Sehnsuchtsvolle Lesefreude..

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Hallo ihr Lieben,

anlässlich der Bloggeraktion “Blogger schenken Lesefreude” zum heutigen Welttag des Buches gibt es bei mir einen sehnsuchtsvollen Roman zu ergattern, mit dem ihr dem launischen Aprilwetter da draußen perfekt trotzen könnt.

Es handelt sich dabei um “Sehnsucht ist ein Notfall” von Sabine Heinrich, den mir der Kiepenheuer & Witsch Verlag freundlicherweise für die Verlosung zur Verfügung gestellt hat.

Worum geht es im Buch:

Eigentlich ist bei Eva alles gut: Sie hat einen Job, der ihr Spaß macht, tolle Kolleginnen und eine nette Beziehung mit dem Lehrer Johannes. Als dann aber die Oma nach sechzig Jahren Ehe kurz vor Silvester Schluss mit Opa macht, da stellt sich auch Eva die entscheidenden Fragen: Reicht »gut« in einer Beziehung aus? Kann es anders besser sein?

Sabine Heinrichs Debüt ist ein ganz besonderer Generationenroman: eine turbulente Road Novel über zwei Frauen vor einer großen Entscheidung, eine komisch-melancholische Fahrt durch Italien im Januar und eine hinreißend leicht erzählte Geschichte über das Verlangen nach Verlangen.

Hier kommt ihr zum Buchtrailer..

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Wie ihr das Buch gewinnen könnt:

Wer regelmäßig bei mir vorbeischaut, weiß, dass ich neben dem Lesen auch viel Spaß am Fotografieren habe. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht den ein oder anderen besonderen Moment fotografisch festhalten möchte und einfach auf den Auslöser drücke. Ich habe mir für die Bloggeraktion daher folgendes überlegt.

1. Verratet mir in einem Kommentar, wonach ihr gerade Sehnsucht verspürt.

2. Lasst eure Sehnsucht mithilfe eines von euch geschossenen Fotos wahr werden & schickt es mir per Email an lesenslust@hotmail.de. Ich erwarte hierbei nicht, dass die Sehnsucht 1:1 auf dem Foto zu erkennen ist, vielmehr ist die Symbolik entscheidend.

3. Ihr habt vom 23.04.14 0:00 Uhr bis 30.04.14 0:00 Uhr dafür Zeit =)

Die Kombination aus Kommentar & Bild, die für mich am Schönsten/Kreativsten/Liebevollsten/Witzigsten etc. ist, gewinnt.

Seid kreativ, überrascht mich & seid gespannt, wer das Rennen macht.

Bis dahin – Keep on reading,

eure Steffi.

Wartezeit..

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Ihr Lieben,

..and so it goes – nach ein paar sonnigen Momenten, entleeren sich die Wolken über München.

Denkt daran, morgen ist der Welttag des Buches und mit ihm gibt es anlässlich der Bloggeraktion ‘Blogger schenken Lesefreude’ ein wunderbares Buch zu ergattern. Um 0:00 Uhr stelle ich meinen Post online in dem ihr erfahrt, wie ihr bis zum 30.04.14 um 0:00 Uhr eure Kreativität walten lassen könnt, um es zu ergattern.

Kleiner Tipp: Der Titel des Buches (“Sehnsucht ist ein Notfall”) und meine Vorliebe fürs Fotografieren, spielen dabei eine Rolle.

Bis dahin – keep your eyes open..

eure Steffi 

Der Atlantik Verlag sticht in See..

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Hallo ihr Lieben,

in den letzten Wochen habt ihr sicherlich schon auf dem ein oder anderen Bücherblog von der tollen Überraschungspost des Atlantik Verlages gelesen. Auch ich habe verspätet ein Päckchen aus dem Briefkasten fischen dürfen und bin von der drolligen Leinentasche, der Frühlingsvorschau 2014 und dem Bücher-Tagebuch “Bücher sind treu” sehr angetan.

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Auf der Leipziger Buchmesse hab ich die tolle Verlagsvorschau des Atlantik Verlages bereits in die Hände bekommen und wusste daher schon, dass ein neuer Verlag in See sticht. Die Idee, die hinter dem Atlantik Verlag steckt, gefällt mir sehr gut und wird vom Verlag selbst so beschrieben:

“Statt einer langen Erklärung lieber eine kurze Anekdote: Ernst Ludwig Kirchner, der berühmte Künstler der Brücke, war nicht nur ein großer Maler, sondern auch ein begnadeter Zeichner.

