GlockenbachWelle – Die Gecko-Welle

Willkommen bei der 11. Ausgabe der GlockenbachWelle. Wir melden uns heute aus einer kleinen ungeplanten Sommerpause zurück um sonnengetankt und energiegeladen das Bilderbuch zu feiern, und nicht nur das, wir feiern eine ganze Bilderbuchzeitschrift.

Dass dem Team der Glockenbachbuchhandlung Bilderbücher sehr am Herzen liegen, merkt man spätestens dann, wenn man einen Schritt in den Laden macht. Denn hier nehmen die Bilderbücher einen dominierenden Platz ein. Sie zeigen sich hier sozusagen von ihrer Schokoladenseite, locken mit ihren farbenfrohen Covern kleine Leser*innen an die Regalreihen, in der Hoffnung, ihnen mit ihren fantasievollen Bildern und Texten eine neue Geschichte erzählen zu dürfen. Auch auf meinem Blog sind die Bilderbücher als Mama einer fast 5-jährigen Tochter sehr federführend. Es sind die Lieblinge aus dem bilderbuchreichen Bücherregal meiner Räubertochter und mir, die wir hier empfehlen.

Heute sehen wir uns das Bilderbuch in einem ganz besonderen Format an, und zwar in der Bilderbuchzeitschrift Gecko.

Die Gecko-Welle mit Muriel Rathje

Eine Buchhändlerin, eine Bloggerin und eine Herausgeberin im Gespräch für Literatur Radio Hörbahn

Von links: Pamela Schulz, Illustratorin Dorothea Blankenhagen, Muriel Rathje, Pamela Scholz, Stephanie Sack

Der Ort: Die Glockenbachbuchhandlung München

Die Runde: Die Gastgeberinnen und Buchhändlerinnen Petra Schulz und Pamela Scholz, meine Wenigkeit, Steffi Sack (Nur Lesen ist schöner) und Muriel Rathje, Erfinderin, Herausgeberin und Redaktionelle Leitung der Bilderbuchzeitschrift Gecko.

Als Hörerin vor Ort: Illustratorin Dorothea Blankenhagen

Was haben wir vor?

Wir wollen heute feiern!!! Und zwar das Jubiläum einer Bilderbuchzeitschrift, das sogar das Schaufenster der Glockenbachbuchhandlung in Feierlaune versetzt.

Wir wollen uns über Bilderbuchgeschichten unterhalten, die in einer Zeitschrift erscheinen und mitunter zu ganz eigenständigen Bilderbüchern und Hörbüchern heranwachsen. Und wir wollen uns einem besonderen Magazin widmen, das sich den Bilderbüchern verschrieben hat, das zum Rätseln, Lernen und Mitmachen einlädt und obendrein ganz ohne Werbung auskommt.

Wir surfen diesmal auf der Gecko-Welle, sprich, wir haben einen tierischen Surfkumpanen an unserer Seite. Wobei, eigentlich sind es gleich ein paar mehr geworden…

Worauf ihr euch freuen dürft

  • Bilderbuchgeschichten
  • Shortcuts – kurze Fragen & spontane Antworten
  • Literaturtipps von Muriel Rathje
  • wie es eine Bilderbuchzeitschrift versteht, sogar Lesemuffel in ihren Bann zu ziehen
  • wie Gecko zu seinem Namen kam und nicht zum Findolin oder Brillenbär wurde
  • wie aus den kurzen Bilderbuchgeschichten des Gecko mitunter eigenständige Geschichten heranwachsen
  • eine Zeitschrift als kindergerechter Türöffner in die Welt der Bücher
  • den kreativen Schaffensprozess hinter Gecko
  • wo sich die Geckos tummeln und wie ihr sie zu euch nach Hause holt
  • die thematische Bücherkette von Pamela Scholz, ganz im Zeichen des Jubiläums
  • ein Schaufenster in Feierlaune – wie die Glockenbachbuchhandlung das 15. Jubiläum von Gecko feiert
  • ein Kreativwettbewerb für kleine Leser*innen
  • Wollmäuse an der Macht – wie Familie Fluse von Künstlerin Katrin Wiegand das Schaufenster erobert

Ein Aktionsschaufenster mit Kreativwettbewerb

Um das Bilderbuchmagazin für euch und alle Besucher der Buchhandlung greifbar zu machen, haben wir es in das Schaufenster der Glockenbachbuchhandlung einziehen lassen. In der Jubelausgabe des Gecko wird nicht nur gefeiert und musiziert was das Zeug hält, wir begegnen darin auch einer ganz besonderen Truppe, nämlich Familie Fluse. Einer Gattung Wollmäuse, die es bestens versteht, zu feiern.

Und wenn ihr Lust habt, eure ganz eigene Wollmaus-Party zuhause steigen zu lassen oder mit Gecko und uns ein bisschen mitzufeiern, dann könnt ihr mithilfe der Anleitung von Familie-Fluse-Künstlerin Katrin Wiegand mit euren Kindern zuhause ganz leicht selbst Wollmäuse zum Leben erwecken lassen. Die Anleitung dazu findet ihr in der Jubelausgabe des Gecko oder ihr könnt sie euch als Ausdruck in der Glockenbachbuchhandlung abholen.

Und da es sich mit Wollmaus-Zuwachs noch viel ausgelassener feiern lässt, brauchen wir eure Unterstützung. Wir suchen noch mehr Partygäste für unsere Wollmaus-Party und bestärken euch darin, uns eure gebastelten Wollmäuse für das Schaufenster bzw. die Regalreihen der Glockenbachbuchhandlung zu überlassen. Natürlich dürfen die gebastelten Mäuse nach ihrem Zwischenstopp im Glockenbachviertel wieder an ihre kleinen und großen Künstler*innen zurück.

Die drolligste Wollmaus wird im Rahmen des Aktionsschaufensters in zwei Wochen, am 29. September 2022, von Muriel gekürt und kann dabei ein Probeabo für das gecko einheimsen. Natürlich belohnen wir alle Künstler*innen mit einem mäusestarken Dankespaket. Ist das nicht mäusestark?

Bücherempfehlungen

Unsere Gesprächspartnerin Muriel Rathje hat ein paar ganz besondere Empfehlungen für Kinder und erwachsene Vorleser*innen dabei, durch die es sich wunderbar in die Welt der Kinderliteratur eintauchen lässt:

 

Die Bücherkette von Buchhändlerin Pamela Scholz:

Gerne möchte ich auf drei Werke hinweisen, die aus Inhalten des Gecko gewachsen sind:

Außerdem möchte ich auf das aktuelle Werk von Dorothea Blankenhagen hinweisen, die uns bei der Aufnahme der 11. GlockenbachWelle mit ihrer Anwesenheit erfreut hat:

Mehr Informationen zu unserer literarischen Welle findet ihr auf unseren Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #GlockenbachWelle #GeckoWelle und auf den Projektseiten der Wellenreiter:innen.

Hier geht`s zu unseren Projektseiten:
GlockenbachbuchhandlungNur Lesen ist schöner und Literatur Radio Hörbahn

Bleibt gespannt, was noch alles auf euch zuschwappt…

Jetzt solltet ihr euch zuschalten. Hier geht´s lang. Ohren auf!

GlockenbachWelle – Die Mercury-Welle

Willkommen bei der 10. Ausgabe der GlockenbachWelle. Ich darf euch heute auf unsere neueste Podcast-Folge aufmerksam machen, die einer ganz besonderen Größe gewidmet ist, und zwar der Rockstar-Legende Freddie Mercury. Der britische Musiker, Mitbegründer, Komponist und Frontsänger der Band Queen, der als einer der bedeutendsten Rocksänger der 70er und 80er Jahre in die Geschichte einging, ist sicherlich allen ein Begriff. Falls nicht, garantieren wir euch, ist er es sicher nach dieser Welle.

Es wird flamboyant – denn Freddie erstrahlt auch noch heute in vollem Glanz!

Die Mercury-Welle mit Nicola Bardola

Zwei Buchhändlerinnen, eine Bloggerin und ein Autor im Gespräch für Literatur Radio Hörbahn

Der Ort: Die Glockenbachbuchhandlung München

Die Runde: Die Gastgeberinnen und Buchhändlerinnen Petra Schulz und Pamela Scholz, meine Wenigkeit, Steffi Sack (Nur Lesen ist schöner) und Nicola Bardola, Literatur- und Musikkritiker und Autor des Sachbuches „Mercury in München – Seine besten Jahre“ (Heyne Harcore).

Was haben wir vor?

Wir wollen uns über Musikgeschichte unterhalten, uns mit guter Unterhaltung auf einer Welle tragen und durch Freddies außerordentliche Lebensjahre in der bayerischen Landeshauptstadt (1979-1985) durch ein München spülen lassen, das der Weltstar in vollen Zügen genossen hat.

