Aphrodisierend…

lesenslust über „Magisch kochen“ von Manuel Horeth

~*Der Inhalt*~

Manuel Horeth präsentiert Gerichte, die verzaubern und die darüber hinaus eine Wirkung auf Geist und Seele haben. Die Besonderheit liegt dabei darin, dass die Zutaten und deren Wirkung und Kraft auf uraltem Wissen basiert. Bereits in der Antike und im Mittelalter wussten Kräuterfrauen und Hexen um die Kraft und Wirkung bestimmter Zutaten und Kräuter.

Manuel Horeth nutzt dieses Wissen und kreiert gemeinsam mit Maître Yves Weisang eine moderne, magische Küche.

~*Meine Meinung*~

Hätte ich lediglich das Cover des Buches gesehen, hätte ich mich, zugegeben, gegen das Buch entschieden. Wird es nämlich von einem viel zu übertrieben & wahrlich zu seinem Nachteil geschminkten Koch Martin Horeth geziert, der neben dem Maître Yves Weisang eine scheinbar schwebende Platte mit Essen präsentiert. Ganz nach dem Titel „Magisch Kochen“. Zu meinem Erstaunen stellt sich die Kurzbeschreibung des Inhaltes allerdings um einiges interessanter dar. Das Kochbuch soll Speisen beinhalten, die angeblich eine Wirkung auf Körper und Seele haben – wenn das nicht vielversprechend klingt!

Bevor Horeth uns seine magischen Rezepte verrät, entschied er sich für ein Vorwort, in dem man den Hintergrund des ganzen „magischen“ Projektes erfährt und sein Denken und Handeln etwas besser nachvollziehen kann. Er entschied sich zudem, das Buch in 4 verschiedene Kategorien zu unterteilen: „Lebensenergie“, „Liebeslust“, „Glück“ und „Aus aller Welt“.

Vor jeder Kategorie findet man eine kleine nette Geschichte, die den Hintergrund der gewählten Kategorie erzählt und somit das Buch etwas von der Standard-Aufmachung von Kochbüchern abweichen lässt. Auch das Einfügen eines Zitats bzw. einer Lebensweisheit im Vorfeld der Rezepte sorgt für eine liebevolle Note.
Bevor man zu den Rezepte der einzelnen Kategorien kommt, findet man zudem noch eine ausführliche Beschreibung aller verwendeten Zutaten. Darunter ihre Wirkung, die Herkunft und was man noch so über sie wissen sollte. Das Buch dient somit ebenfalls als praktisches Nachschlagewerk.
Einen persönlichen Charme verleiht der Autor seinem Buch mit privaten Fotos, auf dem er selbst zu sehen ist, jeweils passend zu jeder Kategorie. Besonders schön finde ich die Kollektion von Reiseerinnerungen zu der Spalte „Aus aller Welt“. So wird man bereits beim Ansehen von der Reiselust gepackt. Die Rezepte sind klar strukturiert. Neben den Zutaten, die Horeth als Energiezutaten bezeichnet, findet man eine klar verständliche Kochanleitung und ein geschmackvolles Bild des fertig zubereiteten Gerichtes. Die Rezepte sind eine Zusammenstellung von Vorspeisen, Hauptgängen und Desserts als auch der Zubereitung reiner Sättigunsbeilagen und Snacks.

Horeths Gerichte sind definitv keine Standardgerichte. Selten habe ich eine so exotische und verrückte Zusammenstellung von Zutaten entdeckt. Unter den Rezepten befinden sich Gerichte, die mich weder vom Namen, der Zutaten noch der gewöhnungsbedürftigen Bilder her zum Nachkochen anspornen. Was ich wiederum ganz lecker fand, war die „Voodoo Liebessuppe“, die auch „Erdnuss und Sellerie One-Night-Stand“ genannt wird und somit schon einiges über ihren Geschmack verrät. Die erdnussig-sahnige Suppe hatte einen angenehm pikanten Ingwer-Nachgeschmack, der mich definitv zum Schwitzen brachte und von Horeth zu den Gerichten der Kategorie Liebeslust zugeteilt wurde.

Ausprobieren werde ich sicherlich noch die „Asiatische Glückssuppe“ mit Wasabi-Soja-Schaum, die „teuflische Maccheroni“ und den „Kakao-Chili-Schmarrn“. Alle anderen Gerichte, sorry Martin Horeth, sind definitv nicht nach meinem Geschmack! Ich bin grundsätzlich nicht so der Typ Mensch, der sich getreu dem Motto „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“ ernährt und Neuem gegenüber immer ziemlich aufgeschlossen ist, aber manche Gerichte sind mir einfach zu suspekt, als dass ich sie testen muss.

Interessante Zusammenstellung – überwiegend jedoch nicht nach meinem Geschmack!

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