“Meine Zeichnungen duze ich”, pflegte er zu sagen, “meine Bilder sieze ich”.

In diesem Sinne stellen wir uns Hofmann und Campe als einen Verlag zum Siezen vor, der Atlantik Verlag hingegen kann und möchte geduzt werden.

Seit dem Stapellauf im Frühjahr 2014 erscheinen hier gut erzählte Romane, populäre Sachbücher, schöne Anthologien und Geschenkbücher.”

 

Ich selbst führe tatsächlich schon seit längerem ein Büchertagebuch, um den Überblick über die gelesenen und rezensierten Bücher zu behalten. Bisher habe ich dafür ein türkisches Urlaubsmitbringsel meiner Patentante genutzt, das sich langsam aber sicher auf die letzte Seite zubewegt, weswegen ich das Büchertagebuch “Bücher sind treu” direkt zum Nachfolger ernennen werde.

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Auf seinem Seegang im Literaturmeer wünsche ich dem Atlantik Verlag alles Gute. Für die süße Post bedanke ich mich von ganzem <3 und freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

In diesem Sinne – volle Fahrt voraus,

herzliche Grüße von der Steffi.

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Sehnsuchtsvolle Lesefreude..

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Hallo ihr Lieben,

Anfang Februar hab ich euch über die bezaubernde Bloggeraktion “Blogger schenken Lesefreude” informiert, bei der ich bereits im letzten Jahr teilgenommen habe. Auch dieses Jahr gilt es am Welttag des Buches (23. April 2014) wieder ein Buch zu ergattern. Über das Buch, das ihr bei mir gewinnen könnt, habe ich bisher allerdings noch nicht viel verraten.

Daher möchte ich heute das Geheimnis lüften und euch den sehnsuchtsvollen Schatz vom Kiepenheuer & Witsch Verlag vorstellen. Es handelt sich um Sabine Heinrich’s Roman “Sehnsucht ist ein Notfall”.

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Worum es in der Geschichte geht:

»An einem sonnigen Tag im Januar gingen wir ins Meer und schrien vor Glück.«

Am Tag vor Silvester bekommt Eva einen Anruf von ihrer Oma: Sie macht mit Opa Schluss und verlässt ihn. Nach sechzig Jahren Ehe. Und Eva? Liebt ihren Freund. Es ist gut, wie es ist. Aber reicht »gut« in einer Beziehung aus? Kann es anders besser sein?
Eva und Johannes sind beide über dreißig und leben seit ein paar Jahren zusammen. Johannes liebt seinen Job als Lehrer und Eva ihren als Physiotherapeutin. Eva will vielleicht ein Kind, Johannes nicht. Darüber reden sie nicht, denn eigentlich ist die Sache entschieden. Aber dann stolpert Eva Hals über Kopf in eine Affäre mit Tobias, dem jungen Vater eines ihrer kleinen Patienten. Eigentlich ist es nur eine Nacht – aber passiert das, wenn man glücklich ist?
Als ihre Oma anruft und erzählt, dass sie es zu Hause nicht mehr aushält, beschließen die beiden: Wir hauen ab! Nach Italien, ans Meer. Familie und Freunde sind in Aufruhr, Johannes und Tobias schicken eine SMS nach der anderen. Aber es geht ums Eingemachte: Kann man immer wieder neu anfangen? Wie viele Kompromisse verträgt eine Beziehung? Wird man glücklich ohne Kinder? Und vor allem: Wie wird man Sophia Loren?

Sabine Heinrichs Debüt ist ein ganz besonderer Generationenroman: eine turbulente Road Novel über zwei Frauen vor einer großen Entscheidung, eine komisch-melancholische Fahrt durch Italien im Januar und eine hinreißend leicht erzählte Geschichte über das Verlangen nach Verlangen.

Verlagsbeschreibung via http://www.kiwi-verlag.de

Wer das Buch gerne für sich gewinnen möchte, sollte sich also einen Besuch auf meinem Blog am Welttag des Buches vormerken.

Habt eine wunderschöne Woche,

eure Steffi.

 

Instaschlendern..

