75 Jahre Der kleine Prinz + 3×3 Giveaways

A prince is born

Am 6. April 1943 erblickte ein kleiner Prinz das Licht der Welt. Er ist die Hauptfigur eines modernen Märchens, das wir alle kennen. Einer Erzählung, die sich Seite für Seite zu einem Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit entfaltet und über die Jahre zum Klassiker avanciert ist: Antoine de Saint-Exupéry’s Der kleine Prinz (im Original Le Petit Prince).

In gut zwei Wochen jährt sich die Veröffentlichung von Saint-Exupéry’s Werk bereits zum 75. Mal. Die Geschichte des französischen Autors geht nicht nur mitten ins Herz, sondern auch in den Kopf. Zahlreiche Textstellen setzen sich beim Lesen in unserem Bewusststein fest und stimmen uns nachdenklich. Was ist es, das im Leben wirklich zählt?

Das wohl bekannteste Zitat aus der Geschichte (s.o.) begegnet uns wie eine Botschaft. Ein Geheimnis, das Saint-Exupéry durch den gezähmten Fuchs nicht nur dem kleinen Prinzen, sondern auch seinen Lesern anvertraut. Es ist der Geist, der den Dingen eine Seele einhaucht. Durch unsere Zuwendung reifen sie zu etwas Einzigartigem und Unverwechselbarem heran. Und so wird der Fuchs durch die Zuwendung des kleinen Prinzen zahm und die Rose durch die Pflege und Hingabe zu einer ganz besonderen Rose.

This is what makes me happy

In den Momenten, in denen ich die Geschichte des kleinen Prinzen aus dem Regal hervorziehe oder mir eines der vielen Zitate aus der Geschichte begegnet, frage ich mich oft, wer/was die Menschen/Dinge sind, die in meinem Leben die Rolle des Fuchses oder der Rose einnehmen.

Mein persönliches Lebensglück habe ich tatsächlich fernab von beruflichem Erfolg gefunden. Lange Zeit dachte ich, dass ich eine bestimmte Sprosse auf der Karriereleiter erreichen müsse, um wirklich glücklich und zufrieden zu sein. Ich sehnte mich nach Anerkennung. Hatte das Gefühl, ohne eine bestimmte Stellung in der Gesellschaft nichts wert zu sein. Nach sehr arbeitsintensiven und lehrreichen Jahren mit jeder Menge Arbeits- und weniger Lebenszeit habe ich jedoch eines gelernt: Es ist das Leben, das einen wirklich glücklich macht. Vorausgesetzt, man tut es auch. Leben.

„Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Albert Schweitzer

Und so gewinnen die gemeinsamen Momente mit den liebsten Menschen immer mehr an Bedeutung für mich. Momente, die von unbeschwertem Lachen, schräger Albernheit und tiefer Zuneigung erfüllt sind. Das können ganz alltägliche Momente, in denen man gemeinsam den Haushalt schmeißt, still nebeneinander sitzend ein Buch liest oder die Natur mit allen Sinnen erfasst; aber auch außergewöhnliche Momente, in denen man neue Abenteuer erlebt und ganz und gar neue Erfahrungen macht, sein. Die Hauptsache ist, man erlebt sie zusammen.

Und wenn ich so darüber nachdenke, könnte die Rolle der Rose durchaus meine Tochter einnehmen. Denn aus dem Baby wächst nicht nur langsam aber sicher ein eigenständiger Mensch heran, sondern die Räubertochter entwickelt sich auch zu einer individuellen Persönlichkeit, die von meiner Liebe und Zuneigung geprägt ist. Das macht sie zu etwas Einzigartigem.

Fünf wunderbare Geschenkbücher

Zum 75. Jubiläum des kleinen Prinzen erscheint bei arsEdition ein wunderbares Jubiläumspotpourri. Das sind zum einen vier wunderbare Geschenkbücher, die sich den besonderen Textstellen von Antoine de Saint-Exupéry’s „Der kleine Prinz“ und anderen Werken widmen und sich auf die Themen Liebe, Freundschaft, Glück und Lebensweisheiten konzentrieren, und zum anderen ein zauberhaft gestaltetes Ausmalbuch mit Szenen aus der Welt des kleinen Prinzen.

Die Geschenkbücher sind schon allein durch ihren besonderen Wickelverschluss ein absoluter Hingucker. Beim Blick hinter den Verschluss trifft man auf zauberhafte Bilder und Zitate, die das Entdecken zu etwas ganz Besonderem machen. Die sind nahezu dafür gemacht, um jemandem in eurem Leben eine Freude zu machen.

3×3 Giveaways für Kleine Prinzen-Fans

Du liebst die Geschichte des kleinen Prinzen genauso sehr wie ich und hast schon jemanden im Kopf, dem du mit einem dieser Geschenkbücher eine Freude machen könntest? Dann nutze deine Chance auf eins von drei Geschenkbücher-Bundles, die ich Dank der freundlichen Unterstützung von arsEdition unter meinen Lesern verlosen darf.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, möchte ich eines von dir wissen: wer nimmt in deinem Leben die Rolle des Fuchses und/oder der Rose aus „Der kleine Prinz“ für dich ein? Verrate mir bis Donnerstag, den 5. April 2018 um 23:59 Uhr deine persönliche Definition in Form eines Kommentars und springe damit in den Lostopf für eins der Bundles.

Viel Glück, ihr Lieben!

#MustReadBlogtour – Tag 5: Eine Freundschaft in Briefen

Herzlich Willkommen zu Tag 5 der Must-Read Blogtour!

Diese Blogtour wurde von Smarty alias Lady Smartypants ins Leben gerufen und entführt euch auf eine Reise durch die Welt der Bücher. Bis zum 12. März 2018 wartet täglich ein Blog und ein ganz bestimmtes Buch auf euch, der/das sich lohnt, von euch gelesen und und entdeckt zu werden.

Eine Blogtour ist eine wunderbare Gelegenheit, sich innerhalb der Blogosphäre besser kennenzulernen und auszutauschen, weshalb auch ich gerne mit an Bord bin. Während Trixi vom Nachtigallenfriedhof gestern ein Buch aus dem Bereich YA Romance für euch im Gepäck hatte, werden wir uns heute einer Reihe an Briefen widmen, ehe es dann morgen bei Regina Rewritten mit einem Buch aus dem Bereich YA Sci-Fi weitergeht.

Smarty selbst hat die Blogtour mit dem Roman Die Bücherdiebin ins Rollen gebracht und mich daran erinnert, dass ich den Klassiker noch immer ungelesen im Regal stehen habe. Nach einem gescheiterten ersten Versuch, die in meinen Augen grauenhafte englische Übersetzung des Romans zu lesen, steht das deutsche Original schon ewig auf dem SuB. Es wird Zeit, es von dort zu befreien und mich dem Buch endlich anzunehmen.

Eine Freundschaft in Briefen: „84, Charing Cross Road“

Es gibt Zeilen, die treffen mitten ins Herz. „84, Charing Cross Road“ beherbergt solche. Das bescheidene Büchlein, das mit gerade mal 158 Seiten daherkommt und den Briefwechsel zwischen der New Yorker Bühnenschriftstellerin und dem Londoner Antiquar Frank Doel beherbergt, ist von der ersten bis zur letzten Seite ein absolutes Must – Read.

„Es gibt Bücher, die ihre Leser von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen und unwiderstehlichen Charme verbreiten. Sie treffen einen Tonfall, der Glaubwürdigkeit ausstrahlt und den Eindruck erweckt, als ließe sich ein wunderbarer Einklang zwischen den Menschen und der Welt herstellen, zumindest im imaginären Reich der Literatur. Helene Hanff hat ein solches Buch – „84, Charing Cross Road“ – geschrieben, und es ist auch die Zufälligkeit seines Entstehens, die ihm seinen Reiz gibt.“

Rainer Moritz im Nachwort

Worum geht’s

1949 beginnt zwischen Helene Hanff, einer Bühnenschriftstellerin aus New York, und dem Londoner Antiquar Frank Doel ein reger Briefwechsel, der über 20 Jahre andauern soll. Was als schlichte Korrespondenz von Geschäftsbriefen beginnt, entwickelt sich über die Jahre zu einer vertrauensvollen Brieffreundschaft zwischen zwei Menschen, die trotz der Entfernung zueinander eine gemeinsame Leidenschaft teilen: Die Leidenschaft für Bücher.

