#lbm15 oder „How you inspire a book lover“..

Preis der Leipziger Buchmesse
Der Preis der Leipziger Buchmesse – Die Nominierten

Impressionen eines Messebesuchs

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Die Glashalle der Leipziger Messe

Eine Woche mussten sie ruhen: Die Eindrücke, Begegnungen und  Lieblingsmomente, die ich während eines dreitägigen Messebesuchs in Leipzig genießen durfte. Nur zaghaft wage ich mich an die Zeilen, in denen all das festgehalten werden soll, was den Besuch in Leipzig für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat. Meine zweite Leipziger Buchmesse sollte etwas ganz Besonderes werden. Von Anfang an standen die Zeichen dafür gut: Zum ersten Mal bekam ich eine Akkreditierung als Buchblogger und war somit im Besitz eines Presseausweises, der mir nicht nur zu freiem Eintritt an allen Messetagen verhalf, sondern u.a. auch eine kostenlose Gepäck- und Garderobenabgabe im Pressezentrum und die freie Hin- und Rückfahrt zur Messe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichte. Darüber hinaus gab es in diesem Jahr ein besonderes Areal für Blogger: die Bloggerlounge. Unter dem Motto blogger:buchmesse wurde Buchbloggern ein eigener Bereich geschenkt, der zum Austausch untereinander dienen sollte, und regen Anklang fand. Es wurde vielfach diskutiert, interviewt und ausgelassen gequatscht. Sich herzlich umarmt, miteinander gelacht und sich gegenseitig gelauscht.

Achtung freilaufendes Buch
In der Glashalle entdeckt: angekettete Bücher

Die Bloggerlounge wurde zu einem Ort der Begegnungen. Auch wenn die Lounge an sich sehr minimalistisch gestaltet wurde und man anfangs mit dem neu erworbenen Privileg noch nicht richtig umzugehen wusste, waren es die vielen Büchermenschen, die ihn zu einem Herzensort gemacht haben. Und neben den vielen Begegnungen bot er uns vergünstigte Snacks, kostenfreien Kaffee bzw. Tee und freies W-Lan.

Simone von Papiergeflüster packte die Gelegenheit am Schopf und initiierte spontan ein inoffizielles Buchblogger-Treffen über Twitter, das für mich zu einem besonderen Moment wurde. Denn auch wenn ich meinen Blog bereits seit vier Jahren betreibe, war ich den meisten der Bloggerkollegen bis dato noch nie persönlich begegnet. Über das persönliche Kennenlernen der ganzen bibliophilen Netzkollegen habe ich mich daher sehr gefreut. Unzählige Visitenkarten, Fotos und Blogadressen tummeln sich nun in meinem Münchner Zuhause und nach mehreren Anläufen habe ich mich letztendlich dafür entschieden, keinen von euch großartigen Menschen im Besonderen zu erwähnen, weil es mir bei jedem Einzelnen von euch eine Freude war! Die Atmosphäre in der Bloggerlounge war herzlich und unkompliziert. Das Treffen wurde zu einem vollen Erfolg. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, von einem großen Familientreffen heimgekehrt zu sein. ❤

Blogger
Herzensmenschen in der Bloggerlounge

Die Aufmerksamkeit, die Buchbloggern in diesem Jahr geschenkt wurde, war enorm. Erstmalig hat man den nominierten Büchern zum Preis der Leipziger Buchmesse fünfzehn Paten an die Hand gegeben, die sich im Vorfeld um das Amt des Bloggerpaten bewerben konnten. Aufgabe war es, die nominierten Titel aus den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung im Vorfeld zu lesen und zu besprechen. Die Paten erhielten dafür das zugeteilte Buch in zweifacher Ausführung, eine Einladung zur Eröffnung im Gewandhaus mit anschließendem Empfang und eine Pressekarte für die Preisverleihung selbst. Was für eine besondere Idee!

Nominierte 2 Nominierte

Zu meiner Überraschung schien es auch den Verlagen in diesem Jahr ein besonderes Anliegen, die Blogger persönlich kennenzulernen. Bereits im Vorfeld wurden zahlreiche Blogger- und Lesertreffen, persönliche Gespräche und Bookup-Treffen organisiert. Irgendwie schwebte man als Buchblogger durch die Hallen und erfreute sich an der Aufmerksamkeit aus allen Himmelsrichtungen. Eine tolle Anerkennung, die mir neben den vielen Gesprächen mit Bloggerkollegen auch zu Gesprächen mit dem ein oder anderen Verlagsmitarbeiter verhalf, mit dem ich schon seit einiger Zeit zusammenarbeite. Das Herbstprogramm wurde vorgestellt, besondere Schätze empfohlen und darüber hinaus über Gott und die Welt geplaudert. An dieser Stelle möchte ich besonders den netten Büchermenschen vom Diogenes Verlag, Dumont Verlag, Magellan Verlag und Kiepenheuer und Witsch Verlag danken. Noch nie hat mir meine Herzensbeschäftigung, Bücher zu lesen und zu besprechen, zu so viel Aufmerksamkeit verholfen. Dafür danke ich euch sehr! ❤

Wunschbus
Am Wunschbus entdeckt: Ein Herzenswunsch

Während meiner drei Messetage hat es mir Halle 2 mit all den bezaubernden Kinder- und Jugendbuchverlagsständen besonders angetan. Die Messestände waren zuckersüß. Ich konnte mich an den vielen liebevollen Details kaum sattsehen. Vor allem die Stände des Coppenrath Verlags, von arsEdition, dem Loewe Verlag und Carlsen Verlag bzw. des Imprints Königskinder Verlag haben mich zutiefst beeindruckt. Darüber hinaus entdeckte ich entzückend kreative Bastelideen aus Pappe von Bibabox, einen Wunschbus, an dem man die Wünsche hunderter Buchmenschen entdecken konnte und ein kunterbuntes Unterhaltungsprogramm für Kinder.

