Ein Jahrzehnt „Nur Lesen ist schöner“

„Hier fängt die Geschichte an.“ („Die Stadt der Träumenden Bücher“, Walter Moers)

In einer von wilden Geistesblitzen durchjagden Nacht zwischen dem 23. und 24. Januar 2011 hat „Nur Lesen ist schöner“ das Licht der Welt erblickt. Heute, vor genau zehn Jahren, ging meiner erste Besprechung auf dem Blog online. Es waren erste zaghafte Zeilen zu einem Buch, das mich so unheimlich beeindruckt hat, dass ich plötzlich das Bedürfnis verspürte, meine Gedanken darüber festzuhalten und für andere Buchliebhaber*innen zugänglich zu machen. Und so nahm die Geschichte dieses Bücherblogs ihren Anfang.

Was mir anfangs ausschließlich als virtuelle Gedankenbibliothek dienen sollte, ist in den letzten zehn Jahren zu einer lebendigen Plattform herangewachsen, auf der die Meinung eines jeden Einzelnen willkommen ist. Über 100.000 Buchliebhaber aus aller Welt wurden hier angespült, haben sich nicht nur meinen Zeilen angenommen, sondern sie auch zum Anlass für Gespräche werden lassen. Ein lebendiger Austausch über Bücher begann. Die Liebe zum Buch wurde auf allen Seiten spürbar. Der Blog um Inspiration, Leidenschaft und Leben bereichert. Er ist zu einem teuren Weggefährten herangewachsen, mit dem ich so manch fantastische Abenteuer bestritten habe. Der mir Türen zu Menschen, Verlagen und Herzensprojekten geöffnet hat, die sich mir ohne ihn niemals offenbart hätten.

„Nur Lesen ist schöner“ wird nicht von Klickzahlen und Followern, sondern vielmehr von einer unbändigen Leidenschaft gelenkt: der Liebe zur Literatur.“

Das, auf was ich heute blicke, bin ich verdammt stolz. Ich mag mich nicht mit der Reichweite und dem Bekanntheitsgrad schmücken können, wie es andere tun, kann aber trotzdem ein paar ganz persönliche Erfolge verzeichnen. Ich bin Teil einer Anthologie über das Lesen geworden, durfte mit einem Zitat zu #warumichlese im Rahmen einer Kampagne von Stiftung Lesen ein Plakat auf der Leipziger Buchmesse schmücken, wurde Buchpreisblogger des Bayerischen Buchpreises 2019 und 2020 auf einer Bookstagrammer Map für die Ewigkeit markiert. Ich genieße mittlerweile das Privileg, mich von Verlagen mit Herzensbüchern ausstatten lassen zu können, über die ich mich mit Büchermenschen intensiv austauschen kann. Bücher, die mich zu Tänzen auffordern und mir wie Einladungen zu Reisen begegnen. Und ich weiß das zu schätzen. Und ich tanze. Und reise. Auch die nächsten zehn Jahre. An all die wunderbaren Orte, die man manchmal schwer erreichen kann oder uns nur mithilfe unserer Fantasie zugänglich sind. Mögen diese Bücher auf ewig mit uns sein!

Dieser Blog ist nur durch eure Unterstützung zu dem geworden, was er heute ist. Jedes einzelne Feedback, ob Like, Kommentar oder Email, war mir ein Fest. Und deshalb möchte ich mich heute mit zwei buchigen Giveaways bei euch bedanken. Es sind Bücher, die sich mir und meiner Räubertochter im letzten Jahr als Bücherperlen offenbart haben und mir freundlicherweise von den Verlagen zur Verlosung zur Verfügung gestellt wurden.

Giveaways: Zwei Bücherperlen für Groß und Klein

„Offene See“ – Benjamin Myers 

Dumont Verlag, erschienen am 20. März 2020, Preis 20,00€ [D], hier geht’s zum Buch

Myers‘ Zeilen begegnen einem wie Offenbarungen. Seine Beschreibungen sind melodisch. Poetisch. Nachhallend. Er scheint für alles die richtigen Worte zu finden. Verleiht seinem Roman damit eine ungeheure Kraft und Lebendigkeit. Man wiegt sich nahezu in den atmosphärischen Zeilen, die die Umgebung erwachen und zu ihrer vollen Schönheit entfalten lassen. Und so umgibt dich während dem Lesen eine unglaubliche Unbeschwertheit und Ruhe. Sie lassen uns die Natur und die Landschaft Englands vollends in uns aufnehmen, ihre Schönheit mit allen Sinnen erfassen. Die Willkürlichkeit des Moments wird unser Navigator, lässt es zu, dass wir in in diesem Kleinod stranden.

Für die Verlosung im Rahmen meines 10. Bloggeburtstags wurde mir freundlicherweise eine vom Autor persönlich signierte Ausgabe (!!!) vom Dumont Verlag zur Verfügung gestellt.

Hier geht’s zur ausführlichen Besprechung.

„Lieber Besucher aus dem All“ von Sophie Blackall

NordSüd Verlag, ab 5 Jahren, erschienen am 18. September 2020, Preis 18,00 € [D], hier geht’s zum Buch

Es ist ein Herzensprojekt, das aus einer Idee entstanden ist, die Sophie Blackall während ihrer Arbeit für Save the Children im Himalaya hatte. Sie hat sich ein Buch gewünscht, das Menschen unterschiedlichster Herkunft einander näherbringen kann, das ihr eigenes Zuhause und das von all den Kindern zeigt, die ihr während ihrer Arbeit begegnet sind. Und so hat sie sich einfach selbst daran versucht, ein Buch für ALLE zu schaffen. Und das ist ihr mit Bravour gelungen!

Für die Verlosung im Rahmen meines 10. Bloggeburtstags wurde mir freundlicherweise eine Ausgabe vom NordSüd Verlag zur Verfügung gestellt.

Du kannst bereits in meinem Jahresrückblick einen kurzen Blick in dieses bezaubernde Bilderbuch werfen. Am Dienstag folgt eine ausführliche Besprechung auf dem Blog.

Dein Weg zum Glück

Da ich sowohl  hier auf dem Blog als auch auf Instagram eine treue Leserschaft habe, möchte ich euch auf beiden Kanälen die Möglichkeit geben, in den Lostopf zu springen.

Für ein Los auf dem Blog würde ich euch bitten, mir bis 30. Januar 2021, 23:59 Uhr zu verraten, welches der Bücher ihr gerne bei euch einziehen lassen möchtet und warum.

Die Teilnahmebedingungen für das Los auf Instagram könnt ihr meinem Instagram-Post  auf @lesenslust entnehmen, der zeitgleich mit diesem Beitrag veröffentlicht wird.

Der/Die Gewinner/in wird unter diesem Beitrag bzw. bei Instagram erwähnt und per Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Viel Glück!

Eure Steffi

Grandpa Christmas – ein Beitrag im Rahmen der Aktion #vorleseadvent + Giveaway

„Mein Weihnachtswunsch für dich – Michael Morpurgo, Jim Field

Jedes Jahr an Weihnachten holt Mia gemeinsam mit dem Christbaumschmuck ihr altes Tagebuch unter der Treppe hervor. Es ist Tradition, dass es unter dem Weihnachtsbaum versteckt wird, auch wenn längst jeder in der Familie weiß, dass es dort liegt. Auch dass es einen ganz besonderen Schatz bewahrt, wissen alle. Denn in ihm liegt ein Brief von Mias Opa, den er seiner Enkeltochter geschrieben hat, als sie noch ganz klein war. Es sind seine Wünsche nach einer besseren Welt, die Mia jedes Jahr nach der Bescherung vorliest und damit auch an ihre Kinder weitergibt.

Und so wird die Botschaft ihres Opas zu einem bedeutenden Moment ihres Weihnachtsfestes. Durch seine Zeilen wirkt es fast so, als wenn er noch immer mitten unter ihnen weilt. Und so ist Mias Opa zum Weihnachtsopa avanciert.