Hanff, die über die Jahre ihre Suche nach antiquarischen Büchern vertrauensvoll in Doels Hände gelegt und die Belegschaft der Marks & Co Buchhandlung in London und darüber hinaus deren Familien in ihr Herz geschlossen hat, setzte mit der Veröffentlichung dieser Briefe in „84, Charing Cross Road“ dieser außergewöhnlichen Beziehung ein Denkmal.

„Ich will IHNEN, Frank Doel, nur eines sagen: Wir leben in verkommenen, zerstörerischen und degenerierten Zeiten, wenn eine Buchhandlung – eine BUCHHANDLUNG – damit anfängt, schöne alte Bücher auseinander zu reißen, um sie als Einpackpapier zu verwenden. Ich sagte zu John Henry, als er ausgewickelt war: „Hätten Sie das für möglich gehalten, Eminenz?“, und er verneinte. Sie haben das Buch in einer großen Schlachtszene auseinander gerissen, und ich weiß nicht einmal, um welchen Krieg es sich handelt.“

Zitat, Seite 32

Darum musst du dieses Buch lesen

Die in „84, Charing Cross Road“ veröffentlichten Briefe zwischen Helene Hanff und Frank Doel sind ein wahrer Schatz und bereits nach wenigen Seiten war mir klar, warum so viele Millionen Menschen vor mir ihr Herz an dieses kleine bescheidene Büchlein verloren hatten. Es ist eine Hymne an die Literatur, an die Freundschaft und an den Austausch in Briefen. Es spiegelt die Beziehung zwischen zwei Menschen wieder, die allein durch die Liebe zur Literatur entfacht, und über die Jahre gefestigt wurde.

Helene Hanff hat als schlagfertige New Yorkerin bei der Korrespondenz stets die Oberhand und schreckt nicht davor zurück dem liebenswerten Frank Doel zu gegebenem Anlass zurecht zu weisen. Sie feuert derartige Wagenladungen voller Empörung und Missmut auf den zurückhaltenden Doel, dass man befürchtet, er würde vor Scham im Boden versinken. Und dennoch hält er Hanffs Schimpftiraden, die der Korrespondenz so viel Witz und Esprit verleihen, stand. Er konzentriert sich stets aufs Wesentliche: dem Besorgen und Zusenden von Hanffs Wunschliteratur.

„Das nennen Sie Pepys‘ Tagebuch!? Das ist nicht Pepys‘ Tagebuch, das ist die elende Zusammenstellung von Exzerpten aus Pepys‘ Tagebuch, herausgegeben von irgendeinem übereifrigen Kerl, der in der Hölle verfaulen möge! Ich könnte ausspucken davor!“

Zitat, Seite 55

Mit der Zeit werden die Briefe persönlicher und Hanffs Ton mitfühlender und umgänglicher. Der anfänglich zweckdienlichen Anweisung von Bestellungen weicht ein liebevoller Umgang mit dem loyalen Buchhändler und seiner Familie. Eine Vertrautheit wächst zwischen den beiden Buchliebhabern, wie man sie sonst nur zwischen wirklich guten Freunden finden kann. So kommt nicht nur die benötigte Literatur sondern auch das Zeitgeschehen aus Politik, Sport und dem alltäglichen Leben zur Sprache. Gefühle und Denkansätze werden ausgetauscht, mit der sich zwei völlig Fremde einander Stück für Stück zu öffnen scheinen.

„Ich liebe Widmungen auf dem Vorsatz und Randnotizen; ich mag das Gefühl von Verbundenheit, das entsteht, wenn ich Seiten umschlage, die jemand vor mir bereits umblätterte, und Abschnitte lese, auf die jemand, der schon lange nicht mehr lebt, meine Aufmerksamkeit gelenkt hat.“

Zitat, Seite 48

Das ergreifende Werk „84, Charing Cross Road“ bewirkt mit seinen wenigen Seiten so viel mehr, als man es anfangs vermutet und berührt deshalb vermutlich auch so viele Leserherzen. Es hat mich verzaubert und wird als 2002 erschiene deutsche Erstausgabe für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal ergattern. Wie schade, dass Helene Hanff bereits 1997 verstorben ist. Die Theater- und Buchautorin, die über viele Jahre hinweg vergeblich auf den Durchbruch wartete, stand der erfolgreichen und einschneidenden Publikation von Briefen, die nie im Hinblick auf eine Veröffentlichung geschrieben wurden, bis zum Ende mit aufrichtigem Staunen gegenüber. Ein Charakterzug, der Helene Hanff nicht nur sympathisch sondern sicherlich auch zu einem Vorbild für Viele macht.

Welches Buch ist für euch ein absolutes Must Read? Verratet es mir doch in einem Kommentar. Das volle Programm der #MustReadBlogtour findet ihr hier.

Ich wünsche euch einen bezaubernden Sonntag! <3

Das Spiel beginnt – eine Bücherjagd durch Deutschland

Hallo Spürnase,

hast du Lust auf ein Abenteuer? Dann bist du hier genau richtig!

Mit der Erscheinung von „Mr Griswolds Bücherjagd“ von Jennifer Chambliss Bertmann stürmt der Mixtvision Verlag heute nicht nur die deutschen Buchhandlungen, sondern schickt dich auch auf eine spannende Bücherjagd quer durch Deutschland. Denn gemeinsam mit der Büchercommunity Lovelybooks und jede Menge fleißigen Lesern und Bloggern werden heute in ganz Deutschland nigelnagelneue Exemplare des Kinderbuchs versteckt.

Details zum Buch

„Mr Griswolds Bücherjagd“ ist der Auftakt einer neuen Kinderbuch-Trilogie. Das Buch ist eine Mischung aus Kinderroman und Bücherschnitzeljagd und ein Must-Read für alle Bücherwürmer. Jennifer Chambliss Bertman schreibt Geschichten mit einer Prise Geheimnis, einem Hauch Krimi, einem Schuss Rätsel und ganz viel Spaß.

Ihr Debüt wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und stand wochenlang auf der New York Times-Bestsellerliste.

Das Beste am Umzug ihrer Familie nach San Francisco ist für Emily die Tatsache, dass ihr großes Idol dort wohnt: Garrison Griswold, Verleger und Gründer der erfolgreichen Internet-Plattform »Mr Griswolds Bücherjagd«, ein Spiel, bei dem Bücher versteckt und durch Lösen von Rätseln gefunden werden können. Am Tag der Ankunft soll ein sensationelles neues Spiel starten, doch schon bald findet Emily heraus, dass Mr Griswold von Unbekannten angegriffen wurde und nun im Koma liegt. Emily und ihr neuer Freund James entdecken ein seltsames Buch, das Griswold gehört und vermutlich der einzige Schlüssel zu seinem neuen Abenteuer ist. Die Kinder wollen das Rätsel unbedingt lösen. Denn irgendjemand hat es nicht nur auf Griswold, sondern auch auf das Buch abgesehen…

Übrigens gibt es beim Verlag auch ein Bücherjagd-Kit zu erwerben, mit dem man seine ganz eigene Bücherjagd starten kann.

Ein Buch in Minga

Noch mehr Hinweise gibt’s in den Instastories…

Auch ich werde ein Exemplar des Buches in München verstecken. Wo genau du suchen musst, um es bald dein Eigen nennen zu dürfen, verrät dir der Hinweis auf der Aktionsseite von Lovelybooks und meine Tipps in den Instastories, die es ab frühen Nachmittag aufmerksam zu verfolgen gilt. Peile auf jeden Fall mal die Innenstadt an. Der Garten, zu dem ich mich aufmache, zählt bei warmen Temperaturen zu meinen absoluten Lieblingsleseplätzen in München.

Wenn du das Buch findest, gehört es dir. Und da ich von Natur aus neugierig bin, würde ich gerne erfahren, in welche Hände es geraten ist. Lass mich mit einem Foto in den sozialen Netzwerken wissen, wie du es entdeckt hast (ich freu mich sehr, wenn du mich darauf markierst).

