The Hate U Give

The Hate U Give – Angie Thomas

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„Ein ohrenbetäubter Schrei dringt aus meiner Kehle, explodiert in meinem Mund und nutzt jeden Zentimeter meines Körpers für seine Resonanz. Mein Verstand sagt mir, ich soll mich nicht bewegen, aber alles andere drängt mich, nach Khalil zu sehen. Ich springe aus dem Wagen und renne auf die andere Seite. Khalil starrt in den Himmel, als hoffe er, Gott zu sehen. Sein Mund ist wie zu einem Schrei geöffnet. Ich schreie laut genug für uns beide.“

Zitat, Seite 33

Starr ist 16 Jahre alt, als sie Zeugin von rassistischer Polizeigewalt und ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen erschossen wird. Während sie versucht, Khalils starr in den Himmel gerichteten Augen und das grausame Blutbad des Abends zu vergessen, verbreitet sich der Vorfall wie ein Lauffeuer. Starrs schwarzes Viertel kocht vor Wut.

Doch Starr muss die Fassung wahren. Schließlich ist sie in zwei unterschiedlichen Welten zu Hause. Während sie im schwarzen Viertel Garden Heights zu Hause ist, ist sie in ihrer Privatschule Williamson Prep überwiegend von Weißen umgeben. Hier unterdrückt sie sich ihren Ghetto-Slang, achtet auf gepflegte Umgangsformen und genießt alleine schon aufgrund ihrer Hautfarbe einen gewissen Coolnessfaktor.

Doch als den Menschen klar wird, dass es sich bei der Zeugin um Starr handelt, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Starr muss sich entscheiden, ob sie sich weiterhin bedeckt halten soll oder dem toten Khalil eine letzte Stimme schenkt.

„Wozu hat man eigentlich eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?“

Zitat, Seite 288

Was Angie Thomas uns hier schenkt, ist nicht nur ein beeindruckend mutiges Debüt, sondern auch ein ganz besonderes wichtiges. Das war mir bereits vor dem Lesen klar. Denn Thomas tut das, was sich viele nicht trauen. Sie redet offen über Machtmissbrauch und Rassismus. Mit ihrem schonungslosen Ton trifft sie genau den Nerv der Zeit.

Während die Polizeigewalt in den USA bereits erschreckende Ausmaße angenommen hat, blicken wir in Deutschland noch auf ein einigermaßen geordnetes System. Noch. Doch Rassismus begegnen wir auch in Deutschland. Oftmals sind typisch weiße Denkweisen und Verhaltensmuster zu erkennen, die einem erschreckenden Automatismus unterliegen und Menschen in Schubladen stecken, die ein bestimmtes Klischee erfüllen. Dabei vergessen wir oft, dass es neben Schwarz und Weiß auch noch unendlich viele Grautöne gibt, die Menschen zu Individuen machen.

„Thug Life steht für „The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody“. Hör zu! T-H-U-G L-I-F-E. Das bedeutet, was die Gesellschaft uns als Kinder antut, das kriegt sie später zurück, wenn wir raus ins Leben ziehen. Kapiert?“

Zitat, Seite 25/26

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Die Besonderheit von „The Hate U Give“ ist bereits auf den ersten Blick erkennbar. Denn sowohl auf dem Cover als auch in der Geschichte des Jugendbuches begegnen wir einem schwarzen Mädchen als Protagonistin: Starr. Während die Schwarzen oft eine Randfigur in Geschichten einnehmen, ist es sie, die hier im Mittelpunkt steht. Es sind ihre Augen, aus der wir die Geschichte erleben; ihr Bewusstsein, in dem die Ereignisse Gestalt annehmen.

