sie sich auf Anhieb gut aufgehoben. In dem Job im Laden, den ihr der alte Antiquar möglich macht, findet sie eine Aufgabe und in Archie einen väterlichen Freund. Umgeben von Büchern, schöpft sie neuen Mut und begegnet auch dem Illusionisten Nathan, der sich langsam aber sicher einen Weg in ihr Herz bahnt. Er ist es auch, der ihr zeigt, wie sie ihre Gedanken mithilfe von Gedichten in die Freiheit entlässt. Durch die Kraft der Poesie findet sie schlussendlich einen Weg, sich von all ihrem Seelenballast zu befreien.

„Archie meint, dass Bücher die besten Geliebten sind und die anspruchsvollsten Freunde. Er hat recht, aber auch ich habe recht: Bücher können echten Schmerz zufügen.“

Zitat, Seite 7

Butland erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Loveday, die mit uns durch drei Zeitabschnitte reist. Die Ich-Perspektive ließ mich schnell Zugang zu der jungen Frau finden, deren innerliche Zerrissenheit durch ihre Gedanken gut zum Vorschein kam. Neben dem aktuellen Geschehen, das im Jahr 2016 spielt, reisen wir auch in ihre drei Jahre zurückliegende Beziehung zu dem Wissenschaftler Rob und in Loveday’s Kindheit zurück. So eröffnen sich uns immer mehr Details, durch die wir die junge Frau kennenlernen und ihre Situation besser einzuschätzen verstehen.

Es ist ein bewegender Roman voller Poesie und Mitgefühl. Mit sanften und gefühlvollen Zeilen und einer beeindruckenden Bildsprache lässt Butland uns an der Entwicklung einer jungen Büchernärrin teilhaben, die sich nach einer Familientragödie und einer gescheiterten Beziehung nur ganz schwer wieder auf das Leben und die Liebe einlassen kann. Der Roman ist nicht nur eng mit der Literatur im Allgemeinen, sondern insbesondere auch mit der Lyrik eng verbunden, weshalb er sicher nicht nur mein Herz, sondern die Herzen zahlreicher Buchliebhaber höher schlagen lässt.

„Es gibt niemals ein Ende, und das gefällt mir so gut daran: der Zyklus eines Bücherlebens. Die einen kommen auf der Suche nach einem Buch, die anderen bringen es her, weil es in diesem Leben seinen Zweck nicht mehr erfüllt, aber zu einem anderen wiedergeboren werden kann. Und ich halte das ganze System am Laufen, so eine Art heiliger Petrus der Bücher.“

Zitat, Seite 140

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Kinderfreuden #24: Das Leben ist schön

Leben – Cynthia Rylant & Brendan Wenzel

“It’s the little things that make life big.“

Jedes Leben beginnt klein. Sogar bei den Elefanten. Dann beginnt es zu wachsen und  langsam aber sicher zu etwas Großem heranzureifen. Leben unterliegt der ständigen Veränderung, durchläuft gute wie schlechte Zeiten, Tag und Nacht, Licht und Schatten. Es hält  jede Menge Überraschungen für uns bereit: Abenteuer, die es zu bestreiten und Ängste, die es zu überwinden gilt. Doch trotz aller Widrigkeiten ist es wunderschön.

Die Tierwelt weiß das und genießt das Leben in vollen Zügen. Brendan Wenzel und Cynthia Rylant laden uns daher ein, die Welt aus der Sicht von Tieren zu betrachten und einen Weg zu gehen, der von den Emotionen und Erfahrungen der Tierwelt geprägt ist.

Begleitest du sie, auf ihrer Entdeckungsreise durch das Leben?

Eckdaten

Hardcover, ab 4 Jahren

48 Seiten
22,5 x 29 cm
ISBN: 978-3314104176
Übersetzt von Thomas Bodmer

NordSüd Verlag

16,00 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Es gibt Kinderbücher, da geht einem beim Ansehen das Herz auf. So auch bei „Leben“, das ganz und gar bezaubernde Illustrationen von Brendan Wenzel und begleitende Zeilen von Cynthia Rylant in sich trägt. Es handelt wie der Titel bereits verrät, vom Leben. Und obwohl es uns keine völlig neue oder spektakuläre Geschichte erzählt, gelingt ihm dennoch etwas ganz Besonderes: es schenkt uns Augen für das Wunderbare.