Neben München sind noch viele andere Städte bei der Bücherjagd vertreten. Schau gleich auf der Aktionsseite nach, ob auch deine Stadt darunter ist und stürze dich ins Abenteuer. Viel Glück bei der Suche!

9. Buchsaiten Blogparade 2017- ein Rückblick in Büchern

Happy new year, ihr Lieben! Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2018. Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht und steckt bereits mittendrin, in euren ersten Leseabenteuern des neuen Jahres. Um euch nicht mit dem immergleichen Jahresüberblick über meine gelesenen Bücher zu langweilen, habe ich mich dieses Jahr dazu entschieden, 2017 mithilfe der 9. Buchsaiten Blogparade (=#BSBP) von Die Liebe zu den Büchern Revue passieren zu lassen.

Die Buchsaiten Buchparade wurde bereits vor neun Jahren von Katrin vom Blog BuchSaiten ins Leben gerufen und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. 2016 hat Petzi von Die Liebe zu den Büchern das Ruder übernommen und es zu meiner Freude für 2017 beibehalten. Sie sammelt noch bis 6. Januar 2018 (um Mitternacht) die Beiträge aller teilnehmenden Blogs, weshalb auch ich noch (reichlich verspätet) mit an Bord springe.

Bevor ich mich jedoch den Fragen der Blogparade widme, möchte ich noch etwas auf meine Lesestatistik des letzten Jahres schauen. Zugegeben, sie ist für meine Verhältnisse sehr beschaulich, fast schon armselig, ausgefallen. Ein Umstand, der sicher meiner Schwangerschaft und meinem Umzug mitsamt Herzensmann (und Räubertochter) zuzuschreiben ist. Obwohl ich im Nachhinein betrachtet 2017 mehr Lesezeit als sonst irgendwann zur Verfügung stehen hatte. Aber neben dem Lesen wartet eben auch noch ganz viel Leben auf uns.

Was für mich beim Lesen im Vordergrund steht, ist nach wie vor die Qualität anstatt die Quantität der Bücher. Lesen ist schließlich kein Wettbewerb, sondern ein Privileg. Und hinterher schreit eh kein Hahn danach, ob es nun 10 oder 100 Bücher waren, dich ich nun schlussendlich gelesen habe. Worüber ich mich beim Blick auf meine Statistik sehr freue, ist die Tatsache, dass ich neben gelungen Jugend- und Erwachsenenromanen auch eine Menge bezaubernder Kinderbücher entdecken durfte. Von Klassikern aus meiner Kindheit bis hin zu aktuellen Kinderbuchschätzen war da alles dabei. Es ist mir nach wie vor eine Herzensangelegenheit, die Kleinsten unter uns in fremde Welten zu entführen und ihnen die Möglichkeit zu schenken, mit ihren Leseabenteuern zu wachsen. Auf den Moment, wo ich meiner Räubertochter das erste Mal so richtig vorlese, freue ich mich bereits wie Bolle.

Dieses Jahr habe ich mein Ziel bei Goodreads leider knapp verfehlt. Denn anstatt 41 sollten da 50 Bücher stehen. Wobei ich finde, dass man mit 3-4 Bücher im Monat durchaus schon gut dabei ist und ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie ich noch mehr Bücher in meinen Alltag integrieren sollte, als bisher.

Eine interessante Feststellung musste ich allerdings dennoch machen: noch nie habe ich so viele Bücher zu lesen begonnen und nicht beendet wie im vergangenen Jahr. Zumindest nicht bewusst! Die Gründe dafür liegen vielen Aspekten zugrunde: fehlender Zeit, einem nicht übergesprungenem Funken, mangelndem Interesse und zu vielen Neuerscheinungen. Man könnte fast meinen, dass mich zwischenzeitlich Leseflauten heimgesucht haben und der Herzensmann mich beim Lesen überholte. Ich hoffe daher auf ein ganz wunderbares und lesereiches Jahr 2018 mit reichlich packenden und leidenschaftlichen Geschichten, denen es gelingt, mich vollends für sich zu gewinnen.

Nun aber zu den eigentlichen Fragen der 9. Buchsaiten Blogparade.

  • Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung) 

„Elefant“ von Martin Suter

Anfang des Jahres hat mich Martin Suter mit einem hochprozentigen Cocktail aus Sci Fi, Thriller und Märchen überrascht, in der ein rosa fluoreszierender Elefant im Mittelpunkt steht. Der Elefant hat mein Herz im Sturm erobert. Niemals hätte ich eine so vielschichtige und spannende Geschichte hinter dem schlichten Titel vermutet. Doch Martin Suter hat mal wieder den Überraschungseffekt für sich genutzt und stochert wieder in allerhand Dingen herum, streut Salz in offene Wunden und trifft ihn dabei genau: den Nerv der Zeit.

  • Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung) 

„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ – Harriet Reuter Hapgood

Dass hinter so einem wunderhübschen Cover wie diesem eine so irritierende Geschichte steckt, hätte ich tatsächlich nicht vermutet. Während andere den Roman hochgelobt haben, war ich hin- und hergerissen und fühlte mich während dem Lesen, ähnlich wie die Protagonistin Gottie, von einem unkontrollierbaren Sog erfasst, der mich am Ende zwiegespalten ausspuckte und es mir nahezu unmöglich machte, zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen. Wahrscheinlich war mir der Jugendroman einfach zu eng mit der Physik verbunden und ich habe deshalb dicht gemacht und mich bis zum Ende gequält.

  • Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum? 

Anika Landsteiner

Es gab dieses Jahr ein Buch, das meine Patentante und mich in völlig unterschiedliche Richtungen getrieben hat. In der Regel reiten wir beide ziemlich oft auf der gleichen Lesewelle, weswegen mir ihr Unmut und die Enttäuschung über Anika Landsteiner’s „Gehen, um zu bleiben“ Rätsel aufgaben. Ich habe in diesem Buch, das gleichwohl inspiriert und nachdenklich stimmt, nämlich durch die zutiefst ehrlichen Zeilen von Ani Blut geleckt und werde mich fortan häufiger zu ihrem Blog Ani denkt treiben lassen. Die junge Frau, die über das Reisen und alles dazwischen berichtet, war mir auf Anhieb sympathisch.

  • Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum? 

Die Schlange von Essex- Sarah Perry

Zugegeben, ich bin ein Opfer von schönen Covern. Das Auge isst bei mir einfach mit. Wenn ich so ein wahnsinnig tolles Cover wie von „Die Schlange von Essex“ sehe, muss ich das Buch einfach kaufen, egal, ob mich die Story interessiert. Diese Augenweide von Buch bekam ich allerdings zum Geburtstag geschenkt. Noch kann und will ich noch keine Meinung zu seinem Inhalt abgeben, weil ich noch mittendrin stecke.

  • Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2018 lesen und warum?

„Die Schönheit der Nacht“ – Nina George

©Droemer Knaur

Nina George versteht es einfach, mir regelmäßig Gänsehaut über die Arme zu jagen. Ich habe all ihre bisherigen Bücher inhaliert und kann es kaum erwarten, das neueste Werk der Herzensautorin zu lesen.

In „Die Schönheit der Nacht“ lotet Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers „Das Lavendelzimmer“, in beeindruckender Sprache, sinnlich, intensiv und präzise, „Weiblichkeit“ in allen Facetten aus, erzählt eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen. Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren.

Wie war euer Lesejahr? Habt ihr Pläne für 2018? Welche Autoren und Autorinnen habt ihr entdeckt? Habt ihr Tipps für mich, was ich mir in 2018 nicht verpassen lassen darf?

Ich freue mich über eure Antworten in der Kommentarspalte. ;-)

Jólabókaflód – die (isländische) Bücherflut zur Weihnachtszeit

Es gibt zahlreiche Weihnachtstraditionen auf dieser Welt, die wahrscheinlich schönste Tradition für Buchliebhaber kommt aber sicherlich aus Island. Denn zum Jólabókaflóđ werden dort die Haushalte mit Buchempfehlungen geflutet. Diese Bücherflut erreicht die Isländer in Form des Bókatiđindi, eines kostenlosen Bücherkatalogs, der sämtliche Neuerscheinungen des Jahres beinhaltet und die Menschen zu ihrer Weihnachtslektüre inspirieren soll. Denn die erste Weihnachtsnacht verbringt man dort in aller Regel lesend.

