Hörfreuden #2: Eine Welt hinter den Zeilen..

lesenslust über das Hörbuch des Romans „Sehen wir uns morgen?“ von Alice Kuipers

 Kurzbeschreibung des Verlags

Claire und ihre Mutter verpassen sich ständig.

Dann hinterlassen sie sich Nachrichten an der Kühlschranktür – mit Einkaufslisten, Verabredungen, kleinen Geschichten aus ihrem Leben.

Bis die Mutter eines Tages eine Entdeckung macht, nach der nichts mehr ist, wie zuvor. Und Mutter und Tochter auf den kleinen Zetteln so viel mehr unterbringen müssen als bisher…

Mein Fazit

Ein Griff in das Hörbuchwanderpaket lies mich stolze Besitzerin eines kleinen aber feinen Hörbuchs werden. „Sehen wir uns morgen?“ ist tatsächlich mehr als man im ersten Moment erwartet.

Es ist die Geschichte von Claire und ihrer Mutter. Ein Mutter-Tochter-Gespann, wie es einem nur allzu vertraut ist. Zwei Menschen, die gemeinsam Höhen & Tiefen erleben, die sich lieben und manchmal auch hassen. Mit Mama an der Seite ist Claire genervt, ohne sie ist es allerdings auch nicht besser. Schon gar nicht, wenn man sich damit auseinander setzen muss, dass die Mama diese Welt schon bald für immer verlassen wird.

Denn Claires Mama erkrankt an Krebs. Ihr Tumor ist bösartig und hat schon weit mehr Schaden angerichtet, als beide es vermuten. Der Eifer bzw. die anfängliche Willenskraft der Mutter, der Krankheit die Stirn zu bieten, beginnt zu flackern. Bald ist nur noch eine kleine lodernde Flamme übrig, die dem nächsten Windstoß nicht standhalten wird. Auch Claire wird diese Tatsache irgendwann bewusst. Eine Tatsache, die nichts mehr so sein lässt, wie vorher.

Mutter und Tochter werden von Josefine Preuß und Anna Stieblich gesprochen. Zwei Frauen, die mir bereits aus der Tv-Serie „Türkisch für Anfänger“ als Mutter und Tochter vertraut sind. Beide haben in ihre Rolle sehr viel Herzblut gesteckt und die jeweiligen Gefühle sehr stark zum Ausdruck gebracht. Man begegnet Freude und Trauer als auch Wut und Enttäuschung.

Die Geschichte wird durch wechselnde Dialoge zwischen Mutter und Tochter erzählt. Die Geschichte ist keine reine Erzählung, sie beinhaltet vielmehr ein Lebenspuzzle, das durch viele kleine Puzzleteile entsteht. Da sich Mutter und Tochter immer wieder verpassen, tauschen sie „Post its“ aus, kleine Notizzettel, auf denen sie sich Nachrichten hinterlassen. Die Geschichte beginnt ganz harmlos, entwickelt sich zum Ende hin jedoch ganz plötzlich. Irgendwann wird dir diese Entwicklung bewusst und trifft dich wie ein Schlag ins Gesicht.

Doch dann ist es bereits zu spät. Denn morgen wird man sich nicht wiedersehen…

❤ ❤ ❤ ❤

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