Pappkunst bei Bibabox
Pappkunst bei Bibabox
Orimoto am Loewe Stand
Orimoto am Loewe Stand
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Abhängen bei Arena

Leipzig verwandelt sich während der Buchmesse in ein Mekka für Buchliebhaber. Das Angebot an Lesungen und Signierstunden scheint unerschöpflich. Die Begegnungen mit Autoren und Autorinnen persönlicher Herzensbücher machen die Messe zu etwas ganz Besonderem. So sammelte auch ich fleißig Lieblingsmomente und genoss u.a. die herzerwärmende Signierstunde von Britta Sabbag und Maite Kelly am Stand von ars Edition, bei der ich meinem Patenkind eine signierte Ausgabe von „Die kleine Hummel Bommel“ fürs Osternest sicherte; die Lesung von „Lieber Mr. Salinger“ durch Joanna Rakoff und „Literaturpäpstin“ Karla von Buchkolumne und Bettina Belitz fesselnde Zeilen aus ihrem Buch „Mit uns der Wind“ während dem Lovelybooks Leser- und Bloggertreffen, das zu einem ganz und gar entzückenden und hüftgoldreichem Vergnügen wurde.

Hummel Bommel Coppenrath

Fest steht, mein Besuch in Leipzig wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis, das auch im nächsten Jahr zu einem festen Bestandteil in meinem Terminplaner wird! Ich kann die Leipziger Buchmesse 2016 kaum erwarten, würde am liebsten sofort die Koffer packen und gen Osten losdüsen! Und für all die an Messeblues erkrankten Menschen und Daheimgebliebenen gibt’s nun all meine Schnappschüsse in einer Galerie.

Viel Spaß!

Schreibmaschine
Überall präsent: Die Liebe zum geschriebenen Wort

10 Kommentare zu „#lbm15 oder „How you inspire a book lover“..

  1. Hach schön.. ich habe es sehr vermisst, dieses Jahr nicht dabei gewesen zu sein. Das war eine richtig schlimme Zeit, darum freue ich mich umso mehr auf die Messe in Frankfurt. Ich hoffe, alles klappt so wie es mir vorstelle, damit ich im Herbst durch die großen Bücherhallen stöbern kann ♥

    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Die Eindrücke sind wirklich wahnsinnig toll … genau wie die Fotos! 🙂 Ich wäre so gern dort gewesen, hatte aber weder das Geld noch die Zeit, aus Österreich anzureisen … Ich hoffe ja, dass ich es nach Frankfurt schaffe im Herbst!

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    1. Hallo Katharina,

      vielen lieben Dank. Freut mich, dass ich dir zumindest eine kleine virtuelle Tour über die Leipziger Buchmesse geben konnte. Bei mir stand der Besuch in Leipzig auch bis zum Schluss auf der Kippe, weil mir meine Leipziger Unterkunft abgesprungen ist und ich im letzten Atemzug ein Hotelzimmer in Halle gefunden habe, das nicht völlig überteuert, aber dafür schäbig, war. Mit der Frankfurter Buchmesse habe ich mich noch gar nicht auseinander gesetzt. Sollte ich wohl langsam mal tun! 😉

      Ich wünsch dir eine wunderschöne Woche.

      Liebe Grüße

      Steffi

      Gefällt 1 Person

      1. Ist ohnehin erst im Oktober, d.h. bis dahin ist noch viel Zeit! 🙂
        Oh Mann, das klingt wirklich nach Stress … das einzig Gute: Du hast vermutlich nur in der Unterkunft geschlafen und warst die restliche Zeit in Leipzig oderwegs, oder? 🙂

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      2. Ja, aber die Zeit vergeht wie im Flug und am Ende muss ich mich mit demselben Problem herumschlagen, wie es jetzt bei Leipzig der Fall war.

        Die Lage des Hotels in Halle war perfekt. Das war aber auch schon das einzig Gute. Ich bin so früh wie möglich aus dem Haus gegangen und so spät wie möglich wiedergekommen. Allerdings war der Erholungsfaktor somit gleich Null. Da man ohnehin den ganzen Tag durch die Messehallen stromert, sollte das im Optimalfall ganz anders laufen.

        Gefällt 1 Person

      3. Das kann ich mir vorstellen! Aber von deinem Eintrag her hab ich schon den Eindruck, dass es sich ausgezahlt hat, oder? 😀 Aber vermutlich warst du dann nach dem Wochenende noch fertiger als vorher! 😀

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  3. Jetzt war ich wieder mitDir in Leipzig… danke für diese Zeitreise in die nähere Vergangenheit und die atmosphärische und sehr persönliche Berichterstattung. Wir sollten bald mal München zu unserem Leipzig machen… das wäre großartig…

    Liebe Grüße
    Arndt

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    1. Lieber Arndt,

      es freut mich, dass ich dich bei meiner Reise in die nähere Vergangenheit mitnehmen durfte. Es war mir wirklich eine besondere Freude, den Eulenpapa endlich mal persönlich kennenzulernen. Und „München zu unserem Leipzig“ zu machen klingt nach einer sehr verlockenden Einladung, der ich nicht widerstehen kann.

      Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntagabend,

      herzliche Stöbergrüße

      Steffi

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