Eine Woge an Worten zur Blogparade „Seesucht“

[Werbung, Verlosung]

Seesucht

Die Wortspielerei, die sich aus der Sehnsucht zum Meer formt, umschreibt es genau, dieses Gefühl, das in mir aufkommt, wenn ich an meine Besuche auf Sylt denke. Barfuß am Ellenbogen der Insel entlang. An die weit zurückliegenden Urlaube in Italien in meiner Kindheit. Mit einer klebrigen Eiswaffel in der Hand und einem Sonnenhut auf einer Bank am Meer sitzend. An unsere Besuche an der Nord- und Ostsee. Die Luft, erfüllt von einer salzigen Meeresbrise, kreischenden Möwen und meinem wehendem Haar. An diesen unbeschwerten Moment an der niederländischen Küste im letzten Jahr. Mit einer vor Freude quiekenden Räubertochter, deren Füße das erste Mal vom Meer umspült wurden.

Und plötzlich ergreift mich eine ungeheure Welle der Wehmut. Die Sehnsucht nach dem Meer macht sich in mir breit. Denn das Wasser war schon immer mein Element. Hier, im kühlen Nass, fühle ich mich genauso schwerelos und frei wie wenn ich einen Berg erklimme und am Gipfel die kristallklare Bergluft in mir aufnehme. Ich konnte mich noch nie wirklich zwischen den Bergen und dem Meer entscheiden. Für eine Kombination aus beidem wohl eher. Und doch waren meine Treffen mit dem Meer in den letzten Jahren rar.

Doch jetzt bin ich wieder mittendrin, im erquickenden Spiel der schwappenden Wellen, meine Füße im körnigen Sand vergraben, ein paar spitze Muscheln zwischen meinen Zehen, meine Beine von glitschigen Algen und tummelnden Fischen umgeben. Ich lasse mich locken. Springe hinein, ins tiefdunkle Blau, gebe mich den unendlichen Weiten des Meeres hin und tauche unter, in die faszinierende Unterwasserwelt.

„Komm her. Komm mit. Komm rein. Und als keiner hinsieht, hüpft er hinein.“

Ich bin in ein Bilderbuch abgetaucht, das lebendiger nicht sein könnte. Das Faszination, Sehnsucht und Freiheit in sich birgt und gleichzeitig in einem hervorruft. Wir begleiten Jonas, der sich mit zwei Jahren in das Meer verliebt. Es fasziniert ihn so sehr, dass er schon als Kind unerschrocken hineinspringt. Und sich direkt am salzigen Wasser verschluckt. Seine Mutter fischt ihn heraus, hält das Ufer für den geeigneteren Ort. Doch was von da an bleibt, ist die Seesucht. Das Meer ist Jonas‘ Element. Das spürt er auf Anhieb. Wie gerne würde er im Einklang mit der Unterwasserwelt leben. Mit Fischen schwimmen, Quallen spielen und sich im dichten Seegras verstecken. Immer wieder spült es ihn zurück ans Meer. Mit 8, mit 18, mit 30, mit 80. Über all die Jahre verfolgt er einen Plan, den er im Alter von 8 Jahren fasst. Er will einen Tauchapparat bauen, durch den er mit den Tiefen des Meeres für immer verbunden sein kann. Er sammelt Strandgut, versucht sich an wilden Unterwasserkonstruktionen. Doch sein Weg ist lange und steinig. Es dauert ein ganzes Leben, bis sein Traum Wirklichkeit wird. Wie gut, dass er sich nicht beirren lässt. Selbst wenn er Rückschläge erleiden und dem Meer vorübergehend den Rücken kehren muss.

Was Marlies van der Wel mit „Seesucht“ erschaffen hat, ist eine jener Bilderbuchperlen, die das Meer von Bilderbüchern nur selten zu Tage bringt. Das berauschend schöne Bilderbuch, das auf dem Kurzfilm „Jonas and the Sea“ basiert, birgt auf 78 Seiten eine ganze Bandbreite an ausdrucksstarken Illustrationen in sich, die von Emotionen und Blautönen getränkt sind. Die Geschichte lebt von ihren großflächigen und atmosphärischen Bildern, die einen beim Lesen förmlich gefangen nehmen und von ganz schlichten Zeilen begleitet werden. Doch es sind nicht nur die technisch ausgeklügelten Strandgut-Tüfteleien und Tauchgänge, die einem nach der Lektüre dieses Bilderbuchs im Gedächtnis bleiben, sondern auch die Rückschläge, die Jonas zu erleiden hat. Als er das erste Mal kentert und tieftraurig am Strand steht, als ihn eine große Welle an den Strand zurückschleudert oder das große Fangnetz der Fischer erfasst. Das Gelächter der Fischer hallt in Jonas lange nach. Es zehrt an ihm. Es entmutigt ihn. Und lässt ihn sogar für eine Weile dem Meer den Rücken zukehren. Bis eines Nachts im Winter ein riesiger Sturm wütet und Jonas den richtigen Zeitpunkt für das Wiedersehen mit dem Meer gekommen sieht.