Heute begeben wir uns gemeinsam mit Mercury-Experten Nicola Bardola auf Freddies Spuren durch die Stadt.

Worauf ihr euch freuen dürft:

  • Musikgeschichte der 70er und 80er Jahre
  • Shortcuts – kurze Fragen & spontane Antworten
  • Literaturtipps von Nicola Bardola
  • sich an Freddies Fersen durch die Stadt zu heften
  • der Kinofilm „Bohemian Rhapsody“ als Inspiration
  • das Sachbuch „Mercury in München – Seine besten Jahre“ von Nicola Bardola
  • Bedeutende Münchner Stationen des Künstlers
  • Anekdoten von Münchner Urgesteinen und Szenelokalen
  • wie Freddie von der „Textil Bitch“ zum „Lederkumpel“ wurde
  • München als musikalische Metropole und Ideenschmiede
  • Das kunterbunte und liberale Glockenbachviertel von heute vs. dem ruppigen und abenteuerlichen „Glasscherbenviertel“ von früher
  • „Bavarian Rhapsody“ – Streifzüge der besonderen Art
  • Veranstaltungstipps, durch die ihr dem viel zu früh verstorbenen Künstler noch einmal ganz nahekommen könnt
  • die Bücherkette von Pamela Schulz
  • der Klang eines „Rüscherls“ vor dem Genuss

Impressionen eines Streifzugs – mit Nicola Bardolas „Mercury in München“ durch die Stadt

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Unser Gast Nicola Bardola hat ein paar ganz besondere Empfehlungen dabei, die nicht nur mit München und dem Glockenbachviertel eng verwoben sind, sondern uns auch unseren ersten Wellenreiter überhaupt, Hans Pleschinski, erneut abklatschen lassen:

Hört hier nochmal in unsere fulminante Premiere mit Hans Pleschinski rein…

Die Bücherkette von Buchhändlerin Petra Schulz :

Mehr Informationen zu unserer literarischen Welle findet ihr auf unseren Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #GlockenbachWelle und auf den Projektseiten der Wellenreiter:innen.

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Bleibt gespannt, was noch alles auf euch zuschwappt…

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Nachtschwärmer*innen #10jahrebrittateckentrup

„Mond – Eine Reise durch die Nacht“ – Britta Teckentrup

Verlag arsEdition, erschienen am 21.03.22, Preis 12,00 € [D], Pappbuch, ab 3 Jahren, 24 Seiten, ISBN: 978-3-8458-4673-6, hier geht’s zum Buch

„Hast du je darüber nachgedacht, warum der Mond scheint in der Nacht?

Wie Menschen, Tiere, Pflanzen, Bäume nachts in seinem Lichte träumen?“

Spitze durch das Guckloch und begleite den Mond auf seiner magischen Reise. Entdecke, wie sich seine Gestalt verändert, wie aus einer schmalen Sichel langsam aber sicher ein großer runder Vollmond heranwächst und welche Tiere er mit seinem Licht durch die Dunkelheit leitet.

Mit dieser handlichen Pappausgabe wird Britta Teckentrups bekanntes Bilderbuch „Mond“ schon kleinen Nachtschwärmer*innen zugänglich gemacht.

Klein, aber oho!

Meine Räubertochter hegt schon seit geraumer Zeit eine Faszination für den Weltraum, für den glitzernden Nachthimmel, die leuchtenden Sterne und die Planeten im All. Den Mond entdeckt sie oft schon beim morgendlichen Weg in den Kindergarten und behält ihn über den ganzen Tag hinweg im Auge. Sie bemerkt, wie er sich vom nahezu unscheinbaren Himmelsobjekt in eine leuchtende Kugel verwandelt, dass seine Gestalt der stetigen Veränderung unterliegt, von der schmalen Sichel bis hin zum prallgefüllten Vollmond. 

Ihre Sternenbibliothek ist mittlerweile nicht nur gut mit Büchern zu dem Thema bestückt, sondern auch von einem leuchtenden Mond und Sternen eingebettet, die sich über ihre Kinderzimmerwand erstrecken und sie nachts sanft in den Schlaf wiegen. Klar, dass Britta Teckentrups Bilderbuch „Mond“ längst bei uns wohnt. Doch neuerdings gesellt sich eine kleine aber feine Pappbuchausgabe dazu, die erst kürzlich erschienen ist und die Geschichte nun schon einer etwas jüngeren Leserschaft zugänglich macht. Der Verlag selbst empfiehlt das Buch ab 3 Jahren, ich bin der Meinung, es kann schon weitaus früher eingesetzt werden. Durch das handliche und kleinkindgerechte Format entpuppt sich das Buch als robuste und leicht zu verstauende Reise- und/oder Klo-Lektüre.

Nun kommt diese Ausgabe zwar recht klein daher, aber nicht minder magisch. Durch ein spielerisches Guckloch zeigt sich der Mond von seiner besten Seite. Schon beim Blick auf das Cover werden die kleinen Leser*innen dazu animiert, hindurch zu blicken. Das schafft einen Anreiz, entfacht die Neugierde und bindet sie ins Geschehen ein. Schnell finden sie sich auf den dahinter verborgenen Seiten wieder, die den Mond im unterschiedlichen Gewand zeigen. Doch nicht nur das, auf jeder Seite finden sich auch Tiere ein, die vom Licht und der Veränderung des Mondes geprägt sind. Er ist es, der sie navigiert, ihnen Licht und Sicherheit schenkt.

„Der volle Mond schickt helles Licht, das funkelnd in den Wellen bricht. Und in des Meeres dunklen Weiten befiehlt der Mond ihm die Gezeiten.“

Britta Teckentrups Bilder kommen bunt und magisch daher. Aufgrund der Nachtszenerien bleibt der Hintergrund konstant dunkel, während die Tiere und der Mond in üppigen Farben um die Wette strahlen. Durch den Schein einer Nachttischlampe entfalten sich die facettenreichen Bilder besonders kräftig, weshalb uns die Geschichte als wunderbare Gute-Nacht-Lektüre begegnet. Klar, schließlich geht es hier ja um den Mond.

Die wunderbar stimmigen Verse von Patricia Hegarty, die von Maria Höck ins Deutsche übertragen wurden, schenken der Geschichte nicht nur eine wunderbar melodische Untermalung, sie geben den Kindern auch ganz spielerisch Wissen an die Hand. So lernen sie zum Beispiel dass es sich bei Aras um Papageien handelt, ein Skorpion nachts leuchtend blau glüht, dass Papageien in klirrender Kälte wohnen und der Mond dort von grünen Nordlichtern umgeben ist, dass der Mond den Flug der Vögel leitet, zur richtigen Zeit nach Süden und die Vögel gleich mit sich zieht, dass Schildkröten in der Nacht an Land schwimmen und dort ihre Eier im Sand vergraben und dass das Licht des Vollmondes dem Meer eine glitzernde Decke schenkt.

„Im Dschungel, durch ein Dach aus Grün, sind silberne Strahlen des Mondes zu sehn. Hörst du die Lieder im Urwald erklingen, wenn Aras und Frösche gemeinsam singen?“

Egal ob groß oder klein – „Mond“ ist eine wunderbare Bereicherung fürs Kinderbuchregal und sollte bei allen Nachtschwärmer*innen und Mondliebhaber*innen zuhause stehen. 

Eine Verlosung im Rahmen der Blogtour „10 Jahre Britta Teckentrup bei arsEdition“

Britta Teckentrup ist ein Garant für poetische Bilderbuchreisen. Leser*innen auf der ganzen Welt wissen um die Faszination, die von ihren Büchern ausgeht. In mehr als 20 Ländern sind bereits über 100 Bilderbücher erschienen, viele davon sind bereits mehrfach ausgezeichnet worden. 

Dass die Illustratorin, Autorin und freie Künstlerin aus Berlin nun schon seit sage und schreibe 10 Jahren Kinderbücher bei arsEdition veröffentlicht, gibt uns Anlass zum Feiern. Und deshalb haben wir in freundlicher Unterstützung mit dem Verlag eine Blogtour ins Leben gerufen, wodurch ich heute ein Exemplar der wunderbaren Pappbuchausgabe von „Mond“ an euch verlosen darf.

Die wunderbare Vielfalt von Britta Teckentrups Bilderbüchern haben euch 7 Bloggerinnen (inklusive meiner Wenigkeit) auf ihren Kanälen gezeigt. Spitz gerne in meinen vorangegangenen Beitrag und klick dich durch alle teilnehmenden Blogs. Gestern hat sich Maike von Buchkinder der Pappbuchausgabe von „Bienen – Kleine Wunder der Natur“ gewidmet, morgen dürft ihr in den letzten Beitrag von Frau Bücherfee eintauchen … psst! sie hat einen ganz großen Schatz von Britta Teckentrup dabei.