Liebste kleine Mia, zu Weihnachten bekommst du von mir in diesem Jahr keine Weihnachtskarte […] und auch kein Geschenk […], sondern einen Brief. Einen Brief von deinem Opa.“

Ein Weihnachtswunsch für alle

Michael Morpurgo und Jim Field bringen dieses Jahr den Weihnachtsopa nach Deutschland. Das Bilderbuch, das im Original bereits 2018 unter dem Titel „Grandpa Christmas“ erschienen ist, darf nun endlich auch deutsche Leser*innen verzaubern. Ich habe die Erscheinung der deutschen Übersetzung lange herbeigesehnt und freue mich nun gleich doppelt, dass das Bilderbuch mit dem Naturkind-Label bei Loewe erscheint, einer Reihe, die ihren Fokus auf eine nachhaltige Produktion legt und Werte an Familien vermittelt, die bewusst leben und lesen. Mit jedem Naturkind-Buch werden regionale Projekte im Bereich Klima- und Umweltschutz unterstützt. Die Botschaft wird daher nicht nur mit der Geschichte, sondern auch durch das Buch selbst an die Leser*innen herangetragen. Es war mir daher eine Herzensangelegenheit, es euch heute vorzustellen. 

Jim Fields Illustrationen sind mir schon seit vielen Jahren vertraut. Er hat bereits zahlreiche Bilderbücher illustriert, u.a. zwei meiner Lieblingsbücher „Der Löwe in dir“ und „Kleiner Wolf in weiter Welt“. Wer seine Illustrationen kennt, weiß, dass ihnen immer eine ganz besonderer Zauber innewohnt und sie in der Regel gar keinen begleitenden Text benötigen. Die detailreichen großflächigen Bilder hat er auch diesem Bilderbuch geschenkt, weshalb sich für größeren Leser*innen schon anhand seiner ausdrucksstarken Illustrationen erahnen lässt, welche Botschaft hier den Kindern vermittelt werden soll.

Es ist der Brief von Mias Opa, seine Wünsche nach einer besseren Welt für Mia, die durch Fields Illustrationen Farbe und Form annehmen. Mit lebendigen und farbenfrohen Bildern vermittelt er, wie zerbrechlich unser Planet und seine Lebewesen ist. Dass wir Menschen es sind, die unsere Meere mit Müll und unsere Luft mit Abgasen verschmutzen. Dass es unsere Gier nach Wohlstand und unsere Bequemlichkeit ist, die die Erde zerstört, das Polareis zum Schmelzen und den Meeresspiegel ansteigen lässt. Dass wir nicht nur unsere Erde, sondern auch einander lieben lernen müssen. Wir acht- und sparsam agieren müssen. Und wir und unsere Kinder nur ohne Krieg, ohne Müll und ohne Verschwendung in Frieden miteinander leben, saubere Luft atmen und klares Wasser trinken können.

„Ich wünsche dir, dass nie wieder jemand einen Baum fällt, ohne drei neue an seiner Stelle zu pflanzen.“

Michael Morpurgo hat die Wünsche von Mias Opa in behutsame kindgerechte Zeilen verpackt, die Susan Niessen ins Deutsche übersetzt hat. Kinder mit der empfohlenen Altersempfehlung von 3 Jahren werden sie inhaltlich sicher nicht immer vollends erfassen, mit ein bisschen Anleitung ihrer Eltern aber sicher gut verstehen können. Durch das Vorlesen bleiben die Wünsche des Großvaters nicht einzig und allein an seine Enkeltochter Mia gerichtet, sondern auch an jede/n kleine/n Leser*in dieses Buchs.

Und obwohl der Fokus des Bilderbuchs auf den Wünschen nach einer besseren Welt liegt, haben Field und Morpurgo eine wunderbaren Weg gefunden, die gemeinsamen Momente des Glücks, der Ausgelassenheit und Ruhe aus dem Leben von Enkeltochter und Opa mit einfließen zu lassen. Viele ihrer gemeinsamen Momente im (Gemüse)Garten, im Dickicht einer Wiese und am Meer kommen nicht nur in den Zeilen von Mias Opa zur Sprache, sondern werden auch durch die Bilder von Field wieder lebendig. Es ist eine Reise durch  die Marmeladenglasmomente von Mia und ihrem Opa.

Wenn es ein Weihnachtsbuch gibt, das ich euch dieses Jahr ans Herz legen möchte, dann ist es dieses. Ich wünsche mir, dass diese wundervolle, unglaublich wertvolle Bilderbuchperle unter zahlreichen Christbäumen liegen und die Herzen so viele Kinder wie möglich erobern wird! Grandpa Christmas for everyone!

„Das Meer, liebe kleine Mia, an dessen Stränden wir so oft in den Sommerferien gespielt haben, erinnerst du dich?“

Eckdaten

Hardcover mit Spotlack, ab 3  Jahren

48 Seiten
27 x 27 cm
ISBN: 978-3-7432-0878-0

Illustration: Jim Field
Autor: Michael Morpurgo

Aus dem Englischen übersetzt von Susan Niessen 

Naturkind, Loewe Verlag
15,00 € [D]

Finde hier zur Verlagsseite…

Eine Verlosung im Rahmen des Vorleseadvents

Heute öffnet sich bei mir das zweite Türchen im Rahmen der Aktion #vorleseadvent von Steffie alias @kleinerleser, weshalb ich ein Exemplar von „Mein Weihnachtswunsch für dich“ an euch verlosen möchte.

Und da ich sowohl  hier auf dem Blog als auch auf Instagram eine treue Leserschaft habe, möchte ich euch auf beiden Kanälen die Möglichkeit geben, in den Lostopf zu springen.

Für ein Los auf dem Blog würde ich euch bitten, mir heute bis 23:59 Uhr euren allergrößten Herzenswunsch für euer/eure Kind/er in einem Kommentar zu verraten, den ihr ihm/ihnen an Weihnachten mit auf den Weg geben möchtet.

Die Teilnahmebedingungen für das Los auf Instagram könnt ihr meinem Instagram-Post  auf @lesenslust entnehmen, der zeitgleich mit diesem Beitrag veröffentlicht wird. 

Viel Glück und eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit!

Eure Steffi

[Werbung: Rezensions- und Verlosungsexemplar sind selbst gekauft, die Empfehlung und Verlosung dieses Bilderbuches ist eine Herzensangelegenheit.]

9 Jahre „Nur Lesen ist schöner“: Ein Herzensprojekt

Happy birthday, Blogperle!

Und da ist er, der 9. Jahrestag meines Blogs. Fast unmerklich hat er sich an mir vorbeigestohlen, sich zwischen den vielen Zeilen versteckt, die noch im Entwurfordner schlummern und sich im allerletzten Moment doch noch bemerkbar gemacht – im Getöse des eigentümlichen Januars. Ich bin also kurz in mich gegangen, hab überlegt, was ich dir sagen möchte und es einfach von der Seele geschrieben.

9 Jahre – irgendwie ist das schon ein kleiner Meilenstein! Weder die DSGVO noch mein Hang zum Perfektionismus haben mich klein gekriegt. „Nur Lesen ist schöner“ ist und bleibt ein Herzensprojekt, das mich auch weiterhin durch mein Leben begleiten wird. Ich habe es lieben und schätzen gelernt. Zu so vielen Dingen hat es mir verholfen. Dennoch wird es auch weiterhin in der Form und mit der Frequenz daherkommen, die mir gut tut und mit meinem Leben als Mama und Berufstätige harmoniert. Kein Druck soll hinter den Zeilen stehen, keine Zeitnot die Beiträge verschlanken, keine Menschen mir vorschreiben, wie und was ich hier schreibe.

Hello – is it me you’re looking for?

Zugegeben, die Beiträge auf dem Blog sind seltener geworden. Doch wenn sie erscheinen, präsentieren sie sich meist in weitaus umfangreicherem, wohl formulierterem und reiflich überlegterem Gewand als in meiner Anfangszeit. Ich bin älter geworden, konnte auf meinem Weg als Blogger einige Erfahrungen sammeln, die ich an mancher Stelle einfließen lasse. Dennoch bin ich nicht perfekt. Und werde es nie sein. Ich bin euch daher über eure Tipps, Anregungen und Einwände dankbar, solange sie in einem freundlichen respektvollen Ton daherkommen.

Der Blog ist kein Trugbild, sondern ein Spiegelbild meiner Selbst und meines Lesens. Wenn du mich hinter den Zeilen suchst, wirst du mich finden. Du kannst mir dort als vorlesende Mama, als Astrid Lindgren – Liebhaberin und als Bibliophilin begegnen. Und wenn dir gefällt, was du hier liest, kann ich mich wirklich glücklich schätzen und dir für deine Treue, dein Verständnis und deinen Austausch auf diesem Blog und den dazugehörigen Kanälen von Herzen danken. Danke, dass du mir dieses Herzensprojekt ermöglichst und es mit Leben füllst.