Und so katapultiert uns Thomas ohne lange Umschweife direkt ins Geschehen. Wir sind Starr; ein verängstigter Teenager, der mitansehen muss, wie der beste Freund von einem Cop erschossen wird. Doch nicht nur das. Die Folgen, die aus dieser Tat resultieren, sind verheerend. Denn während die Polizei versucht, die Dinge in einem anderen Licht darzustellen und die Wahrheit zu verfälschen, ergreift die schwarze Bevölkerung Partei für Khalil. Ein unerbittlicher Kampf gerät ins Rollen, der neben den üblichen Bandenkriegen noch mehr Wut, Hass und Gewalt nach sich zieht und letztendlich nicht nur Starrs Leben, sondern auch das ihrer Familie und ihren Freunden gefährdet.

„Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun.“

Zitat, Seite 179/180

Thomas‘ Zeilen sind eine Mischung aus jugendlicher Unsicherheit und provozierend schwarz-amerikanischem Slang. Durch diesen kontrastreichen Stilmix gelingt es ihr vortrefflich, Starrs Gefühlsleben und ihre gegensätzliche Welt authentisch darzustellen, die das Mädchen zwischen ihrem schwarzen Viertel und ihrer weißen Privatschule, zwischen Arm und Reich aber auch zwischen ängstlicher Zurückhaltung und gewagter Unerschrockenheit hin- und herwechseln lässt.

Starr begegnet uns dabei als eine toughe, wenn auch selbstzweifelnde Persönlichkeit, die aus Angst um ihr Leben erst langsam aber sicher ihre Stimme finden muss. Ihre Entwicklung ist ein stetig wachsender Prozess, der sich durch das gesamte Buch zieht und seine Zeit braucht. Durch diesen Entwicklungsprozess schenkt Thomas auch ihren Lesern die Möglichkeit, eine Stimme zu finden.

„Da ist dieses Wort wieder. Mut. Mutigen Menschen zittern bestimmt nicht die Knie. Mutige Menschen haben nicht das Gefühl, gleich kotzen zu müssen. Und mutige Menschen müssen sich bestimmt nicht ermahnen, zu atmen, wenn sie zu sehr an jenen Abend denken. Wäre Mut ein medizinischer Zustand, läge bei mir eine klare Fehldiagnose vor.“

Zitat, Seite 322

Auch die Silhouette von Khalils Charakter gewinnt selbst über seinen Tod hinweg an Sichtbarkeit. Es sind die Erzählungen einzelner, die Khalil zurück ins Leben holen. Seine Wesenszüge und Beweggründe sind es, über die man plötzlich urteilt, ohne den wahren Khalil je kennengelernt zu haben. Die weiße Bevölkerung weist ihm schnell die Rolle eines Thug (eines Kriminellen) und Gangmitglieds zu, der es verdient hätte, zu sterben.

Doch nicht nur Starr und Khalil, sondern auch den zahlreichen Nebenfiguren schenkt Thomas ihre Aufmerksamkeit. So begegnen wir während der Geschichte einer Reihe liebevoll gezeichneter Figuren, die alle ihre Daseinsberechtigung haben und aktiv zum Geschehen beitragen. Vor allem Starr’s Familie und ihre engsten Freunde finden hierbei regelmäßig Beachtung.

„Mutig sein bedeutet nicht, dass du keine Angst hast, Starr“, sagt sie. „Es bedeutet, dass du was tust, obwohl du Angst hast.“

Zitat, Seite 376

Welche Hautfarbe du hast, spielt beim Lesen von „The Hate U Give“ letztendlich keine Rolle. Was zählt, ist vielmehr deine Stimme, die du während dem Lesen findest und das Denken und Handeln, was daraus resultiert. Diese Botschaft vermittelt Thomas durch viele kleine nahezu unscheinbare Details. Sicher hat Starr deshalb auch einen weißen Boyfriend. Durch diesen Schachzug heimst Thomas nicht nur meine Sympathien ein, sondern genießt auch meine volle Wertschätzung für dieses wirklich beeindruckende Werk. Thomas bzw. Starrs eindringliche Stimme wird noch lange in mir nachhallen.

    Den Balanceakt zwischen deutschen und englischen Begriffen meistert Henriette Zeltner bei der Übersetzung ins Deutsche gekonnt. Durch das Beibehalten von schwarz-amerikanischen Begriffen bewahrt sie der Geschichte ihren unverwechselbaren und authentischen Ton. Wem die Bedeutung mancher Begriffe dennoch unklar sein sollten, wird im an die Geschichte anschließenden Glossar fündig.