„Die schönste aller Weihnachtstraditionen kommt zweifellos aus Island, wo seit gut 75 Jahren (fast) nur zwei Dinge am Weihnachtsabend verschenkt werden: Bücher und Schokolade, sodass die erste Weihnachtsnacht lesend zugebracht wird.“

Nun hat der liebe Torsten („Around the world in 100 bookshops“) in Anlehnung an das isländische Vorbild in Zusammenarbeit mit Sarah Abts (Kataloggestaltung) auch in Deutschland einen Bücherkatalog herausgebracht, der neben den Zeilen des isländischen Botschafters Martin Eyjólfsson, sowie der Bestsellerautorin Yrsa Sigurdardottir, auch die persönlichen Buchempfehlungen von insgesamt 48 großartigen Autorinnen und Autoren, VerlegerInnen und Verlagsmitarbeiter sowie zahlreichen – ebenso großartigen – BuchhändlerInnen und BloggerInnen aus dem deutschsprachigen Raum beinhaltet.

Ich freue mich, dass ich neben einer Reihe an inspirierenden Menschen wie z.B. Nina Sahm (Autorin) und Anne Freytag (Autorin), Bröselchen (Bloggerin @Brösels Bücherregal), Mareike Fallwickl (Texterin und Autorin), Uwe Kalkowski (Blogger @Kaffeehaussitzer), Sarah Reul (Bloggerin @Pinkfisch und Buchhändlerin), Sophie Weigand (Bloggerin @Literaturen) und viele mehr – auch im Katalog vertreten bin. Als leidenschaftliche Zafón-Leserin empfehle ich euch das neueste Werk von Carlos Ruiz Zafón „Das Labyrinth der Lichter“, das die Barcelona-Reihe nach langen Jahren des Wartens in diesem Jahr endlich zu seinem krönenden Abschluss gebracht hat.

Da es Torsten ein persönliches Anliegen ist, dass die Aktion und der dazugehörige Katalog so viele Bücherfreunde wie möglich erreicht, möchte ich euch heute mit meiner Begeisterung für den Jólabókaflóð und die daraus resultierende Bücherflut an Weihnachten anstecken und euch die Veranstaltung bei Facebook ans Herz legen.  Als besonderes Schmankerl verlost Torsten übrigens unter allen, die bis 26.12.2017 in der Facebook-Veranstaltung unter dem Katalog-Beitrag ihren Buchfavoriten aus dem Katalog per Kommentar nennen, 1x das entsprechende Buch! Und: Unter allen Teilnehmern der o.g. Veranstaltung verlost er zudem 1x ein persönliches Bücherabo für das Jahr 2018!

Auf dass es an Weihnachten Bücher regnet! 📚

#Buchpassion: Wie sich eine Autorin in mein Herz schrieb

Buchpassion, ©kapri-zioes

Die Literatur ist facettenreich, eine Fundgrube unerschöpflicher Wissensreserven und Inspirationsquellen. Es gibt zahlreiche Bücher, die es zu lesen lohnt. Sie sind es, die unser Denken und Handeln ungemein bereichern können und uns darüber hinaus zu unterhalten verstehen.

Jedes Buch ist das Ergebnis eines leidenschaftlichen Schreiberlings, der viel Zeit und Herzblut investiert hat, um uns mit seinen Zeilen zu erfreuen. Doch nicht jedem Autor und jeder Autorin gelingt es, mich persönlich anzusprechen. Schließlich sind wir alle Individuen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, sprich, unterschiedlichen Geschmäckern, Empfindungen und persönlichen Vorlieben.

Nur ein paar wenige Autoren und Autorinnen haben es in den vergangenen Jahren geschafft, sich mit ihren Zeilen direkt in mein Herz zu schreiben. Während die einen recht schnell aus meinem Bewusstsein verschwinden, sind es die anderen, die sich dauerhaft in meinem Gedächtnis verankern. Die ich als literarische Schätze ansehe, weil ihre Bandbreite an Emotionen, Fantasie und Einfallsreichtum sich mir auf vielfältigste Weise offenbart, ja, oftmals sogar spürbar wird.

Einer Autorin gelingt es bereits seit Jahren, mich zu begeistern. Es sind nicht nur ihre leidenschaftlichen Zeilen, die mich immer wieder mitreißen, sondern auch ihr Mut, ihr Herzblut und ihr Engagement, der/das mich beeindruckt. Und deswegen ist sie ganz klar eine meiner Lieblingsautorinnen. Die Rede ist von Nina George.

Der Beginn einer Leidenschaft

Das Lavendelzimmer – Nina George

Alles begann mit ihrem Roman „Das Lavendelzimmer“. Seit ich denken kann, lasse ich mich von schönen Covern locken. Das Motto „Don’t judge a book by it’s cover“ mag stimmen, dennoch kann ich mich einer buchigen Augenweide nicht verwehren. Hat es sich erstmal meine Aufmerksamkeit gesichert, umgarnt es mich so lange, bis ich zu ihm greife und mich seiner annehme. Stimmt dann auch noch der Klappentext, steht der anschließenden Lektüre nichts im Weg (selbst wenn letzteres uns oftmals täuscht).

Und so war es auch bei besagtem Buch. Ein Traum von Lavendel eroberte meine Augen und als dann auch noch von der Macht der Bücher; der Liebe und der Magie des südlichen Lichts die Rede war, war es bereits um mich geschehen. Wer kann schon einem Buchhändler namens Jean Perdu widerstehen, der Romane wie Medizin fürs Leben verkauft und auf einem Bücherschiff namens „pharmacie littéraire“ arbeitet?

„Wir bewahren alle die Zeit auf. Wir bewahren die alten Ausgaben jener Menschen auf, die uns verlassen haben. Und auch wir sind noch diese alten Ausgaben, unter unserer Haut, unter der Schicht aus Falten und Erfahrung und Lachen. Genau darunter sind noch die Ehemaligen. Das ehemalige Kind, der ehemalige Geliebte, die ehemalige Tochter.“

Zitat aus „Das Lavendelzimmer“ – Nina George

Mit solchen Zeilen hat mich Nina George das erste Mal verzaubert. Wie ein kleines Mäuschen bin ich durch die Geschichte gehuscht und habe Seite um Seite Zimmer und Landschaften erkundet, konnte Gedanken lauschen und liebevolle Gesten der Liebe und Freundschaft erfahren. Ich wurde zum stillen Beobachter. Genoss die liebevollen Zeilen, die sich wie eine sanfte Hand an meine Wange geschmiegt und mich umschmeichelt haben. Noch heute zählt der Roman zu einem meiner liebsten.

Die Mondspielerin – Nina George

Ich hatte Blut geleckt, wollte mehr von diesen zauberhaften Zeilen lesen, die mich so unendlich berührten und in ihren Bann zogen. Ich stellte fest, dass ich den Vorgänger längst im Regal stehen hatte. Ungelesen. Und das seit Jahren. Es war mir fast peinlich, dass ich „Die Mondspielerin“ über all die Jahre ignoriert hatte. Ein Buch, das mit blauen Hortensien geschmückt war und eine traurige, aber auch sehr hoffnungsvolle Geschichte in sich barg. Eine Geschichte, die vom Meer, dem Tod und der Liebe erzählt.

„Nur das Glucksen der Küsse von Flut und Fluss war zu hören, das unregelmäßige Klappern der Stahlseile an den Masten der Schiffe und das leise Weinen einer Frau. Die Frau war Marianne, und sie weinte, ohne den Blick von alldem abzuwenden – so unerträglich schön war Kerdruc. Jeder Ort, an dem sie vorher in sechzig Jahren gewesen war, wurde hässlich. Das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein, verdichtete sich. Sie roch Salz und frisches Wasser, die Luft war klar wie Glas, auf dem Fluss ein Glanzteppich aus goldblauer Seide.“

Zitat aus „Die Mondspielerin“ – Nina George

Auch wenn meine Reise nach Kerdruc etwas holprig begann, konnte ich der lehrreichen Geschichte schon bald viel abgewinnen. Sie verdeutlicht sehr anschaulich, dass das Leben kein Märchen ist und so manche Hindernisse für uns bereithält, die es zu umschippern gilt. Es ist eine Geschichte vom Leben: voller Erfahrungen, positiver wie negativer Natur. Lebensecht, authentisch und mitreißend.