Es ist der Blickwinkel von Tieren, den Rylant und Wenzel die Kleinen einnehmen lässt. Eine Perspektive, die den Kindern fremd ist und ihnen ganz neue Facetten des Lebens aufzeigt. Dass das Leben trotz oder gerade wegen aller Widrigkeiten so lebenswert ist. So liebt der Habicht den Himmel, das Kamel den Sand und die Schlange das Gras. Und obwohl die Schildkröte dem Leben vielleicht nichts Besonderes abgewinnen kann, liebt sie es dennoch. Denn an ihrem Panzer hat sie im Lauf der Jahre viel Wasser abperlen lassen und der Melodie des Regens gelauscht – dem einzigartigen Lied der Natur.

Doch Rylant und Wenzel führen ihren Betrachtern nicht nur die schönen Seiten des Lebens vor Augen, sondern geleiten sie auch durch wilde und wüste Passagen. Mit einem Vogel fliegen sie durch einen von Dunkelheit und Unwetter erfassten Wald und kommen verängstigt, aber unbeschadet wieder heraus. Und so lernen schon die Kleinsten das Leben in seiner Gänze kennen, nicht aber, ohne ihnen dabei Mut und Kraft zu schenken, sich dem Leben zu stellen. Ihnen zu zeigen, dass es stets einen Ausweg gibt.

„Das Leben ist nicht immer leicht. Zuweilen gibt es wilde, wüste Strecken. Doch auf die eine oder andere Art kommt man da auch wieder raus.“

Durch ein wunderbar hamonisches Zusammenspiel ist dem Illustrator und der Autorin ein ganz wunderbares Kinderbuch gelungen, das uns einmal mehr vor Augen hält, wie schön das Leben sein kann. Die Geschichte, die von Wenzels atemberaubenden Illustrationen und Rylants poetischen Zeilen lebt, unterliegt, genau wie das Leben selbst, der stetigen Veränderung. Es sensibilisiert uns, in den kleinsten Dingen das Wunderbare zu sehen und verzaubert kleine wie große Betrachter mit seinen stimmungsvollen Bildern. Und auf einmal wird uns ganz klar, warum es sich lohnt, jeden Morgen aufzuwachen und zu schauen, was passiert. „Denn das Leben fängt klein an. Und es wächst.“

<3 <3 <3 <3 <3

Blickwinkel aus kleinen Augen

Lenas Urteil:

Lena SteckbriefGefällt dir das Buch? Ja, sehr.

Was hat dir besonders gefallen? Die Tiere

Worum geht die Geschichte? um das Leben

Wo steht das Buch im Regal? neben „Die Flucht“

Lesezeit: bei Tageslicht

Bester Leseplatz: im Bett

Schlüpft in die Rolle von: einer Entdeckerin

Ice Ice Baby – Drei Kinderbücher für den Winter

Hallo ihr Lieben,

seit die kleine Räubertochter das Licht der Welt erblickt hat, muss ich mir meine spärlich gesäte Freizeit gut einteilen. Mit dem Lesen klappt es besser denn je, schließlich hat man beim Stillen immer eine Hand frei und kann die Zeit, wo der Nachwuchs wohlig vor sich hin schmatzt, besonders gut nutzen, um sich ein Buch zu schnappen und in die Geschichte einzutauchen.

Was allerdings gerade etwas zu kurz kommt, sind die Rezensionen. Es tümmeln sich nämlich bereits zahlreiche Entwürfe im Ordner, die auf den letzten Feinschliff warten. Doch kaum sitze ich am PC um die Mission endlich zu erfüllen, dringen bereits Geräusche vom Nebenzimmer zu mir. Klagenslaute, die nach mehr Aufmerksamkeit rufen. Denn das kleine Wesen kann es nun so gar nicht verstehen, wie man ihm Bücher vorziehen kann!