„Man sagt, Elend zieht Elend an, aber das gilt wohl ebenso für Wut. Ich bin hier nicht die Einzige, die angepisst ist – alle um mich rum sind es auch. Man muss dafür nicht auf dem Beifahrersitz gesessen sein, als es passierte. Meine Wut ist ihre Wut, und ihre ist meine.“

Zitat, Seite 440

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Die Melodien von Syrakesh..

lesenslust über „Zeit der Zikaden“ von Andreas Séché

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Was reglos scheint, hebt vielleicht die Welt aus den Angeln.

Zitat, Seite 9

Wir reisen nach Mashkran, einem kleinen Ort weit unten im Süden Syrakeshs unlängst der Wüste. Es ist die Heimat von Selim und Miriam. Zwei Menschen, die das Leben zusammenbringt und deren Liebe so kraftvoll scheint, dass sie selbst Unmögliches bewegen kann.

Als der Schäfer Ibrahim eines Tages über seine Schafe wacht und zum Horizont aufsieht, erblickt er Selim, völlig erschöpft und am Ende seiner Lebenskräfte.  Mit viel Fürsorge gelingt es Ibrahim den Fremden wieder zum Leben zu erwecken und wird dabei aufmerksamer Zuhörer von Selims Geschichte.

Die Geschichte, die ihm Selim erzählt, ist die von Syrakeshs Sturz in eine Diktatur; von den hingebungsvollen Klängen einer Geige und von der Liebe zu einer Frau. Von Menschen, deren Schicksalsschläge über die Zeit miteinander verwoben sind und deren Kraft & Entschlossenheit durch ein Akt der musikalischen Hingebung wieder zu entflammen scheint.

Ist Musik in der Lage Unmögliches zu bewirken? Kann das Gefühlskonzert einer Geige, die Menschen im Inneren derart berühren, dass sie; gelähmt von Gewalt; wieder zum Leben erwecken? Gibt es die bedingungslose Liebe zu einem Menschen, die durch das Unterbinden nur noch stärker wird? In Séchés Roman „Zeit der Zikaden“ schon.

Zwei Strophen, aber nur eine Geschichte. Zwei Körper, aber nur eine Bewegung. Ein aufregendes Gemisch aus feinsinniger Zurückhaltung und archaischer Ungezügeltheit. Und die Muse, die diesen Lyriksturm in ihm entfesselte, ging direkt neben ihm.

Zitat, Seite 61

Séché, der mich seit „Zwitschernde Fische“ und „Namiko und das Flüstern“ zu einem Fürsprecher von poetischen und sanften Zeilen hat werden lassen und mich seitdem als Leser gewonnen hat, entführt mich in seinem dritten Roman nach Syrakesh. Einem arabischen Eiland, das zum einen öde Wüstenlandschaft als auch fruchtbares Land beherbergt. Ein Inselparadies, das durch Zeiten von Not und Gewalt wandern muss und das die Heimat von Selim und Miriam, den Protagonisten, darstellt.

Zugegeben, zu Beginn der Geschichte geriet ich ins Holpern. Ein Ergebnis, das nicht auf den schwierigen Aufbau der Geschichte sondern vielmehr auf die Komplexitität des Romans zurückzuführen ist. Ich musste feststellen, dass es sich hier um keine leicht zu lesende Fabel handelt (was man beim Blick auf das Cover vermuten könnte) sondern vielmehr um eine Landesgeschichte mit politischem Hintergrund. Ich mag nicht auf den Kopf gefallen sein, sehe mich aber dennoch nicht als Leuchte in diesem Metier. Ich hab daher mehr Zeit als üblich benötigt, um mit dem Roman warm zu werden. Seite um Seite wurde mir jedoch die Bedeutung der Zeilen klar und es gelang mir, mich ganz auf sie einzulassen. Ich vermute, dass Séchés Hintergrund in der Politikwissenschaft dazu beigetragen hat, dass das Buch so politisch geworden ist, ihm damit aber auch an Tiefe und Reife verlieh.