Da ich sowohl hier auf dem Blog als auch auf Instagram eine treue Leserschaft habe, möchte ich euch auf beiden Kanälen die Möglichkeit geben, in den Lostopf zu springen.

Für ein Los auf dem Blog würde ich euch bitten, mir bis Dienstag, 05.04.22, 23:59 Uhr zu verraten, welches bislang euer Lieblingsbuch von Britta Teckentrup ist. 

Die Teilnahmebedingungen für das Los auf Instagram könnt ihr meinem Instagram-Post  auf @lesenslust entnehmen, der zeitgleich mit diesem Beitrag veröffentlicht wird. 

Viel Glück!

Eure Steffi

[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von arsEdition als Rezensions- und Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt.]

[Der Versand des Gewinns erfolgt durch den Verlag. Zu diesem Zweck (und nur dazu) gebe ich die Adresse der Gewinnerin/des Gewinners an den Verlag weiter.]

10 Jahre Britta Teckentrup bei arsEdition – eine Blogtour

Wir tauchen in Bilderbuchwelten ab

Ich darf dir heute ein ganz persönliches Herzensprojekt bekanntgeben – eine Blogtour zu Ehren von Britta Teckentrup. Denn dass die Illustratorin, Autorin und freie Künstlerin aus Berlin nun schon seit sage und schreibe 10 Jahren Kinderbücher bei arsEdition veröffentlicht, gibt uns Anlass zum Feiern. 

Britta Teckentrup ist ein Garant für poetische Bilderbuchreisen. Leser*innen auf der ganzen Welt wissen um die Faszination, die von ihren Büchern ausgeht. In mehr als 20 Ländern sind bereits über 100 Bilderbücher erschienen, viele davon sind bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Ihre atmosphärischen Illustrationen entführen uns u.a. in die faszinierende Welt der Natur. Hier wartet eine kunterbunte Tierwelt auf uns, die so manch‘ berührende Geschichte zu erzählen weiß.

Auch wir wissen den Facettenreichtum von Britta Teckentrups Bilderbüchern zu schätzen. Ihre Bücher sind seit Jahren fester Bestandteil unseres Bilderbuchregals. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir mit freundlicher Unterstützung von arsEdition diese Blogtour ins Leben rufen konnten. 

Wunderwelt Natur in sieben Bücher

Um euch die Vielfalt von Britta Teckentrups Bilderbüchern aufzuzeigen werde ich ab morgen mit sechs anderen Bloggerinnen in sieben Bilderbücher abtauchen, die euch auf eine spannende Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt von Flora und Fauna entführen.

Bei jedem einzelnen von uns hast du die Chance auf dein ganz persönliches Exemplar des jeweils vorgestellten Bilderbuchs. 

Klingt nach „Liebe auf den ersten Klick“? Na dann merk‘ dir für die folgende Woche folgende Blogs bzw. Instaaccounts vor.

Die teilnehmenden Blogs/Instaaccounts:

Nur Lesen ist schöner

Küstenkids unterwegs

kleinerleser

Brigittes Kinderbuchblog

Frau Bücherfee

Desiree Bücherfee

Buchkinder

Wir freuen uns im Übrigen auch an allen restlichen Tagen des Jahres über deinen Besuch. Denn eins kann ich dir mit Gewissheit sagen – auf diesen Blogs herrscht immer eine große Liebe zum Buch!

Liebe Grüße

Steffi

 

11 Bilderbuch-Highlights zur Feier von 11 Jahren „Nur Lesen ist schöner“

Hip hip hooray,

heute hab‘ ich es mit meinem Blog nicht nur endlich ins neue Jahr geschafft, sondern mit ihm auch einen kleinen Meilenstein erreicht. Denn ziemlich genau vor elf Jahren ist er in einer Nacht- und Nebelaktion entstanden. Meine Schnapsidee, fortan meine Gedanken über Bücher mit der Welt zu teilen, darf deshalb heute ihre erste Schnapszahl feiern:

11 Jahre „Nur Lesen ist schöner“

Zu diesem Anlass möchte ich euch nicht nur unsere elf Bilderbuch-Highlights aus dem letzten Jahr vorstellen, sondern auch eins unter euch, meiner treuen Leserschaft, verlosen. Vielen Dank für euer reges Lesen, für euren wertvollen Input, für die Impulse und Denkansätze, den Perspektivenwechsel und den ein oder anderen Denkanstoß. Es war mir ein Fest und wird es auch weiterhin sein.

Es bleibt allerdings dabei, dass der Blog ein Lebensbegleiter und Herzensprojekt ist, dem ich manchmal nicht die Aufmerksamkeit schenken kann, die ich ihm gerne schenken würde. Das letzte Jahr war für uns nämlich nicht nur reich an Büchern, sondern auch reich an Schicksalsschlägen und so hab ich mich zwischendurch kaum in der Lage gesehen, zu lesen oder zu schreiben. Mittlerweile habe ich mich (mehr oder weniger) damit abgefunden, dass man auf manche Dinge keinen Einfluss hat, wohl aber, wie man auf sie reagiert. Das Leben schlägt manchmal recht ungewöhnliche Wege ein, die einen ganz woanders hinführen, als man ursprünglich hin wollte. Muss per se nichts schlechtes sein, manchmal dauert es aber eine ganze Weile, sich auf den Kurswechsel einzulassen.

Heute möchte ich euch elf Bücher ans Herz legen, die sich ganz unterschiedlichen Themen widmen. Es sind Bücher, die mit Bild und Wort überzeugen. Bücher, die mitunter von persönlichen Herzensautor*innen oder Herzensillustrator*innen stammen, die sich über die letzten Jahre bei mir gefestigt haben. Wahre Herzensbücher also. Es sind Bücher, die wertvolle Botschaften in sich tragen und Kindern wertvolles Wissen und wichtige Werte vermitteln, das/die sie zum Heranwachsen brauchen. Zu einigen Büchern sind bereits ausführliche Besprechungen hier auf dem Blog erschienen (ich habe die Beiträge entsprechend verlinkt), zu anderen wiederum stehen sie noch aus.

Wer mag, kann mir ganz unten in der Kommentarspalte flüstern, welches Bilderbuch es ihm auf Anhieb angetan hat. Ich werde es dann unter allen Teilnehmer*innen (hier und auf Instagram) verlosen. 

11 Herzensbücher aus unserem Lesejahr 2021

Bertie Pom und das große Donnerwetter – Daniela Drescher 

Verlag Urachhaus, 2. Auflage 1. Oktober 2021, Preis 16,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 3 Jahren, 26 Seiten, ISBN: 978-3-8251-5284-0, hier geht’s zum Buch

Bei diesem Bilderbuch war es Liebe auf den ersten Blick. Denn Daniela Dreschers zauberhafte Illustrationen des kleinen Apfelwichts Bertie Pom, seiner kleinen Freunde (die mitunter so niedliche Namen tragen wie Rüsselchen, Krabbelfuß und Pünktchen) und des regen Treibens im und um den Apfelbaum, als ein heftiges Unwetter heranrollt und sich der Apfelwicht als guter Freund und Retter in der Not bewährt, machen es einem unmöglich, sie nicht direkt ins Herz zu schließen. Große Apfelwicht-Liebe!

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Ich gehör dazu! – Tom Percival 

arsEdition, erschienen am 13. Oktober 2021, Preis 15,00 € [D], Hardcover, ab 4 Jahren, 32 Seiten, ISBN: 978-3-8458-4467-, hier geht’s zum Buch

Tom Percival lässt seine Protagonistin Isabell unsichtbar werden, sie verschwindet förmlich nahezu, nimmt in diesem gläsernen Zustand plötzlich andere Menschen wahr, die ebenfalls unsichtbar sind. Es sind Menschen, die nicht gesehen werden. Menschen, die arm, einsam oder fremd in diesem Land sind. Doch Isabell sieht sie, sie nimmt sich ihrer an und bringt sie alle zusammen. Und so lässt sie sie Stück für Stück wieder sichtbar werden, einschließlich ihrer Selbst.

Der Autor und Illustrator, der selbst aus armen Verhältnissen stammt, nimmt sich in diesem Bilderbuch der Armut an. Er sensibilisiert Kinder für die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Menschen, zeigt, wozu Liebe und Zusammenhalt fähig sind und dass jeder einzelne von uns dazugehört und es verdient hat, gesehen zu werden.

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Im 23. Türchen des Glockenbachbuchhandlung-Adventskalenders durfte ich aus dem Bilderbuch vorlesen.