„Jonas nimmt, was das Meer ihm gibt.“

Diese tiefe Verbundenheit, die Jonas vom allerersten Moment an zum Meer verspürt, ist auf allen Seiten des Bilderbuchs spürbar. Wie durch ein unsichtbares Band sind die beiden miteinander verbunden. Das Band scheint zum Ende hin vermeintlich lose im Wasser zu schwappen, doch reißen tut es nie. Jonas und das Meer verschmelzen zu einer Einheit. Es ist sein Glaube, sein Mut und seine Hartnäckigkeit, die sich am Ende auszahlen. Marlies van der Wel zeigt mit ihrem Bilderbuch auf wunderbare Weise, dass es sich lohnt, seine Träume zu verfolgen. Und dass manche Dinge ihre Zeit brauchen. Sie schenkt kleineren Leser*innen wunderbar faszinierende Tauchgänge und größeren Leser*innen eine ermutigende Lektüre mit Tiefgang, die uns über unsere eigenen Sehnsüchte und Träume nachdenken lässt. Das Bilderbuch lässt die Herzen all jener Leser*innen höher schlagen, die sich dem Meer verbunden fühlen und die aktuell eine große Seesucht umtreibt.

„Mitten im Meer. Für immer.“

Eckdaten

Seesucht

Gebunden, ab 4 Jahren

78 Seiten
ISBN: 978-3-95854-164-1

Illustration & Text: Marlies van der Wel
Übersetzung: Birgit Erdmann

Mixtvision
20,00 € [D]

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Hier geht’s zur Homepage von Marlies van der Wel

Blubb, blubb, Glück 

Hast du Lust, mir deine größte Sehnsucht zu verraten? Als kleinen Dank für deine persönliche Woge an Worten verlose ich unter allen Kommentaren ein Exemplar des Bilderbuchs. Denn im Rahmen von Katjas Blogparade darf ich mit Unterstützung von Mixtvision ein Exemplar von „Seesucht“ an euch verlosen. Teilnehmen könnt ihr mit einem Kommentar hier auf dem Blog oder unter meinem Instagram-Post. Jeder Kommentar ist eine Gewinnchance. 

Teilnahmebedingungen:

Du bist mindestens 18 Jahre alt und hast eine Postadresse in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Die Verlosung startet mit Freischaltung der Beiträge und endet am Montag, 10. April 2021, 23:59 Uhr. Das Los entscheidet. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen. Der Versand erfolgt durch Mixtvision. Dafür gebe ich die Adresse des Gewinners bzw. der Gewinnerin an den Verlag weiter.

Viel Glück!

Ich back‘ mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt!

[Werbung, Verlosung] Jungs spielen gerne mit Autos, sie sind laut, stürzen sich als Pirat, Ritter oder Astronaut in waghalsige Abenteuer und tragen am liebsten Blau. Mädchen hingegen spielen lieber mit Puppen, sie sind ruhig und schüchtern, stylen sich gerne wie Germany’s next Topmodel und träumen davon eines Tages Prinzessin zu werden. Deshalb ist Rosa auch genau ihre Farbe! 

Genderklischees dieser Art gibt es wie Sand am Meer. Oft sind sie so fest in unseren Köpfen verankert, dass man sich nur schwer von ihnen lösen kann, man ganz aus Gewohnheit alte Denkweisen und Verhaltensmuster beibehält. Kleidung, Berufe und Hobbies vermeintlich geschlechtsspezifisch auswählt, sich den Regeln der Gesellschaft unterordnet. Dabei streben wir doch alle nach individueller Entfaltung. Wollen selbst entscheiden, was wir am liebsten mögen. Und zu eigenständigen Persönlichkeiten heranwachsen. Und das von klein an!

Kinderbücher, die mit Rollenklischees aufräumen, sind noch rar, aber immer mehr im Kommen. Mit „Robert weltbester Kuchen“ von Anne-Kathrin Behl heißen wir eine Bilderbuchperle in unserem Bücherregal willkommen, die genau dort angesiedelt ist, wo wir uns wohlfühlen: in einer Welt frei von Geschlechterstereotypen. Einer Welt, widdewidde wie sie uns gefällt! 