Und nun, ohne seine Stützen, rang der Despot mit dem Gleichgewicht, starrte fassungslos direkt in Selims Gesicht, der in diesem Moment den letzten Ton des Totentanzes verklingen ließ und dann die Violine einfach weiter hielt, als gehöre die anschließende absolute Stille noch mit zum Spiel.

Schwankend setzte der Diktator einen Fuß nach vorne und stieß, überrascht von der plötzlichen Schwierigkeit schlichten Vorankommens, einen Laut zwischen Bestürzung und Wut aus. Noch während er zu einem weiteren Schritt ansetzte, zeichnete sich in seinem Gesicht ab, dass er damit scheitern würde.

Zitat, Seite 140

Es gibt sie tatsächlich, die Zeilen, die dir wohlwollend eine Welle von Gänsehaut über den Körper wandern lassen. Sätze, die dich derart entzücken, dass dich ihr poetischer Zauber umschmeichelt wie ein mit tausend Federn gefülltes Kissen und die in dir unendlich lange nachklingen wie Melodien des Lebens. Séché ist ein Magier. Ein Magier der Worte. Es gelingt ihm ein Buch mit derart vielen schönen Zeilen zu füllen, dass du während des Lesens schon fast mehr Zeit damit verbringst, sie dir zu notieren, als mit dem Lesen selbst. Er scheint uns tief in unserem Herzen treffen zu wollen anstatt uns nur eine Geschichte zu erzählen. Die Musik, die in diesem Roman eine unendlich große Rolle spielt, scheint uns die Welt zu eröffnen. Sie wirbelt uns Melodien voller Kraft & Lebensgier um die Ohren und tanzt sich klangheimlich in unser Herz.

Plötzlich war der ganze Saal ein gewaltiger Wirbel aus tanzenden Körpern, ein schwindelerregender Rausch aus wonnetrunkenen Männern, Kindern und Frauen, deren wehende Tücher auf einmal wie Flügel zu sein schienen, und mittendrin, im Herzen dieses Strudels, stand Selim und spielt. Spielt, als gelte es, alle Verzückung dieser Welt zu entfesseln.

Zitat, Seite 137

Selim, der von seinem Geigenlehrer Arif nicht nur lernt, eine Geige zu spielen, sondern auch zu bauen, strotzt selbst in Zeiten von Not und Entkräftigung nur so von Kraft. Der Protagonist wird von Séché so liebevoll gezeichnet, dass man ihn schon nach wenigen Zeilen in sein Herz schließt. Seine Liebe zu Miriam erhält ihn am Leben und begleitet ihn auf seiner langen schier unendlichen Reise in eine bessere Welt. Die Hoffnung eine eben solche Liebe selbst irgendwann erfahren zu dürfen, scheint nach dem Lesen dieses Romans unausweichlich zu entflammen. Ganz großes Kino lieber Herr Séche!

Aphrodisierende Zutaten…

lesenslust über „Der Koch“ von Martin Suter

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Maravan Vilasim ist vielmehr als ein Tellerwäscher: seine Leidenschaft gilt dem Kochen.

In seiner Heimat Sri Lanka lernte er mit allen Sinnen zu kochen und damit ein aphrodisierendes Mahl zuzubereiten. Mit dem Essen gelingt ihm Grandioses.

Und dennoch wird er in Deutschland als tamilischer Asylant nur geduldet. Er arbeitet in der Küche des Nobelrestaurants „Chez Huwyler“. Sein Chef ist ein Arschloch, ein verwöhnter schmieriger Geschäftsmann, der sich in seinem Erfolg aalt, der eigentlich seinen Mitarbeitern gilt. Längst haben die Köche des „Chez Huwyler“ bemerkt, was in ihm steckt und nutzen ihn aus. Sie profitieren von seinem Geschick und geben es als das ihre aus.

