And the winner is..

SAMSUNG

Hallo ihr,

nach ausgiebigem Studieren der Beiträge zur “Blogger schenken Lesefreude” Aktion ist eine Bewerberin aus der Menge hervorgestochen, die sich meines Erachtens sehr viel Mühe mit ihrem Beitrag gegeben hat. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, ihr die Sommertöchter auf den Weg zu senden.

Mit folgendem Beitrag konnte sie bei mir punkten:

“Sommertöchter” möchte ich gewinnen,
möchte Zeit mit lesen verbringen.

“Sommertöchter” von Lisa-Maria Seydlitz verfasst,
mache ich mich auf den Inhalt gefasst.

Ein anonymer Brief, der alles verändert.
Ein Brief, an Juno gesendet.

Ein Erbe, groß, schön und begehrt,
nicht nur Juno das Erbe verehrt.

Eine Geschichte, der Familie nah,
Informationen, die werden Juno nun klar.

Ein Geheimnis, das alles verändert.
Es steht fest, wird nicht mehr geändert.

Diese Geschichte, welche so interessant klingt,
Diese Geschichte, welche vieles verspricht,
ein Inhalt, der über eine Realität ihr Liedchen singt,
ein Buch, welches schöne Stunden bringt in Sicht.

Ich habe interesse, weil ich es begehr,
Etwas für zwischendurch ist immer gut,
ich schließlich Realitätsbücher verehr.
Man braucht keine Angst, keinen Mut.

Es ist nicht gruselig oder gar vulgär,
Es ist nicht Fantasy oder Horror oder gar ein Thriller,
Zwar mag ich diese auch sehr,
Aber keine Psychos, auch keine Spinner.

Es ist ein normales Buch,
es kann jedem geschehen.
Ich dieses ersuch,
das kann wohl jeder verstehen.

Darum möcht ich es haben,
aber nicht nur für mich.
Meine Mutter mag auch solche Bücher lagern,
Gemeinsam zu lesen, zu teilen sicherlich.

So möcht ich Freude spenden,
Meiner Mutter, Freunden, aber auch mir,
Möchte es vielleicht versenden,
Zu lesen an vielen Orten – auch hier.

Drum bedanke ich mich bei dir,
um diese schöne Chance.
Grüße möcht ich senden, nicht eins, zwei, drei, sondern vier.
Ich hoffe meine Reime halten sich in der Balance

Liebe Katja W. – herzlichen Glückwunsch, du hast das Buch “Sommertöchter” von Lisa-Maria Seydlitz gewonnen. Ich wünsch dir viel Vergnügen bei deinem Trip mit Juno in die Bretagne. Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen und hoffe, du fühlst dich genauso gut unterhalten, wie ich es getan habe.

Bei all den anderen Bewerbern bedanke ich mich fürs Mitkommentieren und verweise auf die Verlagsseite – kauft euch einfach euer persönliches “Sommertöchter-Exemplar” und schon könnt auch ihr euch mit Juno auf die Reise begeben.

Mit einem Klick kommt ihr zum Buch..

Bis bald, eure Steffi.

Blogger schenken Lesefreude..

Kinners, es ist soweit!

Anlässlich des “Welttag des Buches” und der Bloggeraktion ”Blogger schenken Lesefreude” verlosen heute über 1000 (!) Blogger Bücher, die ihnen am Herzen liegen.

Bei mir gibt es das Buch “Sommertöchter” von Maria Seydlitz zu ergattern, welches mit seinem einladenden Cover und seiner bezaubernden Story die Sonne entgültig aus ihrem Versteck locken sollte. Der Dumont Verlag hat es mir freundlicherweise für die Aktion zur Verfügung gestellt, damit ich einem von euch damit eine Freude bereiten kann.

Um an der Verlosung teilzunehmen würde ich euch darum bitten, mir per Kommentar zu schreiben, warum genau DU das Buch gewinnen solltest. 

Ich werde den für mich kreativsten Eintrag bestimmen und die Gewinnerin/ den Gewinner auf meinem Blog bekannt geben.

Teilnahmeschluss ist Dienstag (30.04.13) um 13:59 Uhr

Viel Spaß beim Kommentieren! 

