Hartz IV Tv a la Simon Peters…

lesenslust über „Millionär“ von Tommy Jaud

~*Die Story*~

Nachdem Simon Peters seinem Leben als erfolgreicher Geschäftsmann, Frauenschwarm und Bestandteil der Kölner Schickeria ungewollt Goodbye sagen muss, befindet er sich 2 Jahre später am Tiefpunkt seines noch sehr jungen Lebens.

Sein teueres Appartment in der Innenstadt verwandelt sich so eben mal in eine von Hartz IV bezuschusste 51 qm Wohnung. Seine Arbeit bei T-Punkt verwandelt sich in den täglichen Besuch seines privaten „Büros“ – seinem Stammplatz: Computer 7 bei „Shahins Web World“, einem abgeranzten Orient-Internetcafé und seine Freizeit besteht nicht mehr darin, auf Kölner Nobelparties zu flanieren und Frauen abzuschleppen sondern vielmehr darin, tägliche Beschwerdemails zu schreiben, die Procter & Gamble Verbraucherhotline um eine neue Rolle Klopapier zu bitten (weil sie falsch aufgewickelt war etc.) oder sich durch völlig sinnlose und bescheuerte TV-Sendungen („Das perfekte Dinner“) zu zappen.

Er sitzt schlichtweg in seinem Dasein als Hartz IV Empfänger fest. Und irgendwie scheint er sich damit auch völlig zufrieden zu geben. Er hat den Glauben an die Frauen und das große Vermögen verloren und seine Motivation, die Sache anzupacken könnte man genauso gut im Klo hinunterspülen, weil sie kaum was taugt.

Als die völlig tussige, reiche und dazu noch nervenraubende neue Mieterin Johanna Stähler in die neue Luxus-Dachgeschosswohnung über ihm einzieht und täglich mit ihrem protzigen Hummer durch die Kölner Innenstadt heizt, wendet sich allerdings das Blatt. Er versucht alles um sie loszuwerden um wieder Ruhe in sein Hartz IV Leben zu bringen.

Dass ihn dieses Projekt ganz schnell mal eben zu einer Million verhelfen kann, konnte weder er noch seine Freunde ahnen…

~*Mein Fazit*~

„Millionär“ ist zwar  der erste, jedoch definitv nicht mein letzter Roman von Tommy Jaud.
Ich kann mittlerweile sehr gut nachvollziehen, warum mir viele Leser seine Bücher empfohlen haben. Ich hatte selten so viel Spaß und konnte so herzhaft lachen wie bei diesem Buch. Die umliegenden Fahrgäste in der Bahn oder im Bus haben mich zwar häufig entgeistert angesehen, aber das war mir total egal!

Der Schreibstil von Tommy Jaud ist einfach nur herzhaft erfrischend, locker und total direkt. Sein Text liest sich weder abgehoben, noch ist sie als schwere Kost zu bezeichnen. Er ist einfach zum Totlachen und Amüsieren.
Wenn ich nun diverse Textstellen hier zitieren würde, um euch Tommy Jauds Schreibstil zu verdeutlichen, würde dies sicherlich nicht mal annähernd so humorvoll rüberkommen wie beim Lesen, wenn man die Zusammenhänge der Geschichte kennt und damit auch besser verstehen kann.

Die Story ist einerseits total Banane, allerdings absolut nicht an den Haaren herbeigezogen. Wenn man sieht, aus welcher Sch… man heutzutage alles Geld machen kann, warte ich nur noch sehnsüchtig auf meine Millionen-Geschäftsidee…

Eine absolute Leseempfehlung!

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