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Hallo ihr,

heute gibt es mal etwas persönlicher Natur. Gestern durfte ich mit Anette von Göttlicher Fotografieren durch Neuhausen schlendern. Ziel des Treffens war es, ein Gespür für außergewöhnliche und besondere Fotomotive zu bekommen, an die man nicht immer gleich denkt. Die Fotos haben wir überraschender Weise alle mit dem Handy anstatt einer Spiegelreflexkamera gemacht. Trotz oder gerade wegen des verregneten Tages konnten sich die Ergebnisse sehen lassen.

Auch wenn ich die einzige Nicht-Iphone-Besitzerin beim Kurs war, sind mir ein paar tolle Schnappschüsse gelungen. Anette hat mir eine Einstellungen am Handy gezeigt (Fokus/Vorder- oder Hintergrund scharf), auf die ich sicherlich nicht mal durch Zufall gestoßen wäre. Für mich Hobbyknipser ein Geschenk des Himmels.  Durch die Nachbearbeitung mit manchen Apps (die noch nicht mal zwingend etwas kosten!) kann man erstaunlich viel aus einem Foto herausholen, ohne dass es gleich übertrieben oder gefakt wirkt. Die Nachbearbeitung von Handyfotos ist daher wirklich zu empfehlen.

Ich hab den Spaziergang so genossen, dass ich all den leidenschaftlichen Fotografen unter euch Annetes Instaschlendern ans <3 legen möchte. Wer einen schönen Nachmittag in angenehmer Begleitung verbringen möchte und zu einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee ein paar Insidertipps austauschen möchte, sollte sich an Anette halten. Da hat man sein Geld wirklich sehr sinnvoll angelegt & tut ihr damit noch was Gutes! Man kann sie zudem als Hochzeits-, Porträt-, Business- & Eventfotografin engagieren. Ihre Bilder sind wirklich ein Traum. Also ich kann mich an ihren Bildern nicht sattsehen!

Schöne Woche wünsch ich euch,

eure Steffi.

Anette beim Fotografieren: http://www.goettlicherfotografieren.de/

https://www.facebook.com/goettlicherfotografieren

Anette beim Schreiben: http://www.goettlicherschreiben.de/

https://www.facebook.com/goettlicherschreiben

Versehentlich verliebt..

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lesenslust über “Versehentlich verliebt” von Adriana Popescu

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Dreaming of a white Christmas?  Nicht für Pippa. Auf dem Weg nach Berlin zu ihrer Familie bleibt die Reisebuchlektorin und Liebeskummer-Expertin im eingeschneiten Stuttgarter Flughafen hängen – und das ausgerechnet am Heiligen Abend!

Dort trifft sie auf den ebenfalls gestrandeten Hamburger Lukas. Sein frecher Charme wärmt Pippas chronisch gebrochenes Herz.  Die beiden erleben alles andere als eine “Stille Nacht …“  am Flughafen, und plötzlich hat sich Pippa versehentlich verliebt. Doch wohin geht die Reise für ihre frische, unmögliche Liebe? Denn der nächste Abflug kommt bestimmt …

Beschreibung des Verlags

Ich lümmle verträumt in der Couch und tippe tiefenentspannt auf den Weiter-Button meines Kindle. Waaas? Letzte Seite. Kann ja nicht angehn! Ein Lächeln huscht über meine Lippen. Da hat Adriana Popescu es doch schon wieder geschafft, mich bestens zu unterhalten. Für einen Moment erwäge ich ernsthaft liebevoll über meinem Kindle zu streichen wie über ein fertig gelesenes und längst ins Herz geschlossenes Buch. Ein Moment der Glückseeligkeit umgibt mich. Was für eine süße Geschichte! Ja wirklich. Allen Zweiflern zum Trotz kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

In “Versehentlich verliebt” erzählt Adriana Popescu die Geschichte von Pippa und Lucas. Eine Momentaufnahme zweier Menschen, die am Stuttgarter Flughafen stranden und wegen starken Schneefalls nicht nach Hause kommen. Ausgerechnet an Weihnachten. Dem Fest der Liebe.