„Robert’s weltbester Kuchen“ – Anne-Kathrin Behl

NordSüd Verlag, Hardcover, ab 4 Jahren, 32 Seiten, erschienen am 18. Juli 2020, Preis 15 € [D], ISBN: 978-3-314-10534-0, hier geht’s zum Buch

Mit wunderbar farbenfrohen und lebensbejahenden Illustrationen bringt Anne-Kathrin Behl einen Vater-Sohn-Tag von Robert und seinem Vater zu Papier. Robert steht der Sinn nach einem Salzteigkuchen: dem weltbesten um genau zu sein. Er malt dafür sogar eigene Einladungskarten. Schließlich muss so ein Kuchen gebührend gefeiert werden und sollte nicht alleine „verzehrt“ werden. Schließlich macht allein essen dick! Doch als ein Windstoß über den Balkon weht, werden die meisten von Roberts Einladungskarten erfasst und vom Wind davongetragen. Zwei letzte Karten bleiben auf dem Tisch übrig: gerade noch genug, um Hund Mopsi und Papa zum Kuchenfest einzuladen.

Und so macht sich Robert ans Werk. Man staune, was so alles auf seinem Kuchen Platz findet: eine Hand voll Spielzeugtiere, kleine Autos und Sterne landen darauf, Bausteine werden zu Streuseln und Murmeln zu wunderbarem Belag. Ein paar Buntstifte dienen ihm als Kerzen. Gerade als er seinen Kuchen vollendet hat und sich mit Papa ans Kuchenessen machen will, klingelt es an der Tür, und nochmal und nochmal. Denn der Wind hat die Karten in die ganze Nachbarschaft getragen. Und natürlich wollen alle Nachbarn beim Kuchenfest dabei sein. Wie gut, dass Roberts Papa genügend Salzteig parat hat und die Party nun mit der ganzen Nachbarschaft steigen kann!

Es lebe die Diversität!

Dieses Bilderbuch steht Klischees und Stereotypen nicht nur mit lässiger Gleichgültigkeit gegenüber, sondern lebt auch von gehörig Humor und Diversität. Schon der Blick in Roberts Kinderzimmer sorgt für Begeisterung. Denn eine Spielküche lädt Robert zum Kochen für all seine Kuscheltiere ein, die es sich in den Regalreihen  und im Puppenwagen gemütlich gemacht haben. Einhörner fühlen sich bei ihm genauso wohl wie Dinosaurier, aus einem Meer von Bauklötzen ragen Puppenköpfe hervor und in einer großen Kiste sind die Kostüme für Meerjungfrau, Prinzessin und Ritter zu erspähen.

Roberts Papa begegnet uns im rosafarbenen AB:CD – Shirt (das ich persönlich sehr feiere!) und drolligen rosa Häschenpuschen, die im Kontrast zu seinen tatöwierten Armen, dem Bart und der karierten Schiebermütze stehen. Stricken scheint für ihn mindestens genauso entspannend wie für Frauen zu sein und auch vor dem Basteln und Backen mit seinem Sohnemann schreckt er nicht zurück. Warum auch!? Ist ja das normalste der Welt. 

Und wer einen Blick auf die Gäste des Kuchenfestes wirft, wird staunen. Denn die Nachbarschaft setzt sich nicht nur aus Jung und Alt, sondern auch aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammen (da bleibt selbst ein Monster nicht aus!). Und so reiht sich eine alte Frau mit Rollator neben einem Punker mit Irokesenschnitt ein und steht direkt hinter einem Vater mit Dutt und Tragetuch, einem Inder mit Turban und einem Eskimo. Denn bei Roberts Kuchenfest sind alle Hautfarben und Religionen willkommen. Durch das Zutun der Gäste entstehen nicht nur die wildesten Kuchen, die die Welt je gesehen hat, sondern auch eine Vielfalt sondergleichen! Es lebe die Diversität!

Eine Blogparade mit Verlosung: Roberts weltbester Kuchen 

Zu Ehren dieses wunderbar diversen Bilderbuches hat Eliane von Mint & Malve eine Blogparade ins Leben gerufen, für die ich sofort Feuer und Flamme war. Denn Anne-Kathrin Behls farbenfrohes Werk schert sich nicht um Stereotype, zeigt uns eine Momentaufnahme aus dem Alltag eines wunderbaren Vater-Sohn-Gespanns, das man nur ins Herz schließen kann.