Kleine Schneeflocke – Benji Davies 

Aladin Verlag, erschienen am 28. September 2021, Preis 15,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 4 Jahren, 32 Seiten, ISBN: 978-3-8489-0196-8, hier geht’s zum Buch

Weihnachtsbücher gibt es wie Sand am Meer. Doch oft geht es darin gar nicht mehr um das, was Weihnachten wirklich ausmacht, sondern vielmehr um die Geschenke, die zuhauf unter dem Weihnachtsbaum Platz finden.

Weihnachten, das ist für mich Zusammenhalt, es ist die gemeinsame Zeit mit den Liebsten, es ist das Glück der kleinen Dinge, der Zauber, der oft schon in einer flackernden Adventskerze, im glitzernden Weihnachtsbaum oder im leise herabrieselnden Schnee zu den Feiertagen verborgen liegt. Die Magie, die in der Luft liegt und sich mit dem Duft von Mandarinen, Zimt und selbstgebackenen Plätzchen paart. Und dann geraten einem manchmal Bilderbuchperlen in die Hände, die einen nicht nur tief in der Seele berühren, sondern auch genau das in sich tragen: das Glück der kleinen Dinge.

Dieses hier ist so eines.

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Emmas Einhorn – Briony May Smith 

Thienemann-Esslinger, erschienen am 27. Juli 2021, Preis 15,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 3 Jahren, 48 Seiten, ISBN: 978-3-480-23717-3, hier geht’s zum Buch

Die Faszination, die seit jeher für Einhörner herrscht, wurde in den letzten Jahren stark von Klischees überlagert. Einhörner wurden immer glitzernder, leuchtender und funkelnder. Die Faszination um ihr gewundenes Horn auf der Stirn, um ihre Gabe des Fliegens, schien nicht mehr auszureichen. Es musste mit künstlichem Glitzer und Regenbogenfarben versehen und um künstliche Stahlkraft ergänzt werden. Der natürliche Zauber um dieses Fabelwesen ging für mich dabei verloren.

Briony May Smith hat diesen Zauber für mich ein Stück weit zurückgeholt. Mit „Emmas Einhorn“ ist ihr eine jeder Geschichten gelungen, die auch nach zahlreichen Lektüren nicht an Zauber verliert, die sich besänftigend auf unsere Seele legt, uns mit magischem Zauber und Wohlgefühl umgibt und von einem kleinen silber-weiß getupften Einhorn träumen lässt, an dessen Seite wir die Welt erobern.

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Dich vergesse ich nie – Laura Hughes, Rachel Ip 

Ravensburger Verlag, erschienen am 01. Juli 2021, Preis 14,99 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 4 Jahren, 32Seiten, ISBN: 978-3-473-46134-9, hier geht’s zum Buch

Es ist ein einfühlsame Geschichte über Demenz, die nicht farbenfroher und fantasiereicher sein könnte. Ich hätte mir kein schöneres Bilderbuch vorstellen können, um meiner Räubertochter zu erklären, wie es Menschen ergeht, die an Alzheimer erkranken. Was mit ihren verlorengegangenen Dingen, aber auch Erinnerungen an schöne Momente und geliebte Menschen passiert und wie wir für diese Menschen Türen öffnen können. 

Im Wald finden Amelie und ihre Oma einen magischen Ort namens Zuhause der Erinnerungen. Hier gibt es für jeden Menschen einen Raum. Hinter jeder Tür kann all das wiedergefunden werden, was für immer verloren schien. Auch die Dinge und Momente von nicht erkrankten Menschen wohnen hier. Amelie ist ganz begeistert, dass sie neben dem riesigen Raum ihrer Großmutter auch ein kleines Zimmer vorfindet, in dem ein wildes Sammelsurium ihrer verlorengegangenen Sachen und Erinnerungen haust. Da stehen sogar Kisten voller vergessener Bitte-Danke-Zauberwörtern, Auas, Stolperer und Schürfwunden rum. 

Eine ausführliche Besprechung folgt…

Sommer – Jihyun Kim 

Verlag Urachhaus, erschienen am 27. Juli 2021, Preis 16,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 5 Jahren, 56 Seiten, ISBN: 978-3-8251-5275-8, hier geht’s zum Buch

Das poetische Bilderbuch ohne Worte trägt so viele Gefühle, so ein wunderbar befreites Lebensgefühl in sich, wie ich es mir für Emma und mich im letzten Sommer gewünscht hatte. Mit seinen großformatigen und eindrücklichen Bildern entführt es uns auf die Sommerreise eines Jungen, die scheinbar alltäglich daherkommt und doch so viele kleine Wunder in sich trägt. Es ist der Zauber der Natur, der sich in diesem Sommer auf den Jungen und damit auch auf den/die Betrachter*in let: die besänftigende Ruhe des Waldes, ein Steg am See, der schon beim Blick durchs Geäst frohlockt, der Sprung ins kühle Nass, das lustige Spiel mit wuselnden Fischen am Meeresgrund, die funkelnde Sommersonne, die den Körper des Jungen wohlig umschmeichelt, die Dämmerung, die sich über das Land legt und mächtige Schatten auf den Boden zaubert und ein beeindruckender Abendhimmel voller leuchtender Sterne.

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Seesucht – Marlies van der Wel 

mixtvision Verlag, erschienen am 10. Februar 2021, Preis 20,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 4 Jahren, 78 Seiten, ISBN: 978-3-95854-164-1, hier geht’s zum Buch

Seesucht

Die Wortspielerei, die sich aus der Sehnsucht zum Meer formt, trifft es genau, dieses Gefühl, das in mir aufkommt, wenn ich an meine Besuche auf Sylt denke. Barfuß am Ellenbogen der Insel entlang. Die Luft, erfüllt von einer salzigen Meeresbrise, kreischenden Möwen und wehendem Haar. 

Und plötzlich bin ich in ein Bilderbuch abgetaucht, das mich all dem wieder ganz nahebringt. Das sich als eine jener Bilderbuchperlen entpuppt, die das Meer aus Bilderbüchern nur selten zu Tage bringt.

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Was wir bauen: Pläne für unsere Zukunft – Oliver Jeffers 

NordSüd Verlag, erschienen am 26. Februar 2021, Preis 16,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 4 Jahren, 78 Seiten, ISBN: 978-3-95854-164-1, hier geht’s zum Buch

Spätestens seit „Hier sind wir“ ist Oliver Jeffers wohl jedem ein Begriff. Das Bilderbuch, das er damals für seinen Sohn (und alle anderen Neuankömmlinge) erschaffen hat, um ihn/sie auf die Welt da draußen vorzubereiten, hat mich vollends begeistert. Seitdem folge ich dem Autor und Illustrator auf seinem Schaffensweg. Über „Als wir bauen“ habe ich mich besonders gefreut, weil dort ein Vater-Tochter-Gespann im Mittelpunkt steht und ich es der Räubertochter und ihrem Papa als persönlichen Wegbegleiter mit auf den Weg geben wollte. Mit ihrem ganz eigenen Werkzeug erschaffen sie Erinnerungen, die den Grundstein für ihr gemeinsames Leben legen. Der Vater baut seiner Tochter die Zukunft, und die Tochter baut ihm seine. Ein ganz berührendes und wunderschönes Werk.

Eine ausführliche Besprechung folgt…

„Als die Schweine ins Weltall flogen“ – Susanne Straßer 

mixtvision Verlag, erschienen am 10. März 2021, Preis 15,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 3 Jahren, 32 Seiten, ISBN: 978-3-95854-148-1, hier geht’s zum Buch

Die abgefahrenen Erzählbilder, die in diesem Bilderbuch vereint sind, sorgen für jede Menge Gesprächsstoff bei Kindern. Denn Strassers großflächige Illustrationen bergen jede Menge Kuriositäten in sich, die auf jeder Doppelseite einem Thema untergeordnet sind. Da geht’s mitunter um Fahrzeuge, um Regen, Licht, Gänsehaut und Kaugummi. Und wenn plötzlich Wildschweine von Ufos aufgesogen werden, kommen natürlich einige Fragen auf. Genau wie bei einer Rasen mähenden Hexe, einem Hasen mit Laserschwert, einer Gießkanne, die trotz Regen einen von einer Pflanze umschlungenen Baum gießt oder einem grün-gelb gepunkteten Löwen.

Klick hier um zur ausführlichen Besprechung zu gelangen.

Wütend – Britta Teckentrup

Prestel junior Verlag, erschienen am 20. September 2021, Preis 18,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 3 Jahren, 32 Seiten, ISBN: 978-3-95854-148-1, hier geht’s zum Buch

In diesem Buch peitscht dir die Wut sprichwörtlich ins Gesicht. Sie donnert und blitzt, schreit, wütet und wirbelt umher. Britta Teckentrup hat es geschafft, das Gefühl der Wut in so gewaltige Bilder und Wörter zu verpacken, dass es einem fast unangenehm ist, mit ihr konfrontiert zu werden. Doch Kinder lernen hier auch, dass diese starken Gefühlsausbrüche, die die Wut mit sich bringt, notwendig sind und durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Dass man sich ihr annehmen sollte anstatt sie zu unterdrücken und dass die Luft nach dem tosenden Sturm angenehm klar und gereinigt ist. 