Make a wish

Bücher gibt es wie Sand am Meer. Welches Buch aber schon seit langem deine Wunschliste anführt, solltest du mir verraten. Die Idee ist, einem von euch einen buchigen Herzenswunsch zu erfüllen (das Buch sollte dabei 20 € nicht übersteigen) und gleichzeitig etwas Leseinspiration für mich selbst einzufangen. Da die Aktion in den letzten zwei Jahren so gut ankam, habe ich mich dazu entschlossen, sie auch in diesem Jahr wieder stattfinden zu lassen und ein wenig Bücherglück unters Volk zu werfen!

Klick, klick, Glück

– Hinterlasse einen Kommentar mit deinem Wunschbuch bis zu 20 € und einer Begründung, warum das Buch unbedingt in dein Bücherregal einziehen muss.

– Eine zusätzliche Teilnahme über Instagram(@lesenslust) ist möglich, hierfür solltest du aber ebenfalls die entsprechenden Teilnahmebedingungen beachten.

Teilnahmebedingungen

– Das Gewinnspiel läuft bis 04. Februar 2020, 23:59 Uhr und wird unter allen Teilnehmern (Blog & Instagram) ausgelost.

– Der/Die Gewinner/in wird unter diesem Beitrag bzw. bei Instagram erwähnt und per Mail benachrichtigt.

– Sollte der/die Gewinner/in sich nicht innerhalb von 3 Werktagen bei mir melden, wird neu ausgelost.

– Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Viel Glück!

Wir lesen uns, Steffi

Blogparade: Ich bin anders als du – Ich bin wie du (mit Verlosung)

„Die Mischung macht’s, die Welt ist bunt. Doch nicht alles was ’ne Schnauze hat, ist auch gleich ein Hund.“

Kikaninchen – Die Welt ist bunt

Eine Welt voller Individuen

Auf unserem Planeten leben derzeit rund 7,7 Milliarden Menschen. Das sind Milliarden von Individuen auf 194 Länder verteilt. Auf den ersten Blick sind alle Menschen anders. Wir unterscheiden uns durch Nationalität, Geschlecht oder Hautfarbe und haben ganz unterschiedliche Eigenschaften, Vorlieben und Interessen. Das macht uns zwar zu unverwechselbaren Persönlichkeiten, bedeutet aber nicht automatisch, dass wir nichts gemeinsam haben können. Denn eine Gemeinsamkeit teilen wir wir uns tatsächlich alle:

Wir sind Menschen

Wenn wir uns von Oberflächlichkeiten frei machen und einen näheren Blick auf unsere Mitmenschen werfen, lassen sich oft noch viel mehr gemeinsame Nenner entdecken, als wir es auf Anhieb vermuten. Plötzlich treten Gemeinsamkeiten zu Tage, die sich fernab von äußerlichen Merkmalen finden lassen. Es sind Dinge wie Charakterzüge, Vorlieben und Hobbys, Berufsfelder, Familienkonstellationen, etc. . Kinder begegnen ihrer Umwelt in der Regel noch viel unvoreingenommener als viele Erwachsene es tun. Sie scheren sich nicht um nicht um die Hautfarbe oder Religion eines Menschen, wenn sie es nicht von ihrem direkten Umfeld vorgelebt bekommen. Anstatt sich gezielt durch bestimmte Merkmalen voneinander abzugrenzen, erfreuen sie sich meist an Gemeinsamkeiten und finden es toll, Teil einer Gruppe zu sein. Diese Unvoreingenommenheit sollten wir ihnen auf keine Fälle nehmen.

Im Gegenzug ist nicht jeder Mensch gleich, nur weil er gleich aussieht. Andersartigkeit ist oft negativ behaftet. Doch anders zu sein, muss nicht automatisch etwas Schlechtes bedeuten. Denn nur durch unterschiedliche Merkmale werden wir zu unverwechselbaren Persönlichkeiten. So unterscheiden sich Menschen mit Behinderung, einer anderen Hautfarbe oder auch durch eine unterschiedliche Größe auf den ersten Blick zwar voneinander, sind aber dennoch Teil eines Ganzen. Diversität ist wichtig. Denn erst die Vielfalt macht unsere Welt bunt. Neben schwarz und weiß gibt es eben auch zahlreiche Grautöne. Die ganze Farbpalette eines Regenbogens erstreckt sich über unseren Planeten.

Ein Kinderbuch, das sich dieser Thematik auf spielerische Weise annimmt, ist „Ich bin anders als du – ich bin wie du“ von Constanze von Kitzing. Die Illustratorin wird sicher dem ein oder anderen von euch schon ein Begriff sein. Sie ist durch ihre quadratische Pappbilderbücher „Ich bin jetzt…“ oder „Ich mag…“ bekannt. Nun hat sie ihre Reihe um ein neues Pappbilderbuch erweitert. Im Rahmen der Blogparade von Jenny vom Kinderchaos Familienblog in Kooperation mit dem Carlsen Verlag möchte ich euch heute das Buch nicht nur vorstellen, sondern auch zwei Exemplare davon unter euch verlosen.

Blogparade Kinderchaos Familienblog

Ein Herzensbuch von Constanze von Kitzing

Das Besondere an diesem Buch möchte ich euch gerne zu Beginn verraten: es ist ein Wende-Buch. Dadurch können die Kinder ihre Reise durch das Buch sowohl mit Unterschieden („Ich bin anders als du“) als auch mit Gemeinsamkeiten („Ich bin wie du“) starten. Und egal auf welcher Seite des Buches sie beginnen, ihre Reise endet in der Mitte. Hier schauen sich zwei unterschiedliche Kinder in die Augen und stellen fest: „Ich bin ich“. Sie begegnen sich auf Augenhöhe, als völlig eigenständige Persönlichkeiten.

Der Titel der jeweiligen Buchseite („Ich bin anders als du“ / „Ich bin wie du“) findet sich auch hinter dem Buchdeckel wieder. Er begleitet die Kinder durch die Seiten, wird zum Leitsatz für die jeweiligen Illustrationen, die die Unterschiede und Gemeinsamkeiten visuell umsetzen. Was mir hier sehr gefällt, ist, dass für Constanze von Kitzing hier nicht die eindeutigen Merkmale wie z.B. Hautfarbe oder Geschlecht, sondern vielmehr die unterschiedlichen Vorlieben und Lebensarten im Vordergrund stehen.

In „Ich bin anders als du“ stehen sich zum Beispiel irgendwann zwei Mädchen gegenüber, deren Haut- und Haarfarbe ganz unterschiedlich ausfällt. Dennoch ist es die Art der Kommunikation, die hier unterschieden wird. Während das linke Mädchen gehörlos ist und ihre

Gedanken mithilfe der Gebärdensprache zum Ausdruck bringt, kann das rechte Mädchen sprechen. Es passt sich dennoch seinem Gegenüber an und stellt mit seinen Händen einen Elefantenrüssel nach.  Es hat verstanden, dass das Mädchen ihm gegenüber nicht hören kann.

Auf dieser Seite des Buches geht die Illustratorin z.B. auch noch auf Lieblingsgerichte, Hobbys, Familienkonstellationen, Händigkeit und altersbedingte Merkmale ein.

In „Ich bin wie du“ stehen sich unter anderem auch zwei Kinder unterschiedlichen Geschlechts gegenüber. Constanze von Kitzing bedient sich hier einem gemeinsamen Hobby, dem Tauchen. Denn auch Mädchen und Jungen können das gleiche

Hobby haben. In einer Welt des aggressiven Gender-Marketings erachte ich diese Gemeinsamkeit als besonders wertvoll. Denn jeden Tag werde ich mit vermeintlich geschlechtsspezifischen Merkmalen konfrontiert, die sich in zugeordnetem Spielzeug, Kleidung und oft sogar Büchern ausdrücken. Wer legt fest, was ein Mädchen oder ein Junge toll finden darf? Ich finde, wir sollten es unseren Kindern überlassen, welche Farben sie mögen, welche Hobbys sie wahrnehmen und welchen Beruf sie einmal anstreben.

Auf dieser Seite des Buches geht die Illustratorin z.B. auch noch auf das Teilen, die Vorliebe für’s Kuscheln, Persönlichkeitsmerkmale, Frisuren und auf Tierliebe ein.