Bei Eliane sind alle teilnehmende Blogs der Blogparade zu finden. Und es lohnt sich gleich doppelt sich durch die Beiträge der teilnehmenden Bloggerinnen zu lesen. Denn hier kommt nicht nur eine Vielzahl an unterschiedlichen Blickwinkeln zusammen, sondern man kann auch bei uns allen ein Exemplar von „Roberts weltbester Kuchen“ mit Widmung und kleiner Extra-Illustration von Anne-Kathrin Behl ergattern. Ich habe mich dieses Mal für die Verlosung auf Instagram entschieden. Mit einem Klick kommst du zum Beitrag.

Die Teilnahmebedingungen findest du im Post auf Instagram.

Viel Glück!

Ein Salzteig-Rezept von uns für euch

Emma und ich waren sofort Feuer und Flamme, uns an eigenen Salzteigkreationen zu versuchen. Und so haben wir kurzerhand Gebäck, Törtchen und einen Kuchen gebacken, der dem weltbesten Kuchen von Robert schon ganz nahe kommt. Da die Räubertochter in meinen Augen mittlerweile aus dem Alter raus ist, alles in den Mund zu nehmen und zu unterscheiden, mit was sie spielen und was sie essen kann, habe ich mich dazu entschieden, Törtchen und Kuchen (mit nicht Kindermund gerechter) Acrylfarbe anzumalen. Alternativ kann man den Teig auch mit Lebensmittelfarbe oder Kakaopulver einfärben.

Gerne geben wir euch das Salzteig-Rezept an die Hand, mit dem wir gute Erfahrung gemacht haben.

Zutaten für 1 Blech Salzteiggebäck:
300g Mehl
300g Salz
200ml Wasser
1 TL Speiseöl (entspricht etwa 5g)

Rezept und Anleitung:
Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Mehl, Salz, Wasser und Öl in einer großen Rührschüssel vermengen und mit einem (Hand)rührgerät oder den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Je feiner das Salz ist, desto feinporiger wird übrigens dann auch Euer Salzteig.

Bei uns sind zwei Brötchen, zwei Brezen, ein Croissant, zwei Zimtschnecken, ein Erdbeertörtchen und eine weltbeste Torte aus der oben stehenden Rezeptur entstanden.

Was würde auf eurem Salzteigkuchen Platz finden?

PS: Herzlichen Dank an Eliane, den NordSüd Verlag und Anne-Kathrin Behl, die diese wunderbare Blogparade mit ihrer Hingabe, den Grafiken sowie den Rezensions- und Verlosungsexemplare bereichert haben! Es war mir ein Fest!

Blogparade „Liebe“ – All you need is love + Giveaway

Gedanken und Impressionen zu „Liebe“ von Quentin Gréban & Hélène Delforge

Liebe

Substantiv, feminin [die]

  1. 1a.[ohne Plural] starkes Gefühl des Hingezogenseins; starke, im Gefühl begründete Zuneigung zu einem [nahestehenden] Menschen“mütterliche, kindliche, reine, innige Liebe“
  2. 1b.[ohne Plural] auf starker körperlicher, geistiger, seelischer Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten Menschen, verbunden mit dem Wunsch nach Zusammensein, Hingabe o. Ä.“die wahre, große Liebe“

Synonym: Gefühl, Herzenswärme, Hingabe, Leidenschaft, Akt körperlicher Zuneigung

Und da kam die Liebe

Die Liebe war ganz lange nur ein Wort für mich, das ich nicht wirklich zu greifen vermochte. Fünf Buchstaben, denen in meinen Augen eine viel zu große Bedeutung zugesprochen wurde, als sie es verdient hätte. Welche Magie von ihr ausgehen kann, habe ich erst gelernt, als ich meinem Herzensmann begegnet bin und mich von da an eine so ehrliche Liebe umfing, wie ich es bis dato nicht kannte.  

Wie viele Menschen streben nach der einen wahren Liebe? Sie wünschen sich den Partner fürs Leben; eine Liebe, die niemals vergeht und bis ins hohe Alter anhält. Ich finde, wir sollten uns davon freimachen, die Liebe einem einzelnen Menschen oder einer bestimmten Dauer zu zusprechen. Oft übersehen wir beim Blick in die Ferne nämlich die Liebe, die uns längst umgibt. Eine Liebe, die sich in kleinen Gesten versteckt; eine innige Zuneigung, die oft für selbstverständlich gehalten wird und es dennoch nicht ist, wie z.B. die Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern, Geschwisterliebe oder auch die Liebe zu einem Haustier.

Mittlerweile bin ich mir sicher, dass man nach der Liebe nicht suchen kann, sondern sie einen findet. Meist überrascht sie dich, wenn du am wenigsten mit ihr rechnest. Bei manchen schneit sie früher, bei manchen erst später rein. Ganz gewiss aber begegnest du ihr irgendwann in deinem Leben auf irgendeine Weise. Nur vielleicht nicht so, wie du es dir vorgestellt hast.