Ihre erste Begegnung verläuft nicht gerade rosig. Sie – genervt und mit einer völlig überpackten Sporttasche mit abgerissenem Tragegriff auf der Suche nach einem erlösenden Gepäckwagen. Er – völlig tiefenentspannt mit Kordjacke, Nerdbrille und einer Mini-Reisetasche auf dem viel zu großen Gepäckwagen. Doch anstatt ihr den Gepäckwagen freundlich zu überlässen, lässt er sie eiskalt abblitzen und nuschelt nur was von einer Sportverletzung. Und als wäre Pippas Anblick nicht schon mitleidserregend genug, bricht ihr beim Versuch eine Cola-Flasche ganz lässig am Automaten zu öffnen doch tatsächlich noch der Flaschenhals ab. Schöne Scheiße!

Kurz darauf steht der ‘nerdige’ Lukas grinsend neben ihr und bietet ihr tatsächlich seine Hilfe an. Was will der denn jetzt? Sich über sie lustig machen? Doch noch während sie ihm schlagfertig kontert, fallen ihr seine schönen blauen Augen auf. Na hier wird sich doch keiner vergucken? Schwärmereien für einen Fremden? An Weihnachten? Und dann noch mitten auf dem Stuttgarter Flughafen? Nun ja, warum denn eigentlich nicht?!

“Versehentlich verliebt” ist eine zuckersüße Liebesgeschichte fürs Herz. Sie lockt dich wie ein Flaum Zuckerwatte, der du zu widerstehen vermagst und sie im nächsten Moment dennoch auf deiner Zunge zerschmilzt. Sicherlich ist die Story irgendwie kitschig, aber das sind Schleifchen um ein Geschenk auch und wir verzichten dennoch nicht darauf, wenn wir das Geschenk für die Liebsten einpacken. Das wäre wie Kuchen ohne Sahne. Was spricht gegen ein bisschen Romantik?

Popescu erzählt ihre Geschichte zudem auf so aufrichtige und zugleich amüsante Art und Weise, dass mir Pippa schon nach wenigen Zeilen ans Herz wächst. Eine Protagonistin, die nicht perfekt ist. Ein Mensch wie du und ich. Und zu guter Letzt jemand, der über seine eigenen Fehler auch noch lacht, mehr aus Verzweiflung, aber dennoch. Die Geschichte ist zwar kurzweilig aber herzallerliebst. Und während ich anfangs noch abwäge, ob ich denn nun oder eher nicht, bin ich längst in die Geschichte hineingestolpert und blicke viel zu schnell auf die letzten Zeilen. Immer wieder gerne, Frau Popescu! Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

<3

#lbm14..

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Freitag, 14. März 2014

Impressionen eines Messebesuchs

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Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Augustinus Aurelius

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Hach, da war sie – die Premiere: mein erster Besuch auf einer Buchmesse. Die Leipziger Buchmesse gilt als der Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und ist neben der Frankfurter Buchmesse die zweitgrößte Deutschlands. Wenn das kein Grund für einen Abstecher nach Leipzig ist, dann weiß ich auch nicht!

Gesagt, gIMG_1446etan. Dieses Jahr mischte also auch ich mich unters Volk der lesebegeisterten Messebesucher. Neben 175.000 anderen Besuchern nahm ich mir vor an einem Tag so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln. Glücksmomente, die meinen Wunschzettel ins schier Unermässliche steigen lassen und den ohnehin schon einsturzgefährteten SuB-Stapel bald zum Erlegen bringen werden. Aber was solls! Man gönnt sich ja sonst nix..

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Schon nach dem Passieren der Eingangstüren vernahm ich die impressionsgeschwängerte Umgebung um mich herum wahr. Da gab es aufgeregtes Geschnatter, elangefüllte Sprints auf der Eingangstreppe und hitzige Diskussionen auf den Podien der Verlage. Lesungen, Signierstunden und Hörspiel-Vorträge. Da reihten sich Bücherregale, in denen sich Buch an Buch schmiegten und die Farben ihrer Cover meine Sinne benebelten. Die Taschen mit Verlagsvorschauen, kleinen Souvenirs und Leseexemplaren wuchsen. Im Gespräch mit der ein oder anderen netten Verlagsdame habe ich mein Kärtchen weitergereicht und den Wunsch zukünftiger Wunschschmöker verlauten lassen. Verrückte Mangafreaks umschwirrten mich, begeisterte Fotos wurden geschossen und musikalische Klänge betteten mich ein.