Eine hanseatische Seele

Wer mich persönlich kennt oder meinen Blog schon länger liest, weiß, dass ich neben einer besonderen Vorliebe für die Berge, auch eine besondere Verbindung zur See habe (der Anker im Logo ist ein Indiz). Bevor ich mich im bayrischen München niedergelassen habe, bin ich fünf Jahre in hanseatischem Gewässer geschwommen. Hamburg wurde meine zweite Heimat und zählt bis heute als meine Herzensstadt, in die ich mich regelmäßig spülen lasse, um mein Bedürfnis nach zerzausten Haaren, ofenfrischen Franzbrötchen, vorbeituckernden Schiffen und dem sehnsuchtsvollen Tuten von Signalhörnern zu stillen.

Auch Nina George hat hier gelebt. Ihre Liebe zur Stadt hat sie einige Zeit in einer Kolumne des Hamburger Abendblatts zum Ausdruck gebracht, die später als Buch, als sogenannter Stadtverführer, veröffentlicht wurde. Es ist eine Liebeserklärung an die Stadt, die sie als Quiddje (Hamburgerin aus Überzeugung) mit allen Sinnen aufgenommen hat. Nach meinem Wegzug stand fest, dass ich mir „Verliebt in Hamburg“ sichern musste. Ihre Zeilen stillen noch heute meine immer wiederkehrende Sehnsucht nach der Hansestadt, wenn der geplante Besuch mal wieder länger auf sich warten muss.

In ihrem Stadtverführer nimmt sie uns auf lange Spaziergänge mit. Auf Fußmärsche und Cabriolet-Fahrten, auf Bus- und Bootstouren. Jene, die dir nicht nur die touristischen Highlights der Stadt zeigen, sondern sich auch in der Pampa, fernab von Touri-Grüppchen, abspielen. Sie konfrontiert dich mit Klischees und hanseatischen Wahrheiten, belächelt das extrovertierte Verhalten mancher Großstädter, definiert die Ruhe der Pendler am Morgen oder versucht uns ein bisschen mehr Toleranz für die Exoten der Stadt nahezubringen. Es sind Zeilen, die nach Hamburg riechen und schmecken.

„Ganz Hamburg ist ein Parfum. Würde man es auf Flaschen ziehen und in die Welt verkaufen, würden sich Menschen in diese Stadt verlieben, ohne sie je gesehen zu haben. (…) Fernweh und Zuhause, Wasser und Lebenssüße. Geborgenheit und Freiheit, Verlässlichkeit und Liberalität, ein bisschen Grandseigneur, ein bisschen sexy Deern. Balkonblume und Grillabend, Kirschblüten und Zeitungspapier, Kaffee, Kinderlachen, Franzbrötchen und vom Morgenregen geklärte Luft über den Alsterwiesen. Ja. So riecht Hamburg.

Zitat aus „Verliebt in Hamburg. Ein Stadtverführer“ – Nina George

Das Traumbuch – Nina George

Besonders beeindruckt hat mich aber „Das Traumbuch“. Eine Geschichte, die es faustdick hinter den Ohren hat, auch wenn das nahezu verträumte Cover uns etwas ganz anderes vorgaukelt. Es ist ein Roman, dem sich George nach einem gescheiterten Buchprojekt widmet und ihre Nahtoderfahrung nach einer Lebensmittelvergiftung und die Aspekte einer Synästhetikerin miteinspielen lässt. Denn nicht nur sie nimmt Zahlen und Klänge als Farben, und Menschen, Orte oder Stimmungen intensiver wahr als andere, sondern auch der 13-jährige Sam, um den es mitunter in der Geschichte geht.

Es ist eine Reise zwischen Traum und Realität, zwischen Leben und Tod und zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Zugegeben, es ist sicherlich keine Geschichte für jedermann. Die Thematik wirkt im ersten Moment abschreckend, sollte sie aber keineswegs. Denn Georges Zeilen sind poetisch, tiefgründig und unglaublich berührend. Sie gewähren uns einen tiefen Einblick in die Seele der Menschen und machen uns bewusst, dass es neben Glücksgefühlen manchmal auch Tränen beim Lesen bedarf.

„Ich sitze auf dem Boden und lege mir den Mut auf wie Make-up. Ich trenne all meine miteinander ringenden, hadernden, sich gegenseitig im Weg stehenden Regungen säuberlich voneinander, bis nur noch die entscheidenden drei übrig bleiben. Ich konzentriere mich, um sie zu halten, und verbiete allen anderen Emotionen ihnen zu nahe zu kommen. (…) Ich atme ein und denke: Zärtlichkeit. Ich atme tiefer ein und beschwöre: Mut. Ich atme ein und erbitte: Lass mich wie Sam sein.“

Zitat aus „Das Traumbuch“ – Nina George

Zu den ausführlichen Besprechungen der Bücher kommt ihr, wenn ihr auf den jeweiligen Titel klickt. Es würde mich sehr freuen, wenn eure Neugier für die Werke nun geweckt ist und ihr euch dem ein oder anderen Buch annehmt. Es sind meine heutigen Empfehlungen für wahre Herzensmenschen: Mann wie Frau, Alt wie Jung.

Nina George – Autorin mit Herz

Eine Herzensbegegnung auf der #lbm16

Die mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin Nina George, geboren 1973 schreibt seit 1992 Romane, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten und Kolumnen. Ihr Roman „Das Lavendelzimmer“ stand weit über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, wurde in 34 Sprachen übersetzt und eroberte auch international die Bestsellerlisten, so die New York Times Bestsellerliste in den USA, die Bestsellerlisten in England, Australien, Polen, Israel und Italien.

Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens Jo Kramer, schreibt Nina George unter dem Doppel-Pseudonym Jean Bagnol Provencethriller. Sie lebt in Berlin und der Bretagne.

Quellenangabe: Droemer Knaur

Das Branchen-Netzwerk BücherFrauen e. V. hat die Schriftstellerin und Journalistin Nina George zur Bücherfrau des Jahres 2017 gewählt. Die Ehrung findet im Oktober auf der Buchmesse Frankfurt statt.

Die Autorin kämpfe für die Rechte von Autorinnen, die Stellung der Frau im Literaturbetrieb, für den Schutz des Urheberrechtes in digitalen Zeiten und für verfolgte Autorinnen und Autoren, heißt es in der Begründung. „Wir schätzen ihre Solidarität mit allen Frauen der Branche, für die sie sich an vielen Fronten einsetzt“, so BücherFrauen-Vorsitzende Stephanie Hanel.

Nina George ist Beirätin des PEN-Präsidiums und Beauftragte des Womens Writers Commitee des PEN-Zentrum Deutschland, Beisitzerin des VS-Bundesvorstandes und Mitglied des Verwaltungsrats der VG WORT. 2011 gründete sie die Initiative JA zum Urheberrecht, 2014 die Informationsplattform Fairer Buchmarkt. 2016 schlossen sich auf ihre Initiative hin neun Autorenverbände zum Netzwerk Autorenrechte (NAR) zusammen.

Über ihre Ehrenämter schreibt sie: „2016 summierte sich der Job ohne Gehalt im politischen Bereich auf konstante 50 % meiner Arbeitszeit, in Hochzeiten pro Tag 80 %. Ich sponsere mich selbst, danke an das Lavendelzimmer.“*

Die BücherFrauen sind ein berufliches Netzwerk mit rund 1000 Frauen aus Buchhandel, Verlagen, Agenturen und allen anderen Arbeitsbereichen rund ums Buch.

* www.fairerbuchmarkt.de/blog/nina_george_03.html

Quellenangabe: Autorenwelt

Was ist #Buchpassion?

#Buchpassion wurde wurde letztes Jahr von Janine vom Blog Kapri-zioes ins Leben gerufen. Es ist eine gemeinsame Onlineaktion von Autoren, Bloggern, Lesern und Unternehmen des Buchmarktes.