Der Facettenreichtum von Liebe

Was es ist
 

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Erich Fried

Die Liebe ist so facettenreich, dass man sie eigentlich nur schwer in Worte fassen kann. Sie begegnet uns nicht nur in unterschiedlichstem Gewand, sondern ruft auch die unterschiedlichsten Gefühle in uns hervor. Da ist von Schmetterlingen im Bauch bis hin zu Eifersucht, Wut oder auch Hass alles dabei. Denn Liebe bringt nicht nur positive, sondern auch negative Seiten in uns zum Vorschein. Sie kann Überhand nehmen, Emotionen überkochen und Situationen eskalieren lassen. Sie kann uns zum passenden oder unpassenden Zeitpunkt ereilen. Von uns Besitz ergreifen. Uns rundum glücklich, aber auch leichtsinnig, unvernünftig oder unglücklich machen. All das kann die Liebe, und noch viel mehr.

Als ich Mutter wurde und meiner Tochter das erste Mal in ihre kleinen Augen sah, umfing mich die Liebe mit derartiger Wucht, dass ich vor Glück geweint habe. Selten habe ich einen so emotionalen Moment erlebt, wie zu ihrer Geburt. Heute schafft sie es bereits mit ihren zarten zwei Jahren, eine ganze Bandbreite an Emotionen in mir hervorzurufen, die immer von der Liebe zu ihr geprägt sind und dennoch so unterschiedlich ausfallen. Es sind Momente des Stolzes, der innigen Zuneigung, aber auch der Verzweiflung, Enttäuschung und Wut. Es ist die Liebe zwischen einer Mutter und ihrem Kind. 

Wir alle erleben diese Momente der Liebe Tag für Tag – der eine mehr, der andere weniger. Heute, am Tag der Liebe, möchte ich dich dazu einladen, in dich zu gehen, und dir eine Reihe von Momentaufnahmen in Erinnerung zu rufen, die von der Liebe geprägt sind.  Einige davon haben es in ein ganz besonderes Bilderbuch geschafft, das ich dir im Anschluss kurz vorstellen und am Ende unter allen Lesern verlosen möchte.

Wo uns die Liebe schon alles begegnet ist

  • im Treppenhaus meines Elternhauses: von der Jugendliebe verlassen, von meiner Hündin getröstet
  • zwischen den Seiten von zwei Buchdeckeln
  • auf dem Spielplatz: hoch oben in der Luft beim Schaukeln
  • beim Abschiednehmen am Zug
  • über die Distanz zweier Länder: wenn die Liebe zwischen Deutschland und Belgien schwebt
  • auf der Wiesn: als ich meinem Herzensmann begegnet bin
  • am Nachbartisch im Restaurant: wie ein altes Ehepaar sich gegenseitig die Speisekarte vorliest
  • im Bett: wenn die Räubertochter sich nachts zwischen Mama und Papa kuschelt
  • am Fell eines Fuchses: wenn das Kuscheltier heiß und innig geliebt wird
  • Emmas Freude beim Anblick von Oma und Opa
  • in der Kita: wenn man sich von Mama/Papa nur schwer trennen kann
  • auf dem Gipfel eines Berges: wenn die Liebe zu den Bergen in der Luft liegt
  • bei der Geburt meiner Tochter: Backe an Backe auf dem OP-Tisch
  • auf der Buchmesse: wenn die Liebe zum Buch allgegenwärtig ist
  • unter der Bettdecke meiner Tochter: beim Zubett bringen erschöpft eingeschlafen

Wenn ein Buch für Liebe steht

„Liebe“ ist ein Bilderbuch, das sich hauptsächlich an Erwachsene aber auch an größere Kinder richtet und ein ganzes Potpourri an Momentaufnahmen in sich birgt, die durch das Zutun von Liebe entstehen können. Denn es existieren mindestens so viele Arten von Liebe, wie es Verliebte gibt.

Um den Lesern eine grobe Vorstellung vom Facettenreichtum der Liebe zu geben, wurde das Bilderbuch auf 72 Seiten mit harmonischen Ensembles versehen, die sich aus Quentin Grébans Illustrationen und Hélène Delforges Zeilen zusammensetzen. Es sind Momentaufnahmen liebender Menschen, wie sie das Leben schreibt. So rein und ungeschönt, dass sie dich mitten ins Herz treffen. Manche Szenen sorgen für Verzückung, andere wiederum versetzen dich in großen Aufruhr, denn Gréban und Delforge zeigen nicht nur eine ganze Reihe von Momenten voller Freude, sondern auch voller Angst, Trauer und Enttäuschung. Sie bedienen sich an junger und alter Liebe, der Liebe zwischen zwei Frauen, an offensichtlicher und verborgener Liebe oder auch an einer vergangenen Liebe, die sich in häusliche Gewalt ausdrückt. So fällt ihre Darstellung der Liebe in diesem Bilderbuch keinesfalls kitschig, sondern sehr authentisch aus.  