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Das Gesamtpaket “Leipziger Buchmesse” hat mich wirklich glücklich gestimmt. Auch wenn ich nach fünf Stunden Fußmarsch durch das Messegelände zugegeben um frische Luft und ein paar Sonnenstrahlen förmlich bettelte. Dank den wundervollen Damen von Fattoria la Vialla und ihren italienischen Köstlichkeiten erlag ich zum Glück auch nicht dem Hungertod, dem ich durch den Boykott, die meines Erachtens viel zu hohen Preise für Speis & Trank zu zahlen, erschreckend nah lag.

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Auch dieses Jahr hat sich auf der Leipziger Buchmesse gezeigt, dass Literatur die Menschen auf einzigartige Weise verbindet. Mir mehr denn je. Lesen war und ist schon immer ein großer Bestandteil meines Lebens! Und wird es immer sein.

So keep on reading everyone..

Seelenqualen..

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lesenslust über “Herzenstimmen” von Jan-Philipp Sendker

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“Nicht alles, was wahr ist, kann man erklären und nicht alles was man erklären kann, ist wahr.”

Zitat, Seite 342

Vor zehn Jahren reiste Julia Win nach Burma, um den Fußspuren ihres Vaters zu folgen, der die Familie damals verlassen und eine verstörte Tochter zurückgelassen hatte. Auf ihrer Suche nach ihm stieß sie nicht nur auf die wohl schönste Liebesgeschichte aller Zeiten, sondern auch auf ihren Halbbruder U Ba. Wie die Reise sie damals veränderte, ist heute nur noch zu erahnen. Denn mit den Jahren ist der birmanischen Glückseligkeit und Ruhe längst das westliche Leben und eine Karriere gewichen.

Bis sie eines Tages ein rätselhafter Brief ihres Bruder erreicht, mit dem nicht nur das Gefühl von damals zurückkehrt, sondern auch eine fremde innere Stimme auftaucht, die mit ihr zu sprechen beginnt. Auf einem schmalen Grat zwischen Verzweiflung und Wahnsinn beschließt si,e erneut nach Burma zu reisen, um dem Ursprung und Geheimnis der Stimme auf den Grund zu gehen. Auf der gemeinsamen Reise mit ihrem Bruder U Ba gilt es, nicht nur zwei Seelen miteinander zu versöhnen, sondern auch ihr eigenes Glück wiederzufinden.

“Es war eine anonyme austauschbare Welt. Wohltemperiert, steril, geruchlos, unsinnlich. Eine Welt, in der ich mich problemlos zu bewegen wusste. In der ich mich bisher weder wohl noch unwohl gefühlt hatte. In der ich, wenn ich ehrlich war, gar nichts fühlte. In der ich funktionierte. Verhandlungen führte. Aufgaben erledigte.

Dieser Raum war eine Erinnerung an sie, und ich fühlte mich mit einem Mal auf eine unheimliche Weise fremd darin. Fehl am Platz. Als wäre ich nach langer Zeit einmal wieder zu Besuch bei ehemals guten Freunden, um festzustellen, dass mich mit ihnen nichts mehr verband.”

Zitat, Seite 261

Jan-Philipp Sendkers Roman “Das Herzenhören” gehört für mich zu einem der schönsten, gefühlvollsten und intensivsten Romane, die ich bisher gelesen habe. Eine Geschichte, die Sendker trotz aller Tragik in so ruhigen und sanften Klängen erzählt, dass sie dich umschmeichelt wie eine trostspendende Melodie.

Im Vorgängerroman reist Julia Win nach Burma, um den Fußspuren ihres Vaters zu folgen, der sie in jungen Jahren verlassen hat. Auf ihrer Reise erfährt sie damals die Beweggründe des Vaters und dessen Gabe, die Menschen am Klang ihres Herzens zu erkennen. Von einer Liebe, die so rein und ehrlich war, dass sie alles Leid zu überdauern vermochte und ihrem Halbbruder U Ba, von dessen Existenz sie bis dato nicht wusste. Sendker erzählt darin eine Geschichte, die ohne Klischees und Kitsch auskommt und voller Magie ist.

Als ich von der Fortsetzung zu “Das Herzenhören” erfuhr, habe ich lange mit mir gehadert, ob ich die Geschichte lesen möchte. Zu groß war die Befürchtung, dass es dem Autor nicht gelingt, die Sanftheit des ersten Romans zu wahren und an ihn anzuknüpfen. Trotz aller Angst entschied ich mich dennoch dafür. Und ich bereute es nicht.