Auf der Website von Constanze von Kitzing findet ihr übrigens ganz wunderbares Material zum Buch, das zum Basteln, Spielen und Singen einlädt. Spitzt doch mal rüber. Auch der nachstehende Film zum Buch ist ganz toll geworden und spiegelt in meinen Augen die Botschaft des Buches auf wunderbare Weise wieder:

„Ein Mensch ist ein Mensch.“

Eckdaten

Hardcover, ab 3 Jahren

82 Seiten
14 x 14 cm
ISBN: 978-3-551-17130-6

Text & Illustration: Constanze von Kitzing

Carlsen Verlag

13,00 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Eine Reise durch die eigenen Reihen

Heute möchte ich euch dazu einladen, euch auf eine kleine Reise durch euer direktes Umfeld zu begeben. Sicher werdet ihr beim näheren Hinsehen auch bei den Menschen in eurer Umgebung jede Menge Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich an euren Entdeckungen teilhaben lasst. Verratet mir bis Mittwoch, den 4. Dezember 2019 um 23:59 Uhr eure persönliche Geschichte in Form eines Kommentars und springt damit in den Lostopf für ein Exemplar des Buchs.

Das zweite Exemplar wird auf Instagram verlost. Ihr könnt natürlich auf beiden Kanälen am Gewinnspiel teilnehmen!

Viel Glück!

[Werbung: Die Bücher wurden mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag für die Verlosung zur Verfügung gestellt.]

Aus dem Leben einer Mutter + Giveaway

Gedanken und Impressionen zu

„Mama“ von Quentin Gréban & Hélène Delforge

Mama

Substantiv, [die]

Eine Frau, die immer das Beste in ihren Kindern sieht, selbst wenn diese sie ihn den Wahnsinn treiben

Synonym: Alltagsheldin, beste Freundin, Mami

Mama: Wenn ein Wort für Leben steht

Heute ist Muttertag. Der perfekte Zeitpunkt, um unseren Müttern zu danken. Für all die Zuwendung, die sie uns im Laufe unseres Lebens geschenkt; für all die schlaflosen Nächte, die sie für uns auf sich genommen; für all den Kummer, den sie für uns ertragen und für all den Glauben, den sie in uns gesetzt haben. Dafür, dass sie immer für uns da waren und es bis heute sind.

Zugegeben, seit ich selbst Mama bin, rückt mir die Komplexität und Bedeutung einer Mutter für ihr Kind immer mehr ins Bewusstsein. Ich bin lange Zeit davon ausgegangen, eine geborene Mama zu sein. Bis ich zu einer Mutter wurde und mir eingestehen musste, dass die Rolle weitaus anspruchsvoller ist, als ich gedacht hätte. Dass ich nicht als Mama geboren wurde, sondern vielmehr hineinwachsen muss; mich erst auf dem Weg dorthin befinde, eine zu werden. Eine, wie ich sie für meine Tochter sein möchte. Eine, die ihr Kind völlig übermüdet und schlaftrunken in die Arme schließt, den zehnten Tobanfall am Tag milde über sich ergehen und alle Fünfe mal grade sein lässt. Eine, die den schmalen Grat zwischen Mutter und Frau meistert; sich selbst nicht so wichtig nimmt, neben der Mama aber auch noch weiterhin existiert. Als Frau. Als Partnerin. Als eigenständige Person.

Ich habe Kinder schon immer geliebt, mich in ihrer Nähe stets wohlgefühlt. Doch zwischen der Funktion als Patentante bzw. Babysitterin und der als Mama besteht ein großer Unterschied. Das muss nun auch ich einsehen. Die Mutterschaft ist nicht zeitlich begrenzt. Sie beginnt mit der Geburt des Kindes und begleitet uns von da an täglich bis zu unserem Tod. Sie ist ein Fulltime-Job. Bedingungslose Liebe 24/7. Und so musste auch ich in den ersten eineinhalb Jahren meine ersten Schritte als Mama gehen; an persönliche Grenzen stoßen, Eingeständnisse machen, Erfahrungen sammeln und Dinge erlernen; um zukünftig als Mutter zu funktionieren. Die Entwicklung steckt noch immer in den Kinderschuhen, ist quasi ein Lebensprojekt.

Wie wir an Kindern wachsen

Sicher war mir bewusst, dass Babys weinen. Dass es am Anfang überhaupt ihre einzige Möglichkeit ist, um auf sich aufmerksam zu machen. Weinen ist ihr Weg ihre Bedürfnisse auszudrücken, ihren Kummer für uns spürbar werden zu lassen. Nie hätte ich gedacht, wie sehr mich so ein anhaltendes Weinen, das in Schreien übergehen kann, mitnimmt. Wie es mir in Mark und Bein übergeht. Wie es mich fordert. Es hat mich in der Anfangszeit schier in den Wahnsinn getrieben, ständig abrufbar sein und meine Bedürfnisse komplett zurückstecken zu müssen. Oft war ich verzweifelt, nahezu hilflos und brach in Tränen aus, manchmal wurde ich auch richtig wütend. Auf mich selbst, auf die Situation, auf meine Tochter. Macht mich das zu einer schlechten Mama? Oft ist mein Scheitern in dieser Frage gemündet.

Emma ist nun eineinhalb Jahre alt. Sie läuft mittlerweile recht zügig, spricht ihre ersten Wörter und macht mir immer mehr verständlich was sie möchte. Sie ist ein Sonnenschein und im nächsten Moment ein Teufelchen. Sie wächst in einem rasenden Tempo, entwickelt sich von Tag zu Tag mehr zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Die erste Bewährungsprobe als Mama liegt hinter mir, die nächste steht unmittelbar bevor. Ich bin nicht perfekt, übe mich aber jeden Tag ein bisschen mehr in Geduld, in Ruhe und Gelassenheit. Tugenden, die mir sicher nicht in die Wiege gelegt wurden. Oft gelingt es mir nicht, meine eigenen Erwartungen zu erfüllen. Dann frage ich mich, ob ich sie zu hoch gesteckt habe, ob es nur mir so geht oder irgendwie jede Mama eine derartige Entwicklung durchmacht. Manchmal aber werde ich meinen Erwartungen gerecht. Und dann gehe ich völlig als Mutter auf. Dann ist es die große Liebe!

Kinder bringen Seiten in uns zum Vorschein, die wir bis dato nicht an uns kannten. Sie erfordern unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bringen uns damit oft an persönliche Grenzen, lassen uns aber zeitgleich an den Herausforderungen wachsen. Sie schenken uns die Möglichkeit, die Welt aus ihren Augen zu betrachten und in klitzekleinen Dingen das Schöne zu sehen. Uns an der Welt zu erfreuen. Sie lassen uns mit gutem Beispiel vorangehen, ihnen ein Vorbild sein, gleichzeitig aber selbst wieder zum Kind werden. Albern sein. Unsinnige Dinge machen. All die Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe, die wir in unsere Kinder säen, werden irgendwann in einer Persönlichkeit fruchten, der wir mit Stolz in die Augen blicken und sagen können: „Du bist mein Kind.“

„Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.“

Astrid Lindgren

Emma – Ein Potpourri aus Momentaufnahmen

Momente des Glücks:

  • dein erstes richtiges Lächeln (das nicht aus Reflex entsteht)
  • wie du das erste Mal „Mama“ zu mir sagst
  • deine ersten holprigen Schritte, barfuss über unseren Rasen
  • wie du dich in meine Arme wirfst
  • dein engelsgleicher Gesichtsausdruck beim Schlafen
  • deine Hand in meiner
  • wie du voller Herzen lachst

Momente des Haderns:

  • wie ich nachts zum Bett tapse, um zu schauen, ob du noch atmest
  • wie ich ins Nebenzimmer flüchte, weil ich dein Schreien nicht mehr ertrage
  • der schmale Grat zwischen Entzückung und Bedrängnis, als du mit deinen Händen auf meinem Dekolletee herumknetest
  • als meine Hände durch das viele Tragen eingeschlafen sind
  • wie dein Einschlafritual sich in Blutergüssen und Kratzspuren bemerkbar macht
  • wie du dich zu Boden wirfst, so schwer wirst, dass ich dich nicht mehr halten kann

 

Momente des Stolzes:

  • wie du dich das erste Mal vom Rücken auf den Bauch rollst
  • wie du dein Knusper mit anderen Kindern teilst
  • wie du das erste Mal alleine schaukelst
  • wie du deine Umgebung aufmerksam studierst
  • wie du für eine halbe Stunde in deine Bücher versinkst
  • als du genau weißt, wovon ich spreche

Wenn ein Buch das Leben einfängt

„Kleine Momentaufnahmen, überbelichtet, unscharf, verwackelt. Echt. Unendlich kostbar. Hier, hier versteckst du dich, hier finde ich dich wieder, mein Sohn.“

Zitat aus dem Buch

Ob es ein Buch gibt, dass all meine Gedanken widerspiegelt und für das Leben einer Mutter steht. Ja, das gibt es. Es heißt „Mama“.