Back to the roots..

lesenslust über “Damals, am Meer” von Marco Balzano

SAMSUNG

“Während er aufsperrte, betete ich unwillkürlich, dass die Zeichen des Ruins ihm nicht alle auf einmal ins Auge sprängen, dass der Verfall der Mauern und der Gegenstände ihn erst allmählich und verteilt auf alle seine letzten Tage in der Wohnung am Meer erreichte. Ein Riss nach dem anderen, nicht die breite Kluft zwischen den Dingen. Seinen Dingen, die er vertrauensvoll dort zurückgelassen hatte wie in einem fest verschlossenen Schrein.” (Zitat, Seite 96)

Drei Männer in einem Auto, drei Generationen auf einer Reise quer durch Italien. Nicola und sein Vater haben sich breitschlagen lassen, Großvater Leonardo zu begleiten, um die Wohnung am Meer zu verkaufen, unten in Apulien, wo schon lange keiner mehr war. Das sind sie dem Nonno schuldig, der, »groß und stark wie ein Krieger«, Analphabet und Kommunist, alle Kinder und Enkel der Familie erzogen hat, die der Arbeit wegen in den Norden gezogen ist. Doch jetzt scheint die große Familie auseinander zu fallen, und für jeden stellt sich die Frage: Wo bin ich wirklich zu Hause?
Widerwillig machen sich Großvater, Vater und Sohn gemeinsam auf den Weg, jeder erfüllt von seinen ganz eigenen Erinnerungen. Für Nicola ist »la casa al mare« das Feriendomizil, der Ort der ersten Liebschaften, für den Vater die Erinnerung an seine eigene Jugend, für Nonno Leonardo die Heimat, in die doch alle einmal zurückkehren wollten, das letzte gemeinsame Bindeglied. Behutsam nähern sich die drei ganz unterschiedlichen Männer einander an. Drei Generationen, die sich erinnern, drei Sprachen, um das Italien von gestern und heute zu erzählen, die Emigration und den Verlust der Wurzeln, den Wunsch, neu aufzubrechen und einen Ort zu finden, an dem man bleiben will.
“Vielleicht war zu wenig Zeit vergangen, um es zu spüren, vielleicht hatte die Reise mit den beiden nicht nur dazu gedient, den Sand aus den Taschen auszuleeren, sondern auch dazu, endlich die Gemeinsamkeiten mit Händen zu greifen, die wir uns nie eingestanden hatten.” (Zitat, Seite 219)

Sehr selten gelingt es einem Verlag, ein Buch mit wenigen Worten so zu beschreiben, dass genau die Dinge wiedergegeben werden, die eine Geschichte ausmachen. Vielmehr leiten Kurzbeschreibungen den Leser oft in die Irre oder lassen ihn falsche Hoffnungen über den Inhalt eines Buches hegen. Bei „Damals, am Meer“, dem Erstlingswerk von Marco Balzano ist dem Verlag die Beschreibung hervorragend gelungen (weswegen ich auf sie zurückgreife), verhindern ihn damit aber auch, die Geschichte auf ganz persönliche Weise auszulegen.

Das Buch, deren Titel mich lediglich auf eine Erzählung vergangener Tage hoffen ließ, überraschte mich. Denn wer hier ein einfach zu lesendes Werk erwartet, ist erstmal überfordert. Der Roman beginnt etwas träge und entfaltet sich ungefähr erst bei der Hälfte des Buches. Er besitzt leise, teilweise sehr melancholische und nachdenkliche Töne. Ich begegnete einer Geschichte die von Erinnerungen an eine vergangene Epoche, von Wut und Enttäuschung getränkt war. Erzählt wird sie aus der Sicht von Nicola, dem Sohn und Jüngsten im Bunde, weshalb sie aus einer noch sehr naiven und „jungenhaften“ Sichtweise erzählt wird.

Nachdem die Familie der Arbeit wegen in die Stadt umgezogen war, hinterließ man die Wohnung in Barletta, einem kleinen süditalienischen Dorf in Apulien, sich selbst. Durch die fehlende Instandhaltung und jahrelange Vernachlässigung verwahrloste die einst so von Leben erfüllte Wohnung am Meer immer mehr. Irgendwann, aus reiner Bequemlichkeit entschied man sich zum Verkauf der Wohnung die wie Ballast am Bein der Familie Russo hang und zu so vielen familiären Streitigkeiten führte.