Es soll vor allem Nicht- oder Wenigleser auf Bücher aufmerksam machen und für das ein oder andere Buch oder den ein oder anderen Autoren begeistern, sprich, die Lust am Lesen entflammen.

Jeder kann mitmachen und das auf unterschiedlichste Art und Weise! Neben den Beiträgen auf diversen Blogs, die ab heute online gehen, gab es in den letzten Tagen bereits eine Instagram-Challenge und eine Bücherparty auf Twitter. Nähere Infos zur #Buchpassion findest du hier.

Da ich es letztes Jahr versäumt habe, rechtzeitig an Bord zu springen, war es mir ein persönliches Anliegen, mich in diesem Jahr daran zu beteiligen. Alleine wegen des Themas, das mir eine gute Gelegenheit gab, mich bei Nina George zu bedanken.

Liebe Nina George, vielen Dank für ihren Mut, ihr Herzblut und ihr außerordentliches Engagement für den Buchmarkt. Und natürlich für all die bezaubernden Geschichten.

<3

14 Ways of Happiness: Eine Reise um die Welt + Giveaway

Das Glück wohnt überall: Eine inspirierende Reise um die Welt – Katharina Teimer & Inka Vigh

Was ist Glück?

Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da.

Aus Goethes „Erinnerung“

Die Menschheit strebt nach Glück. Immerzu. Überall. Was den Meisten bei der Suche nach ihr jedoch verborgen bleibt, ist, das es oft bereits vor den Füßen liegt. Denn das Glück liegt nicht immer in der Ferne und im Großen, sondern oftmals in ganz kleinen Dingen verborgen: in Momenten, Gesten und Gefühlen. Fast unscheinbar. Und dennoch so allgegenwärtig.

Da wir Menschen so verschieden und unser Blick auf die Welt so unterschiedlich ist, kann es sich uns in zahlreichen Facetten offenbaren. Jeder nimmt Glücksmomente auf seine eigene Weise wahr. Das ist zum einen von unserer Persönlichkeit, zum anderen aber auch von den verschiedenen Kulturen unserer Landes und ihren Gepflogenheiten abhängig.

Katharina Teimer und Inka Vigh haben es sich in diesem zauberhaft illustrierten Buch zur Aufgabe gemacht, die unterschiedlichsten Arten von Glück einzufangen. Sie nehmen uns dabei nicht nur auf eine inspirierende Entdeckungsreise durch unterschiedliche Länder und die Kontinente der Erde mit, sondern konfrontieren uns auch mit der Skurrilität mancher Bräuche und Rituale.

14 Ways of Happiness: Eine Entdeckungsreise um die Welt

Auf meiner Reise durch „Das Glück wohnt überall“ passiere ich 14 unterschiedliche Länder und Kontinente. Was bei den abergläubischen Russen beginnt; die bereits in einer leeren Flasche Unglück sehen, wenn sie auf dem Tisch und nicht auf dem Boden steht; endet bei den Amerikanern, die allein ihren amerikanischen Traum bereits als Glücksmodell schlechthin sehen.

Man mag kaum glauben, wie viele unterschiedliche Auffassungen von Glück es gibt. Während Trends wie Feng Shui (China), Hygge (Dänemark) oder der Buddhismus (Indien/Tibet) längst zu uns herübergeschwappt sind, waren mir weder getrocknete Lama-Embryonen und Ziegenhörner (Lateinamerika), die fünf Finger der Fatima (Algerien) oder Shúffukaka (Island) ein Begriff.

Der deutsche Glücksatlas

Selbst über die Auffassung der Deutschen im Hinblick auf das Glück lerne ich jede Menge und habe bereits vermutet, dass Deutschland unter uns Deutschen (schon allein aufgrund der Entwicklungen im Zweiten Weltkrieg) nicht sehr gut abschneidet. Dennoch sehen drei Viertel der Deutschen ihr Heimatland als weltoffenes und tolerantes Land an.

Dass meine Heimat Franken im Ranking des Glücksatlas 2016 so gut abschneidet, erfüllt mich mit Stolz. Das muss an unseren guten Tropfen in Form von Wein und Bier liegen, dass wir so glückstrunken sind!

Die grüne Insel: Irland sorgt für Glücksgefühle

„Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor.“

Aus Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“

Auch in Irland mache ich während meiner Entdeckungsreise durch das Buch Halt und muss unwillkürlich an meine Irland-Reise aus dem letzten Jahr denken. Es war einzigartig: ein Streifzug durch satte Landschaften von berauschendem Grün, durch von Musik und Heiterkeit erfüllte Pubs und entspannte Unterhaltungen mit den Landesbewohnern (natürlich nebst einem Pint Guinness).

Während mein Freund und ich erst spät begriffen, dass „Howareyours“ (von „How are yours doing“) keine Frage, sondern vielmehr ein lokaler und umgangssprachlich genuschelter Gruß unter den Iren ist, hatten wir die Insel, die gefühlt jeden Tag von allen vier Jahreszeiten heimgesucht wird, bereits ins Herz geschlossen. Trotz aller Naturgewalten!

Es war beeindruckend mitanzusehen, dass kein peitschender Regen, kein tosender Wind und kein graues Wölkchen die Laune der Iren verdüstern konnte. Denn wer sich bereits durch so arme Zeiten gekämpft hat wie die Iren, die bis Mitte der 50er Jahre zu den ärmsten Bewohnern Westeuropas zählten, weiß das Glück einfach zu schätzen. Deshalb ist es auch ratsam, dort eine Einladung zu einer Tasse Tee niemals auszuschlagen. Es sei denn man möchte es sich mit den gutmütigen Inselbewohnern verscherzen.

„Gleicht der kontinentale Tee einem vergilbten Postscheckbrief, so gleicht er auf diesen Inseln westlich von Ostende den dunklen Tönen auf russischen Ikonen, durch die es golden durchschimmert, bevor die Milch ihm eine Farbe ähnlich der Hautfarbe eines überfütterten Säuglings verleiht; auf dem Kontinent serviert man den Tee dünn, aber aus kostbarem Porzellan, hier gießt man aus ramponierten Blechkannen gleichgültig ein Engelsgetränk zu des Fremden Labsal, und spotbillig dazu, in dicke Steinguttassen.“

Aus Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“

Es ist der irische Leipreachán, ein kleiner Kobold mit roten Haaren und grünem Hut, der in Irland neben der Harfe und dem Kleeblatt als Nationalsymbol und Zeichen des Glücks zählt. Er begegnet uns an jeder Ecke, weist uns durch den Ring of Kerry und zu dem von Nebel verhangenen Ladies‘ View im Killarney Nationalpark.

Nur einmal ist er unauffindbar. Denn als wir den Berg Luggala im Wicklow Mountain Nationalpark in der Nähe von Lough Dan besteigen und einen sehr waghalsigen und inoffiziellen Abstieg durch meterhohes Gestrüpp bestreiten müssen, um die Nacht nicht im Freien zu verbringen, ist von dem kleinen Naturgeist nichts zu sehen. Ich hätte ihm zu gerne einen Gefallen getan, damit er uns für unser abenteuerliches Unterfangen besonderes Glück mit auf den Weg gibt. Er gilt wohl nicht ohne Grund als launischer Zeitgenosse und fragwürdiger Glücksbringer, der nur den wenigsten den Weg zum Ende des Regenbogens verrät.

Wie gut, dass wir unsere Aufgabe auch ohne ihn zu meistern wussten!

Glück ist, wenn man einen waghalsigen Abstieg auch ohne Leprechaun meistert

Kulinarisches Glück

Doch das von Katharina Teimer und Inka Vigh liebevoll zusammengestellte Glückslexikon beinhaltet nicht nur eine Fülle an Zitaten, landestypischen Bräuchen und Gepflogenheiten, sondern auch ein paar auserlesene kulinarische Glücksrezepte. Ob du dir das Glück nun in Form von Glückskeksen, einem Gløgg (die skandinavische Variante des Glühweins) oder als Shúffukaka (ein isländischer Schokoladenkuchen mit eingebackenen Lakritzstückchen, Schokoglasur und aufgestreuten Kokosraspeln) einverleibst, bleibt dir selbst überlassen. Für alles drei findest du die Rezepte im Buch.