„Die Hände Liebender streicheln, kneten, massieren, nehmen, unterstützen, tragen, umhüllen, umschlingen, berühren, tippen, kitzeln, kneifen (manchmal). Die Hände Liebender verschließen sich nicht zu Fäusten. Es ist keine Liebe in einer Faust. […] Doch unendlich viel in unseren Händen.“

Das Bilderbuch zelebriert die Liebe mit all ihren Sinnen, spiegelt Sonnen- als auch Schattenseiten des Lebens wieder. Viele Szenerien werden dich gedanklich zurückreisen lassen, zu Momenten aus deinem eigenen Leben und möglicherweise Gefühle vergangener Tage wieder in dir aufflackern lassen. Ich bin mir sicher, dass sich jeder von uns in der ein oder anderen Momentaufnahme wiederfinden wird.

„Liebe“ ist kein Bilderbuch im klassischen Sinne. Es ist genaugenommen ein Buch für alle Liebenden und eine Hommage an die Liebe. Es ist ein Buch, das Frauen wie Männer gleichermaßen erreicht. Und so lasst uns die Vielfalt der Liebe leben, heute und an allen restlichen Tagen des Jahres!

Ein Penny für deine Gedanken – Ein Giveaway für deine Momentaufnahme

Da ich ein von Grund auf sehr neugieriger Mensch bin, würde ich mich ungemein freuen, wenn du mich an einer Momentaufnahme aus deinem Leben teilhaben lassen würdest, die durch das Zutun von Liebe entstanden ist. Vielleicht hast du dich in der ein oder anderen Zeile bereits wiedergefunden, vielleicht möchtest du aber auch etwas zum Ausdruck bringen, das noch gar nicht zur Sprache gebracht wurde.

Verrate mir bis Freitag, den 21. Februar 2020 um 23:59 Uhr deine persönliche Geschichte in Form eines Kommentars und springe damit in den Lostopf für ein Exemplar des Buchs.

Viel Glück!

[Werbung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von arsEdition für die Verlosung zur Verfügung gestellt.]

[Der Versand des Gewinns erfolgt durch den Verlag arsEdition. Zu diesem Zweck (und nur dazu) gebe ich die Adresse der Gewinnerin/des Gewinners an den Verlag weiter.]

Blogparade „Liebe“: Eine Hommage an die Liebe

Love, love, love
Love, love, love
Love, love, love

There’s nothing you can do that can’t be done
Nothing you can sing that can’t be sung
Nothing you can say, but you can learn how to play the game
It’s easy
Nothing you can make that can’t be made
No one you can save that can’t be saved
Nothing you can do, but you can learn how to be you in time

It’s easy
All you need is love
All you need is love
All you need is love, love

Love is all you need

Songtext der Beatles

Aus Liebe (zum Buch)

Ich darf dir heute ein ganz persönliches Herzensprojekt bekanntgeben. Denn für den Valentinstag habe ich mit freundlicher Unterstützung von arsEdition die Blogparade „Liebe“ ins Leben gerufen.

Die Idee dafür lieferte mir das Bilderbuch „Liebe“ von Quentin Gréban und Hélène Delforge, das am 27. Februar 2020 erschienen ist. Ein Bilderbuch, das sich hauptsächlich an Erwachsene aber auch an größere Kinder richtet und ein ganzes Sammelsurium an Momentaufnahmen in sich birgt, die durch das Zutun von Liebe entstehen können. Denn es existieren mindestens so viele Arten von Liebe, wie es Verliebte gibt.

Um den Lesern eine grobe Vorstellung vom Facettenreichtum der Liebe zu geben, wurde das Bilderbuch auf 72 Seiten mit harmonischen Ensambles versehen, die sich aus Quentin Grébans Illustrationen und Hélène Delforges Zeilen zusammensetzen.

Liebe – ein Wort mit tausend Gesichtern

Die Vielfalt der Liebe möchte ich auch mit sechs anderen Bloggern einfangen, weshalb wir uns für ein paar ganz persönliche Zeilen zur Liebe und zum gleichnamigen Bilderbuch auf unseren Blogs entschieden haben. All unsere Zeilen werden von der Liebe unterschiedlichster Art geprägt sein. So entsteht ein buntes Potpourri aus Momentaufnahmen, das dem Facettenreichtum des Bilderbuchs nachzieht.