Der Großvater, Vater und Sohn – drei Männer unterschiedlicher Natur und Generationen – machen sich nun gemeinsam auf den Weg nach Barletta. Dort angekommen begegnen sie einer Reihe von Menschen, deren Begegnungen Spuren bei ihnen hinterlassen. Auch der üble Zustand der Wohnung bringt bei jedem Einzelnen von Ihnen verschiedene Gefühlsregungen zu Tage. Während der Großvater seine Wut und Enttäuschung lauthals zum Ausdruck bringt, bleiben Vater und Sohn eher verhalten, führen „geistige Gefechte“ mit sich selbst aus. Die Familienmitglieder, die sich im Verlaufe der Zeit eher auseinandergelebt zu haben scheinen kommen sich schlussendlich wieder näher.

Balzano zeichnet in seinem Werk authentische Charaktere. Es gelingt ihm auf Anhieb die unterschiedlichen Denkweisen und Ansichten der Männer zu verdeutlichen. Zudem beschreibt er die Gassen und das Meer so detailgetreu und in derart lebhaften Farben, das sie einem fast greifbar scheinen. Die hitzegeschwängerte Atmosphäre Süditaliens treibt einem schier den Schweiß auf die Stirn. Durch die Verwendung von altitalienischen Begriffen und Ausdrucksweisen verleiht er der Geschichte Lokalkolorit und Authentizität.

Insgesamt ist Balzano ein schönes Familienportrait gelungen, das von mir daher vier von fünf möglichen Erinnerungen an das Meer einheimst.

Schmuggelpost..

SAMSUNG

Ihr Lieben,

soeben hab ich einen bronzefarbigen Umschlag vom Fischer Verlag aus meinem Briefkasten gefischt. Der Inhalt lässt auf ein bezauberndes neues Buch hoffen. Es scheint eine “bitterzarte” Angelegenheit zu werden.

Mehr dazu morgen…

Herzliche Wochenendgrüße,

Steffi

Der Sommer ruft..

Hallo ihr Lieben,

wie ihr wisst, mach auch ich an der Blogger Aktion “Blogger schenken Lesefreude” mit. Das heißt, neben 952 (Stand 20.4.13) anderen Blogs gibt es auch hier am “Welttag des Buches” ein Buch zu ergattern.

Ich hatte euch bisher noch nicht verraten, um welches Buch es sich bei meiner Verlosung handeln wird. Und da ich euch nicht länger auf die Folter spannen möchte, werd ich das Geheimnis nun lüften…*trommelwirbel*…hier ist es…

Und darum geht es in dem Buch:

Eine Familiengeschichte voller Liebe

Durch einen anonymen Brief erfährt Juno von ihrem Erbe: ein Fischerhaus in der Bretagne. Aber wider Erwarten ist sie nicht die Einzige, die sich für das Haus interessiert. Die französische Kellnerin Julie hat sich dort eingenistet, und auch Jan, ein Architekt aus Deutschland, ist oft zu Besuch. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters eröffnet sich für Juno ein neuer Blick in die Vergangenheit. Die Reise in die Bretagne wird für sie zu einer Reise in ihre Familiengeschichte. In eine Kindheit, in der sie glücklich war und mit ihren Eltern ein scheinbar idyllisches Vorstadtleben geführt hat. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles anders wurde.

›Sommertöchter‹ ist ein Roman gegen das Alleinsein. Lisa-Maria Seydlitz nimmt ihre Leser mit in einen Sommer, in dem man traurig sein darf und Trost erhält. Sie erzählt davon, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren und ein neues Leben zu gewinnen.

Quelle: http://www.dumont-buchverlag.de

Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlichst beim Dumont Verlag, der mir dieses Buch zur “Blogger schenken Lesefreude” Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Wir hören uns in 3 Tagen..

herzliche Grüße, eure Steffi

C’est la vie..

lesenslust über “Das Lächeln der Frauen” von Nicolas Barreau

“Glück und Unglück liegen oft sehr nahe beieinander. Anders formuliert könnte man auch sagen, dass das Glück bisweilen seltsame Umwege nimmt.” (Zitat, Seite 19)

Im französischen Stadtteil ‚Saint-Germain-des-Prés’ – mitten im Herzen von Paris – wird ein kleines Restaurant namens ‚Le Temps des Cerises’ für die junge Aurélie Bredin zur neuen Herausforderung. Nach dem Tod ihres Vaters obliegt es fortan ihr, sich um das kulinarische Wohl der Gäste zu bemühen.