Es gibt sie, Bilder, die dich so sehr berühren, dass du dich nicht von ihnen abwenden kannst. Sie fesseln dich, versetzen dich in Aufruhr, bringen dich zum Lachen oder auch zum Weinen. Sie lassen dich gedanklich zurückreisen. Zu Momenten aus deinem eigenen Leben und plötzlich schäumen sie wieder hoch, die Gefühle vergangener Tage. Sie sind wieder so präsent, als hättest du sie erst gestern verspürt. In „Mama“ gibt es Bilder dieser Art reichlich. Es sind Momentaufnahmen aus dem Leben einer Mutter. Gleichzeitig wohnen dem Buch aber auch Zeilen inne, die für Verzweiflung, Hilflosigkeit aber auch ganz viel Liebe und im perfekten Einklang zu den Bildern stehen. Durch das harmonische Zusammenspiel von Quentin Grébans zauberhaften Bildern und Hélène Delforges berührenden Zeilen wurden in diesem Buch die unterschiedlichsten Momentaufnahmen aus dem Leben einer Mutter eingefangen. Während ich einige dieser Momente bereits selbst erleben durfte, liegen einige noch vor mir. Manche wiederum sind nur für gewisse Menschen, gewissen Lebensumständen bestimmt. Jeder wird hier seine ganz eigenen persönlichen Momentaufnahmen wiederfinden.

„Mama“ ist kein Bilderbuch im klassischen Sinne. Es ist genaugenommen ein Buch für alle Mütter dieser Erde. Für Mütter unterschiedlicher Herkunft, Religion und Hautfarbe. Es ist eine Hommage an das Muttersein. Und so authentisch und ungeschönt, dass es dich mitten ins Herz trifft.

Ein Penny für deine Gedanken – Ein Giveaway für deine Momentaufnahme

Wenn ich in den ersten eineinhalb Jahren als Mama etwas gelernt habe, dann dass man seinen ganz individuellen Weg gehen und seine eigenen Entscheidungen treffen muss. Dass es kein richtig und kein falsch gibt, wenn man zum Wohle des Kindes handelt. Egal was die anderen denken. Egal, welche Ratschläge dich von vielen Seiten erreichen. Die Ernte aus deiner Saat wird eines Tages erfolgen.

Dennoch dienen mir die Erfahrungen anderer oft als Inspirationsquelle, können zu einem Wegweiser auf meinem Weg durch das Leben werden. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn du mir eine Momentaufnahme aus deinem Leben als Mama mit auf den Weg gibst. Ganz gleich ob positiver oder negativer Natur. Verrate mir bis Sonntag, den 19. Mai 2019 um 23:59 Uhr deine persönliche Geschichte in Form eines Kommentars und springe damit in den Lostopf für ein Exemplar des Buchs.

Viel Glück!

[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von arsEdition für die Verlosung zur Verfügung gestellt. Mein eigenes Exemplar ist selbst gekauft.]

75 Jahre Der kleine Prinz + 3×3 Giveaways

A prince is born

Am 6. April 1943 erblickte ein kleiner Prinz das Licht der Welt. Er ist die Hauptfigur eines modernen Märchens, das wir alle kennen. Einer Erzählung, die sich Seite für Seite zu einem Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit entfaltet und über die Jahre zum Klassiker avanciert ist: Antoine de Saint-Exupéry’s Der kleine Prinz (im Original Le Petit Prince).

In gut zwei Wochen jährt sich die Veröffentlichung von Saint-Exupéry’s Werk bereits zum 75. Mal. Die Geschichte des französischen Autors geht nicht nur mitten ins Herz, sondern auch in den Kopf. Zahlreiche Textstellen setzen sich beim Lesen in unserem Bewusststein fest und stimmen uns nachdenklich. Was ist es, das im Leben wirklich zählt?

Das wohl bekannteste Zitat aus der Geschichte (s.o.) begegnet uns wie eine Botschaft. Ein Geheimnis, das Saint-Exupéry durch den gezähmten Fuchs nicht nur dem kleinen Prinzen, sondern auch seinen Lesern anvertraut. Es ist der Geist, der den Dingen eine Seele einhaucht. Durch unsere Zuwendung reifen sie zu etwas Einzigartigem und Unverwechselbarem heran. Und so wird der Fuchs durch die Zuwendung des kleinen Prinzen zahm und die Rose durch die Pflege und Hingabe zu einer ganz besonderen Rose.

This is what makes me happy

In den Momenten, in denen ich die Geschichte des kleinen Prinzen aus dem Regal hervorziehe oder mir eines der vielen Zitate aus der Geschichte begegnet, frage ich mich oft, wer/was die Menschen/Dinge sind, die in meinem Leben die Rolle des Fuchses oder der Rose einnehmen.

Mein persönliches Lebensglück habe ich tatsächlich fernab von beruflichem Erfolg gefunden. Lange Zeit dachte ich, dass ich eine bestimmte Sprosse auf der Karriereleiter erreichen müsse, um wirklich glücklich und zufrieden zu sein. Ich sehnte mich nach Anerkennung. Hatte das Gefühl, ohne eine bestimmte Stellung in der Gesellschaft nichts wert zu sein. Nach sehr arbeitsintensiven und lehrreichen Jahren mit jeder Menge Arbeits- und weniger Lebenszeit habe ich jedoch eines gelernt: Es ist das Leben, das einen wirklich glücklich macht. Vorausgesetzt, man tut es auch. Leben.

„Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Albert Schweitzer

Und so gewinnen die gemeinsamen Momente mit den liebsten Menschen immer mehr an Bedeutung für mich. Momente, die von unbeschwertem Lachen, schräger Albernheit und tiefer Zuneigung erfüllt sind. Das können ganz alltägliche Momente, in denen man gemeinsam den Haushalt schmeißt, still nebeneinander sitzend ein Buch liest oder die Natur mit allen Sinnen erfasst; aber auch außergewöhnliche Momente, in denen man neue Abenteuer erlebt und ganz und gar neue Erfahrungen macht, sein. Die Hauptsache ist, man erlebt sie zusammen.

Und wenn ich so darüber nachdenke, könnte die Rolle der Rose durchaus meine Tochter einnehmen. Denn aus dem Baby wächst nicht nur langsam aber sicher ein eigenständiger Mensch heran, sondern die Räubertochter entwickelt sich auch zu einer individuellen Persönlichkeit, die von meiner Liebe und Zuneigung geprägt ist. Das macht sie zu etwas Einzigartigem.

Fünf wunderbare Geschenkbücher

Zum 75. Jubiläum des kleinen Prinzen erscheint bei arsEdition ein wunderbares Jubiläumspotpourri. Das sind zum einen vier wunderbare Geschenkbücher, die sich den besonderen Textstellen von Antoine de Saint-Exupéry’s „Der kleine Prinz“ und anderen Werken widmen und sich auf die Themen Liebe, Freundschaft, Glück und Lebensweisheiten konzentrieren, und zum anderen ein zauberhaft gestaltetes Ausmalbuch mit Szenen aus der Welt des kleinen Prinzen.

Die Geschenkbücher sind schon allein durch ihren besonderen Wickelverschluss ein absoluter Hingucker. Beim Blick hinter den Verschluss trifft man auf zauberhafte Bilder und Zitate, die das Entdecken zu etwas ganz Besonderem machen. Die sind nahezu dafür gemacht, um jemandem in eurem Leben eine Freude zu machen.