Was bedeutet Glück für dich? –  Ein Giveaway für Glückspilze

Es ist ein Buch, das inspiriert und glücklich macht. Seine zauberhaften Illustrationen und gut recherchierten Zeilen jagen dir einen wohligen Schauer über die Arme und betten dich in ein Kissen voller Behaglichkeit. Noch nie war es so einfach, die Facetten des Glücks zu entdecken. Und deswegen möchte ich einem von euch, ein Exemplar von „Das Glück wohnt überall: Eine inspirierende Reise um die Welt“ mit auf den Weg geben.

Mein Dank gilt an dieser Stelle an das Team von arsEdition, das so freundlich war, mir zwei der Bücher zur Verfügung zu stellen. Eines für mich und eines für euch. Und dafür möchte ich eines von dir wissen: was bedeutet Glück für dich? Verrate mir bis Sonntag, den 10. September 2017 um 23:59 Uhr deine persönliche Definition von Glück in Form eines Kommentars und springe damit in den Lostopf für das Exemplar.

Good Luck, my dears!

Eckdaten

Das Glück wohnt überall
Eine inspirierende Reise um die Welt
Katharina Teimer, Inka Vigh
112 Seiten
24,7 cm x 19,7 cm
19,99 € [D], 20,60 € [A], CHF 28,90
ISBN: 978-3-8458-2219-8

 

#warumichlese: Wie ein Blogaufruf zum Buch wurde

Wie Alles ins Rollen kam

Im Mai 2016 berichtete Sandro Abbate auf novelero.de unter dem Titel Warum ich lese zu den Hintergründen seines Lesens. Während seine Liebe zur Literatur stark von seiner kurz zuvor verstorbenen Großmutter geprägt wurde, wurde er neugierig, wie sich das bei anderen Lesern verhielt und rief Literaturblogger spontan dazu auf, sich dieser Frage zu stellen.

Unter dem Hashtag #warumichlese sind zahlreiche persönliche Texte entstanden, die die Liebe zur Literatur auf unterschiedlichste Weise zum Ausdruck bringen. Auch ich habe mich damals Sandros Frage angenommen und mich zu den Hintergründen meiner Leidenschaft zur Literatur geäußert. Was damals keiner wusste, ist, dass ein Teil dieser persönlichen Liebeserklärungen ein Jahr später zu einem Buch heranwachsen würden.

Denn 40 dieser persönlichen Texte sind im Februar diesen Jahres als Anthologie unter dem Titel Warum ich lese. 40 Liebeserklärungen an die Literatur im homunculus verlag veröffentlicht worden. Auch meiner durfte neben 39 anderen Texten mit ins Buch und schenkte mir dieses Jahr einen ganz besonderen Bücherschatz im Regal.

Die Anthologie

„Wie kam es dazu, dass wir zu Lesern wurden? Wer führte uns zum ersten Mal ans Bücherregal und zeigte uns seine Schätze, welcher Roman bescherte uns durchwachte Nächte, welche Lektüre änderte unsere Sicht auf die Dinge so grundlegend, dass wir nach ihr nicht mehr dieselben waren? Warum ich lese ist das Gemeinschaftswerk 40 deutschsprachiger Buchblogger, die in persönlichen Geschichten erzählen, warum die Literatur zu ihnen und zum Menschsein überhaupt gehört wie die Luft zum Atmen.“

Warum ich lese. 40 Liebeserklärungen an die Literatur

Seiten 208
Erscheinungsdatum März 2017
Ausgabe Broschur
ISBN 978-3-946120-88-9

Preis: 12,90 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Wer meine persönlichen Zeilen zu Sandros Aufruf damals gelesen hat, weiß, dass ich zum größten Teil dank meiner überaus bescheidenen Patentante und Buchhändlerin Sigrid zu einer so begeisterten Leserin geworden bin. Denn es war sie, die neben meiner Mutter, Zeit ihres Lebens ihr Geld in Buchgeschenke an ihr Patenkind gesteckt hat und mein Bücherregal stetig mit Lesestoff fütterte. Aus diesem Grund freue ich mich besonders, dass auch sie dieses kleine Büchlein im heimischen Kitzingen erreicht hat.

Die Bookreleaseparty in Berlin

Am 18. März war es dann endlich soweit und Fräulein Schneefeld & Herr Hund luden zur offiziellen Buch-Freilassungs-Feier in ihre gleichnamige Chocolaterie & Buchhandlung in der Prenzlauer Allee in Berlin ein.

Bei Schokoküssen, Musik und Schokoladenbier lasen einige Blogger im gelben Sessel des Lesezimmers ihre Texte vor, genossen das persönliche Kennenlernen mit den anderen Bloggern und interessante Gespräche bei Musik und in entspannter Atmosphäre des entzückenden Ladens, der dir wie eine Wohlfühloase aus Büchern und Schokolade begegnet.

Der auf den gleichen Tag fallende Indiebookday lud außerdem zum persönlichen Stöbern und anschließenden Bücherkauf eines ausgewählten Indiebooks ein. Ich für meinen Teil habe mich in diesem Jahr für Das Buch der Wunder von Stefan Beuse aus dem mairisch Verlag entschieden, das im Anschluss mit nach München zurückreisen durfte.

Alle Impressionen des Abends:

Eine Kampagne mit Stiftung Lesen

Doch das ist noch nicht alles. Denn #warumichlese sorgte in der Literaturbranche für so viel Begeisterung, dass Ende März eine Kampagne zur Bedeutung des Lesens vom homunculus verlag in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen ins Leben gerufen wurde.

Neben einer Plakation, die zu meiner Begeisterung ein Zitat aus meinem Text trägt, werden zahlreiche Beiträge und Veranstaltungen on- und offline entstehen. Alle Informationen dazu findet ihr hier. Auf der Verlagsseite könnt ihr euch auch über alle Informationen rund um #warumichlese auf dem Laufenden halten. Denn für dieses Jahr ist noch einiges geplant.

Genau wie alle anderen Beteiligten bin ich wahnsinnig stolz auf dieses wunderschöne Gemeinschaftsprojekt, das wir allen voran Sandro und natürlich dem homunculus verlag zu verdanken haben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle mich nochmal herzlich dafür bedanken, Teil dieser besonderen Aktion sein zu dürfen.

Und jetzt ab in den Lesesessel!

Herzlichst, eure Steffi.

Ich bin ein Königskind

Die Geschichte einer wachsenden Leidenschaft

Direkt bei der Gründung im Oktober 2013 hatte mich der Königskinder Verlag bereits im Netz. Ich war dem Hamburger Imprint des Carlsen Verlag von Anfang an verfallen und schloss das königliche Logo, den Namen und das Konzept des Verlags schnell ins Herz.

Denn was in den Programmen des Verlags ganz klar zu erkennen ist, ist die Liebe zum Buch. Und zwar durch und durch. Diese Leidenschaft, die jeder Mitarbeiter des Verlags zu leben scheint, allen voran Verlagsgründerin Barbara König, zeigt sich auf vielfältige Weise. Jedes Programm trägt ein gestalterisches Motto, die individuelle Farbgebung und das Leitmotiv spiegelt sich in jedem Buch wieder.

Die Programmvorschauen präsentieren sich einladend, glänzen mit gut gewählten Zitaten und gut formulierten Kurzbeschreibungen. Beim Durchblättern fühle ich mich abgeholt, freue mich bereits vor dem Erscheinen der Bücher darauf, in die Geschichten abzutauchen.

Die ästhetische Klammer der Programme

Das erste Programm des Königskinder Verlags erschien 2014 unter dem Motto „Ouvertüre“ und präsentierte sich in den Farben Schwarz, Weiß und Gold. Mich sprach damals auf Anhieb „Anders“ an, dessen Geschichte sich ähnlich wie der Titel ganz andersartig präsentierte und mich wirklich überraschte.

Andreas Steinhöfels Schreibstil war so erschreckend ehrlich, lebendig und tiefgründig, dass ich sofort bemerkte, dass das Jugendbuch ganz anders ausfällt, als die Jugendbücher die ich bis dato kannte. Die Gefühle von Steinhöfels Protagonisten begegneten mir lebendiger denn je (mehr dazu hier).