An einem sehr verhängnisvollen und für sie unglücklichen Freitag stößt die entmutigte Aurélie auf eine kleine, ihr bis dato völlig unbekannte Buchhandlung in einer Seitenstraße. Im Ladeninneren fällt ihr Blick auf ein Buch mit dem Titel „Das Lächeln der Frauen“ dem sie sich schon bald nicht mehr entziehen kann. Denn die Geschichte des Romans scheint sich an einem ihr sehr vertrauten Ort abzuspielen – in einem kleinen Restaurant namens ‚Le Temps des Cerises’.

Voller Neugier nimmt sie es mit nach Hause und entdeckt schon nach wenigen gelesenen Zeilen Lebensgeister in sich, an die sie nicht mehr geglaubt hatte. Voller Euphorie will sie sich auf die Suche nach dem Autor begeben, um sich bei ihm für das unerwartete Glück zu bedanken.

Doch so leicht wie die Sache anfangs erscheint, ist sie nicht und schon bald findet sich Aurélie in einer ungewöhnlich verworrenen Suche nach einem scheinbar unauffindbaren Autor wieder…

 

“Manchmal geht man los, um irgendwo anzukommen. Und manchmal geht man einfach nur los, um zu gehen, und zu gehen und immer weiter zu gehen, bis die Nebel sich lichten, die Verzweiflung sich legt oder man einen Gedanken zu Ende gedacht hat.” (Zitat, Seite 22)

In das „Lächeln der Frauen“ erzählt uns Nicolas Barreau eine wunderbare Geschichte über den berauschenden Wahn der Liebe. Die Geschichte beginnt wie eine Wolke, federleicht und ausgesprochen poetisch.

Barreau gelingen Zeilen, die sich wie liebevolle Berührungen um deine Wangen schmiegen. Der Autor formuliert selbst die negativsten Dinge so kraftvoll und lebensbejahend, dass sie wie ein köstliches ‚Gateâu au Chocolat’ auf deiner Zunge zergehen und sich der Geschmack nicht so schnell verflüchtigt.

Ich entwickelte für jede Seite eine besondere Vorliebe, sie umblättern zu dürfen. Sehnsüchte wuchsen – ich wäre so gern Teil der Geschichte geworden, obwohl sie nicht immer nur vor Glück strotzt. Nicht selten findet man sich in verworrenen und scheinbar ausweglosen Situationen wieder, deren Tragik aber stets das nötige Fünkchen Humor aufweisen, das nötig ist, um lauthals loszulachen.

Doch was der Autor zu Beginn und im Verlauf der Geschichte hervorragend schafft gelingt ihm leider nicht ganz bis zum Schluss. Es erschien mir fast so, als hätte er zum Ende hin noch eine ordentliche Sahnehaube obenauf gepackt die zwar keinen allzu bitteren Nachgeschmack hinterlässt, sich aber dennoch wie unnötige Pfunde auf die Hüfte setzt. Ein ordentlicher Klecks Kitsch, der nicht hätte sein müssen. Denn ich bin mir ganz sicher, dass dieser Roman auch ohne ihn ausgekommen wäre. Trotz alledem gelingt es Barreau vier von fünf imaginären Frauen ein Lächeln um die Lippen zu zaubern.

“Die Liebe war, was sie war. Nicht mehr und nicht weniger. (Zitat, Seite 165)

Blogger schenken Lesefreude..

Ja ja, schon gut. Mittlerweile hat schon jeder davon gehört & gelesen. Aber da ich es irgendwie versäumt habe, euch darüber zu informieren, dass auch ich an dieser Aktion teilnehme und der Welttag des Buches schon in 9 Tagen ist, möchte ich das noch rechtzeitig nachholen.

Im letzten Jahr wurde zum Welttag des Buches eine tolle Aktion, nämlich “Lesefreunde teilen Lesefreude” ins Leben gerufen, bei der die Stiftung Lesen und einige Verlage an die 1.000.000 Bücher unters Volk geworfen haben. Auch ich hatte Glück und war eine der Beschenkten.