3×3 Giveaways für Kleine Prinzen-Fans

Du liebst die Geschichte des kleinen Prinzen genauso sehr wie ich und hast schon jemanden im Kopf, dem du mit einem dieser Geschenkbücher eine Freude machen könntest? Dann nutze deine Chance auf eins von drei Geschenkbücher-Bundles, die ich Dank der freundlichen Unterstützung von arsEdition unter meinen Lesern verlosen darf.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, möchte ich eines von dir wissen: wer nimmt in deinem Leben die Rolle des Fuchses und/oder der Rose aus „Der kleine Prinz“ für dich ein? Verrate mir bis Donnerstag, den 5. April 2018 um 23:59 Uhr deine persönliche Definition in Form eines Kommentars und springe damit in den Lostopf für eins der Bundles.

Viel Glück, ihr Lieben!

14 Ways of Happiness: Eine Reise um die Welt + Giveaway

Das Glück wohnt überall: Eine inspirierende Reise um die Welt – Katharina Teimer & Inka Vigh

Was ist Glück?

Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da.

Aus Goethes „Erinnerung“

Die Menschheit strebt nach Glück. Immerzu. Überall. Was den Meisten bei der Suche nach ihr jedoch verborgen bleibt, ist, das es oft bereits vor den Füßen liegt. Denn das Glück liegt nicht immer in der Ferne und im Großen, sondern oftmals in ganz kleinen Dingen verborgen: in Momenten, Gesten und Gefühlen. Fast unscheinbar. Und dennoch so allgegenwärtig.

Da wir Menschen so verschieden und unser Blick auf die Welt so unterschiedlich ist, kann es sich uns in zahlreichen Facetten offenbaren. Jeder nimmt Glücksmomente auf seine eigene Weise wahr. Das ist zum einen von unserer Persönlichkeit, zum anderen aber auch von den verschiedenen Kulturen unserer Landes und ihren Gepflogenheiten abhängig.

Katharina Teimer und Inka Vigh haben es sich in diesem zauberhaft illustrierten Buch zur Aufgabe gemacht, die unterschiedlichsten Arten von Glück einzufangen. Sie nehmen uns dabei nicht nur auf eine inspirierende Entdeckungsreise durch unterschiedliche Länder und die Kontinente der Erde mit, sondern konfrontieren uns auch mit der Skurrilität mancher Bräuche und Rituale.

14 Ways of Happiness: Eine Entdeckungsreise um die Welt

Auf meiner Reise durch „Das Glück wohnt überall“ passiere ich 14 unterschiedliche Länder und Kontinente. Was bei den abergläubischen Russen beginnt; die bereits in einer leeren Flasche Unglück sehen, wenn sie auf dem Tisch und nicht auf dem Boden steht; endet bei den Amerikanern, die allein ihren amerikanischen Traum bereits als Glücksmodell schlechthin sehen.

Man mag kaum glauben, wie viele unterschiedliche Auffassungen von Glück es gibt. Während Trends wie Feng Shui (China), Hygge (Dänemark) oder der Buddhismus (Indien/Tibet) längst zu uns herübergeschwappt sind, waren mir weder getrocknete Lama-Embryonen und Ziegenhörner (Lateinamerika), die fünf Finger der Fatima (Algerien) oder Shúffukaka (Island) ein Begriff.

Der deutsche Glücksatlas

Selbst über die Auffassung der Deutschen im Hinblick auf das Glück lerne ich jede Menge und habe bereits vermutet, dass Deutschland unter uns Deutschen (schon allein aufgrund der Entwicklungen im Zweiten Weltkrieg) nicht sehr gut abschneidet. Dennoch sehen drei Viertel der Deutschen ihr Heimatland als weltoffenes und tolerantes Land an.

Dass meine Heimat Franken im Ranking des Glücksatlas 2016 so gut abschneidet, erfüllt mich mit Stolz. Das muss an unseren guten Tropfen in Form von Wein und Bier liegen, dass wir so glückstrunken sind!

Die grüne Insel: Irland sorgt für Glücksgefühle

„Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor.“

Aus Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“

Auch in Irland mache ich während meiner Entdeckungsreise durch das Buch Halt und muss unwillkürlich an meine Irland-Reise aus dem letzten Jahr denken. Es war einzigartig: ein Streifzug durch satte Landschaften von berauschendem Grün, durch von Musik und Heiterkeit erfüllte Pubs und entspannte Unterhaltungen mit den Landesbewohnern (natürlich nebst einem Pint Guinness).

Während mein Freund und ich erst spät begriffen, dass „Howareyours“ (von „How are yours doing“) keine Frage, sondern vielmehr ein lokaler und umgangssprachlich genuschelter Gruß unter den Iren ist, hatten wir die Insel, die gefühlt jeden Tag von allen vier Jahreszeiten heimgesucht wird, bereits ins Herz geschlossen. Trotz aller Naturgewalten!

Es war beeindruckend mitanzusehen, dass kein peitschender Regen, kein tosender Wind und kein graues Wölkchen die Laune der Iren verdüstern konnte. Denn wer sich bereits durch so arme Zeiten gekämpft hat wie die Iren, die bis Mitte der 50er Jahre zu den ärmsten Bewohnern Westeuropas zählten, weiß das Glück einfach zu schätzen. Deshalb ist es auch ratsam, dort eine Einladung zu einer Tasse Tee niemals auszuschlagen. Es sei denn man möchte es sich mit den gutmütigen Inselbewohnern verscherzen.

„Gleicht der kontinentale Tee einem vergilbten Postscheckbrief, so gleicht er auf diesen Inseln westlich von Ostende den dunklen Tönen auf russischen Ikonen, durch die es golden durchschimmert, bevor die Milch ihm eine Farbe ähnlich der Hautfarbe eines überfütterten Säuglings verleiht; auf dem Kontinent serviert man den Tee dünn, aber aus kostbarem Porzellan, hier gießt man aus ramponierten Blechkannen gleichgültig ein Engelsgetränk zu des Fremden Labsal, und spotbillig dazu, in dicke Steinguttassen.“

Aus Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“

Es ist der irische Leipreachán, ein kleiner Kobold mit roten Haaren und grünem Hut, der in Irland neben der Harfe und dem Kleeblatt als Nationalsymbol und Zeichen des Glücks zählt. Er begegnet uns an jeder Ecke, weist uns durch den Ring of Kerry und zu dem von Nebel verhangenen Ladies‘ View im Killarney Nationalpark.

Nur einmal ist er unauffindbar. Denn als wir den Berg Luggala im Wicklow Mountain Nationalpark in der Nähe von Lough Dan besteigen und einen sehr waghalsigen und inoffiziellen Abstieg durch meterhohes Gestrüpp bestreiten müssen, um die Nacht nicht im Freien zu verbringen, ist von dem kleinen Naturgeist nichts zu sehen. Ich hätte ihm zu gerne einen Gefallen getan, damit er uns für unser abenteuerliches Unterfangen besonderes Glück mit auf den Weg gibt. Er gilt wohl nicht ohne Grund als launischer Zeitgenosse und fragwürdiger Glücksbringer, der nur den wenigsten den Weg zum Ende des Regenbogens verrät.

Wie gut, dass wir unsere Aufgabe auch ohne ihn zu meistern wussten!

Glück ist, wenn man einen waghalsigen Abstieg auch ohne Leprechaun meistert

Kulinarisches Glück

Doch das von Katharina Teimer und Inka Vigh liebevoll zusammengestellte Glückslexikon beinhaltet nicht nur eine Fülle an Zitaten, landestypischen Bräuchen und Gepflogenheiten, sondern auch ein paar auserlesene kulinarische Glücksrezepte. Ob du dir das Glück nun in Form von Glückskeksen, einem Gløgg (die skandinavische Variante des Glühweins) oder als Shúffukaka (ein isländischer Schokoladenkuchen mit eingebackenen Lakritzstückchen, Schokoglasur und aufgestreuten Kokosraspeln) einverleibst, bleibt dir selbst überlassen. Für alles drei findest du die Rezepte im Buch.

Was bedeutet Glück für dich? –  Ein Giveaway für Glückspilze

Es ist ein Buch, das inspiriert und glücklich macht. Seine zauberhaften Illustrationen und gut recherchierten Zeilen jagen dir einen wohligen Schauer über die Arme und betten dich in ein Kissen voller Behaglichkeit. Noch nie war es so einfach, die Facetten des Glücks zu entdecken. Und deswegen möchte ich einem von euch, ein Exemplar von „Das Glück wohnt überall: Eine inspirierende Reise um die Welt“ mit auf den Weg geben.

