Gefühlswelten…

lesenslust über „Streusand“ von Asta Scheib

~*Die Story~*

Schicksale.
Eine Sammlung von Geschichten.
Auszüge, aus dem Leben anderer Menschen.

Asta Scheib nimmt den Platz der Beobachterin ein und sieht die Dinge aus einem anderen Blickfeld.
Da sind zwei ungleiche Schwestern, die sich einen Mann zu teilen scheinen; eine Frau die in einer Streusandkiste lebt, weil sie sonst kein Zuhause hat; eine Frau, die dank eines Fischers wieder in ihr Leben zurückfindet; Menschen, die von Polizisten getriezt werden.

Asta Scheib erzählt uns liebevoll und auf sehr spezielle Weise die eigenwillige Welt von Menschen wie dir und mir.

~*Meine Meinung~*

Das Cover des Buches versprach so viel: während von ihm eine gewisse Magie ausging, es so liebevoll und verträumt wirkte, stellt sich mir der Inhalt ganz anders dar.

Die Autorin erzählt uns Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein können – sie handeln von Einsamkeit, Glück, Liebe, Trauer und Wut. Sie sind nicht besonders lang, stellen nur kleine Auszüge aus dem Leben anderer Menschen dar.
Manche sind derart konfus und banal, dass ich mich frage, was ich damit anfangen soll. Manche sind liebevolle und besondere Momente, dass ich gerne über ihre Seitenzahl hinaus weiterlesen möchte.
Ich frage mich tatsächlich an mancher Stelle, warum die Autorin sich entschieden hat, sie so abrupt enden zu lassen. Sicherlich, ist es eine Sammlung von Kurzgeschichten. Doch meiner Ansicht nimmt sie so den Geschichten einen Teil ihrer Magie weg, lässt sie unspektakulär und unausgereift wirken.
Asta Scheibs Schreibstil begegnet mir sehr speziell. Sie umschreibt die Dinge oft auf eine Weise, die mir fremd ist. Ich kann ihrer Geankenwelt nicht immer ganz folgen, verstehe oft nicht, was sie meint.

Die Autorin entdeckt durchaus Kleinigkeiten, die andere Menschen gar nicht zu bemerken scheinen. Man begegnet Zeilen, die voller Wärme, Zuversicht und Lebensklugheit sind. Doch wirken sie manchmal etwas zu trist, dann wiederum zu philosophisch.
Asta Scheib scheint in andere Rollen zu schlüpfen. Sie nimmt Besitz vom Körper anderer Menschen und scheint so in deren Gedankenwelt Einblick nehmen zu können. Dadurch verschafft sie sich eine gewisse Sensibilität für die Dinge. Eine Sensibilität, die allerdings noch nicht ganz ausgereift zu sein scheint.

Ein Gedanke zu “Gefühlswelten…

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