Die mit den Wellen tanzt..

lesenslust über „Die Wellentänzerin“ von Tania Krätschmar

~*°..Die Story..°*~

Dana von Aken steht mit ihren 44 Jahren fest im Leben. Als Mutter dreier Töchter und Kapitänin ihres eigenen Hotelschiffes, der „Drei Töchter“, ist sie eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Einzig der Tod ihres Mannes vor ein paar Jahren hat Wunden in ihrem Herzen und einen leeren Platz an ihrer Seite hinterlassen. Einen Platz, der zukünftig leer bleiben wird, da ist sich Dana sicher.

Doch als der 15 Jahre jüngere Maler Antonius auf ihrem Schiff strandet, gerät ihr Standpunkt ins Wanken. Sein Wesen verzaubert sie und lässt trotz des deutlichen Altersunterschieds Begierde und Sehnsucht in ihr auflodern. Dinge, von denen sie nicht geglaubt hätte, sie noch einmal für einen Mann verspüren zu können. Auch Antonius sucht Danas Nähe. Eine Woge der Leidenschaft führt sie zueinander und spült sie immer wieder in die Arme des anderen.

Doch das Glück währt nicht lange. Als Danas Töchter die beiden im Bett erwischen, ziehen dunkle Gewitterwolken über das Hause von Aken. Ist Dana nun tatsächlich gezwungen zwischen der Liebe und ihrer Familie zu entscheiden?

~*°..Mein Fazit..°*~

Tania Krätschmar schuf mit „Die Wellentänzerin“ eine spritzige Geschichte über die Liebe zweier Menschen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Sie erzählt von einer Liebe, die unmöglich scheint und trotzdem möglich ist. Zwei völlig unterschiedliche Welten, die aufeinander prallen und nur eine Gemeinsamkeit zu haben scheinen: die Verbundenheit zum Wasser.

„Auf der anderen Seite ist Wasser auch ein großer Gleichmacher (..) Wo das Wasser bedrohlich steigt, müssen alle seine Macht fürchten. Eine Tsunami-Welle macht keinen Unterschied zwischen arm und reich. Wo das Wasser fehlt, haben alle Durst. Ein Fluss, der durch eine Stadt geht, schert sich nicht darum, ob er durch ein teures oder runtergekommenes Viertel fließt. Und alle, die mit dem Boot  auf dem Wasser unterwegs sind, werden dieselben Bedingungen vorfinden.“

Zitat, Seite 178

Dana ist Anfang vierzig und fest im Leben verankert. Nach dem Tod ihres Mannes sind die Töchter, ihre Mutter und ihr Kreuzfahrtschiff, die „Drei Töchter“, zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden. An einen neuen Mann an ihrer Seite will sie nicht denken.

Antonius ist 29 Jahre alt und lebt nach einer gescheiterten Karriere als Lehrer ein freies und ungezwungenes Leben eines freischaffenden Künstlers. Mit seinen Bildern fängt er die Gefühle ein, die er beim Betrachten des Wassers durchlebt. Sein charismatisches Erscheinen lässt viele Frauenherzen höher schlagen. Mehr Herzen, als Antonius lieb sind.

Als sich die beiden das erste Mal begegnen, ist es um Beide geschehen. Während Antonius schnell bemerkt, dass Dana eine besondere Frau ist, dessen Herz er gewinnen möchte, gesteht sich Dana nur sehr schwer ihre Sehnsucht nach dem um einige Jahre jüngeren Mann ein. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die sich schon bald zu mehr entwickelt, als es ihrem Umfeld lieb ist. Vor allem Danas Töchtern ist die Beziehung zwischen ihrer Mutter und Antonius ein Dorn im Auge. Ein Aspekt, der die Liebe von Dana und Antonius auf eine harte Bewährungsprobe stellt. Denn ihre Töchter bedeuten Dana alles. Mehr, als die Liebe zu einem anderen Mann. Für wen wird sie sich also entscheiden?

Krätschmar gelingt es auf sehr einfühlsame und lebendige Weise dem Leser  Danas Sichtweise nahezubringen. Während sie sich auf der einen Seite nach Antonius sehnt und er ihr Fels in der Brandung wird, steht sie mit ihrer Beziehung zu ihm im stetigen Konflikt mit ihren Töchtern. Antonius schenkt ihr das Gefühl, begehrt zu werden. Ihre Töchter sind ihre Familie und stehen für das Leben, dass sie sich mit ihrem verstorbenen Mann mühsam aufgebaut hat.

Neben der Liebesgeschichte schenkt die Autorin auch der Umgebung, die das Kreuzfahrtschiff während seiner Route passiert, den Raffinessen der Passagiere und der individuellen Lebensgeschichte von Danas Töchter & ihrer Mutter ihre liebevolle Aufmerksamkeit. Sie beschreibt die Dinge in sehr bunten und schillernden Farben, weshalb sie einem sehr lebendig erscheinen.

Das alles lässt „Die Wellentänzerin“ zu einer bezaubernden Geschichte werden, die damit zur perfekten Lektüre für zwischendurch wird. Auch wenn kein großer Anspruch an den Leser gestellt wird, ist die Geschichte sowohl unterhaltsam als auch abwechslungsreich. Da sie mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte, schenke ich ihr 5 von 5 tosenden Wellen, die den Sand am Wasserufer ganz gemächlich zurück ins Gewässer spülen.

„Zu kurz, manche Lieben. Gerade die kürzesten bleiben am Längsten im Gedächtnis. Manchmal kann man das Gute in anderen nicht sehen, weil man zu dicht dran ist. N´ bisschen wie bei Monet. (..) Stehst du direkt davor, siehste nix als Pünktchen. Erst wenn du zurücktrittst, erkennst du, was es ist.“

Zitat, Seite 317

 

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