Zugegeben, was ich las, war nicht das, was ich erwartete. Es war anders, weitreichender und vor allem brutaler. Und dennoch, es verzauberte mich. Auf neue Weise. Denn die Geschichte ist eine andere und hat mit “Das Herzenhören” nur noch wenig zu tun. Julia reist in “Herzenstimmen” zwar erneut nach Burma, doch die Lebensgeschichte, der sie nachgeht, ist eine völlig andere. Eine innere Stimme beginnt zu ihr zu sprechen, bedrängt sie, erschreckt sie. Eine Stimme, die sie sich nicht erklären kann und die sie dem Abgrund des Wahnsinns erschreckend nahe bringt.

“Vor mir tat sich ein dunkler Abgrund auf, der mit jeder Sekunde wuchs. Ich wollte mich verstecken, mich irgendwo verkriechen. Was war nur in mich gefahren? Ich hörte eine Stimme, laut und unmissverständich. Eine Stimme, über die ich keine Kontrolle besaß. Eine Fremde. In mir. Ich fühlte mich immer kleiner werden. Kleiner und bedürftiger. Kein Wort würde ich von mir geben können, solange nicht Ruhe in meinem Kopf einkehrte.”

Zitat, Seite 15

Zurück in Burma wird Julia wiederholt mit den erschreckend armen Verhältnissen der birmanischen Landesbewohner konfrontiert. Das Leben, das ihr Bruder U Ba führt, erscheint ihr so trostlos und ohne jeglichen Komfort. Doch die Wertschätzung der kleinen Dinge scheint die Menschen im Land am Leben zu halten und ihnen Trost zu spenden.

Sendker verzauberte mich in “Herzenstimmen” erneut mit sanften, aber weitaus dramatischeren Klängen. Er konfrontierte mich mit der Brutalität und Ungerechtigkeit, die das Leben leider manchmal mit sich bringt und erzählte mir auf sehr authentische Weise die schicksalsgetränkte Geschichte einer jungen birmenischen Frau namens Nu Nu. Neben Julias Perspektive lernt man die Vergangenheit aus den Augen Nu Nu´s kennen und muss lernen zwischen den Handlungssträngen verschiedener Zeiten zu wechseln. Ein bezauberndes und um einiges reiferes Werk des Autors, das mich erneut in seinen Bann ziehen konnte.

“Liebe kennt keine Gerechtigkeit. Sie gehorcht ihren eigenen Gesetzen.”

Zitat, Seite 159

Wings to fly..

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lesenslust über “Lieblingsmomente” von Adriana Popescu

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Layla begegnet Tristan auf einer Party. Auf der Suche nach schönen Momentaufnahmen gerät der hübsche Mann ihr direkt vor die Linse. Während die beatgetränkte Menge sich ekstasisch der Musik hingibt, scheint er für einen klitzekleinen Moment verloren, fast schon regungslos und von der Menge eingebettet. Doch als Layla abdrückt umspielt eine Woge der Zufriedenheit seine Lippen und der Moment wird zu einem ihrer Lieblingsmomente.

Ein seltenes Motiv mischt sich unter Laylas Ausbeute, die als Partyfotografin ihr Geld verdient. Ein Moment der ihr im Gedächtnis und nicht ohne Folgen bleibt. Nichtsahnend gibt sich Layla ihren Gefühlen hin und lässt sich von Tristan sein Stuttgart zeigen. Eine Reihe besonderer Momente voller Zuneigung und dennoch freundschaftlicher Natur. Denn beide sind in festen Händen und eigentlich glücklich. Eigentlich.

Doch gegen die flirrenden Käfer im Kopf und die flatternden Schmetterlingen in der Magengegend, die Layla in Tristans Nähe verspürt, kommt sie nicht an. Sie sind einfach da. Und plötzlich stellt sich die Frage, ob mehr daraus werden könnte als nur eine Serie schöner Momente. Und lohnt es sich dafür alles aufs Spiel zu setzen?

