Der normale Alltagswahnsinn…

lesenslust über „Sad Movies“ von Mark Lindquist

„Die höchste Leidenschaft des Menschen ist der Glaube, und hierin beginnt keine Generation an irgendeinem anderen Punkt als dort, wo schon die vorherige begonnen hat, jede Generation beginnt noch einmal ganz von vorne.“

Soren Kierkegaard

 

Zeke ist Mitte zwanzig und lebt mit seiner Freundin Becky, einer hübschen Schauspielerin in Venice Beach, Kalifornien.

Er arbeitet bei Big Gun Films, einer billigen Agentur und verfasst schlechte Werbetexte für noch schlechtere Filme. Außer seinen beiden Arbeitskolleginnen Susie und Wendy hält ihn eigentlich kaum noch etwas an dem Laden und er hätte gute Lust, einfach zu kündigen. Die meiste Zeit, seiner Arbeitszeit glänzt er ohnehin nur durch Abwesendheit und seine Texte geben auch nicht das her, was die Chefetage sich vorstellt.

Als er 25 Jahre alt wird, verfällt er in ein tiefes Loch und beschäftigt sich die meiste Zeit des Tages mit Kopfkino. Der Sinn des Lebens scheint ihm nicht mehr klar, seine größte Angst, die ihn beschäftigt, ist die um „die Pest“.

Die Beziehung mit Becky beginnt zu bröckeln, weil Zeke kaum noch etwas an sich ranlässt außer Alkohol und Drogen. Außer der regelmäßigen Nummer, die er mit ihr schiebt, verbindet die beiden kaum noch etwas.

Eines Tages, besucht ihn sein alter Freund Y.J. aus Schulzeiten, der scheinbar der Einzige ist, der Einblick in Zekes skurrile Gedanken bekommen darf. Auch in Zekes Vorhaben, seinem Leben ein Ende zu bereiten…

~*°Mein Fazit°*~

Ich habe mir das Buch mal für ein paar wenige Euros bei Amazon bestellt, weil die Kurzbeschreibung mein Interesse geweckt hat.

Ich muss sagen, ich hatte definitiv mein Vergnügen mit dem Buch. Es las sich ganz anders als erwartet, aber gut.
Lindquist´s Schreibstil ist locker, lässig und ziemlich freizügig. Die sehr moderne Sprache führt dazu, dass man nicht zu tief in Zekes melancholische skurrile Gedankenwelt reingezogen wird, dennoch aber nachvollziehen kann, was ihn beschäftigt.

Die Beschreibung von Zekes Leben erinnert einen an Situationen des eigenen Lebens, den Alltag und täglichen Wahnsinn mit all seinen Tücken und der Frage nach dem Sinn des Lebens.
Zekes Wunsch, sich selbst umzubringen, zieht sich durchs ganze Buch und spielt die Hauptrolle der Story, dennoch bleibt die Geschichte sympathisch und wird nicht düster oder melancholisch. Für genug Abwechslung in der Hauptgeschichte ist gesorgt.

Alles im Ganzen fand ich die „kleine Lektüre“ ganz angenehm, kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen!

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