Mein Dank gilt an dieser Stelle an das Team von arsEdition, das so freundlich war, mir zwei der Bücher zur Verfügung zu stellen. Eines für mich und eines für euch. Und dafür möchte ich eines von dir wissen: was bedeutet Glück für dich? Verrate mir bis Sonntag, den 10. September 2017 um 23:59 Uhr deine persönliche Definition von Glück in Form eines Kommentars und springe damit in den Lostopf für das Exemplar.

Good Luck, my dears!

Eckdaten

Das Glück wohnt überall
Eine inspirierende Reise um die Welt
Katharina Teimer, Inka Vigh
112 Seiten
24,7 cm x 19,7 cm
19,99 € [D], 20,60 € [A], CHF 28,90
ISBN: 978-3-8458-2219-8

 

Ein goldener Abend im Literaturhaus München + Verlosung

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Stell dir vor, eine junge mittellose Frau sucht in einem Trödelladen nach einem Geschenk für ihren Liebsten. Der Laden quillt über vor altem Plunder, durch verrauchte Dunstschwaden zeichnen sich die Umrisse von altem Porzellan, angeschlagenen Nachttöpfen und falschen Perlenketten ab. Doch hinter einem Gummibaum entdeckt sie ein Bild. Eine Szenerie, die unter einer jahrzehntelang angehäuften Staubschicht hindurchschimmert und als die größte, bewegendste und aufregendste Darstellung der Liebe gilt. Doch das weiß sie nicht. Sie ersteht es für lächerliche 75 Pfund und transportiert es billig verpackt auf ihrem Fahrrad nach Hause.

Das Gemälde, welches den Namen „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ trägt und aus der Hand von Maler Jean-Antoine Watteau stammt, präsentiert sich indes ebenso launenhaft. Denn das Schmuckstück, das u.a. im Vorbesitz von Marie Antoinette, Napoleon oder auch George IV. war und in den letzten 300 Jahren einen beachtlichen Wert an Erinnerungen sammeln konnte, fühlt sich im Besitz der jungen Köchin Annie McDee nicht wirklich wohl. Es ist nahezu empört, dass es künftig in einer Küche stehen soll und meldet sich deshalb ganz plötzlich zu Wort. Ja, ihr habt richtig gehört! Es beginnt mit uns zu sprechen. Kann nicht sein?! Ich denke doch. Willkommen in Hannah Rothschilds Roman „Die Launenhaftigkeit der Liebe“.

„Lassen Sie mich raten, was Sie denken. Mädchen findet Bild; es stellt sich heraus, Bild ist ein Vermögen wert. Mädchen findet (endlich) Jungen mit Herz. Mädchen verkauft Bild, macht Millionen, heiratet Jungen, alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Ach verpisst euch. Ja richtig, verpisst euch. (…) So einfach ist das Leben nicht.“

Zitat aus dem Buch, Seite 100

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dsc_9845-01.jpegNun stell dir vor, du bist zu einer Lesung ins Literaturhaus München geladen und begegnest nicht nur Autorin Hannah Rothschild, Journalistin Margarete von Schwarzkopf und Schauspielerin Ulrike Kriener, sondern auch eben jenem Bild. Nicht dem Bild persönlich (schließlich handelt es sich dabei um ein fiktives Gemälde Watteaus), wohl aber seiner anklagenden Stimme, der Ulrike Kriener auf besonders facettenreiche Weise Ausdruck verleiht und uns damit völlig in ihren Bann zieht. Die Schauspielerin, die aus TV & Film bekannt ist und bereits einige Fernsehpreise gewonnen hat, liebt es, wenn Zeilen Stimmungen einfangen. Die spannenden Dialoge des Romans begegnen ihr abenteuerlich und verleihen nicht nur dem Abend, sondern auch der Geschichte einen besonderen Rhythmus.

Es wird ein magischer Abend für Arndt von der kleinen literarischen Sternwarte Astrolibrium und mich. Ein weiterer besonderer Abend, der sich an gemeinsame Veranstaltungen anreiht und uns sowohl die Biographie von Hannah Rothschild als auch die Entstehungsgeschichte des Romans näherbringt, die tatsächlich in einem Schuhkarton ihren Ursprung fand.

„All begins with art.“

Hannah Rothschild

img_4328.jpgRothschild, die der berühmten Bankiersfamilie entstammt und als Autorin und Filmregisseurin arbeitet, verliebt sich oft in Bilder. Die Kunstszene ist ihr nicht nur durch die beachtliche Kunstsammlung ihrer Familie, sondern auch durch ihr Engagement in den Kuratorien renommierter Museen bestens vertraut. Beim Blick auf ein Bild fragt sie sich oft, was sich für eine Geschichte hinter ihm verbirgt und was es ihr erzählen würde, wenn es sprechen könnte. Schließlich ist ein Gemälde nicht nur von materiellem sondern auch von emotionalem Wert. Denn es birgt oftmals die Erinnerungen zahlreicher Besitzer in sich. Durch sie wird sein Wert geformt, erfährt Kunst doch aus unterschiedlichen Beweggründen eine besondere Wertschätzung.

„Den Wert eines Kunstwerks bestimmt allein das Begehren: Wer es besitzen will und wie dringend.“

Zitat aus dem Buch, Seite 21

Und so zauberte Rothschild Charaktere, Handlung und Ort ihres Romans aus einem magischen Schuhkarton voller Erinnerungsstücke und schafft daraus ein Buch, das sich wie eine raffinierte Mischung aus Gesellschaftskomödie, Kunstkrimi und Familienroman präsentiert. Durch zahlreiche Handlungsfäden spinnt Rothschild ein weitreichendes Geflecht durch die Kunstgeschichte und gewährt selbst Laien wie mir einen Einblick in die Szene. Doch Obacht, der Facettenreichtum des Romans verlangt dir einiges ab. Du hast dennoch Blut geleckt und fühlst dich dieser Herausforderung gewachsen? Dann habe ich heute eine besondere Überraschung für dich. Der DVA Verlag hat mir ein Exemplar an die Hand gegeben, dass ich vor Ort signieren habe lassen und das es nun zu ergattern gilt.

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„Kunst überlebt einzig dadurch, dass sie in jemandes Herzen eine Saite zum Klingen bringt, dass sie Trost und Zuversicht spendet. Ein großes Bild ist immer die Quintessenz eines Gefühls und reicht uns über den Lauf der Zeit hinweg eine mitfühlende Hand.“

Zitat aus dem Buch, Seite 100

Dein goldenes Ticket für ein signiertes Exemplar von „Die Launenhaftigkeit der Liebe“:

Gibt es ein Bild, das eine besondere Faszination auf dich ausübt? Und wenn ja, warum ist das so? Was glaubst du, würde es dir erzählen, wenn es wie das Gemälde im Buch zu dir sprechen würde?

Um am Gewinnspiel teilzunehmen hast du ab sofort bis einschließlich Freitag, den 16. Dezember 2016 um 19:30 Uhr Zeit, mich mit deiner Antwort in Form eines Kommentars zu überzeugen. Die Auswahl des Gewinners erfolgt aus rein persönlichen Gesichtspunkten.

Let the magic begin!

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Dieser Beitrag ist Teil eines Bloggerdoppels mit Arndt von Astrolibrium. Neben seinem Beitrag für das Literaturradio Bayern, bei dem er Autorin Hannah Rothschild, Lektorin Karin Kirchhof und Schauspielerin Ulrike Kriener interviewt hat und sich mit mir bei einem abendlichen Spaziergang durch die Stadt über den Roman ausgetauscht hat, findet ihr seine Eindrücke dieses gelungenen Abends auf der kleinen literarischen Sternwarte. Während ihr das Buch bei mir schon jetzt ergattern könnt, ist es Teil des Starterpaketes, das man im Rahmen von Arndts Adventskalender gewinnen kann.