Eine ausführliche Besprechung folgt…

Ein Ort für meine Traurigkeit – Anne Booth, David Litchfield 

Gabriel Verlag, erschienen am 21. September 2021, Preis 15,00 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 5 Jahren, 40 Seiten, ISBN: 978-3-522-30597-6, hier geht’s zum Buch

Es ist sicher das Bilderbuch, das mir im letzten Jahr emotional am meisten zu schaffen gemacht hat. Es hat die Traurigkeit, die die Räubertochter und mich im letzten Jahr so plötzlich und unvorhergesehen erfasst hat, in ganz wunderbare Bilder eingefangen.

Der Illustrator David Litchfield hat für uns einen Ort geschaffen, wo unsere Trauer Platz fand und sich zu Hause fühlen konnte. Sie musste sich nicht verstecken, sondern durfte genauso sein wie sie war. An manchen Tagen war sie groß und nahezu übermächtig, an anderen wiederum klein und erträglich. Auch der Junge in diesem Buch begegnet dieser Trauer. Manchmal geben sie sich zusammen ihren Tränen hin, ein anderes Mal sitzen sie nur beieinander und schweigen – wie gute Freunde.

Mit diesem Bilderbuch lernen Kinder, dass Traurigkeit ein unvermeidbarer und wichtiger Bestandteil der Gefühlswelt ist. Sie lernen, dass man sich manchmal diesem schweren und unangenehmen Gefühl hingeben muss, es nicht unterdrücken sondern ihm vielmehr den Raum geben sollte, das es benötigt, um Verluste zu verarbeiten und weitergehen zu können. 

Eine ausführliche Besprechung folgt…

Klick, klick, Glück – ein Herzensbuch für dich

Da ich sowohl hier auf dem Blog als auch auf Instagram eine treue Leserschaft habe, möchte ich euch auf beiden Kanälen die Möglichkeit geben, in den Lostopf zu springen.

Für ein Los auf dem Blog würde ich euch bitten, mir bis 30. Januar 2021, 23:59 Uhr zu verraten, welches der Bücher ihr gerne bei euch einziehen lassen möchtet und warum.

Die Teilnahmebedingungen für das Los auf Instagram könnt ihr meinem Instagram-Post  auf @lesenslust entnehmen, der zeitgleich mit diesem Beitrag veröffentlicht wird.

Der/Die Gewinner/in wird unter diesem Beitrag bzw. bei Instagram erwähnt und per Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Viel Glück!

Eure Steffi

Wenn aus Fremden Verbündete werden #kinderbuchadvent + Giveaway

„Bergkristall – Der heilige Abend“ – Adalbert Stifter, Anita Sansone Cotti, Maja Dusikova

Bohem Press, erschienen am 16. September 2021, Preis 16,95 € [D], Gebundene Ausgabe, ab 3 Jahren, 32 Seiten, ISBN: 978-3-85581-580-7, hier geht’s zum Buch

Es ist die Geschichte zweier Bergdörfer, die sich fremd und nur durch zwei Kinder miteinander verbunden sind. Während Sanna und Konrad mit ihren Eltern in Gschaid auf der einen Seite des Berges wohnen, leben die Großeltern in Millsdorf auf der anderen. An einem sehr milden Heilig Abend dürfen sich die Kinder alleine auf den langen Weg über den Pass zu den Großeltern machen, um Weihnachtswünsche zu überbringen.

Mit allerlei Weihnachtsgaben im Gepäck, treten die Geschwister den Heimweg an. Doch sie geraten in einen Schneesturm und kommen vom Weg ab. Als die Dunkelheit hereinbricht, suchen sie Schutz in einer Höhle. Sie essen und trinken alles, was ihnen die Großeltern mitgegeben haben, um gegen den Hunger und die Müdigkeit anzukämpfen. Es ist das Leuchten eines Sterns, der sie um Mitternacht an den Weihnachtstag erinnert. Denn das Glockengeläut im Tal findet leider nicht den Weg zu ihnen ins Hochgebirge.

Unterdes lässt die gemeinsame Suche nach den vermissten Kindern die beiden entzweiten Gemeinden zueinander finden und aus Fremden Verbündete werden.

Ein Weihnachtsklassiker in neuem Gewand

Adalbert Stifters Bergkristall gehört sicher zu den Klassikern der Weihnachtsgeschichten. Die Geschichte, die 1845 erstmals in der Zeitschrift Die Gegenwart erschienen ist, damals noch unter dem Titel Der heilige Abend, fand über die Jahre in unterschiedlichstem Gewand den Weg zur Veröffentlichung. Die mir bekannteste Version ist die im Verlag Urachhaus erschienene Ausgabe, die sich an Kinder ab 5 Jahren richtet und von Maren Briswalter illustriert ist.  Nun ist bei Bohem Press eine gekürzte Neufassung des Klassikers erschienen, die die Geschichte auch einer jüngeren Leserschaft zugänglich machen soll.

Schon lange hatte ich das Bilderbuch für meine 4-jährige Räubertochter und mich im Visier. Ich hatte die Lektüre aufgrund des Textumfangs und des Inhalts jedoch vorerst noch auf später vertagt. Als ich das wunderbare Cover der Neuauflage sah, wurde mir direkt warm ums Herz. Die Coverillustration von Maja Dusikova hat mich auf Anhieb entzückt. Dass es sich dabei um die bereits anvisierte Geschichte von Adalbert Stifter handelt, habe ich anfangs gar nicht realisiert. Die vorliegende Ausgabe wurde von Anita Sansone Cotti gekürzt und in Würdigung des Originals auf traditionelle Weise nacherzählt. Die mit der Schweizer Autorin befreundete Illustratorin Maja Dusikova hat die Geschichte schon als kleines Mädchen geliebt und sich seit jeher gewünscht, sie eines Tages selbst malen zu dürfen. Mit ihren wunderschönen Bildern mit nostalgischem Touch hat sie ihre Liebe zu der Geschichte wunderbar zum Ausdruck gebracht. 

Der Verlag empfiehlt die Neufassung des Klassikers für Kinder ab 3 Jahren, in meinen Augen kann man sich aber auch mit der gekürzten Fassung gut und gerne noch ein weiteres Jahr Zeit lassen. Im direkten Vergleich zur anvisierten Urachhaus-Ausgabe kommt die Ausgabe mit weitaus weniger Text und großformatigeren Illustrationen daher, bei der gemeinsamen Lektüre mit meiner Tochter stelle ich jedoch fest, dass der Umfang des Textes nach wie vor nicht zu unterschätzen ist und ich nur in besonders wachen Momenten ihre volle Aufmerksamkeit für mich und die Geschichte gewinnen kann. 

Das Bilderbuch bietet viel Anlass für gemeinsame Gespräche. Dass sich Kinder in dem Alter ganz alleine ohne Eltern auf einen so langen und gefährlichen Weg über einen Berg machen dürfen, hat Emma schon sehr erstaunt. Aufgrund ihrer Bergerfahrung wusste sie jedoch auf Anhieb um die Schwierigkeit von steilen Stellen und der Gefahr, die manchmal vom Berg ausgeht. Es ist ganz wunderbar mit anzusehen, wie sich Sannas Bruder Konrad in dieser misslichen Lage behauptet, wie er Mut, Vernunft und einen klaren Kopf beweist, wie er sich die Umgebung und einige Wegpunkte einprägt, um nicht die Orientierung zu verlieren, trotz allem aber nicht die Hoffnung verliert, als das rot angestrichene Schild  einer Unglücksstelle am Höhepunkt des Passes später vollends im Schnee verschwindet. Er sorgt für seine kleine Schwester, lässt sie sich an seiner Tasche festhalten und lässt sie das bittere Kaffeekonzentrat trinken, damit sie nicht einschläft und in der Dunkelheit erfriert. 

Die Geschichte der anfangs entzweiten Gemeinden, die sich später zusammentun, um zusammen die vermissten Kindern zu finden, zeigt wiederum wie Empathie und Nächstenliebe letztendlich über Skepsis und Fremdenfeindlichkeit siegt. Sowohl inhaltlich als auch illustratorisch ist dieses Bilderbuch daher eine Perle.   

Eine Verlosung im Rahmen des Vorleseadvents

Heute öffnet sich bei mir das fünfzehnte Türchen im Rahmen des Kinderbuchblogger Adventskalenders von Kinderbuch-Detektive, weshalb ich ein Exemplar von der verkürzten Neuauflage Bergkristall an euch verlosen möchte.