Auch das zweite Programm mit dem Motto „Alles blüht“ begeisterte mich optisch wirklich sehr. „Das Schloss aus Wolken“ und „Die wahre Geschichte von Regen und Sturm“ landeten auf Anhieb auf meiner Wunschliste. Leider verweilen sie da bis heute. Aber manche Dinge benötigen einfach etwas Zeit.

Dass das dritte Programm „Die blaue Stunde“ mich auf Anhieb ansprach, ist eindeutig. Blau ist meine Lieblingsfarbe. Wer mich persönlich kennt, weiß das. Darüber hinaus bin ich mit einer ansprechenden Optik sehr leicht zu kriegen, Titel und Story sind zugegeben, oft gar nicht so entscheidend beim Bücherkauf. Ich fuhr damit bisher aber ganz gut, irgendwie isst doch immer das Auge mit!

Als kleiner Berg- und Wanderfan fand „Die wirkliche Wahrheit“ bereits nach wenigen Minuten den Weg in meine Hände und anschließend zur Kasse. Covergestaltung und Story gehen nicht bei jedem Buch Hand in Hand, in diesem Fall entfaltete sich allerdings das erhoffte Bergabenteuer eines kleinen Jungen.

Das vierte Programm „Augenblicke“ ist alleine optisch ein Hingucker. Die Mädchengesichter strahlen so viel Ausdruck und Freude aus, dass die Bücher bereits mit ihrem lebendigen Gewand das heimische Regal aufwerten. Beim Carlsen Bloggertreffen letztes Jahr griff ich daher gezielt zu „Jane & Miss Tennyson“ und habe es bis heute nicht bereut.

Das fünfte Programm mit dem Motto „Kaleidoskop“ fiel im Gegensatz zum Vorprogramm etwas männlicher und gruseliger aus. Dem vielseits besprochenen Werk „Salz für die See“ möchte auch ich mich noch widmen. Besonders neugierig gemacht haben mich die begeisterten Zeilen von Daniela alias Bröselchen.

© Königskinder Verlag
© Königskinder Verlag

​​​Das sechste Programm das am 23.03.17 offiziell erscheinen wird, trägt das Motto „Zweisamkeit“. Ich wurde vom Verlag mit königlicher Post überrascht, weswegen ich bereits durch das neue Programm schmökern konnte. Gut, dass dabei für die begleitende Verpflegung gesorgt wurde, denn fast in alle Geschichten musste ich bereits reinlesen. Sowohl „Der Himmel über Appleton House“ als auch „Der Koffer“ sprechen mich auf Anhieb an.

#ichbineinKönigskind – was verbirgt sich hinter meiner Bekenntnis

Mein Bücherregal kann tatsächlich nicht alle Bücher des Verlags vorweisen, beherbergt aber dennoch eine kleine aber feine Auswahl von erlesenen Königs-Geschichten, die mir mit ihren sensiblen Betrachtungsweisen und liebevollen Charakteren wahre Lesemomente geschenkt haben.

Die großartigen Geschichten des Königskinder Verlags transportieren eine ungeheure Bandbreite an Emotionen und umschmeicheln meine Herzensbuchseele damit immer wieder aufs Neue. Deshalb kann und will ich auf die Geschichten dieses großartigen Herzensbuchverlages nicht mehr verzichten.

All jenen unter euch, die noch keine Erfahrung mit den Büchern dieses Verlags gemacht haben, sei er daher dringend ans Herz gelegt.

Aktionen rund um den Königskinder Verlag

Dieses Jahr schenken zwei Aktionen den Büchern des Verlags ihre besondere Aufmerksamkeit. Allen voran hat Dani („Brösels Bücherregal“) 2017 zum „#JdKöKi : Jahr der Königskinder“ ernannt. Jeden Monat wird zwischen sieben Titeln aus dem Königskinder Verlag ein Favorit ermittelt, dem sich im Anschluss gewidmet wird.

​Passend dazu hat Kathrin („Kathrineverdeen“) vergangenen Montag die Blogparade #ichbineinKoenigskind ins Leben gerufen, die bloggende Liebhaber des Königskinder Verlags dazu einlädt, ihre Liebe zum Verlag mit der Welt zu teilen. Die Aktion läuft vom 13.3. bis 13.4.2017. Ziel der Blogparade ist es, dass möglichst viele leidenschaftliche Beiträge zur Aktion entstehen, die unter dem Hashtag #ichbineinKönigskind durch die sozialen Netzwerke gestreut werden.

​Bist du auch ein Königskind? Na dann schieß los…

#Bloggerliebe – eine Blogparade

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Eine Blogparade

Wenn Stefanie Leo, begeisterte Netzwerkerin und rotbeschuhte Bücherdame, eine Blogparade ins Leben ruft, bin ich selbstverständlich mit an Bord. Kaum hatte ich Steffis Aufruf zur #bloggerliebe gelesen, kramte ich schon durch meine mentale Schatzkiste.

Wir schreiben den 1. März 2017. Es ist meterologischer Frühlingsanfang und Beginn der Fastenzeit. Welcher Zeitpunkt eignet sich besser, um ein paar Altlasten (in welcher Form auch immer) loszuwerden und sich zeitgleich mit einer Prise inspirierender #bloggerliebe einzudecken!?

Unsere Sehnsucht nach Sonne, satten Blumenwiesen und Vogelgezwitscher ist groß, Liebe liegt in der Luft. Heute soll es um meine gehen, um meine #bloggerliebe. <3

Meine #bloggerliebe

Neben der Liebe zum Lesen und Bloggen hege ich auch eine besondere Vorliebe für die Blogs meiner Bloggerkollegen. Einige dienen mir schon lange als Inspiration. Ein Blog unter ihnen gehört einem Eulenpapa, und an den ich heute meine Worte richten möchte.

Lieber Arndt,

was wäre die Bloggerwelt nur ohne deine literarische Sternwarte AstroLibrium? Dein Blog gehört für mich zu den Liebsten. Ich liebe es, dort zu stranden und deine herzlichen, inspirierenden, ideenreichen und liebevoll in Szene gesetzten Zeilen zu inhalieren und mich an deinen begleitenden Momentaufnahmen zu erfreuen.

Es ist faszinierend anzusehen, wie facettenreich du deine Leidenschaft für Bücher in Rezensionen, Radiobeiträge und Herzensbuchprojekte verwandelst. Die unglaubliche Fülle an Blogbeiträgen, die du nahezu spielerisch neben deinem Job ins Leben rufst, sorgt immer wieder für ein Staunen von meiner Seite. Auch dein Einsatz für den lokalen Buchhandel ist bemerkenswert, du hast mit „Blogger und Buchhandel“ eine neue Ära ins Leben gerufen.

Ich liebe unseren Gedankenaustausch, unsere gemeinsamen Streifzüge durch die Literatur und die daraus resultierenden Herzensbuchprojekte, die immer wieder zu persönlichen Highlights werden. Sie sorgen nicht nur dafür, dass Geschichten sich in voller Blüte entfalten, sondern lässt mich auch Autorinnen und Autoren plötzlich ganz nahe kommen. 

Aus diesem Grund, lieber Arndt, bewahre dir deine Leidenschaft für das Lesen, deine Kreativität und dein sanftmüdiges und herzliches Wesen. Du bist eine unerschütterliche Inspirationsquelle.

Ich hoffe, du wirst uns mit deinen Zeilen noch Lichtjahre erfreuen. 

Steffi

Herzensbuchprojekte

Wer Lust hat, in die gemeinsamen Herzensbuchprojekte von Arndt und mir zu spitzen, sollte sich die nachfolgenden Beiträge einmal genauer ansehen:

Heidi Rehn – Tanz des Vergessens

„Tanz des Vergessens“ – Ein Spaziergang mit Heidi Rehn

Ein Streifzug

Lily King – Euphoria

Euphoria – Zwei Blogs und ein euphorischer Abend

Ein euphorischer Abend

Alex Capus – Das Leben ist gut

„Das Leben ist gut“ – Alex Capus live in München

Wenn das Leben es gut mit dir meint

Hannah Rothschild – Die Launenhaftigkeit der Liebe

„Die Launenhaftigkeit der Liebe“ von Hannah Rothschild

Ein goldener Abend im Literaturhaus München