Da in den letzten Monaten allerdings ein paar wunderbare Kinderbücher erschienen sind, die perfekt in die Winterzeit passen, möchte ich euch heute bereits einen kleinen Einblick in drei Kinderbücher geben, ehe die detaillierten Rezensionen erscheinen. Holt sie euch und euren Liebsten, entdeckt sie gemeinsam und taucht dabei ein, in die glitzernd bunte Winterwelt. Denn der Schnee lässt nun ja nicht mehr lange auf sich warten.

Der Eisbär – Jenni Desmond

Text & Illustration: Jenni Desmond | Aladin Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 48 | Hardcover 16.95 € | ISBN: 978-3-8489-0109-8
Zum Buch beim Aladin Verlag

Jenni Desmond ist bereits mit „Der Blauwal“ ein beeindruckendes Sachbilderbuch gelungen. Nun begeistert sie uns erneut mit Text und Bildern zu einem der größten und gefährlichsten Raubtieren der Welt: dem Eisbären.

Kinder können es kaum glauben, wenn sie den kleinen Eisbären lieben, aber Eisbären sind nun mal nicht immer nur süß, sondern auch gefährlich. Denn nicht nur ihre Größe, sondern auch ihr blutverschmiertes Maul kann schon mal beängstigend sein. Nicht aber, wenn Desmond sie zeichnet. Denn ihr einzigartiger Stil, mit dem sie das Raubtier zum Leben erweckt, sorgt eher für Begeisterung als Entsetzen. Schnell wird den Kleinen klar, dass auch der Eisbär selbst gejagt wird.

Desmond nimmt auf ihren Bildern ganz besondere Blickwinkel ein, die ihre kleinen Entdecker ins Staunen versetzt. Denn die eisigen Lebensbedingungen werden ebenso spürbar wie die immensen Größenunterschiede zwischen Tier und Mensch.  Ein Sachbilderbuch, das auf den Winter und Entdeckungsreisen im wohligen Kinderzimmer einstimmt.

Erpel liebt Ente – René Gouichoux & Marc Boutavant

Text & Illustration: René Gouichoux, Marc Boutavant | Magellan Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 32 | Hardcover 9.95 € | ISBN: 978-3-7348-2041-0
Zum Buch beim Magellan Verlag

Eigentlich ist Erpels Schwärmerei für die Ente ein Geheimnis, aber irgendwie kann er es nicht für sich behalten und steckt es Gans. Und genau wie Erpel, tratscht es auch Gans weiter und Pute … und Hahn. Bis das Geheimnis kein Geheimnis mehr ist und auch die Ente von Erpels Zuneigung erfährt. Wie sie wohl die Botschaft aufnimmt?

In dem kleinen Bilderbuch steckt eine entzückende kleine Geschichte über eine geheime Schwärmerei, die einen selbst in der kalten Winterlandschaft ganz wohlig ums Herz werden lässt.

Das große Buch vom kleinen Eisbären – Hans de Beer

Text & Illustration: Hans De Beer | NordSüd Verlag | Ab 4 Jahren | Seiten: 192 | Hardcover 25.00 € | ISBN: 978-3-314-10414-5
Zum Buch beim NordSüd Verlag

Der kleine Eisbär ist legendär. Auch ich kenne ihn noch aus meiner Kindheit und bin  noch heute in ihn verliebt. Lars, der als kleiner tollpatschiger Steppke angefangen hat, hat sich über die Jahre von lieb und nett, zu mutig und abenteuerlustig gemausert. Seine Abenteuer wurden immer wagemutiger und daher haben auch die  Illustrationen von Hans de Beer eine bestimmte Entwicklung durchlaufen, die man in diesem Sammelband verfolgen kann.  Es beherbergt alle zehn Bände  mit ungekürzten Geschichten und einer Auswahl an begleitenden Illustrationen. Für Eisbärliebhaber und alle die es noch werden wollen. <3

Glitzernde Lesestunden wünscht euch Steffi