In diesem Jahr kann die Aktion aus organisatorischen Gründen leider nicht stattfinden, weshalb sich zwei Bloggerinnen, nämlich Christina von Pudelmützes Bücherwelten und Dagmar Geschichtenagentin, eine tolle Alternative ausgedacht haben: die Aktion “Blogger schenken Lesefreude”.

Und darum geht´s:

Wer kann mitmachen?

Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen!

Wie lautet der Plan?

Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel? Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.

Wo kann ich mich anmelden?

Mit diesem Formular: https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dGhOdlhaWDBEc3o5WGxQeEdQUzRnSEE6MQ

Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des Blogs, deine E-Mail-Adresse, deine Facebook-Fanpage (falls vorhanden) und den Titel des Buches, das Du verschenken möchtest. Falls Du den Titel noch nicht festlegen möchtest, kannst Du ihn auch bis zum 20. April nachmelden.

Was macht ihr mit diesen Angaben?

Wir sammeln alle teilnehmenden Blogs und veröffentlichen auf Facebook und Twitter, welcher Blog welches Buch verschenkt. Ich habe noch Fragen! Für weitergehende Fragen haben wir ein Forum eingerichtet und eine Facebook-Seite:

http://www.carookee.net/forum/BlogdenWelttagdesBuches/ http://www.facebook.com/BloggerschenkenLesefreude

Wie bleibe ich auf dem Laufenden?

Alle Neuigkeiten über die Aktion posten wir auf Facebook und auf Twitter :

http://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude

https://twitter.com/BlogdenWelttag #lesefreude

Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern – Wir Blogger, Wir Leser, Wir Buch-Fans! 

Welches Buch ich am 23.04.2013 auf meinem Blog verlose soll vorerst eine Überraschung bleiben. Ich werde es am 20.03.2013 in einem Post bekannt geben.

Na, schon neugierig?

Herzliche Grüße,

eure Steffi

Vertrautes Engelsflattern..

lesenslust über “Das Spiel des Engels” von Carlos Ruiz Zafón

“Jedes Überzeugungsmanöver, das etwas taugt, appeliert zuerst an die Neugier, dann an die Eitelkeit und zuletzt an die Güte oder das schlechte Gewissen.” (Zitat, Seite 375)

David Martín ist jung, ehrgeizig und talentiert. Doch das ersehnte Leben als  anerkannter Schriftsteller in Barcelona scheint ihm verwehrt, weshalb er sich mit dem Verfassen von Schauerromanen bei einem kleinen Verlag über Wasser hält.

Eines Tages erhält er einen mysteriösen Brief. Er trägt ein Engelssiegel und die Signatur eines gewissen Andreas Corelli. Ein unbekannter Verleger, der David suspekt erscheint und dennoch fasziniert.

Obwohl er hin und her gerissen ist, sucht er Corelli auf und erhält ein unwiderstehliches Angebot. Ein Angebot, das David nicht ausschlagen kann. Doch bevor er sich den weitreichenden Folgen des Angebots bewusst wird, ist es bereits zu spät, denn er hat eingewilligt.

David muss bald nicht nur um seine große Liebe sondern auch um sein Leben kämpfen. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt…

 ”Selbst die schlechtesten Nachrichten haben etwas Erleichterndes, wenn sie nichts weiter bestätigen als das, was man uneingestanden bereits ahnte.” (Zitat, Seite 129)

Zafóns Werk „Der Schatten des Windes“ war ein Buch, das mich regelrecht in seinen Bann gezogen hat. Mit Bedauern muss ich feststellen, dass es seinem Nachfolgewerk „Das Spiel des Engels“ nur mühsam gelang. Auch wenn es Zafón erneut schafft, eine sagenhafte Atmosphäre zu erzeugen und den Leser in rasanter Geschwindigkeit ins Geschehen hinein zu katapultieren, fehlt dem Roman an Individualität und Struktur.

Gleich zu Beginn der Geschichte findet sich der Leser an denselben Orten wie im Vorgängerroman wieder und begegnet nicht selten Beschreibungen die dem Leser wie Satzwiederholungen erscheinen. Während „Der Friedhof der vergessenen Bücher“ mir im Vorgängerroman wie ein gigantischer Schachzug erschien, verliert er hier an Charme und Individualität. Man fragt sich, ob Zafón nun jeden seiner Protagonisten an diesen Ort mitnehmen muss. Ein notwendiges Übel?

