Kinderfreuden #16: Von der Fremde im eigenen Land

“Fabers Schatz” – Cornelia Funke

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Als sein Opa nach Amerika zieht, erbt Faber einen alten Teppich aus Damaskus. Ein scheußliches Teil, mit dem Faber absolut nichts anfangen kann. Er hat sich etwas Cooles erhofft und kann nicht verstehen, warum sein Opa ihm ausgerechnet das olle Ding schenkt.

„Das ist mein größter Schatz. Ein Geschenk von einem Freund in Damaskus.“

Opa behauptet, der Teppich könne fliegen. Nur wie das gehen soll, das erzählt er Faber nicht. Auf der Suche nach seiner magischen Wirkung verliert er fast den Glauben an seinen Opa, dem das Alter nicht zu bekommen scheint. „Wer bitte, zieht als Opa noch nach Amerika?

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Auf seinem Streifzug durch den Hafen trifft Faber jede Menge Kinder aus fernen Ländern. Doch keines von ihnen weiß ihm zu helfen. Die Inschrift des Teppichs bleibt unbekannt und der Teppich einfach nur ein Teppich. Doch als ein Mädchen mit pechschwarzem Haar das Wort ergreift, beginnt der Teppich zu zittern. Der Klang ihrer Stimme entlockt ihm seine geheimnisvolle Wirkung und bringt ihn zum Schweben.

Von da an fliegen Faber und Shaima gemeinsam um die Welt. Und während sie so fliegen, lernt Faber nicht nur die Sprache des Teppichs und fremde Kulturen kennen, sondern dass die  Fremde im eigenen Land eigentlich gar nicht so fremd ist.

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Eckdaten

Ab 3 Jahren

32 Seiten 216mm x 276mm

ISBN: 978-3-848-90122-7

Aladin Verlag 12,95 €

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Blickwinkel aus großen Augen

Mit „Fabers Schatz“ ist Bestsellerautorin Cornelia Funke wirklich ein zauberhaftes Kinderbuch gelungen.  Denn das Buch, das sich wie eine Hommage an Hamburg präsentiert, lässt durch Susanne Göhnlichs farbenfrohe und lebendige Zeichnungen nicht nur die Herzen von Hamburgliebhabern (wie mir) höherschlagen, sondert gibt uns auch eine ganz entscheidende Botschaft mit auf den Weg: Habt keine Angst vor dem Fremden!

Während Funke vor Allem durch ihre fantastischen Jugendbücher „Drachenreiter“, „Tintenherz“ und „Reckless“ bekannt ist, setzt sie mit „Fabers Schatz“ ein liebevolles Zeichen bei den Kleinen. Ihr Kinderbuch präsentiert sich wie ein Plädoyer für einen offenen und respektvollen Umgang. Eine Völkerverständigung frei von Berührungsängsten oder gar feindlichen Gefühlen.

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Die Autorin, die sich neben ihren Büchern auch zahlreichen Wohltätigkeitsprojekten widmet, nimmt sich in „Fabers Schatz“ dem aktuellen Zeitgeschehen an. Nahezu spielerisch wagt sie sich an das Thema Immigration. Zeigt, wie leicht und offen man der Fremde im eigenen Land begegnen kann und dass die unterschiedlichen Hautfarben, Sprachen oder Religionen der Menschen sich gar nicht im Weg stehen müssen, sondern sich auch bereichern können.

„Opa hatte Recht gehabt. Die Welt war so bunt. Wie ein Teppich aus Tausenden von Fäden!“

Funkes Hauptfigur scheint dabei nicht der Hansejunge Faber, sondern vielmehr der Teppich selbst zu sein. Fabers Schatz. Seite für Seite entwickelt er sich vom langweiligen staubigen Teil zu einem magischen Tor. Einem Tor in die Fremde. Er ermöglicht nicht nur Faber und Shaima, sondern auch den Lesern eine Reise in ferne Länder und fremde Kulturen, bei dem wir nicht nur  Shaimas Zuhause „Watani“ kennenlernen.

Schon bei seiner Suche durch den Hafen, lässt Funke ihren im Ringelpullover gekleideten Faber auf zahlreiche Kinder aus anderen Ländern treffen und weist uns damit den Weg durch eine farbenfrohe Hansestadt. Eine Weltstadt mit Flair, die vom Geräusch greischender Möwen, tutender Schiffe und schwappendem Wasser eingebettet wird und sich dabei auf wundervoll bunte und weltoffene Art präsentiert.

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„Guck dir die Leute an, Faber“ (…)

„Alle Farben, von Milch bis Bitterschokolade.

So bunt ist die Welt!“

„Fabers Schatz“ ist ein Kinderbuch, das Heimat und Fremde auf liebevollste Weise miteinander vereint, das Neugier entfacht und für Freundschaften zwischen verschiedenen Nationalitäten steht. Es ist ein Schmuckstück von Kinderbuch. Eins, das zauberhaft anzusehen ist und dem ein pädagogischer Wert anhaftet. Ein Buch, das von so vielen kleinen wie großen Augen bestaunt werden sollte. Ein wahrer Schatz!

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Blickwinkel aus kleinen Augen

Joschuas Urteil:

Steckbrief Joschi Blog 2

Gefällt dir das Buch? Ja

Was hat dir besonders gefallen? der Teppich

Worum geht die Geschichte? um Freundschaft

Lesezeit: ganz oft, am Tag

Bester Leseplatz: im Bett

Schlüpft in die Rolle von: einem Abenteurer

3 Kommentare zu „Kinderfreuden #16: Von der Fremde im eigenen Land

  1. Wie schön, Cornelia Funke hat uns bereits wunderbare Lesestunden beschert. Mit der Tintentrilogie und Reckless und diversen anderen kleinen Geschichten und besonders ihr wunderbares Adventsbuch hat uns etliche Jahre bis Weihnachten begleitet (Hinter verzauberten Fenstern). Dieser Bibu Tipp freut mich sehr.

    Gefällt mir

    1. Huhu, das freut mich sehr, dass ich mit diesem Buchtipp begeistern konnte. Cornelia Funke ist aber ja auch eine Instanz in der Buchbranche. Da konnte nur ein besonderes Buch herauskommen. Mich als Hamburg-Liebhaber begeistern die leuchtenden Hansestadtbilder gleich doppelt. Unbedingt fürs Weihnachtsfest vormerken.
      Liebe Stöbergrüße
      Steffi

      Gefällt 1 Person

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