Und da ich sowohl  hier auf dem Blog als auch auf Instagram eine treue Leserschaft habe, möchte ich euch auf beiden Kanälen die Möglichkeit geben, in den Lostopf zu springen.

Für ein Los auf dem Blog würde ich euch bitten, mir bis Donnerstag, 16.12.21, 23:59 Uhr zu verraten, in welcher Situation eure Kinder bislang Mut/Vernunft/einen klaren Kopf bewiesen haben.

Die Teilnahmebedingungen für das Los auf Instagram könnt ihr meinem Instagram-Post  auf @lesenslust entnehmen, der zeitgleich mit diesem Beitrag veröffentlicht wird. 

Viel Glück und eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit!

Eure Steffi

[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von  Bohem Press als Rezensions- und Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt.]

[Der Versand des Gewinns erfolgt durch den Verlag. Zu diesem Zweck (und nur dazu) gebe ich die Adresse der Gewinnerin/des Gewinners an den Verlag weiter.]

Wenn Bilderbücher zu Wellenreitern werden

Die Münchner Eisbachwelle ist Geschichte. Denn das Team der GlockenbachWelle surft im Juni lieber auf einer Welle, die an Lebendigkeit und Sogkraft nicht zu überbieten ist:

der BilderbuchWelle

Für die dritte Folge des neuen Podcast-Formats #GlockenbachWelle haben wir, das sind Arndt von der kleinen literarischen Sternwarte AstroLibrium, das Team der Glockenbachbuchhandlung und meine Wenigkeit, uns nämlich was ganz besonderes überlegt und uns dafür den Münchner Mixtvision Verlag mit ins Boot geholt.

Denn wir wollen uns im Rahmen der GlockenbachWelle erstmals ins Bilderbuchmeer stürzen und wer wäre als begleitender Wellenreiter für dieses Vorhaben besser geeignet, als ein Verlag, der nicht nur Experte in Sachen Bilderbücher ist, sondern auch ein ganz besonderes Bilderbuchprogramm mit sich bringt!?

Und so haben wir im Vorfeld an die Aufnahme des Podcasts drei ganz persönliche Herzensbücher aus dem Verlagsprogramm gefischt, die als Bilderbuch-Wellenreiter prädestiniert sind.

Die drei Wellenreiter aus dem Hause Mixtvision

„Die große Wörterfabrik“ von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo

Hier geht’s zu meiner Besprechung

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„Als die Schweine ins Weltall flogen“ von Sabine Straßer

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„Seesucht“ von Marlies van der Wel

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Sabine Ginster von Mixtvision

Auf die dritte Folge der GlockenbachWelle dürft ihr also gespannt sein. Denn gemeinsam mit Sabine Ginster, Social Media Leiterin und Lektorin des Mixtvision Verlags, nehmen wir nicht nur diese drei Bilderbücher etwas näher in Augenschein, wir werden auch über die Bedeutung von Bilderbüchern im Leben von Kindern sprechen, wie sie zu wertvollen Lesens- und Lebensbegleitern heranwachsen können und wie man mit Altersempfehlungen umzugehen hat. Und natürlich plaudert Sabine auch aus dem Lektoratsnähkästchen.

Doch wie macht man im Radio eigentlich Bücher greifbar, die in erster Linie von ihren ausdrucksstarken Bildern leben? Nun ja, wir haben uns erlaubt, ein wenig vorzubauen. Sowohl auf Arndts Blog AstroLibrium als auch hier bei Nur Lesen ist schöner sind Besprechungen zu den drei auserkorenen Wellenreitern zu finden. Mit Klick auf den jeweiligen Link unter dem Titel kommt ihr direkt zu unseren ganz persönlichen Eindrücken zum Buch. Hier nehmen die kurzen Vorstellungen im Podcast Gestalt an, gewähren euch einen kleinen Einblick ins Buch und zeigen euch die Blickwinkel, die aus großen und kleinen Augen ganz unterschiedlich ausfallen können.

Wenn ein Titel für die Liebe zum Meer und zum Buch gleichermaßen steht

Darüber hinaus war es uns ein Anliegen, die Bilderbücher, denen wir bereits auf unseren Blogs, unseren Social Media Kanälen und im Radio Aufmerksamkeit schenken, auch für die Kunden der Glockenbachbuchhandlung greifbar zu machen. Ich genoss daher das Privileg im Zeichen dieser ganz besonderen Welle das Schaufenster der Glockenbachbuchhandlung gestalten zu dürfen. Deshalb schwappt da auch seit gut zwei Wochen eine kleine BilderbuchWelle durchs Schaufenster.

Neben den drei Herzensbüchern von Mixtvision habe ich nicht nur ein kunterbuntes Treibgut an außergewöhnlichen Bilderbüchern für das Schaufenster zusammengetragen, sondern mich auch von den Menschen unterstützen lassen, die sich mit diesen Büchern besonders gut auskennen: den vielen kleinen Bilderbuchleser:innen da draußen.

Die BilderbuchWelle im Glockenbachviertel

Deshalb haben wir im Mai einen Malwettbewerb ausgerufen und kleine Leser:innen dazu animiert, uns ihr schönstes Bild zu malen. Entstanden sind kleine Meisterwerke, die das Schaufenster der Glockenbachbuchhandlung zu einer wahren Augenweide machen. So konnte die kleine Leserschaft aktiv am Schaufenster mitwirken, es um ihren Blick auf die Welt und ihre liebsten Bilderbuchheld:innen bereichern.

Alle eingegangenen Kunstwerke haben einen Platz im Schaufenster gefunden und können dort von Passanten und Kunden bestaunt werden. Zum Dank wartet auf jede/n Künstler:in eine kleine Überraschung und der/die Sieger:in darf sich sogar über ein kleines Buchpaket aus dem Hause Mixtvision freuen.

Welche/r Künstler:in gewonnen hat, verrät Sabine übrigens im Podcast.

Hier kommst du direkt zur BilderbuchWelle mit Mixtvision bei Literatur Radio Hörbahn.

Das Bilderbuch-Treibgut des Schaufensters (in wechselnder Besetzung):

„Sommer“ von Jihyan Kim – Verlag Urachhaus

„Alle Farben des Lebens“ von Lisa Asaito – woow books

„Kalle und Elsa“ bzw. „Kalle und Elsa: Ein Sommerabenteuer“ von Jenny Westin Verona & Jesús Verona – Bohem Press

„Vielleicht“ von Kobi Yamada & Gabriella Barouch – Adrian Verlag

„Sulwe“ von Lupita Nyong – Mentor Verlag

„Seifenblase, flieg!“ von Josef Guggenmos & Heike Herold – Beltz Verlag

„Gigaguhl und das Riesen-Glück“ von Alex Rühle & Barbara Yelin – dtv Junior

„Bitte anstellen“ von Tomoko Ohmura – Moritz Verlag

„Der kleine Bär und das Meer“ von Tom Percival – Loewe Verlag

„Post für dich“ von Sophie Schoenwald & Anita Schmidt- Baumhaus Verlag

„Julian ist eine Meerjungfrau“ von Jessica Love – Knesebeck Verlag

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Was euch in der dritten Folge der GlockenbachWelle noch so alles erwartet, könnt ihr übrigens bei Arndt nochmal genauer nachlesen. Hier geht’s rüber zu AstroLibrium.

Ich wünsch euch einen feuchtfröhlichen Ritt auf unserer ersten BilderbuchWelle und hoffe, dass unsere Begeisterung für Bilderbücher zu euch herüberschwappt!

Eure Steffi

Eine Woge an Worten zur Blogparade „Seesucht“

[Werbung, Verlosung]

Seesucht

Die Wortspielerei, die sich aus der Sehnsucht zum Meer formt, umschreibt es genau, dieses Gefühl, das in mir aufkommt, wenn ich an meine Besuche auf Sylt denke. Barfuß am Ellenbogen der Insel entlang. An die weit zurückliegenden Urlaube in Italien in meiner Kindheit. Mit einer klebrigen Eiswaffel in der Hand und einem Sonnenhut auf einer Bank am Meer sitzend. An unsere Besuche an der Nord- und Ostsee. Die Luft, erfüllt von einer salzigen Meeresbrise, kreischenden Möwen und meinem wehendem Haar. An diesen unbeschwerten Moment an der niederländischen Küste im letzten Jahr. Mit einer vor Freude quiekenden Räubertochter, deren Füße das erste Mal vom Meer umspült wurden.

Und plötzlich ergreift mich eine ungeheure Welle der Wehmut. Die Sehnsucht nach dem Meer macht sich in mir breit. Denn das Wasser war schon immer mein Element. Hier, im kühlen Nass, fühle ich mich genauso schwerelos und frei wie wenn ich einen Berg erklimme und am Gipfel die kristallklare Bergluft in mir aufnehme. Ich konnte mich noch nie wirklich zwischen den Bergen und dem Meer entscheiden. Für eine Kombination aus beidem wohl eher. Und doch waren meine Treffen mit dem Meer in den letzten Jahren rar.