Sicherlich ist es interessant, in einem Nachfolgewerk wieder auf vertraute Gesichter zu stoßen und eine bereits erzählte Geschichte aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Doch was ist mit der Geschichte selbst? Sollte sie nicht eigenständig funktionieren und etwas gänzlich Neues erzählen? Geht es hier nicht um das „Spiel des Engels“ sondern vielmehr wieder um die Geschichte aus „Der Schatten des Windes“?

Neben den Wiederholungen streut Zafón derart viele neue Handlungsstränge in die Geschichte, dass der Leser die Orientierung verliert. Er überwürzt die Geschichte, wie viele Köche einen Brei verderben. Er nimmt Dinge auf und denkt sie nicht zu Ende. Hat sich Zafón hier selbst verzettelt? Ist es ein gelungener Schachzug oder eine Entscheidung ohne Sinn und Verstand?

Zafón hinterlässt einen ratlosen Leser, der sich fragt, ob es an ihm liegt, die Geschichte nicht wirklich verstanden zu haben oder an dem Werk selbst. Alles bleibt undurchsichtig. Selbst der Schluss ist wie ein Schlag ins Gesicht.

Zugegeben, die Geschichte ist erneut voller Spannung. Sie beinhaltet brutale Passagen, voller Intrigen und kriminellen Machenschaften. Sie unterhält den Leser auf hohem Niveau. Doch durch seine Vorgehensweise verärgert mich Zafón vielmehr, als dass er sich meine Sympathien einheimst. „Das Spiel des Engels“ lässt daher nur drei von fünf möglichen Engel vorbeiflattern.

“Sie sehen schlecht aus.”

“Verdorbener Magen.”

“Wovon?”

“Vom Leben.”

Textauszug, Seite 177

Geflüstertes Sein..

lesenslust über “Namiko und das Flüstern” von Andreas Séché

“Warten ist geflüstertes Sein.”(Zitat, Seite 174)

 

Mit dem Vorhaben, ein Buch über Gartenkunst zu schreiben, reist ein deutscher Reporter nach Japan. Doch als er in einem der Gärten Kyotos einer jungen Frau begegnet, bekommt seine Reise einen völlig neuen Sinn. Es sind nicht die Gärten Kyotos, die ihn fortan faszinieren sollen, sondern die geheimnisvolle Aura dieser Frau. Namiko.

Eine Frau, die es liebt, verborgene Geschichten aufzuspüren, die Gesten der Natur zu deuten und die Bedeutung der Worte durchs Flüstern zu Tage zu bringen. Schon bald umgibt den Reporter eine ungeahnte Lust nach dem Leben und der Liebe. Eine Liebe, für die er unbekannte Wege gehen muss und schon bald vor der wohl größten Entscheidung seines Lebens steht.

 

“Das Überdauern des Leisen ist eine wundervolle Erfahrung. Das Geflüsterte, das Sanfte, das Allmähliche, das Ungefähre, das Sinnliche, das Schleichende, das Unaufdringliche, das ist eine sehr beständige Angelegenheit. Etwas von Dauer. Vielleicht für die Ewigkeit.” (Zitat, Seite 159)

Begonnen habe ich mit Séchés Roman „Zwitschernde Fische“, der mir trotz ungewöhnlichem Titel in einer vom Autor begleiteten Leserunde eine der wohl schönsten Geschichten geschenkt hat, die ich bisher gelesen habe. Von der Begeisterung für den von mir gelesenen Erstling war es klar, dass ich auch Séchés Vorgänger „Namiko und das Flüstern“ lesen muss.

Auch wenn mich viele der Zeilen in diesem Buch begeistern konnten und ich es mir nicht nehmen lassen wollte, sie zu notieren, konnte „Namiko und das Flüstern“  mich nicht ganz so mitreißen, wie es „Zwitschernde Fische“ getan hat. Dennoch habe ich die leisen und behutsamen Zeilen dieses Buches sehr genossen.

Séché bringt in dieser Geschichte ganz stark die Bedeutung kleiner Gesten, Momente und Worte zum Ausdruck. Er verleiht den scheinbar alltäglichen Dingen einen besonderen Zauber und lässt uns nachdenklich auf den Verlauf unseres Lebens blicken. Behutsam führt er uns hinter das Licht und lässt uns an kleinen Geheimnissen teilhaben, die still und scheinbar bedeutungslos im Hindergrund lauern. Er schenkt uns den Blick auf die kleinen Dinge des Lebens.