Andrea ist seit kurzem Serviceangestellte im „Chez Huwyler“. Ihr gutes Aussehen verhilft ihr zu einem ordentlichem Trinkgeld und unangenehme gierige Blicke. Deshalb hält sie sich bedeckt, versucht nicht viel von sich preiszugeben, meidet den Kontakt mit den anderen Angestellten. Immer ist es dasselbe: das Abstempeln auf Äußerlichkeiten. Sie hat das Ganze so satt aber sie hat gelernt damit umzugehen.

Als sich Maravan heimlich für einen Tag ein teures Destillationsgerät leiht und dabei auffliegt, wird er gekündigt. Andrea nimmt ihn in Schutz und sieht es als Ihre Pflicht nachzuziehen und kündigt. Längst ist ihr sein Geschick aufgefallen, warum sollte der Junge sein Talent verschwenden? Sie wittert eine Chance und schlägt Maravan vor, sich zusammen zu tun. Warum nicht Maravans kulinarisches Geschick mit ihrem Talent als herzliche Gastgeberin kombinieren und etwas Gemeinsames aufziehen?
Gesagt, getan. „Love Food“ wird geboren – auf illegale Weise! Es kann nicht an die Öffentlichkeit geraten, es muss verdeckt gearbeitet werden. Maravans Aufenthalt in Deutschland wird sonst gefährdet.

Die Philosophie von „Love Food“ schlägt ein wie eine Bombe! Was anfangs zaghaft beginnt, spricht sich schon bald herum wie ein Lauffeuer. Maravans aphrodisierende Menüs werden legendär und die Anfragen häufen sich schon bald. Ein Menü, das Geschlechter auf sinnliche und kulinarische Weise füreinander empfänglich macht, das hat es noch nie gegeben…

Martin Suter wagte sich in seinem Roman „Der Koch“ an mir bisher unerschlossene Territorien.

Er kombiniert eine bei weitem nicht alltägliche und raffinierte Geschichte mit dem aktuellen Zeitgeschehen. Begegnet man während der Geschichte namhaften Menschen aus Politik und Wirtschaft, macht einen Exkurs ins Bankwesen, erfährt Details der Finanzkrise, die Auswirkungen und geheimen Machenschaften im Zuge des Bürgerkriegs in Sri Lanka und lernt nebenbei die aphrodisierende Wirkung der tamilischen Küche kennen.

Martin Suter hinterfragt die Dinge und verleugnet seine kritische Haltung zu keiner Zeit. Er umschreibt die Dinge auf seine, der Geschichte angemessene, appetitliche Weise. Mit einer guten Portion Sarkasmus und Charme verfeinert er die Geschichte mit all seinen Zutaten, die er aus seinem Handgelenk zu schütteln scheint. Jedoch, und das möchte ich nicht verallgemeinern, sind mir persönlich seine Zutaten zu zahlreich. Es ist die eine oder andere Zutat zu viel, die er in den großen Topf wirft und die das Mahl zum Überkochen bringt. Stellt es sich für mich doch manchmal als schwierig dar, die ganzen Geschehnisse richtig zu verstehen und zu verarbeiten, den Gedanken auf höchstem Niveau zu folgen und sich sicher zu sein, der Thematik das richtige Verständnis und uneingeschränkte Aufmerksamkeit geschenkt zu haben.

„Der Koch“ hat mich dennoch erfreulicher Weise auf eine Art und Weise unterhalten, die ich bisher noch nicht kannte. Suter ebnete mir den Weg zu etwas Neuem, er verschaffte mir Zutritt zu einer neuen Thematik. Dafür bin ich ihm dankbar!

Und für alle Hobbyköche unter uns hat Suter noch ein kleines Ass im Ärmel: Denn alle aphrodisierenden „Love Menüs“ von Maravan sind mit Benennung der Zutaten und Zubereitung im Anschluss an die Geschichte im Buch zu finden.

So gelingt es einem vielleicht die uns so alltägliche Alltagsküche um ein paar Nuancen der „suter´schen“ Zutaten zu bereichern. Bon Appetit!

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