Doch jetzt bin ich wieder mittendrin, im erquickenden Spiel der schwappenden Wellen, meine Füße im körnigen Sand vergraben, ein paar spitze Muscheln zwischen meinen Zehen, meine Beine von glitschigen Algen und tummelnden Fischen umgeben. Ich lasse mich locken. Springe hinein, ins tiefdunkle Blau, gebe mich den unendlichen Weiten des Meeres hin und tauche unter, in die faszinierende Unterwasserwelt.

„Komm her. Komm mit. Komm rein. Und als keiner hinsieht, hüpft er hinein.“

Ich bin in ein Bilderbuch abgetaucht, das lebendiger nicht sein könnte. Das Faszination, Sehnsucht und Freiheit in sich birgt und gleichzeitig in einem hervorruft. Wir begleiten Jonas, der sich mit zwei Jahren in das Meer verliebt. Es fasziniert ihn so sehr, dass er schon als Kind unerschrocken hineinspringt. Und sich direkt am salzigen Wasser verschluckt. Seine Mutter fischt ihn heraus, hält das Ufer für den geeigneteren Ort. Doch was von da an bleibt, ist die Seesucht. Das Meer ist Jonas‘ Element. Das spürt er auf Anhieb. Wie gerne würde er im Einklang mit der Unterwasserwelt leben. Mit Fischen schwimmen, Quallen spielen und sich im dichten Seegras verstecken. Immer wieder spült es ihn zurück ans Meer. Mit 8, mit 18, mit 30, mit 80. Über all die Jahre verfolgt er einen Plan, den er im Alter von 8 Jahren fasst. Er will einen Tauchapparat bauen, durch den er mit den Tiefen des Meeres für immer verbunden sein kann. Er sammelt Strandgut, versucht sich an wilden Unterwasserkonstruktionen. Doch sein Weg ist lange und steinig. Es dauert ein ganzes Leben, bis sein Traum Wirklichkeit wird. Wie gut, dass er sich nicht beirren lässt. Selbst wenn er Rückschläge erleiden und dem Meer vorübergehend den Rücken kehren muss.

Was Marlies van der Wel mit „Seesucht“ erschaffen hat, ist eine jener Bilderbuchperlen, die das Meer von Bilderbüchern nur selten zu Tage bringt. Das berauschend schöne Bilderbuch, das auf dem Kurzfilm „Jonas and the Sea“ basiert, birgt auf 78 Seiten eine ganze Bandbreite an ausdrucksstarken Illustrationen in sich, die von Emotionen und Blautönen getränkt sind. Die Geschichte lebt von ihren großflächigen und atmosphärischen Bildern, die einen beim Lesen förmlich gefangen nehmen und von ganz schlichten Zeilen begleitet werden. Doch es sind nicht nur die technisch ausgeklügelten Strandgut-Tüfteleien und Tauchgänge, die einem nach der Lektüre dieses Bilderbuchs im Gedächtnis bleiben, sondern auch die Rückschläge, die Jonas zu erleiden hat. Als er das erste Mal kentert und tieftraurig am Strand steht, als ihn eine große Welle an den Strand zurückschleudert oder das große Fangnetz der Fischer erfasst. Das Gelächter der Fischer hallt in Jonas lange nach. Es zehrt an ihm. Es entmutigt ihn. Und lässt ihn sogar für eine Weile dem Meer den Rücken zukehren. Bis eines Nachts im Winter ein riesiger Sturm wütet und Jonas den richtigen Zeitpunkt für das Wiedersehen mit dem Meer gekommen sieht.

„Jonas nimmt, was das Meer ihm gibt.“

Diese tiefe Verbundenheit, die Jonas vom allerersten Moment an zum Meer verspürt, ist auf allen Seiten des Bilderbuchs spürbar. Wie durch ein unsichtbares Band sind die beiden miteinander verbunden. Das Band scheint zum Ende hin vermeintlich lose im Wasser zu schwappen, doch reißen tut es nie. Jonas und das Meer verschmelzen zu einer Einheit. Es ist sein Glaube, sein Mut und seine Hartnäckigkeit, die sich am Ende auszahlen. Marlies van der Wel zeigt mit ihrem Bilderbuch auf wunderbare Weise, dass es sich lohnt, seine Träume zu verfolgen. Und dass manche Dinge ihre Zeit brauchen. Sie schenkt kleineren Leser*innen wunderbar faszinierende Tauchgänge und größeren Leser*innen eine ermutigende Lektüre mit Tiefgang, die uns über unsere eigenen Sehnsüchte und Träume nachdenken lässt. Das Bilderbuch lässt die Herzen all jener Leser*innen höher schlagen, die sich dem Meer verbunden fühlen und die aktuell eine große Seesucht umtreibt.

„Mitten im Meer. Für immer.“

Eckdaten

Seesucht

Gebunden, ab 4 Jahren

78 Seiten
ISBN: 978-3-95854-164-1

Illustration & Text: Marlies van der Wel
Übersetzung: Birgit Erdmann

Mixtvision
20,00 € [D]

Hier geht’s direkt zur Verlagsseite

Hier geht’s zur Homepage von Marlies van der Wel

Blubb, blubb, Glück 

Hast du Lust, mir deine größte Sehnsucht zu verraten? Als kleinen Dank für deine persönliche Woge an Worten verlose ich unter allen Kommentaren ein Exemplar des Bilderbuchs. Denn im Rahmen von Katjas Blogparade darf ich mit Unterstützung von Mixtvision ein Exemplar von „Seesucht“ an euch verlosen. Teilnehmen könnt ihr mit einem Kommentar hier auf dem Blog oder unter meinem Instagram-Post. Jeder Kommentar ist eine Gewinnchance. 

Teilnahmebedingungen:

Du bist mindestens 18 Jahre alt und hast eine Postadresse in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Die Verlosung startet mit Freischaltung der Beiträge und endet am Montag, 10. April 2021, 23:59 Uhr. Das Los entscheidet. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen. Der Versand erfolgt durch Mixtvision. Dafür gebe ich die Adresse des Gewinners bzw. der Gewinnerin an den Verlag weiter.

Viel Glück!

#wirlesenunsnachnangijala: Kinder- und Jugendbücher zur Trauerbewältigung

Till minne av Astrid Lindgren

14. November 1907 – 28. Januar 2002

„Die Brüder Löwenherz“ im Original

Weil Kinderbücher besänftigen können

Heute vor 19 Jahren ist Astrid Lindgrens nach Nangijala gereist. Sie hat dort mit Krümel und Jonathan ihren Frieden gefunden, den Tod als unausweichlichen Teil des Lebens angenommen und sich ihrer tröstenden Vorstellung von einem Übergang in ein anderes Reich hingegeben. Sie war eine der ersten Autor*innen, die sich dem Thema Tod in Kinderbüchern angenommen hat. Die gespürt hat, dass auch Kinder einen Weg brauchen, um ihre Trauer um einen geliebten Menschen zu überwinden, um in dieser schweren Zeit Trost zu finden und um dem Tod nicht mit Angst zu begegnen.

Und während viele der Ansicht waren, dass es nicht angemessen sei, für Kinder über den Tod zu schreiben, hat ihre Geschichte um „Die Brüder Löwenherz“ sich nahezu besänftigend auf viele Kinderseelen gelegt. Astrid Lindgren erhielt zahlreiche Briefe von jungen Leser*innen, die sich von ihr getröstet fühlten und sich fragten, wie es Krümel und Jonathan wohl in Nangijala erging. Und deshalb setzte sich Lindgren hin und verfasste einen Brief für all diese Kinder.

Der Brief wurde 1974 im Expressen veröffentlicht.

Zitate aus „Die Brüder Löwenherz“

„Aber es gibt Dinge, die man tun muss, sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein Häuflein Dreck.”

„Habe ich nicht gesagt, dass ich mitkomme, wohin du auch gehst?“ sagte ich. „Doch, das hast du“, sagte Jonathan, und seine Stimme klang recht froh. „Denn ich will bei dir sein“, fuhr ich fort, „auch wenn es in einem unterirdischen Höllenreich ist.”

„Krümel Löwenherz“, sagte Jonathan, „hast du Angst?“ „Nein … doch, ich habe Angst! Aber ich tue es trotzdem, Jonathan, ich tue es jetzt… jetzt … Und dann werde ich nie wieder Angst haben. Nie wieder Angst ha …“ „Oh, Nangilima! Ja, Jonathan, ich sehe das Licht! Ich sehe das Licht!”