Séchés liebevolle Umschreibungen und seine oft so poetische Art und Weise, die Dinge beim Namen zu nennen, ließ mich wie auf einer Wolke durch die Geschichte gleiten. Er hat es schon jetzt geschafft, sich einen kleinen Platz in meinem Leserherz zu ergattern. Erst kürzlich (Ende März 2013) ist sein dritter Roman „Zeit der Zikaden“ erschienen, der schon bald einen Platz in meinem Bücherregal einnehmen wird. Ich flüstere daher 4 von 5 möglichen Worten in Namikos Ohr und lausche der Kraft der Stille.

 

 

Heil Hitler..

lesenslust über “Der Junge im gestreiften Pyjama” von John Boyne

~*°..Der Inhalt..*°~

Bruno ist neun als er sein gemütliches Zuhause, seine besten Freunde und das Gewusel der Berliner Innenstadt für ein Leben in einem hässlichen Haus mitten im tristen Nirgendwo zurücklassen muss. Noch ahnt er nicht, welche schrecklichen Dinge im Land vor sich gehen und trauert daher vielmehr um seine Spielkameraden und die Großeltern in Berlin.

Eines Tages trifft er am nahe gelegenen Drahtzaun einen Jungen namens Schmuel. Ein seltsamer Junge, der nicht nur abgemagert ist, sondern auch wie all die anderen Menschen auf der anderen Zaunseite einen gestreiften Pyjama trägt. Was Bruno anfangs als spielerische Entdeckungsreise ansieht, wird für ihn bald zu einer Reise in die Realität. Einer Realität, die Bruno brutal einholt und zu der er längst unwissentlich gehört.

~*°..”Seine Füße trugen ihn Schritt für Schritt näher zu dem Punkt in der Ferne, der zwischenzeitlich ein Fleck geworden war und langsam alle Anzeichen aufwies, sich in einen Klacks zu verwandeln. Und kurz darauf wurde der Klacks ein Schemen. Und als Bruno noch näher kam, sah er, dass das Ding weder ein Punkt noch ein Fleck noch ein Klacks noch ein Schemen war, sondern ein Mensch. Genau genommen war es ein Junge.”(Zitat , Seite 132)..°*~

“(..)Über den Holocaust zu schreiben ist eine umstrittene Angelegenheit, und jeder Schriftsteller, der sich mit dem Thema befasst, sollte sich seiner Absichten sehr bewusst sein, bevor er zu schreiben beginnt. Es ist vermessen anzunehmen, dass die Schrecken der Konzentrationslager aus heutiger Sicht wirklich begreifbar wären, und dennoch ist es die Pflicht eines jeden Autors, innerhalb dieser Landschaft des Grauens möglichst viel emotionale Wahrheit zu zeigen.
Beim Schreiben und Überarbeiten des Buches war ich überzeugt, dass es für mich nur einen respektvollen Weg gibt, mich dem Thema zu nähern: durch die Augen eines Kindes(..)”

Auszug aus dem Nachwort des Autors

John Boynes Werk sollte Pflichtprogramm an deutschen Schulen werden. Denn obwohl “Der Junge im gestreiften Pyjama” als eine Fabel gilt, verrät uns seine Geschichte viel mehr von der Vergangenheit unseres Landes als man anfangs annimmt.

Boyne gelingt es auf spielerische Art und Weise nichts und zugleich “die Welt” zu erzählen. Er schürt die Fantasie des Lesers, verleiht den scheinbar unbedeutenden und leisen Zeilen so viel Stimme und schenkt ihnen Nachdruck. Er konfrontiert uns mit der Vergangenheit und übermittelt uns die Wahrheit, die viele vielleicht nicht mehr hören wollen, weil sie die Geschichten des Holocausts über haben, übersättigt sind von den vielen Eindrücken oder gänzlich geschockt von der Brutalität vieler unserer Vorfahren.

Und dennoch kann man sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen. Durch Bruno führt Boyne den Leser auf eine so naive und kindliche Art und Weise an die Ereignisse des Holocausts heran, dass sie einen noch tiefer berühren, als es vielen anderen Bücher je gelingen wird.

Absolute Leseempfehlung!