Darüber hinaus hast du bei jedem einzelnen von uns die Chance auf dein ganz persönliches Exemplar des Bilderbuchs. Denn „Liebe“ gibt es passend zum Tag der Liebe bei jedem von uns zu gewinnen.

Klingt nach „Liebe auf den ersten Klick“? Na dann merk‘ dir für Valentinstag folgende Blogs vor.

Die teilnehmenden Blogs:

Nur Lesen ist schöner
Mint und Malve
Fantasie & Träumerei
Kakaoschnuten
Buchkinderblog
Ronja Waldgänger
Kathrineverdeen

Wir freuen uns im Übrigen auch an allen 364 restlichen Tagen des Jahres über deinen Besuch. Denn eins kann ich dir mit Gewissheit sagen – auf diesen Blogs herrscht immer eine große Liebe zum Buch!

Liebe Grüße

Steffi

Blogparade: Ich bin anders als du – Ich bin wie du (mit Verlosung)

„Die Mischung macht’s, die Welt ist bunt. Doch nicht alles was ’ne Schnauze hat, ist auch gleich ein Hund.“

Kikaninchen – Die Welt ist bunt

Eine Welt voller Individuen

Auf unserem Planeten leben derzeit rund 7,7 Milliarden Menschen. Das sind Milliarden von Individuen auf 194 Länder verteilt. Auf den ersten Blick sind alle Menschen anders. Wir unterscheiden uns durch Nationalität, Geschlecht oder Hautfarbe und haben ganz unterschiedliche Eigenschaften, Vorlieben und Interessen. Das macht uns zwar zu unverwechselbaren Persönlichkeiten, bedeutet aber nicht automatisch, dass wir nichts gemeinsam haben können. Denn eine Gemeinsamkeit teilen wir wir uns tatsächlich alle:

Wir sind Menschen

Wenn wir uns von Oberflächlichkeiten frei machen und einen näheren Blick auf unsere Mitmenschen werfen, lassen sich oft noch viel mehr gemeinsame Nenner entdecken, als wir es auf Anhieb vermuten. Plötzlich treten Gemeinsamkeiten zu Tage, die sich fernab von äußerlichen Merkmalen finden lassen. Es sind Dinge wie Charakterzüge, Vorlieben und Hobbys, Berufsfelder, Familienkonstellationen, etc. . Kinder begegnen ihrer Umwelt in der Regel noch viel unvoreingenommener als viele Erwachsene es tun. Sie scheren sich nicht um nicht um die Hautfarbe oder Religion eines Menschen, wenn sie es nicht von ihrem direkten Umfeld vorgelebt bekommen. Anstatt sich gezielt durch bestimmte Merkmalen voneinander abzugrenzen, erfreuen sie sich meist an Gemeinsamkeiten und finden es toll, Teil einer Gruppe zu sein. Diese Unvoreingenommenheit sollten wir ihnen auf keine Fälle nehmen.

Im Gegenzug ist nicht jeder Mensch gleich, nur weil er gleich aussieht. Andersartigkeit ist oft negativ behaftet. Doch anders zu sein, muss nicht automatisch etwas Schlechtes bedeuten. Denn nur durch unterschiedliche Merkmale werden wir zu unverwechselbaren Persönlichkeiten. So unterscheiden sich Menschen mit Behinderung, einer anderen Hautfarbe oder auch durch eine unterschiedliche Größe auf den ersten Blick zwar voneinander, sind aber dennoch Teil eines Ganzen. Diversität ist wichtig. Denn erst die Vielfalt macht unsere Welt bunt. Neben schwarz und weiß gibt es eben auch zahlreiche Grautöne. Die ganze Farbpalette eines Regenbogens erstreckt sich über unseren Planeten.

Ein Kinderbuch, das sich dieser Thematik auf spielerische Weise annimmt, ist „Ich bin anders als du – ich bin wie du“ von Constanze von Kitzing. Die Illustratorin wird sicher dem ein oder anderen von euch schon ein Begriff sein. Sie ist durch ihre quadratische Pappbilderbücher „Ich bin jetzt…“ oder „Ich mag…“ bekannt. Nun hat sie ihre Reihe um ein neues Pappbilderbuch erweitert. Im Rahmen der Blogparade von Jenny vom Kinderchaos Familienblog in Kooperation mit dem Carlsen Verlag möchte ich euch heute das Buch nicht nur vorstellen, sondern auch zwei Exemplare davon unter euch verlosen.