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credits: Arndt Stroscher

Ein euphorischer Abend

Impressionen eines euphorischen Abends:

Beim Thomas-Mann-Bär im 3.OG des Literaturhauses München fing alles an: hier traf ich mich mit Arndt von AstroLibrium und zahlreichen anderen literaturbegeisterten Menschen zu einem ganz besonderen Abend. Denn das Herzstück des neuen Programms vom C.H. Beck Verlag sollte vorgestellt werden: Lily Kings „Euphoria“

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Der Verlag empfing uns herzlichst, ermöglichte uns ein erstes Kennenlernen mit der Autorin und ließ uns den Freiraum, sie für ein paar Minuten in Beschlag zu nehmen. Schließlich gilt es neben meinem Beitrag auch den Audiobeitrag von Arndt für das Literatur Radio Bayern zu entdecken. So schwappten bereits zu Beginn des Abends leidenschaftliche Autorenbekenntnisse an mein Ohr, die von den Hintergründen des Romans und der Begeisterung für eine Lebensgeschichte erzählten.

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Der Sepik-Strom, Quelle: Focus.de

Nach einem kühlen Getränk nahmen wir Platz in den Reihen des Saals und wurden durch ein projiziertes Bild an der Wand und Urwaldgeräusche unvermittelt nach Papua Neuguinea an das Ufer des mächtigen Sepik-Stroms gespült, der mit 1100 km Flusslauf Neuguineas längster ist und zu den fünf längsten Flüssen Australien/Ozeaniens zählt. Nach ein paar begrüßenden Worten durften wir an sehr atmosphärischen Vorlesungen teilhaben, die von Lily King, der Schauspielerin Lisa Wagner und dem Schauspieler Steven Scharf ausgingen, die die Lesung durch ihr facettenreiches Stimmenspiel zu einem euphorischen Hörerlebnis machten.

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IMG_9826Dank einer Moderation durch den Abend lernten wir nicht nur Kings Begeisterung für die persönliche Lebensgeschichte der amerikanischen Ethnologin Margaret Mead und ihre daraus resultierende Idee für den Roman, sondern auch die Besonderheiten des unglaublichen Gebiets im Westpazifik kennen, das linguistisch das wohl reichste Land der Erde ist. 1899 zählte Papua-Neuguinea unter dem Namen Deutsch-Neuguinea zur deutschen Kolonie und seine rund 6,7 Millionen Einwohner sprechen mehr als 800 Sprachen und Dialekte. Es ist daher nicht groß verwunderlich, weshalb sich King dazu entschlossen hat, sich diesem großartigen Land anzunehmen.

Gregory Bateson, Margaret Mead, and Reo Fortune, Sydney, July 1933 Quelle: monoskop.org

Der von realen Ereignissen aus dem Leben der Ethnologin Mead geprägte Roman „Euphoria“ erzählt von einer leidenschaftlichen Dreiecksbeziehung unter Extrembedingungen. Es ist die Geschichte von drei Ethnologen; der Amerikanerin Nell Stone, ihrem Mann Fen und dem Briten Andrew Bankson, die Anfang der 30er Jahre bei Feldforschungen in Papua Neuguinea aufeinandertreffen. Mit dem Ziel, die Stämme der Ureinwohner Papua-Neuguineas zu erforschen, begegnen die drei Wissenschaftler dem unergründeten und weiblich dominierten Stamm Tam mit sehr speziellen Ritualen. Durch die enge Beziehung zu den Stammesbewohnern kommen die unterschiedlichen Denk- und Vorgehensweisen der Wissenschaftler immer mehr zum Vorschein und die stetig wachsende erotische Anziehungskraft zwischen Nell und Bankson wird für Ehemann Fen zur Zerreisprobe.

Eine Geschichte – zahlreiche Cover

Lily King
Die Autorin Lily King, Quelle: lilykingbooks.com

Der Roman ist eine Parallele aus Realität und Fiktion. Nach der anfänglich strikten Orientierung an Fakten ist King irgendwann dazu übergegangen, ihren Instinkten zu folgen und der Fiktion freien Lauf zu lassen, durch die der Roman nicht nur eine persönliche Note bekam, sondern ihn auch von der realen Lebensgeschichte Meads abweichen lässt. Kings Geschichte feiert in den Staaten bereits erste Erfolge: „Euphoria“ ergatterte bereits den neu geschaffenen Kirkus Prize und wurde von der New York Times unter die fünf besten literarischen Bücher des Jahres 2014 gewählt. Die Leserschaft ist sich einig: „Euphoria“ katapultiert Lily King zur ersten Garde unserer Romanciers und löst bei seinen Lesern echte Euphorie aus!

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Dein zukünftiger Regalbewohner

Der C.H. Beck Verlag war so freundlich Arndt von AstroLibrium und mir jeweils ein signiertes Werk von „Euphoria“ für eine exklusive Verlosung auf unseren Blogs zu überlassen. Um eines dieser euphorischen Reisen nach Papua Neuguinea zu ergattern, gilt es nun, mich von deiner ECHTEN EUPHORIE zu überzeugen: warum solltest ausgerechnet DU, dieses Buch ergattern?

Die Auswahl des Gewinners erfolgt aufgrund dem Einfallsreichtum des Beitrags und Sympathie. Ihr habt bis einschließlich Sonntag, den 26.07.15 um 20:00 Uhr Zeit, an meiner Verlosung teilzunehmen. Der Gewinner wird dann am Montag ausgelost und über eine persönliche Emailnachricht bzw. durch einen Kommentar seines Beitrags benachrichtigt.

Viel Glück wünscht euch Steffi

PS: Wie war das doch gleich: es gibt ZWEI Exemplare zu gewinnen? Ja genau, bei Arndt gibt’s was auf die Ohren und er hat ebenfalls euphorische Beute an Bord.

Hör am besten gleich mal rein...

And the winner is..

SAMSUNG

Hallo ihr,

nach ausgiebigem Studieren der Beiträge zur „Blogger schenken Lesefreude“ Aktion ist eine Bewerberin aus der Menge hervorgestochen, die sich meines Erachtens sehr viel Mühe mit ihrem Beitrag gegeben hat. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, ihr die Sommertöchter auf den Weg zu senden.

Mit folgendem Beitrag konnte sie bei mir punkten:

“Sommertöchter” möchte ich gewinnen,
möchte Zeit mit lesen verbringen.

“Sommertöchter” von Lisa-Maria Seydlitz verfasst,
mache ich mich auf den Inhalt gefasst.

Ein anonymer Brief, der alles verändert.
Ein Brief, an Juno gesendet.

Ein Erbe, groß, schön und begehrt,
nicht nur Juno das Erbe verehrt.

Eine Geschichte, der Familie nah,
Informationen, die werden Juno nun klar.

Ein Geheimnis, das alles verändert.
Es steht fest, wird nicht mehr geändert.

Diese Geschichte, welche so interessant klingt,
Diese Geschichte, welche vieles verspricht,
ein Inhalt, der über eine Realität ihr Liedchen singt,
ein Buch, welches schöne Stunden bringt in Sicht.

Ich habe interesse, weil ich es begehr,
Etwas für zwischendurch ist immer gut,
ich schließlich Realitätsbücher verehr.
Man braucht keine Angst, keinen Mut.

Es ist nicht gruselig oder gar vulgär,
Es ist nicht Fantasy oder Horror oder gar ein Thriller,
Zwar mag ich diese auch sehr,
Aber keine Psychos, auch keine Spinner.

Es ist ein normales Buch,
es kann jedem geschehen.
Ich dieses ersuch,
das kann wohl jeder verstehen.

Darum möcht ich es haben,
aber nicht nur für mich.
Meine Mutter mag auch solche Bücher lagern,
Gemeinsam zu lesen, zu teilen sicherlich.

So möcht ich Freude spenden,
Meiner Mutter, Freunden, aber auch mir,
Möchte es vielleicht versenden,
Zu lesen an vielen Orten – auch hier.

Drum bedanke ich mich bei dir,
um diese schöne Chance.
Grüße möcht ich senden, nicht eins, zwei, drei, sondern vier.
Ich hoffe meine Reime halten sich in der Balance

Liebe Katja W. – herzlichen Glückwunsch, du hast das Buch „Sommertöchter“ von Lisa-Maria Seydlitz gewonnen. Ich wünsch dir viel Vergnügen bei deinem Trip mit Juno in die Bretagne. Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen und hoffe, du fühlst dich genauso gut unterhalten, wie ich es getan habe.

Bei all den anderen Bewerbern bedanke ich mich fürs Mitkommentieren und verweise auf die Verlagsseite – kauft euch einfach euer persönliches „Sommertöchter-Exemplar“ und schon könnt auch ihr euch mit Juno auf die Reise begeben.

Mit einem Klick kommt ihr zum Buch..

Bis bald, eure Steffi.