“Ich beobachte ihn und frage mich, wo er all die Jahre war, als ich genau das hören wollte. Er war in meiner Stadt, aber er hat nie meinen Weg gekreuzt, und jetzt ist er plötzlich hier, und ich möchte ihn für das eben Gesagte am liebsten ohrfeigen. Nein, lieber fest umarmen. Dafür, was er gesagt hat. Aber so weit sind wir nicht. So weit werden wir vermutlich niemals sein. Deshalb schenke ich ihm wenigstens ein kurzes Lächeln, vielleicht kann er die Dankbarkeit darin lesen. Er lächelt zurück. Zum Glück.”

Zitat, Seite 87

Adriana Popescu hat mir mit “Lieblingsmomente” ein paar besonders schöne Augenblicke geschenkt und meinen Stapel mit den persönlichen Lieblingsbüchern um ein weiteres ergänzt. In ihrem Roman erzählt sie keine kitschige Liebesstory a la Rosamunde Pilcher sondern vielmehr eine gefühlvolle und intensive Geschichte mitten aus dem Leben. Es geht um die Begegnung zweier Menschen, die sich auf Anhieb verbunden fühlen obwohl sie in festen Händen sind. Popescu greift damit ein heikles Thema auf, das in unserer heutigen Zeit viel häufiger an der Tagesordnung ist als man es sich wohl eingesteht. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, sehnen uns nach Geborgenheit und finanzieller Absicherung. Die wahren Gefühle und Träume bleiben dabei oft auf der Strecke. Doch macht uns Stabilität und Absicherung alleine auf Dauer auch glücklich?

“Es spielt keine Rolle, ob es jemand hören kann – aber der Stein, der mir vom Herzen fällt, muss das ganze Lokal erschüttern. Ich hole so tief und erleichtert Luft, dass dem jungen Mann am Nebentisch fast seine Bestfriend-Roll aus dem Essstäbchen rutscht.”

Zitat, Seite 247

Popescus Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch. Beide sind sehr natürlich und authentisch gezeichnet. Es fiel mir nicht schwer, mich in Laylas Situation hineinzuversetzen und ihre Gedanken zu meinen werden zu lassen.

Layla fotografiert leidenschaftlich gerne. Ihre großen Träume vom Fotografieren sind längst einer eigenen Firma gewichen, die ihr den finanziell nötigen Rückhalt schenkt, den sie zum Leben braucht. Das Knipsen von Partyfotos ist zwar nicht ihre Erfüllung, lässt sie aber fällige Rechnungen zahlen und sicher im Leben stehen. Ihr durchstrukturierter und beruflich sehr erfolgreicher Freund hat für Laylas wahre Leidenschaft fürs Fotografieren kein Verständnis. Doch mit den Jahren hat sie die Stabilität, Sicherheit und Geborgenheit, die er ihr schenkt, lieben und schätzen gelernt.

Tristans Naturell hingegen ist ganz anders. Er ist ein Lebenskünstler, der sich mit verschiedenen Jobs über Wasser hält und einen ganz anderen Bezug zum Leben zu haben scheint hat als Laylas Freund. Er ist unvernünftig, rebellisch, lebensfroh, er bringt sie zum Lachen und entführt sie an Stuttgarts schönste Stellen. Er schenkt ihr Aufmerksamkeit. Und plötzlich melden sich Laylas Träume und Sehnsüchte wieder zu Wort, die sie längst in eine Schublade verbannt hat. Mit jeder Begegnung mit Tristan wird ihr bewusster, dass ihr das Leben, das sie lebt, nicht wirklich reicht.

“Ich lasse mich also doch und mit überraschend wenig Gegenwehr in ein Leben hineinziehen, von dem ich gerne ein Teil wäre, in dem es für mich aber keinen Platz gibt. Man muss kein Genie sein, um vorauszusehen, dass diese Geschichte mit einem gebrochenen Herzen endet, und wenn ich einen Tipp abgeben muss: Es wird wohl meines sein.” 

Zitat, Seite 283

Popescus Zeilen wohnt ein ganz besonderer Zauber inne. Er lässt dich nicht nur an Laylas Gedanken teilhaben, sondern dich auch mit ihr freuen, lachen und weinen. Aufgeregt blätterst du Seite um Seite um, fieberst Begegnungen und Momenten entgegen und lässt dich panisch auf die immer weniger verbleibenden Seiten blicken. Eine Geschichte, die gelesen werden muss. Laylas und Tristans Lieblingsmomente sollten auch zu unseren werden! Ganz großes Gefühlskino – ich liebe dieses Buch!

<3