Blogparade Kinderchaos Familienblog

Ein Herzensbuch von Constanze von Kitzing

Das Besondere an diesem Buch möchte ich euch gerne zu Beginn verraten: es ist ein Wende-Buch. Dadurch können die Kinder ihre Reise durch das Buch sowohl mit Unterschieden („Ich bin anders als du“) als auch mit Gemeinsamkeiten („Ich bin wie du“) starten. Und egal auf welcher Seite des Buches sie beginnen, ihre Reise endet in der Mitte. Hier schauen sich zwei unterschiedliche Kinder in die Augen und stellen fest: „Ich bin ich“. Sie begegnen sich auf Augenhöhe, als völlig eigenständige Persönlichkeiten.

Der Titel der jeweiligen Buchseite („Ich bin anders als du“ / „Ich bin wie du“) findet sich auch hinter dem Buchdeckel wieder. Er begleitet die Kinder durch die Seiten, wird zum Leitsatz für die jeweiligen Illustrationen, die die Unterschiede und Gemeinsamkeiten visuell umsetzen. Was mir hier sehr gefällt, ist, dass für Constanze von Kitzing hier nicht die eindeutigen Merkmale wie z.B. Hautfarbe oder Geschlecht, sondern vielmehr die unterschiedlichen Vorlieben und Lebensarten im Vordergrund stehen.

In „Ich bin anders als du“ stehen sich zum Beispiel irgendwann zwei Mädchen gegenüber, deren Haut- und Haarfarbe ganz unterschiedlich ausfällt. Dennoch ist es die Art der Kommunikation, die hier unterschieden wird. Während das linke Mädchen gehörlos ist und ihre

Gedanken mithilfe der Gebärdensprache zum Ausdruck bringt, kann das rechte Mädchen sprechen. Es passt sich dennoch seinem Gegenüber an und stellt mit seinen Händen einen Elefantenrüssel nach.  Es hat verstanden, dass das Mädchen ihm gegenüber nicht hören kann.

Auf dieser Seite des Buches geht die Illustratorin z.B. auch noch auf Lieblingsgerichte, Hobbys, Familienkonstellationen, Händigkeit und altersbedingte Merkmale ein.

In „Ich bin wie du“ stehen sich unter anderem auch zwei Kinder unterschiedlichen Geschlechts gegenüber. Constanze von Kitzing bedient sich hier einem gemeinsamen Hobby, dem Tauchen. Denn auch Mädchen und Jungen können das gleiche

Hobby haben. In einer Welt des aggressiven Gender-Marketings erachte ich diese Gemeinsamkeit als besonders wertvoll. Denn jeden Tag werde ich mit vermeintlich geschlechtsspezifischen Merkmalen konfrontiert, die sich in zugeordnetem Spielzeug, Kleidung und oft sogar Büchern ausdrücken. Wer legt fest, was ein Mädchen oder ein Junge toll finden darf? Ich finde, wir sollten es unseren Kindern überlassen, welche Farben sie mögen, welche Hobbys sie wahrnehmen und welchen Beruf sie einmal anstreben.

Auf dieser Seite des Buches geht die Illustratorin z.B. auch noch auf das Teilen, die Vorliebe für’s Kuscheln, Persönlichkeitsmerkmale, Frisuren und auf Tierliebe ein.

Auf der Website von Constanze von Kitzing findet ihr übrigens ganz wunderbares Material zum Buch, das zum Basteln, Spielen und Singen einlädt. Spitzt doch mal rüber. Auch der nachstehende Film zum Buch ist ganz toll geworden und spiegelt in meinen Augen die Botschaft des Buches auf wunderbare Weise wieder:

„Ein Mensch ist ein Mensch.“

Eckdaten

Hardcover, ab 3 Jahren

82 Seiten
14 x 14 cm
ISBN: 978-3-551-17130-6

Text & Illustration: Constanze von Kitzing

Carlsen Verlag

13,00 €

Sicher dir hier dein persönliches Exemplar…

Eine Reise durch die eigenen Reihen

Heute möchte ich euch dazu einladen, euch auf eine kleine Reise durch euer direktes Umfeld zu begeben. Sicher werdet ihr beim näheren Hinsehen auch bei den Menschen in eurer Umgebung jede Menge Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich an euren Entdeckungen teilhaben lasst. Verratet mir bis Mittwoch, den 4. Dezember 2019 um 23:59 Uhr eure persönliche Geschichte in Form eines Kommentars und springt damit in den Lostopf für ein Exemplar des Buchs.

Das zweite Exemplar wird auf Instagram verlost. Ihr könnt natürlich auf beiden Kanälen am Gewinnspiel teilnehmen!

Viel Glück!

[Werbung: Die Bücher wurden mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag für die Verlosung zur Verfügung gestellt.]