„Ich kann aber nicht töten“, sagte Jonathan, „das weißt du doch, Orwar!“ […] „Wenn alle wären wie du“, sagte Orwar, „dann würde das Böse ja bis in alle Ewigkeit herrschen!“ Aber da sagte ich, „wenn alle wären wie Jonathan, dann gäbe es nichts Böses.”

Wir lesen uns nach Nangijala

Steven (alias superheldliestgern) und ich möchten in Gedenken an unsere liebste Kinderbuchautorin die kommenden drei Tage dazu nutzen, um euch auf Instagram ein paar einfühlsame Kinder- und Jugendbücher an die Hand zu geben, die euren Kindern dabei helfen können, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.

#wirlesenunsnachnangijala und laden euch ein, uns auf dieser Reise zu begleiten. Wir wollen unter dem Hashtag Kinder- und Jugendbücher vereinen, die in dieser schweren Zeit helfen und trösten können. Die sich besänftigend auf die Seele der Kinder legen und sie neuen Mut fassen lassen. Die dem Thema nicht ausweichen, sondern ihm direkt ins Auge blicken.

Unter dem Tab „Projekte“ wird zukünftig eine untergeordnete Seite namens „Wir lesen uns nach Nangijala“ zu finden sein, die ich peu a peu um unsere und eure Kinder- und Jugendbuch – Empfehlungen ergänzen werde.

Habt ihr Lust uns eure liebsten Bücher anzuvertrauen? Dann verfasst doch auf Instagram (oder eurem Blog) einen Beitrag dazu und verseht ihn mit dem Hashtag #wirlesenunsnachnangijala. Natürlich sind eure Empfehlungen auch in Form eines schlichten Kommentars herzlich willkommen.

„Der Tod und die Liebe gehören zu den großen Dingen im Leben eines Menschen, das ist für jedes Alter interessant. Man soll Kindern keine Angst machen, aber sie müssen genauso wie Erwachsene von Kunst ergriffen werden.”

Astrid Lindgren, Dagens Nyheter, 8. September 1959

Ein Jahrzehnt „Nur Lesen ist schöner“

„Hier fängt die Geschichte an.“ („Die Stadt der Träumenden Bücher“, Walter Moers)

In einer von wilden Geistesblitzen durchjagden Nacht zwischen dem 23. und 24. Januar 2011 hat „Nur Lesen ist schöner“ das Licht der Welt erblickt. Heute, vor genau zehn Jahren, ging meiner erste Besprechung auf dem Blog online. Es waren erste zaghafte Zeilen zu einem Buch, das mich so unheimlich beeindruckt hat, dass ich plötzlich das Bedürfnis verspürte, meine Gedanken darüber festzuhalten und für andere Buchliebhaber*innen zugänglich zu machen. Und so nahm die Geschichte dieses Bücherblogs ihren Anfang.

Was mir anfangs ausschließlich als virtuelle Gedankenbibliothek dienen sollte, ist in den letzten zehn Jahren zu einer lebendigen Plattform herangewachsen, auf der die Meinung eines jeden Einzelnen willkommen ist. Über 100.000 Buchliebhaber aus aller Welt wurden hier angespült, haben sich nicht nur meinen Zeilen angenommen, sondern sie auch zum Anlass für Gespräche werden lassen. Ein lebendiger Austausch über Bücher begann. Die Liebe zum Buch wurde auf allen Seiten spürbar. Der Blog um Inspiration, Leidenschaft und Leben bereichert. Er ist zu einem teuren Weggefährten herangewachsen, mit dem ich so manch fantastische Abenteuer bestritten habe. Der mir Türen zu Menschen, Verlagen und Herzensprojekten geöffnet hat, die sich mir ohne ihn niemals offenbart hätten.

„Nur Lesen ist schöner“ wird nicht von Klickzahlen und Followern, sondern vielmehr von einer unbändigen Leidenschaft gelenkt: der Liebe zur Literatur.“

Das, auf was ich heute blicke, bin ich verdammt stolz. Ich mag mich nicht mit der Reichweite und dem Bekanntheitsgrad schmücken können, wie es andere tun, kann aber trotzdem ein paar ganz persönliche Erfolge verzeichnen. Ich bin Teil einer Anthologie über das Lesen geworden, durfte mit einem Zitat zu #warumichlese im Rahmen einer Kampagne von Stiftung Lesen ein Plakat auf der Leipziger Buchmesse schmücken, wurde Buchpreisblogger des Bayerischen Buchpreises 2019 und 2020 auf einer Bookstagrammer Map für die Ewigkeit markiert. Ich genieße mittlerweile das Privileg, mich von Verlagen mit Herzensbüchern ausstatten lassen zu können, über die ich mich mit Büchermenschen intensiv austauschen kann. Bücher, die mich zu Tänzen auffordern und mir wie Einladungen zu Reisen begegnen. Und ich weiß das zu schätzen. Und ich tanze. Und reise. Auch die nächsten zehn Jahre. An all die wunderbaren Orte, die man manchmal schwer erreichen kann oder uns nur mithilfe unserer Fantasie zugänglich sind. Mögen diese Bücher auf ewig mit uns sein!

Dieser Blog ist nur durch eure Unterstützung zu dem geworden, was er heute ist. Jedes einzelne Feedback, ob Like, Kommentar oder Email, war mir ein Fest. Und deshalb möchte ich mich heute mit zwei buchigen Giveaways bei euch bedanken. Es sind Bücher, die sich mir und meiner Räubertochter im letzten Jahr als Bücherperlen offenbart haben und mir freundlicherweise von den Verlagen zur Verlosung zur Verfügung gestellt wurden.

Giveaways: Zwei Bücherperlen für Groß und Klein

„Offene See“ – Benjamin Myers 

Dumont Verlag, erschienen am 20. März 2020, Preis 20,00€ [D], hier geht’s zum Buch

Myers‘ Zeilen begegnen einem wie Offenbarungen. Seine Beschreibungen sind melodisch. Poetisch. Nachhallend. Er scheint für alles die richtigen Worte zu finden. Verleiht seinem Roman damit eine ungeheure Kraft und Lebendigkeit. Man wiegt sich nahezu in den atmosphärischen Zeilen, die die Umgebung erwachen und zu ihrer vollen Schönheit entfalten lassen. Und so umgibt dich während dem Lesen eine unglaubliche Unbeschwertheit und Ruhe. Sie lassen uns die Natur und die Landschaft Englands vollends in uns aufnehmen, ihre Schönheit mit allen Sinnen erfassen. Die Willkürlichkeit des Moments wird unser Navigator, lässt es zu, dass wir in in diesem Kleinod stranden.

Für die Verlosung im Rahmen meines 10. Bloggeburtstags wurde mir freundlicherweise eine vom Autor persönlich signierte Ausgabe (!!!) vom Dumont Verlag zur Verfügung gestellt.

Hier geht’s zur ausführlichen Besprechung.

„Lieber Besucher aus dem All“ von Sophie Blackall

NordSüd Verlag, ab 5 Jahren, erschienen am 18. September 2020, Preis 18,00 € [D], hier geht’s zum Buch

Es ist ein Herzensprojekt, das aus einer Idee entstanden ist, die Sophie Blackall während ihrer Arbeit für Save the Children im Himalaya hatte. Sie hat sich ein Buch gewünscht, das Menschen unterschiedlichster Herkunft einander näherbringen kann, das ihr eigenes Zuhause und das von all den Kindern zeigt, die ihr während ihrer Arbeit begegnet sind. Und so hat sie sich einfach selbst daran versucht, ein Buch für ALLE zu schaffen. Und das ist ihr mit Bravour gelungen!

Für die Verlosung im Rahmen meines 10. Bloggeburtstags wurde mir freundlicherweise eine Ausgabe vom NordSüd Verlag zur Verfügung gestellt.

Du kannst bereits in meinem Jahresrückblick einen kurzen Blick in dieses bezaubernde Bilderbuch werfen. Am Dienstag folgt eine ausführliche Besprechung auf dem Blog.

Dein Weg zum Glück

Da ich sowohl  hier auf dem Blog als auch auf Instagram eine treue Leserschaft habe, möchte ich euch auf beiden Kanälen die Möglichkeit geben, in den Lostopf zu springen.

Für ein Los auf dem Blog würde ich euch bitten, mir bis 30. Januar 2021, 23:59 Uhr zu verraten, welches der Bücher ihr gerne bei euch einziehen lassen möchtet und warum.

Die Teilnahmebedingungen für das Los auf Instagram könnt ihr meinem Instagram-Post  auf @lesenslust entnehmen, der zeitgleich mit diesem Beitrag veröffentlicht wird.

Der/Die Gewinner/in wird unter diesem Beitrag bzw. bei Instagram erwähnt und per Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Viel Glück!

Eure Steffi